GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Werbeagentur Geschichte Arten von Werbeagenturen Organisationsformen Gliederung des Agenturmarktes Die größten Werbeagenturen Agenturpersonal Kundenakquise Navigationsmenü aus Karlsruhe

gmbh mantel günstig kaufen Firmenmäntel Werbeagentur GmbHmantel gmbh kaufen mit schulden
Zur Suche springen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eine Werbeagentur ist ein Dienstleistungsunternehmen, das für Unternehmen und andere Auftraggeber die Beratung, Konzeption, Planung, Gestaltung und Realisierung von Werbe- und sonstigen Kommunikationsmaßnahmen übernimmt.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Arten von Werbeagenturen
3 Organisationsformen
4 Gliederung des Agenturmarktes
5 Die größten Werbeagenturen

5.1 Weltweit
5.2 Deutschland

6 Agenturpersonal

6.1 Kontakt/Beratung
6.2 Account-Planning
6.3 Kreation
6.4 Weitere Berufe

7 Kundenakquise
8 Einzelnachweise

Geschichte

Ursprünglich waren (Werbe-)Agenturen Mittler zwischen Zeitungen und deren Anzeigenkunden: Sie gestalteten für Werbekunden Anzeigen, die in Zeitungen erschienen.

Die Werbekunden zahlten ursprünglich nicht für die Arbeit der Agenturen. Sie zahlten für das Erscheinen ihrer Anzeigen an die Zeitungen. Dafür bekam die Werbeagentur von den Zeitungen Provisionen. Die aus den Anfangszeiten der Werbung stammende Provisionspraxis, nach der die Agenturen zusätzlich zur Bezahlung durch den Kunden Provisionen von Zeitungen, Druckereien usw. beanspruchen, ist umstritten, aber noch heute üblich.

1855 gab es bereits in Altona (heute Hamburg) die „Annoncenexpedition Ferdinand Haasenstein“, die als unparteiischer Berater des inserierenden Publikums auftrat. Ebenfalls 1855 wurde in Berlin das „Institut der Anschlag-Säulen“ von Ernst Litfaß gegründet.

Am 23. September 1876 gründet William Alexander Wilkens das „Centrale Annoncen Büro William Wilkens“ zur Anzeigenschaltung und Gestaltung. Bereits damals war „Full-Service“ die Maxime des Hauses Wilkens. So konnte man schon damals Mediabuchung, Gestaltung, Texte und Anzeigen buchen. Die Agentur besteht bis heute in Hamburg und firmiert seit 2007 unter dem Namen Draftfcb. Draftfcb Deutschland ist damit Deutschlands älteste Werbeagentur.

Erste Werbeberater kamen 1895 hinzu, deren Tätigkeit in erster Linie darin bestand Reklame künstlerisch und wirksam zu gestalten und den Kunden vor unnützen Ausgaben zu bewahren.

1920 entstehen „Advertising Service Agencies“. So wird zum Beispiel aus der Werbeabteilung von Lever die Lintas (Lever International Advertising Service). Pioniere im deutschen Markt waren damals Lintas, McCann Erickson, und J. Walter Thompson. Die 1924 von Max Burchartz und Johannes Canis gegründete „werbebau“ ist vom Bauhaus beeinflusst und die erste moderne Werbeagentur in Deutschland.

Im Jahr 1950 beginnt parallel zum sogenannten Wirtschaftswunder die vierte Gründungswelle mit einem stetigen Wachstum bis 2001.

1990 beginnt mit dem Internet und unter stärkerer Beachtung des Dialog-Marketings der Aus- und Umbau der Werbeagentur zu Kommunikationskonzernen, die alle Disziplinen wie Werbung, Internet, Dialog, PR, Promotion unter einem Dach gleichwertig zu konzertieren versuchen.

Arten von Werbeagenturen

Die klassische Form der Werbeagentur bietet Leistungen rund um die sogenannte klassische Werbung auch „ATL – Above the Line“ an. Damit sind Werbemaßnahmen in den Massenmedien gemeint:

Zeitungswerbung (Anzeigen in Zeitungen, Zeitschriften)
Außenwerbung (Plakate, Blow-Ups etc.)
Rundfunkwerbung (Fernseh- und Radiowerbung)
Fernsehwerbung
Kinowerbung

Mittlerweile haben sich neben den Full-Service-Agenturen, welche die klassische Above-the-line-Werbung abdecken, zahlreiche Geschäftsmodelle herausgebildet, die ausschließlich oder zusätzlich Leistungen für spezielle Bereiche „Below-the-line“ aus Kreation und Beratung anbieten:

Internet (E-Mail Promotion)
Public Relations
Corporate Design
Corporate Publishing
Marketing (darunter z. B. Eventmarketing und Live-Kommunikation, Ambush Marketing, Virales Marketing, Entertainment Marketing)
Direktwerbung
Point of Sale
Business-to-Business
Ambient Media
Finance Communication

Organisationsformen

Werbeagenturen treten als Einzelagenturen oder als so genannte Agentur-Netze, also Unternehmen mit vielen „Filialen“ auf. Sonderfälle sind die so genannten Hausagenturen großer Unternehmen (bsp.: Unilever – Lintas (nicht mehr existent)).

Die klassische Werbeagentur ist die inhabergeführte, bei der der Eigentümer zugleich Geschäftsführer ist. In der Regel gibt es mehrere Inhaber. Daher auch die häufige Namensgebung nach dem Muster „Maier & Müller“.
Durch die Beteiligung an der Agentur soll der gewöhnlich kurzen durchschnittlichen Verweildauer der kreativen Mitarbeiter von unter zwei Jahren entgegengewirkt werden. Daher sind Unternehmensbezeichnungen wie „Maier, Müller & Partner“ recht häufig.

Aus einigen Einzelagenturen haben sich regelrechte Werbeimperien entwickelt. Berühmtestes Beispiel dafür ist vielleicht Ogilvy & Mather. Ab einer bestimmten Größe ist wie bei anderen Unternehmen eine gewisse Tendenz zum Wachstum durch Fusion zu beobachten.

Gliederung des Agenturmarktes

Großagenturen und internationale Networks
Mitarbeiter > 100
Gross Income > 10 Mio. €
Etatgröße: ca. 3 Mio. €
Anzahl Etats > 30
Mittelgroße Agenturen
Mitarbeiter 10–100
Gross Income 1–10 Mio. €
Etatgröße: < 1 Mio. €
Anzahl Etats > 15–50
Kleine Agenturen
Mitarbeiter < 10
Gross Income < 1 Mio. €
Etatgröße: ca. < 0,4 Mio. €
Anzahl Etats > 3–20

Die größten Werbeagenturen

Weltweit

Die größten Werbeholdings der Welt sind derzeit Omnicom Group, Inc., New York und WPP, UK. So lenkt Omnicom z. B. über 1000 Werbeagenturen in mehr als 100 Ländern, die 1997 Werbung für über 22 Mrd. Dollar produzierten. Unter ihnen sind z. B. BBDO, DDB Worldwide und TBWA. Das größte europäischstämmige Netzwerk ist Publicis aus Frankreich.

Deutschland

In Deutschland gibt es zurzeit 12.000 Werbeagenturen. Davon sind nur ca. 3.000 im Handelsregister eingetragen. Jeder Gewerbetreibende kann sich „Werbeagentur“, „Textagentur“, „Kommunikationsagentur“ o. Ä. nennen, denn diese Bezeichnungen sind keine geschützten Begriffe.

Die Rangliste nach Gross Income der 50 größten inhabergeführten Werbeagenturen wird jährlich von den Zeitschriften HORIZONT, Werben & Verkaufen (w&v) und dem GWA erstellt.

Die größten in der Bundesrepublik Deutschland tätigen Werbeagenturen 1987[1]

Werbeagentur
Nettoeinnahmen in DM
Mitarbeiter

TEAM/BBDO-Gruppe, Düsseldorf
83,5 Mio. DM
463

Lintas Deutschland, Hamburg
81,7 Mio. DM
412

McCann Erickson, Frankfurt am Main
69,6 Mio. DM
428

Ogilvy & Mather, Frankfurt am Main
69,3 Mio. DM
389

Young & Rubicam, Frankfurt am Main
55,7 Mio. DM
325

Grey Group Germany, Düsseldorf
54,7 Mio. DM
314

J. Walter Thompson, Frankfurt am Main
53,4 Mio. DM
345

Die 10 größten inhabergeführten Werbeagenturen in Deutschland 2015 (Agentur-Ranking nach gemeldetem Netto-Honorarumsatz)[2][3]:

Werbeagentur
Netto-Honorarumsatz in Euro

Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation, München
250,12 Mio.

Jung von Matt, Hamburg
77,33 Mio.

Media Consulta, Berlin
54,93 Mio.

Vertikom, Nürnberg
53,67 Mio.

Hirschen Group, Hamburg
45,22 Mio.

fischerAppelt, Hamburg
42,00 Mio.

Thjnk, Hamburg
36,00 Mio.

Medienfabrik, Gütersloh
33,48 Mio.

Kolle Rebbe, Hamburg
29,65 Mio.

Grabarz & Partner, Hamburg
22,84 Mio.

Agenturpersonal

Im Laufe der Zeit haben sich gewisse Standard-Strukturen herausgebildet, die in mehr oder weniger variierter Form in den meisten Agenturen zu finden sind.

Allerdings sind, wie im gesamten Dienstleistungssektor, die unten aufgeführten Berufe in Reinform und mit immer den gleichen Aufgaben immer seltener zu finden. Der Trend geht in Werbeagenturen zur Akademisierung, obwohl auch Quereinsteiger Berufsmöglichkeiten haben.

Kontakt/Beratung

Berater, auch Kontakter genannt, stellen das Bindeglied zwischen Agentur und Kunden dar und sind für Ziel-, Budget und Termineinhaltung zuständig.

Je nach Hierarchie und Qualifikation sind Kontakter eher ausführend oder auch beratend tätig. Seniorberater übernehmen häufig die strategische Konzeption für den Kunden und sind agenturintern auch für die Akquisition von Neukunden zuständig.

Voraussetzung für diesen Beruf ist nicht immer ein Studium. Ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Marketing, Medien oder Kommunikation kann jedoch von Vorteil sein. Spezielle Studiengänge oder berufsbegleitende Weiterbildungsangebote, die meist über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren gehen, existieren. Als Beispiel sei an dieser Stelle der Kommunikationswirt genannt. Einstiegsgehälter liegen je nach theoretischen und praktischen Vorkenntnissen zwischen 20.000 und 36.000 Euro pro Jahr.

Der Kontakt gilt als Job für „Diplomaten“. Agenturmitarbeiter (beispielsweise Kreative) und Kunden sprechen – vorsichtig formuliert – „nicht immer“ die gleiche Sprache. Der Kontakt fungiert daher auch als Moderator zwischen den Projektbeteiligten.

Account-Planning

Account-Planning ist eine Disziplin in einer Werbeagentur. Sie setzt sich mit dem sogenannten „Creative Briefing“ der Kreativabteilung auseinander und/oder ist für die Kontrolle oder Erstellung der Kommunikationsstrategie zuständig.

Zum einen geht es also um das „Übersetzen“ und Reduzieren des Kundenbriefings – idealerweise auf nur noch einen sogenannten Planningsatz. Zum anderen geht es um die Klärung der berühmten Lasswellschen Frage: „Wer sagt was zu wem mit welcher Absicht und über welchen Kanal?“ Wobei die Wahl des Kanals nicht Gegenstand des Account-Plannings ist, sondern Gegenstand der Mediaplanung oder des Channel-Plannings.

Manche Agenturen unterscheiden nach Account-Planning (Fokus: Creative Briefing) und Strategic-Planning (Fokus: Strategie). Generell werden die Begriffe Account-Planning, Strategic-Planning, Planning oder auch Strategische Planung synonym verwendet. Abzugrenzen ist der Begriff gegen die strategische Unternehmensplanung. Wesentlicher Unterscheidungspunkt ist, dass Account-Planning lediglich die Kommunikation und Marke, nicht aber das gesamte Unternehmen in all seinen Funktionen betrachtet. Der Einsatz von Account-Planning limitiert sich auf Launches, Relaunches oder turnusmäßige Überprüfungen einer Marke. Daher verfügen i. d. R. nur mittlere und große Agenturen (> 40 Mitarbeiter) über eigene Planner oder gar Planningabteilungen. Account-Planning stellt die jüngste Disziplin innerhalb der Werbung dar und wird als dritte Säule neben Beratung und Kreation bezeichnet. Die Gründung geht auf englische Agenturen in den sechziger Jahren zurück. Ausgangspunkt war dabei der Wechsel vom Nachfrager- zum Anbietermarkt und der resultierende zunehmende Augenmerk auf den Endkunden. In Deutschland spielt „Planning“ seit Mitte/Ende der 1980er Jahre eine Rolle. Die Tätigkeit erfordert in aller Regel das Studium der Betriebswirtschaftslehre (Marketing) und/oder Soziologie und/oder Psychologie. Daneben gibt es erfahrene Texter/Konzeptioner oder Berater, die im Laufe ihrer Karriere zum Planning wechseln. Nur wenige deutsche Hochschulen wie bspw. die Berufsakademie Ravensburg haben Account-Planning in nennenswertem Umfang in ihre Lehrpläne integriert. Siehe auch Strategische Planung (Account Planning)

Kreation

Die Kreation bzw. Kreativabteilung konzipiert, gestaltet und produziert die Werbemittel für geplante Kommunikationsmaßnahmen. Die Kreativabteilung wird geleitet von einem Creative Director, der für sämtliche kreative Arbeiten innerhalb der Abteilung die Verantwortung trägt.

Ihm unterstehen die Art Directoren, Grafiker, Reinzeichner und Werbetexter. Art Director und Werbetexter/Texter arbeiten meist in einem Team. Den Art Directoren unterstehen wiederum die Grafiker und Reinzeichner.

Der Art Director ist für die komplette grafische Umsetzung verantwortlich, von der Fotografenauswahl bis zur Druckabnahme.

Weitere Berufe

In kleineren Agenturen arbeiten Kontakter und Texter/Grafiker teilweise in Personalunion. In größeren Agenturen kommt es hingegen zu teils extremen Spezialisierungen.

Viele Mitarbeiter arbeiten selbständig („Freelancer“) und werden je nach Bedarf engagiert, z. B. Produktioner, Illustratoren, Fotografen, PR-Manager.

Auch werden bei großem Projektaufkommen Traffic Manager eingesetzt, die zur Entlastung der Beratung beitragen.

In vielen Agenturen werden Webentwickler sowie Serveradministratoren und Software-Entwickler benötigt.

Aktuell setzt sich eine massive Spezialisierung im Bereich der Onlinewerbung/Onlinemarketing durch. Das hierfür benötigte Wissen und die Technik wird im Allgemeinen nicht durch das Repertoire einer klassischen Werbeagentur abgedeckt, sondern von Spezialisten im Onlinemarketing gewährleistet.

Kundenakquise

Ein wichtiges, aber nicht objektiv messbares Kriterium für die Wahl einer Agentur ist die sogenannte „Chemie“ der Zusammenarbeit.

Objektiv messbare Kriterien sind: Größe der Agentur und Vorhandensein bestimmter Dienstleistungen oder Abteilungen, definierte Prozesse und transparente Abrechnungen, Mitgliedschaft in Standesorganisationen (z. B. GWA, DDV), Platzierungen in Rankings, Auszeichnungen bzw. Preisgewinne sowie aktuelle Arbeiten und Etatgewinne. Der Standort kann ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, beispielsweise, wenn Auftraggeber und Agentur permanent viele physische Dokumente unter hohem Zeitdruck austauschen müssen oder viele Treffen erforderlich sind.

Meist werden Etats über so genannte Agenturpitches (Wettbewerbe) vergeben. Dem Pitch vorangehen dann Screenings, bei denen die Agenturen im persönlichen Gespräch evaluiert werden. Wesentlich seltener werden Agenturen aufgrund von Probeaufträgen oder spontan engagiert. Pitches sind allerdings künstliche Situationen und zudem aufwändig für beide Seiten: Agenturen erarbeiten Strategien und Ideen mit ihren besten Leuten und präsentieren diese sehr aufwändig. Mit der späteren täglichen Arbeit, die meist eher von organisatorischen Fragen geprägt ist, hat ein Pitch wenig zu tun. Manche Auftragnehmer engagieren Pitchconsultants, die bei der Auswahl des richtigen Partners behilflich sind.

Werbeagenturen können einzelne Werbemaßnahmen (beispielsweise Anzeigen, TV-Spots, Plakate) oder ganze Werbekampagnen erstellen. Der Auftrag wird in Form eines Briefings mit dem Kunden abgesprochen.

Einzelnachweise

↑ Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 10. Februar 1988

↑ Ranking der Arbeitsgemeinschaft Rankingliste (Horizont, Werben&Verkaufen) auf wuv.de, abgerufen am 20. Februar 2017

↑ Artikel „Agentur-Ranking: Serviceplan legt zu – Jung von Matt schrumpft“ auf wuv.de vom 13. April 2016, abgerufen am 20. Februar 2017

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4065521-0 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Werbeagentur&oldid=186278378“

Kategorien: GrafikdesignUnternehmensart (Werbung)WerbeagenturVersteckte Kategorie: Wikipedia:Belege fehlen

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


GmbH als gesellschaft kaufen gmbh gründen oder kaufen

gmbh mantel kaufen österreich gmbh gesetz kaufen

firmenmantel kaufen GmbH Kauf


Top 8 businessplan:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-roland-gerhardt-bautischlereien-gmbh-aus-hamm/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anna-arnold-fahnen-ges-m-b-haftung-aus-gelsenkirchen/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anna-arnold-fahnen-ges-m-b-haftung-aus-gelsenkirchen/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-constanze-sauertrunk-praesenthandel-gmbh-aus-karlsruhe/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anton-welsch-konzert-theaterbuehnen-ges-m-b-haftung-aus-kassel/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-harry-wa%c2%b6lfli-medizinische-geraete-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-thekla-endres-sanitaetshaeuser-gmbh-aus-essen/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-astrid-guntenswiler-lettershops-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-osnabrck/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Heilverfahren Therapeutik Therapie Therapieformen Übertherapie und Fehltherapie Therapieresistenz Navigationsmenü aus Stuttgart

Vorratskg gmbh kaufen mit guter bonität Heilverfahren deutsche gmbh kaufen was beachten
Zur Suche springen

Therapie (altgriechisch θεραπεία therapeia „Dienst, Pflege, Heilung“) oder Behandlung bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen positiv zu beeinflussen. Die Voraussetzung für Therapie ist eine zuvor erlangte Diagnose. Ziel eines Therapeuten ist es, eine Heilung zu ermöglichen oder zu beschleunigen, zumindest aber die Symptome zu lindern oder zu beseitigen und körperliche oder psychische Funktionen wiederherzustellen. Verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung einer Krankheit werden oft als Therapieoptionen bezeichnet.

Um eine entsprechende Therapie empfehlen zu können, muss zunächst eine Diagnostik vorgenommen werden. Dabei wird eine Diagnose erstellt, indem die Beschwerden und verschiedener Untersuchungbefunde beurteilt und eingeordnet werden. Die eigentliche Therapie besteht dann aus Maßnahmen zur Behebung der Beschwerden oder vorzugsweise der Krankheitsursache. Wenn eine Therapie angemessen zur Behandlung eines Krankheitsbilds ist, spricht man von einer Indikation (dem „Angezeigtsein“ einer bestimmten Behandlung).

Inhaltsverzeichnis

1 Therapeutik
2 Therapie
3 Therapieformen
4 Übertherapie und Fehltherapie
5 Therapieresistenz
6 Siehe auch
7 Weblinks
8 Einzelnachweise

Therapeutik

Die Therapeutik (altgriechisch θεραπευτική (τέχνη) therapeutikē (technē) „Heilkunst“) hatte ursprünglich (im Verständnis der Humoralpathologie) die Harmonisierung eines entgleisten Säftegleichgewichts im Organismus zum Ziel.[1] In moderner Auffassung ist sie die Lehre von den Heilverfahren, die sich mit Therapieformen und Therapiemethoden, ihrer Wirkungsweise sowie ihrem Anwendungsspektrum beschäftigt.

Therapie

Siehe auch: Patient-Arzt-Beziehung

Ein wichtiger Teil der meisten Therapien ist die Kommunikation zwischen Therapeut und Patient. Sie trägt dazu bei, dass die Behandlung den subjektiven Bedürfnissen des Patienten gerecht wird und verbessert die Möglichkeiten des Patienten, selbst auf einen günstigen Krankheitsverlauf hinzuwirken. Die psychiatrische Therapie stützt sich sogar vorrangig auf Methoden systematischer Kommunikation.

Therapie beruht auf einer direkten oder indirekten Einwirkung des Therapeuten auf den Patienten. Die Möglichkeiten der Einwirkung sind dabei vielfältig:

In der Chirurgie wird der Körper des Patienten mit Werkzeugen manipuliert (Operation).
Die Innere Medizin stützt sich vorwiegend auf die Verabreichung von Medikamenten (Pharmakotherapie, Chemotherapie) oder die Entfernung von pathologischen Flüssigkeiten (Punktion von Aszites oder eines Pleuraergusses). Ferner gibt es Strahlentherapien (Radiotherapien) mit ionisierender Strahlung (v. a. gegen bösartige Tumoren) oder mit einzunehmenden oder. eingebrachten, strahlenden Substanzen (Radiojodtherapie gegen einige Geschwülste der Schilddrüse, Kontaktbestrahlung von inoperablen Tumoren mittels implantierter Kapseln). Es werden aber auch Lichttherapien bei Hautkrankheiten oder Depressionen oder die Elektrokonvulsionstherapie unter Narkose zur Durchbrechung einer schweren Depression eingesetzt.
Die Physiotherapie bedient sich physikalischer Mittel wie Strom, Wärme- bzw. Kältetherapie, Behandlungen im Wasser, der Heilgymnastik und der Manuellen Therapie. Sie wird großteils im Bereich der Heilung des Bewegungsapparates angewendet.[2]
Psychotherapie dient der Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen mit Hilfe verschiedener Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Dazu zählen tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Ansätze ebenso wie Künstlerische Therapien (Kunsttherapie, Theatertherapie, Musiktherapie, Tanztherapie) und neuerdings Formen der virtuellen Rehabilitation.

Gewöhnlich muss die Wirksamkeit eines Therapieverfahrens einer Überprüfung nach wissenschaftlicher Methode standhalten können, um von der wissenschaftlichen Medizin als anerkannt zu gelten (siehe auch: evidenzbasierte Medizin). Dennoch werden, vor allem außerhalb von Krankenhäusern und Arztpraxen, oft Methoden eingesetzt, die diese Anforderung nicht erfüllen (etwa die Alternativmedizin und die Naturheilkunde).

Therapieformen

Bei einer Therapie kann man unterscheiden zwischen:

der „allgemeinen“ Therapie, die sich am Gesamtzustand des Patienten orientiert.
der „speziellen“ Therapie, die auf konkrete Details der Symptomatik eingeht.

Je nach Ziel und Zweck stellt man dem Wort Therapie weitere Adjektive hinzu:

kausal, wenn sie die krankheitserregende Ursache beseitigt oder dies zumindest anstrebt (also z. B. die verantwortlichen Bakterien einer bakteriellen Lungenentzündung direkt antibiotisch bekämpft)
symptomatisch, wenn sie sich lediglich auf das Lindern vorhandener Beschwerden und nicht auf die auslösende Ursache richtet (z. B. schleimlösende Hustenmittel bei akuter Bronchitis, Asthma­spray im Asthmaanfall, nicht-medikamentöse Therapie bei Demenz).
kurativ, wenn sie die Genesung des Patienten (von mindestens einer definierten Krankheit) zum Ziel hat
palliativ, wenn sie lediglich Symptome lindert oder Komplikationen vorbeugt, ohne gegen das Grundleiden selbst zu wirken (z. B. operatives Wiederaufweiten der bösartig zugewucherten Atemwege bei Bronchialkarzinom zur besseren Atmung).
konservativ, wenn sie mit Hilfe von Medikamenten und/oder physikalischen Maßnahmen erfolgt.
operativ, wenn sie auf die chirurgische Behandlung mittels Operation eines Krankheitszustandes abzielt.
supportiv (oder unscharf adjuvant), wenn die unerwünschten Nebenwirkungen einer (meist antitumorösen) Behandlung behandelt werden (z. B. Brechreiz lindernde Medikamente bei Übelkeit durch zytostatische Chemotherapie)
kalkuliert, wenn es aus Erfahrung (z. B. unverhältnismäßiger Aufwand in der Allgemeinmedizin oder bei akuter Lebensgefahr) nicht praktikabel ist, eine gesicherte Diagnose abzuwarten und man bereits auf Verdacht beginnt zu behandeln (z. B. sofortige Gabe von Antibiotika bei Verdacht auf eine bakterielle Hirnhautentzündung)
elektiv, wenn der Zeitpunkt des Eingriffs relativ frei bestimmt werden kann (wie bei vielen ambulanten Operationen)
frustran, wenn sie vergeblich ist (z. B. frustrane Wiederbelebung)
präventiv, wenn es die vorsorgliche Behandlung einer noch nicht ausgebrochenen, aber wahrscheinlich zukünftig auftretenden Erkrankung ist (z. B. eine spezielle Diät schon vor Auftreten erster Symptome bei gewissen, in Routineuntersuchungen festgestellten angeborenen Stoffwechselkrankheiten: siehe Screening).
Prophylaxe (Zahnmedizin) im Sinne der Therapie potentiell Zahnerkrankungen auslösender Faktoren.

Die Impfungen sind eine Stärkung des Körpers gegen die Anfälligkeit gegenüber möglichen Infektionskrankheiten (Schutzimpfungen) und damit keine Therapie im engeren Sinne. Anders, wenn eine Infektion bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits erfolgt ist. In diesem Fall ist die Inkubationszeit des Erregers noch nicht vollständig abgelaufen (der Erreger ist also noch nicht „angegangen“). In diesem Fall handelt es sich um eine therapeutische Impfung (z. B. bei Verdacht auf Tollwut) mit der man den Erreger gewissermaßen „überholen“ kann, so dass er auf ein vorbereitetes Immunsystem trifft.

Übertherapie und Fehltherapie

Hauptartikel: Übertherapie

Eine unsinnige Ausweitung von Therapie (und Diagnostik) nennt man Polypragmasie. Sie ist ein Behandlungsfehler und kann zu Komplikationen führen.

Therapieresistenz

Von einer Therapieresistenz wird gesprochen, wenn ein kranker Mensch nicht (mehr) auf Behandlungen anspricht, die nach aktuellem Wissensstand fachlich korrekt durchgeführt wurden und im Regelfall mindestens zu einer Besserung der Symptomatik oder im günstigsten Fall zu einer Heilung der Erkrankung hätten führen müssen. Ist dies nicht gegeben, wird der Zustand als therapieresistent (oder therapierefraktär) bezeichnet. Dann muss über alternative Therapieverfahren nachgedacht werden. Möglich ist jedoch auch, dass der Patient als austherapiert eingestuft werden muss und die weitere Behandlung keinen heilenden (kurativen) Anspruch mehr hat.

Siehe auch

Altentherapie
Auslandsbehandlung
Behandlungswunsch
Ergotherapie
Körpertherapie
Logopädie
Peloidtherapie
Schamanismus
Thérapie (Zeitschrift)
Tiergestützte Therapie
Wärmetherapie
Therapeutischer Religionsunterricht
zu rechtlichen Fragen: Heilbehandlung, Patientenrecht, Soziotherapie

Weblinks

 Commons: Therapie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Therapie – Zitate
 Wiktionary: Therapie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

↑ Heinrich Schipperges †: Gesundheit. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 486.

↑ Arnd Krüger: Geschichte der Bewegungstherapie, in: Präventivmedizin. Heidelberg: Springer Loseblatt Sammlung 1999, 07.06, 1 – 22.

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4059798-2 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Therapie&oldid=183007234“

Kategorie: Therapie

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge

Nicht angemeldetDisku


gmbh kaufen stammkapital gmbh kaufen ohne stammkapital

Firmenmantel kaufung gmbh planen und zelte


Top 10 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-emmy-pfister-bildungseinrichtungen-gesellschaft-mbh-aus-oldenburg/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-reinigungsservice-einer-gmbh-aus-bremerhaven-2/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anna-arnold-fahnen-ges-m-b-haftung-aus-gelsenkirchen/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-astrid-guntenswiler-lettershops-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-osnabrck/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-computer-begriffsgeschichte-grundlagen-geschichte-arten-zukunftsperspektiven-zeitleiste-weltweite-marktanteile-der-computerhersteller-bekannte-comput-3/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-astrid-guntenswiler-lettershops-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-osnabrck/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-therapie-therapeutik-therapie-therapieformen-uebertherapie-und-fehltherapie-therapieresistenz-navigationsmenue-aus-bielefeld/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-fahne-begriffe-geschichte-verwendung-bedeutung-prozessionsfahnen-kirchenfahnen-navigationsmenue-aus-lbeck/
  9. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-manhold-klotz-taxi-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-oberhausen/
  10. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anton-welsch-konzert-theaterbuehnen-ges-m-b-haftung-aus-kassel/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Fleischerei Fleischerhandwerk in Deutschland Navigationsmenü aus Frankfurt am Main

gesellschaft kaufen in österreich gesellschaft kaufen münchen Fleischerei gesellschaft kaufen was beachten gmbh firmenwagen kaufen
Zur Suche springen

Dieser Artikel behandelt den Gewerbebetrieb. Zur Fachzeitschrift siehe Die Fleischerei.

Fleischerei
Metzgerladen

Eine Fleischerei ist ein handwerklicher Gewerbebetrieb, der die Produkte eines Schlachthofes nach der Schlachtung zu Fleisch- und Wurstwaren weiterverarbeitet und verkauft. Andere Bezeichnungen für eine Fleischerei sind u. a. Metzgerei, Schlachterei, in Österreich Fleischhauerei oder Fleischhackerei und in der Schweiz auch Metzg.

In einer Fleischerei arbeiten Fleischer. Deren Aufgabe ist die Herstellung und Verarbeitung von Fleisch- und Wurstwaren. Fleischerfachgeschäfte bzw. Fleischerläden verfügen heute meist über eine Theke, die als Vitrine ausgeführt ist, sowie häufig auch über eine heiße Theke mit Bain-Marie, in der zubereitete Fleischgerichte und Fleischkäse angeboten werden.

Fleischerhandwerk in Deutschland

Weil das Fleischerhandwerk in Deutschland zu den zulassungspflichtigen Handwerken im Sinne der Handwerksordnung zählt, ist der Betrieb einer Fleischerei einem Fleischermeister vorbehalten (Meisterzwang; §1 HwO in Verbindung mit Anlage A, Nr. 32). Es gibt (Stand Ende 2016) 12.797 eigenständige Meisterbetriebe, von denen ungefähr ein Viertel eine oder mehrere Filialen besitzt – in über der Hälfte der Fälle jedoch nur eine – so dass insgesamt 21.329 stationäre Verkaufsstellen des Fleischerhandwerks die Bevölkerung versorgen; hinzu kommen noch ca. 5.000 mobile Verkaufsstellen, zum Beispiel auf Wochenmärkten. Die Zahl der Betriebe ist seit langem rückgängig. Nach Ansicht des Deutschen Fleischer-Verbandes ist die Ursache in erster Linie die Schwierigkeit, beim Ausscheiden des Besitzers einen Nachfolger zu finden – dies führt der Verband auf die anspruchsvollen gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zurück, die ein Fleischerbetrieb erfüllen muss –, daneben die Abwanderung der Kunden zu Supermärkten und Discountern sowie der Fachkräftemangel.[1] Der Fleischverzehr der deutschen Bevölkerung entwickelt sich seit etwa Mitte der 1990er Jahre langsam rückläufig und liegt derzeit bei 60 kg pro Kopf und Jahr, was im historischen Vergleich hoch ist (1950 waren es nur 26,2 kg).[2]

Etwa 60 Prozent der Beschäftigten des Fleischerhandwerks arbeiten im Verkauf, vielfach in Teilzeit, um Nachfragespitzen bedienen und lange Öffnungszeiten anbieten zu können. Über 20 % sind geringfügig Beschäftigte. (Stand 2016)[1]

Aushängeschild mit der f-Marke an einem Fleischerfachgeschäft

Der bundesweite Fachverband des deutschen Fleischerhandwerks ist der Deutsche Fleischer-Verband (DFV), ein freiwilliger Zusammenschluss aller 15 Landesinnungsverbände. (Es sind 15, da einerseits Bremen und Niedersachsen sowie Berlin und Brandenburg gemeinsame Innungsverbände haben, andererseits Pfalz und Rheinland-Rheinhessen getrennt sind.) Der DFV vertritt die Interessen des Fleischergewerbes auf nationaler und internationaler Ebene in Gremien und durch Öffentlichkeitsarbeit.[3] Er ist Inhaber der sogenannten „f-Marke“ (ein rot-weißes Markenzeichen, das den Kleinbuchstaben f vor einer Raute zeigt), mit der Fleischerfachgeschäfte gekennzeichnet werden dürfen.[4][5]

Eine internationale Leitmesse der Fleischwirtschaft, die IFFA (Internationale Fleischwirtschaftliche Fachmesse; die Abkürzung wird normalerweise nicht mehr aufgelöst) findet alle drei Jahre auf dem Frankfurter Messegelände statt.[6]

Weblinks

 Commons: Fleischerei – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Fleischerei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Deutscher Fleischer-Verband

Einzelnachweise

↑ a b
Strukturentwicklung im Fleischerhandwerk. (PDF) In: Geschäftsbericht 2016/2017 des Deutschen Fleischer-Verbands. Abgerufen am 14. Oktober 2017. 


Fleischverzehr. (PDF) In: Geschäftsbericht 2016/2017 des Deutschen Fleischer-Verbands. Abgerufen am 14. Oktober 2017. 


Die Spitzenorganisation des Fleischerhandwerks. In: Website des Deutschen Fleischer-Verbands. Abgerufen am 3. Juni 2015. 


Die f-Marke. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Website des Deutschen Fleischer-Verbands. Archiviert vom Original am 3. Oktober 2015; abgerufen am 3. Juni 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fleischerhandwerk.de 


f-Marke in der Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)

IFFA 2013 – Messe für Fachbesucher

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4123212-4 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Fleischerei&oldid=188652387“

Kategorien: FleischverarbeitungHandwerksbetriebUnternehmensart (Lebensmittelhandel)Einzelhandel mit Fleisch und FleischwarenVersteckte Kategorie: Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-04

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


Firmenmäntel gmbh anteile kaufen vertrag

GmbHmantel gmbh kaufen köln


Top 4 bilanz:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-astrid-guntenswiler-lettershops-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-osnabrck/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-erhart-hinterarlberger-garagenbau-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-saarbrcken/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-edith-armanni-fahrzeugteile-gmbh-aus-kassel/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-roland-gerhardt-bautischlereien-gmbh-aus-hamm/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Boote Navigationsmenü aus Recklinghausen

gesellschaft gmbh mantel kaufen zürich Boote eine gmbh kaufen gmbh kaufen mit arbeitnehmerüberlassung
Zur Suche springen

Boote bezeichnet:

Boote (Zeitschrift), Europas größtes Motorboot-Magazin, herausgegeben seit 1967

Boote ist der Familienname folgender Person:

Werner Boote (* 1965), österreichischer Filmregisseur und Autor

Siehe auch:

Boot (Begriffsklärung)
Bote (Begriffsklärung)
Bothe
Bootes

Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Boote&oldid=189688814“

Kategorie: Begriffsklärung

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


gmbh mantel kaufen österreich preisvergleich gmbh kaufen schweiz

leere gmbh kaufen Firmengründung GmbH

gmbh kaufen welche risiken webbomb gmbh kaufen


Top 9 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-denise-schuster-wohnaccessoires-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-holzrahmenbau-einer-gmbh-aus-wiesbaden/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-friedgard-ma%c2%b6ller-autoglas-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-trier/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-constance-hein-schneidereien-gesellschaft-mbh-aus-dsseldorf/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-fahne-begriffe-geschichte-verwendung-bedeutung-prozessionsfahnen-kirchenfahnen-navigationsmenue-aus-lbeck/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-hippolytus-lemke-materialwirtschaft-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-siegen/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/agb/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-badezimmer-geschichte-ausstattung-elektrische-sicherheit-navigationsmenue-aus-paderborn/
  9. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-erkmar-eckstein-futtermittel-ges-m-b-haftung-aus-erlangen/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Jacht Begriff Bauart und Ausstattung Besatzung Technische Daten Geschichte Bekannte Yachten Navigationsmenü aus Fürth

AG gmbh kaufen ohne stammkapital Jacht gmbh gmbh kaufen risiko
Zur Suche springen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Schiffstyp. Zum gleichnamigen Segelmagazin siehe Yacht (Zeitschrift).

Segelyacht mit Dingi im Schlepp
Motoryacht Azzam
Eine Yacht legt im Hafen von Saint-Tropez an
Kuriosum: Paul Allens Luxusyacht Tatoosh mit eigener Segelyacht als Beiboot auf der Backbord-Seite

Eine Jacht beziehungsweise Yacht (aus gleichbedeutend niederländisch jacht, dies verkürzt aus mittelniederdeutsch jachtschip „Jagdschiff“, „schnelles Schiff“) ist (heute) ein Wasserfahrzeug für Sport- und/oder Freizeitzwecke, das – von Sonderfällen abgesehen – mit einem Deck und einer Kajüte ausgestattet ist. Entsprechend der Antriebsart werden Motoryachten und Segelyachten unterschieden. Wesentlich für eine Segelyacht ist – in Abgrenzung zur Jolle – ein fester, in der Regel mit Ballast versehener Kiel.

Inhaltsverzeichnis

1 Begriff
2 Bauart und Ausstattung
3 Besatzung
4 Technische Daten
5 Geschichte
6 Bekannte Yachten
7 Siehe auch
8 Literatur
9 Weblinks
10 Einzelnachweise

Begriff

Im Alltagsgebrauch wird üblicherweise erst ab einer gewissen Länge des Fahrzeugs von einer Yacht gesprochen. Unter etwa 7 m spricht man eher von einem Boot, über 10 m von einer Yacht. Eine typische Yacht in europäischen Küstengewässern ist heute um die 10 bis 17 Meter lang (30 bis 56 Fuß) und mit mehreren Kabinen ausgestattet. Auf deutschen Binnenseen herrschen bei Yachten Bootslängen von 6 bis 15 Meter vor.

Größere Yachten werden auch als Maxiyachten bezeichnet, je nach Größe als Mini-Maxis, Maxis oder Supermaxis. Die Grenzen zwischen diesen Kategorien sind keineswegs fest, als Anhaltspunkt kann aber beispielsweise die Klasseneinteilung des Yacht Club Costa Smeralda dienen, der bei seinen Regatten Yachten von 18–24 m als Mini-Maxis, Yachten über 30,5 m als Supermaxis und alle dazwischen als Maxis starten lässt.[1]

Sehr große Yachten, bei denen kein Wert auf sportliche Nutzung gelegt wird, sondern die als reine Luxusobjekte dienen, werden als Megayachten oder Superyachten bezeichnet.

Bauart und Ausstattung

Übliche Baumaterialien für Yachten sind heute faserverstärkte Kunststoffe (meist GFK oder CFK). Holz war früher der einzig verfügbare Baustoff, wurde aber von Kunststoffen praktisch vollständig abgelöst. Stahl und Aluminium werden sehr selten verwendet. Beton (Ferrozement) wurde in den 1970er Jahren erprobt, konnte sich aber nie durchsetzen. Der Bau einer modernen Yacht ist eine sehr komplexe und anspruchsvolle Arbeit, die viel Erfahrung erfordert.

Bei Maxi- und Megayachten spielt Komfort eine große Rolle, sie ähneln eher privaten Kreuzfahrtschiffen als Sportbooten.

Bauart, Einrichtung, Motorisierung und Ausrüstung einer Yacht richten sich sehr nach dem bevorzugten Revier und der Stärke der Nutzung. Yachten, die in der EU in Betrieb genommen werden, müssen der CE-Norm entsprechen und gemäß ihrer Konstruktion und Ausrüstung in eine der Kategorien A bis D eingeordnet werden.

Besatzung

In der Regel befinden sich Yachten, egal ob Motor- oder Segelyachten, ab einer Rumpflänge von 21 Metern (70 Fuß) in der Verantwortung von semi- oder vollprofessionellen Besatzungen (Yachtmatrose). Ab zwei Personen spricht man von einer Crew, dabei handelt es sich zumeist um Schiffsführer („Skipper“) und Steward. Der Anzahl der Crewmitglieder sind mit steigender Größe der Yacht kaum Grenzen gesetzt – sie kann bei Megayachten mehr als 60 Personen umfassen, darunter z. B. Köche und Ingenieure. Der Skipper ist dann oft Kapitän mit Patent für große Fahrt.

Insbesondere wegen der hohen Personalkosten ist die Charter von Yachten zu einer beliebten Alternative zur eigenen Yacht geworden. Damit können auch weitere Nachteile einer eigenen Yacht vermieden werden (Anschaffungskosten, Distanz zum Liegeplatz, Klima- und Revierabhängigkeit).

Technische Daten

Die größten Privatyachten erreichen über 180 Meter Länge. Sie können 20–36 Knoten erreichen.[2]

Die breite Masse fährt eher Yachten mit einer Länge zwischen 10 und 20 Metern. Segelyachten sind ab etwa 12 Metern sicher hochseetauglich, Motoryachten wegen der geringeren Stabilität erst deutlich darüber. Zudem begrenzt der Treibstoffvorrat einer „normalen“ Motoryacht von zwischen 500 und 1.500 Litern die Reichweite, denn 100 Liter pro Stunde können auch hier verbraucht werden. Die Reichweite einer Segelyacht ist nicht durch den Treibstoff begrenzt und ihre Höchstgeschwindigkeit wird durch die Rumpfgeschwindigkeit bestimmt.

Geschichte

Eine mit barocken Verzierungen versehene Speeljacht aus der Mitte des 17. Jahrhunderts (Gemälde von Willem van de Velde dem Älteren)
Eine Herenjacht als Dienstfahrzeug der VOC von 1790

Es sind in der Vergangenheit viele Schiffsformen als Jachten bezeichnet worden. Neben kleinen dreimastigen Jagten mit Spiegelheck um 1600 wurden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch speziell für Lustfahrten mit einer Frühform des Hochsegels versehene Schiffe für Binnen- und Küstengewässer so genannt. Im weiteren Verlauf des 17. Jahrhunderts wurde der Begriff Jacht eher für administrative und herrschaftliche Fahrzeuge verwendet. Diese sind als Statenjacht oder Herenjacht bekannt. Die Schenkung zweier solcher Jachten an den englischen Hof markiert den Beginn der Nutzung dieser Form in England als Yacht. In Dänemark wurde im Laufe des späten 17. Jahrhunderts eine Frachtschiffform mit dieser Bezeichnung entwickelt. Es handelte sich um einen schnellen Segler mit scharfer Spantform bei runderem Bug, schmalerem Heck und einmastiger Gaffeltakelage mit Topprahen. Diese Form wurde noch im ganzen 19. Jahrhundert in Dänemark und Norddeutschland gebaut.

Bekannte Yachten

Germania, erste Krupp-Yacht von 1908
Hohenzollern, Staatsyacht Kaiser Wilhelms II.
Anita, klassische 12 mR-Yacht aus 1938,
Britannia, die 83. und vorerst letzte königliche Yacht des britischen Monarchen, 1954–1997 im Dienst
Illbruck, deutsche Yacht, 2001/2002 Siegerin des Volvo Ocean Race
Alinghi, Schweizer Yacht, 2003 und 2007 Siegerin des America’s Cup
Eclipse, Yacht des Milliardärs Abramowitsch, mit 163 Metern die zweitlängste Privatyacht[2]
Azzam, mit einer Länge von 180 Meter die längste private Yacht der Welt
Sailing Yacht A, mit einer Länge von 142 Metern die längste Segelyacht der Welt.

Siehe auch

Liste der längsten Motoryachten
Liste der längsten Segelyachten

Literatur

Bücher
Deutscher Hochseesportverband Hansa, Fridtjof Gunkel (Hrsg.): Seemannschaft. 27. Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 2005, ISBN 3-7688-0523-9.
Volker W. Christmann: Segelsport-Bibliographie. V. W. T. Christmann, Wiesbaden 1999, ISBN 3-00-004437-X.
Daniel Charles: Die Geschichte des Yachtsports. Delius Klasing, Bielefeld 2002, ISBN 3-7688-1300-2.
Detlef Jens: Die klassischen Yachten. 4 Bände, Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg.
Bd. 1: Festivals in Nordeuropa. 2006, ISBN 978-3-7822-0943-4.
Bd. 2: Die Kunststoffrevolution. 2007, ISBN 978-3-7822-0945-8.
Bd. 3: Rennschiffe im Wandel der Zeit. 2007, ISBN 978-3-7822-0958-8.
Bd. 4: Die Fahrtenyachten. 2010, ISBN 978-3-7822-0969-4.
Hans Szymanski: Deutsche Segelschiffe. Die Geschichte der hölzernen Frachtsegler an der deutschen Ost- u. Nordseeküste, vom Ende des. 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart (Veröffentlichungen des Instituts für Meereskunde an d. Universität Berlin, B., Historisch-volkswirtschaftliche Reihe, H. 10). Mittler, Berlin 1934.
Werner Jaeger: Die niederländische Jacht im 17. Jahrhundert. Eine technisch-histortische Dokumentation. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2001, ISBN 3-89534-415-X.
Svante Domizlaff, Alexander Rost: GERMANIA Die Yachten des Hauses Krupp. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-7688-1840-3, ISBN 978-3-7688-1840-7.
Zeitschriften und Magazine
palstek – Technisches Magazin für Segler; Palstek-Verlag Hamburg. ISSN 0936-5877
Skipper, Freizeit+Wassersport Verlag, Miesbach. ISSN 0721-4472
Yachtrevue, Hrsg.: Österreichischer Segelverband, Neusiedl. ISSN 1013-7823
Yacht, Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld. ISSN 0043-9932
Yacht Spezial classic, Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld
Boote Exklusiv
Meer & Yachten
Boat International (englisch)
Power and Motoryacht Magazine (englisch)

Weblinks

 Wiktionary: Jacht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Jachten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Yachtsportarchiv, Freundeskreis klassischer Yachten

Einzelnachweise

↑ Yacht Club Costa Smeralda – Sporting Calendar 2012, abgerufen am 9. Sept. 2012

↑ a b https://www.welt.de/motor/boote-yachten/article108944439/Abramowitsch-Sein-Arzt-seine-Kicker-sein-Boot.html

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4067159-8 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Jacht&oldid=189970165“

Kategorie: Yacht

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


gesellschaft kaufen kosten gesellschaft


Top 8 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-esoterik-einer-gmbh-aus-augsburg/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-constance-hein-schneidereien-gesellschaft-mbh-aus-dsseldorf/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-waldtraut-hinrichs-metallbearbeitung-gmbh-aus-wiesbaden/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-manhold-klotz-taxi-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-oberhausen/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-denise-schuster-wohnaccessoires-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-lisel-schulte-hebammen-ges-m-b-haftung-aus-bonn/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-pirmin-heise-fliesenfachmaerkte-gesellschaft-mbh-aus-hamburg/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-constanze-sauertrunk-praesenthandel-gmbh-aus-karlsruhe/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Personalberatung Die Entwicklung der Personalberatung Vorteile einer Personalberatung Nachteile einer Personalberatung Personal-„Profiling“ und -auswahl in Zusammenarbeit mit einer Personalberatung Vergütung Navigationsmenü aus Ulm

transport gmbh zu kaufen gesucht kann eine gmbh wertpapiere kaufen Personalberatung Unternehmenskauf gmbh firmen kaufen
Zur Suche springen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eine Personalberatung berät Unternehmen bei deren Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften. Sie umfasst die Begleitung von Findungsprozessen, die Gestaltung und Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen, die Personalentwicklung, Vergütungsberatung, das Personalmarketing, die Begleitung in der Organisations(-entwicklung) sowie strategische und konzeptionelle Fragestellungen in der Personalarbeit.

Inhaltsverzeichnis

1 Die Entwicklung der Personalberatung
2 Vorteile einer Personalberatung
3 Nachteile einer Personalberatung
4 Personal-„Profiling“ und -auswahl in Zusammenarbeit mit einer Personalberatung
5 Vergütung
6 Literatur
7 Weblinks
8 Einzelnachweise

Die Entwicklung der Personalberatung

Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich, aufgrund der schnell fortschreitenden Industrialisierung, in den USA die Dienstleistung der professionellen Personalberatung (im Sinne der Suche nach Fach- und Führungskräften). Ende der 50er Jahre setzte sich die Denkweise der langfristigen Personalplanung schließlich auch in Deutschland durch.

2018 ist der Umsatz nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) um 7,5 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt arbeiten rund 7.600 Personalberater in rund 2.000 Beratungsunternehmen. Insgesamt waren 2018 rund 15.000 Mitarbeiter in der Personalberatungsbranche in Deutschland beschäftigt.

Vorteile einer Personalberatung

Der Vorteil einer Personalberatung besteht darin, dass der Personalberater über sehr gute Kenntnisse der aktuellen Arbeitsmarktlage verfügt und meist eine einschlägige akademische Ausbildung oder inzwischen speziell zugeschnittene Weiterbildungen (z. B. Fachkraft Personalvermittlung und Personalberatung) der Industrie und Handelskammern vorweisen kann, die betriebswirtschaftliches Denken und Handeln mit Personalmanagement verbindet. Die Leistungen einer Personalberatung werden mit wachsender Komplexität im innerbetrieblichen sowie im außerbetrieblichen Umfeld immer häufiger in Anspruch genommen. Ferner können Unternehmensressourcen durch die Ausgliederung der Personalsuche und -auswahl besser genutzt werden. Zudem spielt die Neutralität, Diskretion und der Imageschutz für die Firmen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Vorteil ist die Fehlerreduktion bei der Mitarbeiterauswahl, den die höhere Objektivität der zwischen Bewerber und zukünftigem Arbeitgeber handelnden Personalberatung bietet. Diese Professionalisierung liegt beispielsweise in einer strukturierten Bedarfsanalyse und einer fachlichen und persönlichen Kompetenzprofilsetzung. Solche Personalberater waren oft in früheren Berufen selbst in ähnlichen Tätigkeiten aktiv. Der besondere Vorteil dieser Vorgehensweise liegt in der qualitativ hohen Übereinstimmung der Kenntnisse und Erfahrungen des Kandidaten mit den Anforderungen der Position. Durch dieses präzise Vorgehen werden die erforderlichen Einstellungsgespräche reduziert und der Zeitaufwand reduziert.

Nachteile einer Personalberatung

Der größte Nachteil beim Einsatz einer Personalberatung ist es, dass der Mandatgeber keine Kontrolle über das Kommunikationsverhalten der Personalberater hat und somit nicht weiß, ob die Personalberater nicht auch bei seinen assoziierten Geschäftspartner bzw. oder den eigenen Kunden Mitarbeiter bzw. Führungskräfte zu akquirieren sucht. Zusätzlich ist es für den Auftraggeber mitunter schwer zu kontrollieren, wie mit vertraulichen Informationen oder Geschäftsgeheimnissen umgegangen wird. Darüber hinaus ist ein großer Nachteil, dass die Branche über keinen Schutz der Berufsbezeichnung verfügt und sich auch keine Marktstandards hinsichtlich Dienstleistungen, Vertragsmodalitäten und Konditionen etabliert haben. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Headhunter exklusive Knebelverträge abschließen können, die die Auftraggeber in der freien Personalsuche einschränken.

Personal-„Profiling“ und -auswahl in Zusammenarbeit mit einer Personalberatung

Beauftragt ein Unternehmen eine Personalberatung zur Personalrekrutierung, so steht ein Gespräch der beiden Parteien an erster Stelle, in dem das fachliche und persönliche Anforderungsprofil des gewünschten Stelleninhabers durch ein berufliches Profiling (Profilsetzung) eindeutig dargelegt wird. Auf Grundlage dieses Profils kann der Personalberater zum Beispiel Stellenangebote veröffentlichen oder Kandidaten unmittelbar ansprechen (telefonische Direktansprache; siehe unten). Oft können Personalberatungen auch auf einen internen Bestand an potenziellen Kandidaten zurückgreifen und steuern diese bei erster Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil bei.

Viele Personalberatungen setzen bei der Besetzung der Stellen insbesondere auf die direkte Ansprache von Kandidaten, die in anderen Unternehmen tätig sind. Dies hat den großen Vorteil, dass sehr gute Kandidaten erreicht werden, die aktuell nicht auf der Suche nach einer neuen Aufgabe sind. Der sogenannte Direct Search bietet viele Vorteile und erreicht deutlich mehr geeignete potenzielle Bewerber. Darauf haben sich oft die branchenorientierten Personalberatungen spezialisiert (Direktsuche). Die Direktansprache war mehrfach Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen, der Bundesgerichtshof hat sie aber unter bestimmten Voraussetzungen für wettbewerbsrechtlich zulässig erachtet.

Vorteil für den Auftraggeber ist außerdem, dass ein Personalberater meist fundierte Kenntnisse in verschiedenen psychologischen Testverfahren im Bereich der Eignungstests mitbringt. Hierbei hilft z. B. die Kompetenz- und Potentialanalyse bei der Analyse von Stärken und Schwächen in Bezug auf den beruflichen Einsatzbereich. Die Testergebnisse können zum gezielten Einsatz und zur Entwicklung der persönlichen Stärken im neuen Arbeitsumfeld des Mitarbeiters genutzt werden. Der Einsatz von Werkzeugen für Kompetenzanalysen und berufliches Profiling setzt ein fundiertes Wissen über die Verfahren psychologischer Eignungsdiagnostik voraus.

Als weiteres Entscheidungskriterium für die Einstellung eines neuen Mitarbeiters übernimmt die Personalberatung zunehmend auch die Überprüfung von Zeugnissen und Referenzen bei ehemaligen Arbeitgebern.

Vergütung

Die Honorarberechnung orientiert sich mehrheitlich – noch – am Zieleinkommen der zu besetzenden Position (60 Prozent; 22 Prozent am Aufwand, 18 Prozent an einer Mischung beider Bezugsgrößen). Da der absehbare und tatsächliche Aufwand in den Suchprojekten aber sehr unterschiedlich ausfallen kann und vielfach gestiegen ist, wird dieser zunehmend als Berechnungsgrundlage verwendet. Vorreiter dieser Entwicklung sind besonders die großen Personalberatungsgesellschaften mit mehr als drei Millionen Euro Umsatz. Hier wurden 2012 bereits über die Hälfte der Suchmandate mit anschließender Stellenbesetzung nach kalkuliertem Kosten- und Zeitaufwand – auch in Kombination mit der Orientierung am Zieleinkommen – abgerechnet. Die durchschnittliche Honorarhöhe über alle Größenklassen hinweg lag im Jahr 2012 unverändert bei knapp 26 Prozent des Zieleinkommens der zu suchenden Kandidaten. Zwischen den einzelnen Größenklassen in der Personalberatung variiert die Honorarhöhe dabei zwischen 29 Prozent bei den großen Personalberatungen mit über drei Millionen Euro Jahresumsatz und 23 Prozent bei den kleineren Marktteilnehmern unter 500.000 Euro Umsatz.

Bezogen auf die Berechnung der Fälligkeit dominieren vier Vergütungs-/Honorarmodelle:

Beim Honorar nach Zeitaufwand erfolgt die Bezahlung nach tatsächlichem Aufwand auf Basis eines festen Stundenlohns bzw. Tagessatzes, eine erfolgsabhängige Komponente gibt es nicht. Der Personalberater erhält somit auch im Falle einer Nichtbesetzung der Stelle das komplette Honorar vom Auftraggeber.
Beim Drittel-Modell wird die Zahlung des Honorars in drei Schritten vorgenommen: Das erste Drittel erhält der Personalberater unmittelbar nach Auftragserteilung. Das zweite Drittel wird fällig, wenn dem Auftraggeber qualifizierte Kandidaten präsentiert wurden. Stellt der Auftraggeber einen der präsentierten Kandidaten ein, erhält der Personalberater auch das letzte Drittel des vereinbarten Honorars.
Beim 50/50-Modell wird die Hälfte des Honorars bei Auftragserteilung fällig, die zweite Hälfte bei Einstellung eines zuvor präsentierten qualifizierten Kandidaten.
Vereinbaren Auftraggeber und Personalberater das 100%-Erfolgsmodell, wird der Personalberater nur im Erfolgsfall vergütet. Dieser ist in der Regel gegeben, wenn es zu einer Kandidateneinstellung kommt. Nebenkosten wie Spesen, Inserate etc. werden üblicherweise separat vom Honorar in Rechnung gestellt.

Nach einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (vgl. BDU 2018) orientiert sich die Höhe des Honorars des Personalberaters üblicher Weise entweder am Zieleinkommen des zu suchenden Kandidaten (in 58,8 Prozent der Fälle) oder am zu erwartenden Aufwand für die Suche (in 20,6 Prozent der Fälle). 2018 betrug das durchschnittlich vereinbarte Honorar 26,4 Prozent des Zieleinkommens. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Nach einer Studie der Hochschule RheinMain (vgl. Petry 2013) wird das 100%-Erfolgshonorar hingegen am häufigsten eingesetzt. Es folgen mit deutlichem Abstand das Drittel-Modell und das 50/50-Modell. Am wenigsten verwendet wird das Honorarmodell nach Zeitaufwand. Im Vergleich zur Studie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) aus dem Jahr 2005 überrascht der geringe Einsatz des Drittel-Modells, das damals noch mit Abstand am häufigsten verwendet wurde. Im Rahmen der Studie wurde auch untersucht, ob und wie sich die Honorarmodelle auf wichtige Leistungskriterien von Personalberatungen auswirken (Qualität der Kandidaten, Leistungsanreize, Dauer der Kandidatensuche und Transparenz bei der Kandidatenauswahl). Es zeigt sich, dass das 100%-Erfolgshonorar bei allen Kriterien am besten beurteilt wird. Nach dem 100 %-Erfolgshonorar nimmt das 50/50-Modell bei allen Kriterien den zweiten Platz ein und liegt damit vor dem Drittel-Modell. Letztlich kann somit geschlossen werden, dass Honorarmodelle prinzipiell umso besser beurteilt werden, je höher der erfolgsabhängige Anteil ist (100 % vor 50 % vor 33 % vor 0 %).

Literatur

Thomas Sattelberger: Handbuch der Personalberatung. Verlag C.H. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44267-6.
Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e. V.: Personalberatung in Deutschland 2013/2014. 15. Mai 2014.
Thorsten Petry: Honorarmodelle in der Personalberatung. In: Haufe [Hrsg.]: Personaldienstleister 2013. 5. Auflage. S. 12–14.
Steffen Hillebrecht, Anke-Andrea Peiniger: Grundkurs Personalberatung. 4. Auflage. Rosenberger, Leonberg 2012, ISBN 978-3-931085-77-3.
Steffen Hillebrecht: Führung von Personaldienstleistungsunternehmen. 2. Auflage. Gabler, Wiesbaden 2014.
Dieter Hofmann, Rainer Steppan: Headhunter – Blick hinter die Kulissen einer verschwiegenen Branche. Gabler, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-8349-1834-5.
Michael Heidelberger, Lothar Kornherr (Hrsg.): Handbuch der Personalberatung. 2. vollständig überarbeitete Auflage 2014 mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen. Vahlen, ISBN 978-3-8006-4678-4.
Julia Löhr: Die geheimen Fragen der Personalberater. Vom ersten Anruf zum Management Audit. So sind Sie für alle Fälle gewappnet. Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-89981-222-0.
John Erpenbeck: Kompetenzprofiling. Verlag Waxmann, Münster 2002, ISBN 978-3-8309-1189-0.
Kaevan Gazdar: Köpfe jagen. Mythos und Realität der Personalberatung. Gabler, Wiesbaden 1992, ISBN 3-409-18719-7.

Weblinks

 Wiktionary: Personalberatung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Claudia Tödtmann: Personalberater-Ranking – Die besten Headhunter Deutschlands. Wirtschaftswoche, 25. November 2016.
Susanne Stephan: Wenn Ihr Name in dieser Kartei geführt wird, verdienen Sie beim nächsten Anruf eine halbe Million – mindestens. Focus Magazin, 16. Oktober 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016.  Mit ConsultingStar-Ranking Die Top Ten der Headhunter in Deutschland. Focus Magazin, 16. Oktober 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016. 
Rainer Steppan: Headhunter suchen nicht nur Topmanager. RP Online, 18. Juni 2016, abgerufen am 18. Juni 2016. 
Rainer Steppan: Branchenreport Headhunter – Keilerei im Keller. Spiegel Online, 19. Mai 2015, abgerufen am 19. Juni 2015.  Mit zehn Kurzportraits: Die Top 10 der Personalberater in Deutschland.

Einzelnachweise

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Personalberatung&oldid=189053284“

Kategorien: PersonalwesenPersonalberatungsunternehmenBeratungBeratung (Dienstleistung)Versteckte Kategorie: Wikipedia:Belege fehlen

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


gmbh mantel kaufen schweiz gmbh firmenwagen kaufen oder leasen


Top 7 bilanz:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-manhold-klotz-taxi-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-oberhausen/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-willmar-baum-antennen-gesellschaft-mbh-aus-mainz/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-thekla-endres-sanitaetshaeuser-gmbh-aus-essen/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-erhart-hinterarlberger-garagenbau-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-saarbrcken/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-erhart-hinterarlberger-garagenbau-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-saarbrcken/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-roland-gerhardt-bautischlereien-gmbh-aus-hamm/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-edith-armanni-fahrzeugteile-gmbh-aus-kassel/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Baumaschinen Klassifikation Navigationsmenü aus Kiel

gmbh mantel kaufen in österreich Aktiengesellschaft Baumaschinen kann eine gmbh wertpapiere kaufen gmbh kaufen mit 34c
Zur Suche springen

Baumaschinen, auch als Baugeräte bezeichnet, sind stationäre, semimobile oder mobile Maschinen, die mit Verbrennungsmotoren oder Elektromotoren angetrieben werden und mit denen Baustoffe be- und verarbeitet, Bauhilfsstoffe transportiert und Bauaufgaben ausgeführt werden. Sie werden sowohl im Bauhaupt- als auch im Baunebengewerbe eingesetzt. Die in der Bauwirtschaft für die Kalkulation von Bauleistungen gebräuchliche Baugeräteliste enthält ein umfassendes Verzeichnis der Baumaschinen und -geräte. Viele Baumaschinen lassen sich nicht nur dem Bauwesen zuordnen, weil sie neben ihrem Einsatz in der Bauwirtschaft auch in der Gewinnungsindustrie (Bergbau oder Tagebau), in der Landwirtschaft, im Deponiebetrieb sowie in weiteren Industriezweigen verwendet werden.

Diese Liste von Baumaschinen und Baugeräten eröffnet einen Überblick über die Vielfalt von Baumaschinen und Baugeräten der Gegenwart und nennt deren typische Einsatzgebiete. Die Entwicklungsgeschichte einzelner Baumaschinen wird im jeweiligen Artikel erläutert. Kleingeräte, Bauhilfsstoffe (Schalung und Gerüste) oder Werkzeuge sowie Gleisbaugeräte und Wasserbaufahrzeuge sind nicht Teil dieser Liste. Auch Bergbaumaschinen, wie Schaufelradbagger, werden nicht in der Liste erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

1 Klassifikation

1.1 Erdbaugeräte

1.1.1 Fahrbagger
1.1.2 Flachbagger

1.2 Saugbagger
1.3 Bohr- und Schlitzwandgeräte
1.4 Transportgeräte
1.5 Maschinen für Transport und Verarbeitung von Beton und Mörtel
1.6 Hebezeuge
1.7 Ramm- und Ziehgeräte
1.8 Geräte im Verkehrswegebau
1.9 Kanal- und Rohrleitungsbaugeräte
1.10 Verdichtungsgeräte
1.11 Tunnelbaugeräte
1.12 Kompressorgeräte
1.13 Reinigungsgeräte

2 Siehe auch
3 Literatur
4 Weblinks

Klassifikation

Erdbaugeräte

Erdbaugeräte dienen zum Lösen, Laden, Transportieren, Einbauen und Verdichten von Erdmassen oder Schüttgütern auf kurzen Strecken. Für die Arbeit im Erdbau sind die Geräte mit unterschiedlichen Fahrwerken und Anbaugeräten ausgestattet. Die Bauart ist abhängig von dem anstehenden Bodenmaterial und dessen Lösbarkeit. Des Weiteren beeinflussen Förderstrecke und Tragfähigkeit des Fahrweges die Maschinenwahl. Einige Geräte sind universell verwendbar, sodass ihr Einsatz über den Erdbau hinaus in andere Aufgabengebiete reicht. Grundsätzlich wird zwischen Stand-, Fahr- und Flach- und Saugbaggern unterschieden.

Standbagger verrichten ihre hauptsächliche Arbeitsaufgabe, das Lösen und Laden von Boden, weitgehend an einer Stelle. Die Bewegung der Maschine erfolgt unabhängig davon. Fördervorgänge sind nur über sehr kurze Strecken wirtschaftlich, da die Fahrgeschwindigkeit und die Fördermenge gering sind. In der Regel findet auch kein Transport im Sinne eines Verfahrens von Gütern statt, vielmehr werden diese unter Nutzung der Anbauwerkzeuge umgesetzt oder gezogen.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Hydraulikbagger

Hydraulikbagger gibt es in vielen verschiedenen Baugrößen und Leistungsklassen. Mit unterschiedlichen Fahrwerken (Raupen-, Rad- oder Zweiwegefahrwerk) und vielfältigen Arbeitseinrichtungen eignet sich dieses Gerät für nahezu jede Geländeform und Bauaufgabe. Das Gerät besteht aus einem Unterwagen mit dem Fahrwerk und einem schwenkbaren Oberwagen mit dem Fahrerhaus und der Arbeitseinrichtung (Ausleger mit einem Anbaugerät, zum Beispiel mit einem Grabgefäß).

Seilbagger

Seilbagger werden sowohl mit Raupen- als auch mit Radfahrwerk hergestellt und eignen sich für den Einsatz im Bagger- und Kranbetrieb sowie bei der Materialförderung und als so genanntes Trägergerät für Spezialtiefbauaufgaben. Das Gerät ist ähnlich aufgebaut wie der Hydraulikbagger, arbeitet jedoch mit Hilfe einer Seilwinde. Als Arbeitseinrichtung dient beim Seilbagger ein Gittermast mit Grabwerkzeug (Schleppschaufel oder Greifer) oder ein Trägermast mit Anbaugeräten (Ramm-, Zieh- und Bohrgeräte).

Schreitbagger

Der Schreitbagger besitzt eine ähnliche Funktionsweise wie der Hydraulikbagger, er ist jedoch mit Schreitbeinen ausgestattet. Mit diesen Schreitbeinen kann das Gerät in unwegsamem oder steilem Gelände arbeiten. Dabei kann der Geräteführer jedes Schreitbein einzeln steuern. Für einen raschen Ortswechsel des Gerätes in flachem Terrain sind an den Schreitbeinen absenkbare Räder angebracht.

Minibagger

Der Minibagger mit Raupen- oder Radfahrwerk besitzt äußerst geringe Abmessungen sowie ein geringes Betriebsgewicht und ist daher für Bauaufgaben mit stark eingeengten Platzverhältnissen geeignet. Neben seiner Verwendung im Garten- oder Grabenbau kann sich der Minibagger auch innerhalb von Gebäuden ohne Probleme fortbewegen und arbeiten. Die Leistungsfähigkeit ist aufgrund der geringen Größe jedoch eingeschränkt.

Kompaktbagger

Der Kompaktbagger befindet sich hinsichtlich der Baugröße und Leistungsfähigkeit zwischen dem Minibagger und dem konventionellen Hydraulikbagger. Der Oberwagen ist oft so konzipiert, dass er geschwenkt werden kann, ohne über den Unterwagen hinauszuragen. In diesem Fall wird er auch als Hüllkreisbagger bezeichnet, was jedoch nur bei wenigen Fällen vorkommt. Weitaus häufiger ist der sogenannte Zero-Tail-Bagger. Bei diesen Geräten ist das Heck so ausgebildet, dass es beim Schwenken nicht über den Unterwagen hinausragt und der Ausleger durch den Seitenversatz nur wenig über den Unterwagen hinausragt. Zero-Tail-Bagger gibt es mittlerweile bei fast allen Herstellern mit einem Gewicht von 1,5 bis 30 Tonnen. Ähnlich dem Hydraulikbagger steht eine Vielzahl von Anbaugeräten zur Auswahl.

Teleskopbagger

Der Teleskopbagger ist eine Abwandlung des Hydraulikbaggers. Er gleicht ihm in Aufbau und Leistung, besitzt jedoch statt einem starren Ausleger einen Teleskopausleger. Durch dieses Bauteil erweitert sich der Aktionsradius des Gerätes gegenüber einem Gerät mit Standardausleger wesentlich.

Fahrbagger

Im Gegensatz zum Standbagger ist der Fahrbagger nur durch die Bewegung der gesamten Maschine zur Verrichtung seiner Arbeitsaufgaben in der Lage. Er ist für Transporte über kurze Distanzen geeignet. Ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit beim Transport sind u. a. das Beschleunigungsvermögen, die Endgeschwindigkeit sowie das Ladevolumen.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Radlader

Dieses Universalgerät kann mit Hilfe verschiedener Anbaugeräte Erdreich und Schüttgüter lösen, laden und einbauen sowie über mittlere Distanzen fördern. Die Anbaugeräte können mit einer Schnellwechseleinrichtung rasch gewechselt werden. Je nach Bauaufgabe steht eine Vielzahl von Radladerbaugrößen und Leistungsklassen zur Auswahl. Die Maschine kann entweder einen starren Rahmen mit Radlenkung oder einen geteilten Rahmen mit Knicklenkung besitzen. Bei der Schaufelkinematik unterscheidet man die Parallel- und die Z-Kinematik. Eine Sonderbauform stellt der Schwenkschaufellader dar, dessen Arbeitseinrichtung nach beiden Seiten geschwenkt werden kann.

Baggerlader

Dieses Mehrzweckgerät ist eine Kombination zwischen konventionellem Hydraulikbagger und Radlader. Dieses überwiegend im Graben- und Rohrleitungsbau eingesetzte Gerät wird dabei vollständig vom Fahrerhaus bedient, der Fahrersitz kann je nach Arbeitsrichtung gedreht werden. Um die Stabilität zu verbessern sind am Heck zwei hydraulische Abstützungen angebracht. Zusätzlich ist die Heckbaggereinrichtung seitlich mit Hilfe eines Schlittens verschiebbar.

Laderaupe

Die Laderaupe ähnelt der Planierraupe, besitzt jedoch an der Front eine Ladeschaufel. Am Heck kann ein Einzel- oder Mehrzahnaufreißer angeordnet sein. Der Motor liegt im hinteren Teil der Maschine und dient so als Gegengewicht zur aufgenommenen Ladung. Der Raupenlader ist im Gegensatz zum Radlader in wenig tragfähigen Böden durch den geringen Flächendruck der Kettenlaufwerke einsatzfähig. Zudem kann er dicht gelagerte Böden besser lösen und laden.

Kompaktlader

Der Kompaktlader (engl.: Skid-Steer) wird zu ähnlichen Aufgaben wie ein Radlader eingesetzt, kann aber vergleichbar den Minibaggern aufgrund der geringen äußeren Abmessungen und des niedrigen Betriebsgewichts auch unter stark eingeengten Platzverhältnissen oder in Gebäuden eingesetzt werden. Für Kompaktlader ist ebenfalls eine große Vielfalt an Anbaugeräten verfügbar, die auch Geräte für Warenumschlag, Landwirtschaft (Hoflader), Gartenbau oder Reinigungszwecke mit einschließt.

Flachbagger

Flachbagger arbeiten im Flachab- bzw. -auftrag und einige Geräte sind zum Teil für den Materialtransport über weitere Distanzen ausgelegt. Wie beim Fahrbagger ist zum Lösen und Fördern die Bewegung des gesamten Gerätes erforderlich. Flachbagger besitzen eine hohe Motorleistung und erreichen zum Teil mittlere bis hohe Endgeschwindigkeiten.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Planierraupe

Dieses Baugerät eignet sich für Planierarbeiten und Förderung von Erdreich über kurze Strecken. Zu diesem Zweck wurden Planierraupen in verschiedenen Größen- und Leistungsklassen entwickelt. Je nach Anforderung stehen dabei verschiedene (Planier)Schild-Typen zur Verfügung, des Weiteren kann am hinteren Ende ein Einzel- oder Mehrzahnheckaufreißer angebracht sein. Das Kettenlaufwerk wird in Standard-Bauart oder als Delta-Laufwerk ausgeführt.

Grader

Die auch Erd- oder Straßenhobel genannte Maschine ist für genaue Planierarbeiten optimiert. Das Hauptschild (die Schar) ist vielseitig hydraulisch beweglich (Lage, Höhe, seitliches Ausschwenken) und vor allem mittig unter dem Fahrzeug mit langem Radstand angeordnet, so dass sich das Überfahren von Bodenunebenheiten erheblich weniger auswirkt als bei einem Frontschild. Durch eine Kombination von Vorderachs- und Knicklenkung können die meisten Grader im Hundegang arbeiten und so das Planum spurfrei halten. Zum Vorplanieren kann ein Frontschild, für das Lösen fester Böden ein Heckaufreißer angebracht werden.

Schürfzug

Der Schürfzug (auch Schürfkübelwagen oder Scraper genannt) nimmt Erdreich im Flachabtrag auf und kann dieses über weite Distanzen wirtschaftlich fördern. Je nach Lösbarkeit des Bodens können verschiedene Wagentypen eingesetzt werden. Man unterscheidet den Doppelmotor-, Elevator- oder den Schneckenschürfwagen. Bei besonders schwer lösbaren Böden kann eine Schubraupe den Schürfwagen anschieben. Auch eine Kombination von zwei Schürfwägen (so genannter Push-Pull-Betrieb) oder ein Anhängeschürfwagen ist möglich.

Schürfkübelraupe

Die Schürfkübelraupe vereint die Funktion von Schürfwagen und Planierraupe, das bedeutet sie kann Erdreich lösen, laden, fördern und einbauen sowie Böden planieren. Die Transportstrecken können sich dabei über mittlere Distanzen erstrecken. Vorteilhaft ist auch die Einsatzfähigkeit auf Böden mit geringer Tragfähigkeit oder in Gewässern mit geringer Wassertiefe. So kann das Gerät mit einer speziellen Wateeinrichtung bis unter 1,8 Meter Wassertiefe arbeiten.

Saugbagger

Saugbagger werden hauptsächlich im Wasserbau eingesetzt, bspw. zur Pflege von Häfen und Schifffahrtsstraßen oder im Sand- und Kiesabbau. Kleinere Modelle eignen sich auch für den schnellen Einsatz im Bereich von erdverlegten Versorgungsleitungen. Sie haben sich als schonendes Aushubverfahren bei Reparatur- und Sanierungsarbeiten etabliert. Statt mühevoller körperlicher Arbeit mit Schaufel und Presslufthammer, wird das Erdreich einfach aufgeschwemmt und abgesaugt. Die Auswirkungen auf die lokale Bodenfauna sind allerdings katastrophal.

Bohr- und Schlitzwandgeräte

Für Spezialtiefbauaufgaben, darunter das Herstellen von Schlitzwänden und Bohrpfählen, sind besondere Baugeräte notwendig. Die Geräte übernehmen dabei das Lösen des Erdreichs und fördern es anschließend an die Oberfläche. Um ein Einstürzen in wenig tragfähigen Böden zu vermeiden, müssen die Geräte die Bohrlöcher und Schlitzwände während der Herstellung ausreichend abstützen. Dazu kommt entweder im Fall des Bohrpfahls ein Rohr in Fragen, im Fall der Schlitzwand eine Stützflüssigkeit.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Drehbohrgerät

Mit Hilfe des Drehbohrgerätes lassen sich verrohrte oder unverrohrte Bohrungen im Boden ausführen und das anfallende Bodenmaterial zu Tage fördern. Im Anschluss daran kann je nach Erfordernis ein Bewehrungskorb eingebracht werden und der Bohrpfahl betoniert werden. Wurde zur Stabilisierung des Bohrlochs ein Rohr eingebracht, kann das während des Betoniervorgangs mit dem Gerät schrittweise gezogen werden (Kontraktorverfahren). Das Drehbohrgerät besteht im Wesentlichen aus dem so genannten Trägergerät und dem Mast mit Drehantrieb und Kellystange. Der Boden lässt sich mit einer Vielzahl von Werkzeugen lösen. Man unterscheidet dabei zwischen Bohrgreifern- und schnecken sowie Rollen- und Fallgewichtsmeißel und Imlochhämmer. Je nach anstehendem Boden ist ein geeignetes Bohrwerkzeug auszuwählen.

Schlitzwandgreifer

Für die Herstellung von Schlitzwänden werden Schlitzwandgreifer und Schlitzwandfräsen verwendet. Diese aus Trägergerät und Seilgreifer oder Seilfräse bestehenden Geräte lösen das Erdreich und fördern es zu Tage. Dabei kann ein Bentonit-Suspensionskreislauf an das Gerät angeschlossen werden, um den Schlitz temporär abzustützen. Die Schlitzwandfräse arbeitet in kontinuierlichem Betrieb, der Schlitzwandgreifer dagegen arbeitet im Taktbetrieb.

Transportgeräte

Der horizontale Transport von Erdmassen oder Schüttgütern sowie Maschinen oder Bauteilen wird mit Hilfe von verschiedenartigen Transportgeräten ausgeführt. Sie eignen sich für weite Förderstrecken, und die meisten von ihnen können ihre Ladung selbstständig abgeben. Für den Transport auf kurzen und mittleren Strecken eignen sich auch diverse Erdbaugeräte. Je nach zu bewegender Materialmenge und des Transportweges (öffentliches Straßennetz oder Privatgelände) kommen unterschiedliche Geräte in Frage. Eine weitere Möglichkeit, hier jedoch nicht weiter ausgeführt, ist der Transport mit Schienenfahrzeugen im Gleisbetrieb sowie per Schiff.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Baustellenkipper

Diese spezielle Form des Lkws besitzt eine Straßenzulassung und kann als Mehrachskipper oder Sattelzugmaschine aufgebaut sein. Es ist eine Vielzahl von Bauarten und Leistungsklassen verfügbar, die Ladefläche lässt sich je nach Ausführung nach hinten oder zur Seite entleeren. Das Beladen des Fahrzeugs erfolgt mit Hilfe von Stand- oder Fahrbaggern, die mit ihrem Ausleger über die Bordwand reichen.

Schwerkraftwagen

Im Gegensatz zum konventionellen Lkw hat der Schwerkraftwagen (auch SKW, Dumper oder Muldenkipper genannt) aufgrund seiner Abmessungen und seines erhöhten Gewichts keine Straßenzulassung. Die Geräte besitzen starke Motoren und erreichen trotz ihres Gewichtes eine hohe Fahrgeschwindigkeit. Die Ladefläche lässt sich bei diesem Gerät nur nach hinten entleeren. Für das Beladen der Fahrzeuge sind ausreichend große Bagger erforderlich.

Vorderkipper

Für Baustofftransporte auf Kleinbaustellen und im Garten- und Landschaftsbau kann der Vorderkipper (auch Dumper, Motor-Japaner, Muldenkipper oder Muli genannt) verwendet werden. Er besitzt vorne eine schalenförmige Ladefläche, die bei Bedarf gekippt werden kann. Hinter dieser Ladefläche befinden sich der Fahrersitz und die Bedienelemente. Größere Geräte können mit einer Knicklenkung ausgestattet sein und werden aufgrund ihrer Wendigkeit und kompakten Abmessung auch im Tunnelbau eingesetzt.

Förderband

Das Förderband transportiert kontinuierlich Material sowohl über weite als auch kurze Strecken. Je nach Ausführung erreicht das Förderband unterschiedliche Fördergeschwindigkeiten. Die Schüttgüter müssen ausreichend zerkleinert sein, sodass sie auf dem Förderband Platz finden. Da der Aufwand für den Aufbau recht hoch ist, eignen sich Förderbänder in der Regel nur für Transportaufgaben, welche über einen längeren Zeitraum oder in besonders unwegsamen Gelände zu erledigen sind.

Tieflader

Der Tieflader dient dem Transport von Baugeräten, welche aufgrund ihrer Größe oder ihres Gewichtes nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. Des Weiteren können mit ihm Bauteile oder Bauhilfsstoffe transportiert werden. Zur besseren Gewichtsverteilung werden mehrere Achsen angeordnet, die auch eigens lenkbar sein können. Gezogen wird der Tieflader von einem Lkw oder einer Zugmaschine.

Maschinen für Transport und Verarbeitung von Beton und Mörtel

Beton und Mörtel kann entweder in mobilen Mischanlagen oder in stationären Mischwerken hergestellt werden. Für den Transport zur Baustelle und zum Fördern auf der Baustelle sowie für die Betonverarbeitung steht eine Reihe von Maschinen zur Verfügung.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Betonmischer

Betonmischer dienen zum Herstellen von Frischbeton. Die Bestandteile des Betons (Wasser, Gesteinskörnung, Zement und gegebenenfalls Zusatzstoffe oder Betonzusatzmittel) werden in den Mischbehälter gefüllt und gemischt. Im Mischbehälter befinden sich Mischwerkzeuge, die je nach Bauart um eine senkrechte (Tellermischer) oder um eine oder zwei waagerechte Achsen (Trogmischer) rotieren. Der fertig gemischte Beton wird durch eine Bodenöffnung entleert. Es wird zwischen spielweise und stetig arbeitenden Mischern unterschieden.

Fahrmischer

Für den Transport des Frischbetons vom Herstellerwerk zur Einbaustelle werden Fahrmischer verwendet. Auf ein Lkw-Fahrgestell ist eine Mischtrommel mit Antriebseinheit und Be- und Entladevorrichtung aufgebaut. Während der Fahrt kann die Trommel gedreht werden, um ein Entmischen des Betons zu verhindern. Die Fahrmischer besitzen eine Straßenzulassung. Wegen der einzuhaltenden Achslasten nimmt mit dem Fassungsvermögen der Trommel die Zahl der Fahrzeugachsen zu. Große Fahrmischer werden meist als Vierachser oder Fünfachser und seltener als Sattelauflieger ausgeführt. Auf der Baustelle wird der Beton mit einem Krankübel oder einer Betonpumpe, selten über eine Rutsche oder mit einem Förderband in die Schalung gefördert.

Fahrmischer mit Transportband

Für den Transport des Frischbetons vom Herstellerwerk zur Einbaustelle werden in Skandinavien auch Fahrmischer mit Transportband verwendet. Auf ein Lkw-Fahrgestell ist eine Mischtrommel mit Antriebseinheit und Be- und Entladevorrichtung, sowie ein Förderband oder eine hydraulische Teleskoprutsche aufgebaut. Auf der Baustelle wird der Beton über eine Rutsche oder mit einem Förderband mit Fernbedienung in die Schalung gefördert. Diese Fahrzeuge erwiesen sich in der Vergangenheit als sehr flexible Alternative.

Betonpumpe

Mit der Betonpumpe wird Frischbeton durch eine stationär verlegte oder durch eine an einem flexibel verstellbaren Verteilermast befestigte Rohrleitung von der Mischanlage oder vom Fahrmischer zur Einbaustelle gefördert. Je nach Ausführung und Leistungsklasse ergeben sich unterschiedliche Förderleistungen und Förderweiten. Betonpumpen können als Fahrzeugaufbau (Autobetonpumpe mit Verteilermast) oder als stationäres Gerät (Baustellenbetonpumpe) hergestellt werden. Fahrmischer können mit einer Betonpumpe und einem Verteilermast zu einer Fahrmischerbetonpumpe kombiniert sein.

Silosteller

Der Silosteller ist ein LKW mit einem speziell entwickeltem Aufbau, welcher für die Logistiklösung zuständig ist um Trockenmaterialsilos zu transportieren. Silosteller gibt es für Taschensilos, Hakenliftsilos, Kettensilos und Picolosilos.

Mörtelpumpe

Die Mörtelpumpe besteht aus einem Vorratsbehälter und der Pumpeinheit. Mit ihr wird Trockenmörtel mit Wasser gemischt und anschließend an die Einsatzstelle gepumpt. Der Trockenmörtel kann als Sackware oder aus einem Mörtelsilo zugegeben werden.

Spritzbetongerät

Das Spritzbetongerät wird entweder hand- oder maschinell geführt und dient zum Verarbeiten von Spritzbeton. Je nachdem, ob das Nassspritzverfahren oder das Trockenspritzverfahren angewendet wird, ergibt sich eine unterschiedliche Bedienung des Gerätes. Beide Spritzverfahren benötigen Druckluft, die mit einem Kompressor erzeugt werden muss.

Betonsäge

Für das Trennen und das Herstellen von (Schein)Fugen in Beton werden spezielle Betonsägen verwendet. Das Trennblatt wird dabei mit Wasser gekühlt. Haupteinsatzgebiet der Betonsäge liegt im Betonfahrbahnbau, da hier in festen Abständen die Betondecke mit Längs- und Querfugen versehen werden muss, um ein unkontrolliertes Entstehen von Rissen zu vermeiden.

Rotationsglätter

Der Rotations- oder Flügelglätter glättet die Oberfläche frisch hergestellter Betonböden und Betonfahrbahnen. Es gibt sowohl handgeführte Glättmaschinen als auch Geräte mit Fahrersitz. Die Geräte lassen sich während des Betriebs leicht in jede beliebige Richtung steuern. Es sind Ausführungen mit einem Rotorblatt oder zwei Rotorblättern möglich.

Innenrüttler/Außenrüttler

Rüttler dienen zum Verdichten von Frischbeton. Die Maschine ist im Inneren mit einer Unwucht ausgestattet und setzt somit Vibrationen frei. Durch die Vibration wird der frische Beton zur Bewegung angeregt, wodurch Luft aus dem Beton entweichen und er sich dichter lagern kann. Rüttler können sowohl während des Betoniervorgangs in das zu betonierende Bauteil gehalten werden (Innenrüttler), als auch an die Schalung angebaut sein (Außenrüttler).

Hebezeuge

Hebezeuge dienen dem vertikalen und horizontalen Transport von Baustoffen und Bauhilfsstoffen sowie Personen auf Baustellen. Hierbei wird zwischen mobilen und stationären Geräten unterschieden. Eine besondere Rolle bei der Gerätewahl spielt die Aufbaugeschwindigkeit und die Anpassung des Gerätes an den Baufortschritt. Entscheiden für die Gerätewahl ist auch die maximal mögliche Hubhöhe und das Lastmoment.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Turmdrehkran

Der Turmdrehkran hat sich als Standard-Hebezeug im Hochbau durchgesetzt und ist in vielen verschiedenen Aufbauarten denkbar. Zunächst wird zwischen einem oben- oder einem unten drehenden Kran unterschieden, der mit einem Katz-, Nadel-, Teleskop- oder Knickausleger ausgestattet sein kann. Des Weiteren kann das Gerät als Kletterkran ausgeführt sein und zusammen mit dem Baufortschritt erweitert werden. Um den Aufbauaufwand zu verkleinern, wurden so genannte Schnellmontagekräne für kleine Bauaufgaben entwickelt.

Portalkran

Der Portalkran besitzt zwei Auflager und kann auf Schienen verfahren werden. Der Hubvergang wird mit einer Laufkatze bewältigt. Dieses Gerät findet häufig Anwendung auf Bauhöfen oder in Fertigteilwerken, kann aber auch auf Montagebauwerken oder in Hallen eingesetzt werden.

Kabelkran

Der Kabelkran ist mit dem Portalkran verwandt, überspannt jedoch wesentlich weitere Distanzen. Bestandteile der Konstruktion sind ein Pendelturm und ein Maschinenturm, welche über ein Tragseil verbunden sind. Auf dem Tragseil befindet sich eine Laufkatze, welche vom Maschinenturm aus gesteuert wird. Der Kabelkran eignet sich besonders gut für schwer zugängliche Baufelder oder lange linienartige Baustellen wie etwa Staumauer- oder Seilbahnbaustellen.

Fahrzeugkran

Im Gegensatz zu den oben genannten Geräten kann der Fahrzeugkran (auch Auto- oder Mobilkran genannt) größere Strecken selbstständig zurücklegen und besitzt je nach Ausführung eine Straßenzulassung (Ausnahme Groß- oder Raupenkräne). Das Fahrwerk kann sowohl als Rad- als auch mit Raupenfahrwerk ausgestattet sein. Um die Stabilität während des Hubvorgangs zu verbessern, sind seitliche Abstützungen am Gerät auszufahren.

Teleskoplader

Dieses Universalgerät erinnert an einen Radlader, ist jedoch mehr für das Heben von Lasten gedacht. Der Teleskopausleger kann ausgefahren werden und je nach Anforderung mit verschiedenartigen Anbaugeräten versehen werden. Besonders für häufig wechselnde Einsatzorte und geringe Lasten eignet sich der Teleskoplader.

Bauaufzug

Für den vertikalen Transport von Personen und Gütern während der Bauzeit können Bauaufzüge eingesetzt werden, die am Ende der Bauzeit wieder abgebaut werden. Es sind dabei unterschiedliche Größen- und Leistungsklassen möglich. Da der Aufzug sich dem Baufortschritt anpassen muss, ist die Konstruktion nach oben hin erweiterbar.

Minikran

Für leichte Hubvorgänge über kurze Distanzen eignen sich Minikräne. Sie wurden für ein rationelles und gesundheitsschonendes Mauern entwickelt. Die Minikräne besitzen ein Radlaufwerk und werden mit einer Fernbedienung gesteuert.

Arbeitsbühne

Dieses Gerät eignet sich für den vertikalen Transport von Personen an schwer zugänglichen Arbeitsstellen in der Höhe. Es kann des Weiteren von der Bühne aus gesteuert werden und lässt sich zur Lagestabilisierung mit seitlichen Abstützungen versehen.

Hubarbeitsbühne

Dieses Gerät eignet sich für den horizontal versetzten vertikalen Transport von Personen an schwer zugänglichen Arbeitsstellen in der Höhe und ist auf Anhängern oder Fahrgestellen (Rahmen) von LKW oder Radbaggern montiert. Es wird vom Arbeitskorb aus gesteuert und hat seitlich ausfahrbare Abstützungen. Unten befindet sich zur Bergung liegengebliebener Geräte eine Notsteuereinheit.

Flaschenzug

Dieses seit dem Altertum bekannte Hebezeug vereinfacht das Heben von Lasten unter geringem Maschinenaufwand. Der Einsatz erfolgt heute bei kleineren Hebevorgängen, wo die oben genannten Maschinen entweder aus Platzgründen oder aus wirtschaftlichen Gründen nicht eingesetzt werden können. Die Ausstattung mit einem Elektromotor ist möglich.

Ramm- und Ziehgeräte

Für das Erstellen eines Spundwandverbaus oder einer Trägerbohlwand werden Geräte zum Rammen und Vibrieren von Spundwanddielen und Stahlprofilen benötigt. Diese Geräte werden an ein Trägergerät (meist Raupenbagger) angeschlossen. Die Wahl des passenden Gerätes hängt von den anstehenden Bodenverhältnissen sowie von den Vorgaben bezüglich des Lärmschutzes und den maximal zulässigen Erschütterungen ab.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Ramme

Mit Hilfe der Ramme lassen sich Spundwände und Stahlträger in den Boden einbringen oder aus diesem herausziehen. Der Antrieb der Ramme kann verschiedenartig ausgebildet sein. Man unterscheidet zwischen Dampframme, Dieselramme, Pressluftramme, Explosionsramme und Vibrationsramme. Die Ramme besteht aus dem Träger- oder Grundgerät und der eigentlichen Ramme.

Geräte im Verkehrswegebau

Die besonderen Anforderungen an den qualitativ hochwertigen Asphalt- und Betonfahrbahnbau erfüllen dafür speziell entwickelte Geräte zur Verarbeitung und Verdichtung von Asphaltmischgut und Frischbeton. Zur Beseitigung der Hohlräume im Asphalt werden unterschiedliche Walzentypen verwendet.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Schwarzdeckenfertiger

Für die Herstellung von Asphaltdecken wurden Einbaugeräte entwickelt, die das frische Mischgut aufnehmen und auf der eingestellten Breite verteilen und vorverdichten. Dazu gibt der vom Einbaugerät geschobene Lkw das Mischgut in den Aufnahmekübel. Sowohl Raupen- als auch Radlaufwerke werden genutzt.

Kompaktasphaltfertiger

Sonderform des Schwarzdeckenfertigers mit Raupenfahrwerk. Entwickelt von den Unternehmen Kirchner und Vögele vereint er zwei Einbaugeräte in einer Maschine und ermöglicht die Binder- und Deckschicht in einem Arbeitsgang „heiß auf heiß“ herzustellen. In Serie wird dieser Typ von Dynapac vertrieben und als Kompaktasphaltfertiger bezeichnet. Das später vom Unternehmen Vögele als Alternative entwickelte Verfahren wird abweichend als InLine Pave bezeichnet und setzt dabei auf jeweils zwei separate Fahrzeuge. Der Deckenfertiger fährt hierbei auf der vorverdichteten Binderschicht. Die Mischgutzufuhr erfolgt bei beiden Varianten, aufgrund des Materialbehältereinsatzes mit größerem Fassungsvermögen immer mit Beschicker.

Das Bild zeigt die Variante von Dynapac mit davor fahrenden Beschicker.

Sprühfertiger

Eine weitere Sonderform des Schwarzdeckenfertigers. Ausgestattet mit einem Vorratstank mit Sprühanlage für Bitumenemulsionen wird diese Art für Dünnschichten im Heißeinbau und zum konventionellen Einbau mit Vorsprühen eingesetzt. Um den geringen Emulsionvorrat zu erhöhen gibt es Tankeinsätze für den Materialbehälter. Die Mischgutzufuhr erfolgt dann mit Beschicker.

Betonfertiger
Betondeckenfertiger
Gleitschalungsfertiger
Betondeckengleitschalungsfertiger

Ähnlich dem Schwarzdeckenfertiger erstellt der Betonfertiger Fahrbahnen, jedoch aus dem Baustoff Beton. Moderne Gleitschalungsfertiger sind größer dimensioniert und untergliedern sich in mehrere Arbeitsstationen. Zunächst wird der Frischbeton von der Maschine grob auf der einzubauenden Länge verteilt. Im nächsten Schritt wird die Oberfläche profilgerecht abgezogen und die Anker und Dübel eingelegt. Im letzten Schritt wird schließlich die Oberfläche geglättet.

Für den Einbau monolithischer Profile (Bordsteinprofile, Betongleitschutzwände oder Wasserrinnen) im Offset-Verfahren werden ebenfalls auf das Verfahren abgestimmte Gleitschalungsfertiger eingesetzt.

Brückenfertiger

Brückenfertiger werden von der Bauwirtschaft genutzt um gerade als auch geneigte oder gewölbte Flächen aus Schotter, Beton oder Asphalt herstellen. Eingesetzt werden diese Typen vorrangig beim Bau von Steilwandkurven und bei Kanal- und Talsperrenabdichtungen im Wasserbau. Das einzubauende Material wird durch eine mit weggesteuerten Hydraulikzylindern verformbare Bohle abgezogen. Für eine Nachverdichtung werden besonders umgebaute Walzen eingesetzt.

Straßenfräse

Für das Entfernen von Asphalt- oder Betonschichten in Fahrbahnen werden Fräsmaschinen verwendet. Die Fräse besteht aus einer rotierenden Fräswalze im mittleren oder hinteren Bereich. Durch die Fräswalze wird die Fahrbahnschicht abgefräst und das Fräsgut bei größeren Geräten mittels eines Förderbandes auf einen mitfahrenden Lkw verladen. Es wird zwischen Warmfräse und Kaltfräse unterschieden.

Dreiradwalze

Zur Verdichtung einer frisch eingebauten Asphaltschicht kann eine Dreiradwalze eingesetzt werden. Die Verdichtung erfolgt in diesem Fall über das Gewicht des Gerätes. Die „Räder“ der Walze werden als Bandagen bezeichnet und besitzen eine glatte Oberfläche. Zur Erhöhung des Gewichtes können eingebaute Tanks mit Wasser gefüllt werden. Während des Einbaus bitumengebundenen Mischgutes wird das Wasser zur Befeuchtung der Bandagen genutzt.

Gummiradwalze

Ähnlich der Wirkungsweise einer statischen Walze erfolgt die Verdichtung von frischem Asphaltmischgut mit einer Gummiradwalze durch das Gewicht des Gerätes. Jedoch besitzt diese Maschine luftbereifte Räder, deren Luftdruck während des Walzvorgangs eingestellt werden kann. Die Gummiradwalze „knetet“ durch ihre Ausführung die Oberfläche und sorgt so für einen Porenschluss der Asphaltfläche.

Kombiwalze

Kombiwalzen vereinen die Verdichtungswirkung einer Gummiradwalze und Tandemvibrationswalze in einem Gerät. Eingesetzt werden sie vorrangig beim Einbau von Asphaltbetondecken.

Tandemvibrationswalze

Im Gegensatz zu den oben genannten Walzen erfolgt die Verdichtung mit einer Tandemvibrationswalze (auch Tandemwalze) durch dynamische Bewegungsvorgänge in den Bandagen. Die Bandagen werden mit Hilfe einer Unwucht in Vibration versetzt und geben diese an die unverdichtete Asphaltschicht weiter. Sie können sowohl vorwärts als auch rückwärts arbeiten und besitzen eine Berieselungsanlage zur Benetzung der Bandagen mit Wasser. Am Heck kann ein Splittstreuer angebracht sein, um die Oberfläche des Asphalts abzustumpfen.

Rampenspritzgerät

Das Rampenspritzgerät dient zum Aufbringen von Bindemittel auf Fahrbahnen. Die Maschine besteht aus dem Lkw-Grundgerät und einem Vorratstank mit Heizmöglichkeiten sowie einer in der Höhe und Breite verstellbaren Spritzbalken am Heck. Dessen geregelte Ansteuerung des Spritzbalkens und der Einzeldüsen erfolgt aus dem Fahrerhaus. Eine manuelle Bedieneinrichtung ist auf einer Arbeitsbühne oberhalb des Spritzbalkens angeordnet.

Bankettfertiger

Der Bankettfertiger stellt das Bankett von Straßen her. Er besitzt ein Radlaufwerk und wird an seiner Vorderseite von einem Lkw mit Bankettmaterial versorgt. Im Inneren der Maschine bringen ein Förderband und eine Schnecke das Material zur Einbauvorrichtung. Diese Vorrichtung baut das Bankettmaterial in der festgelegten Breite ein und sorgt für eine Vorverdichtung.

Beschicker

Ein Beschicker dient als berührungsloses Verbindungselement zwischen Fertigern und den Mischguttransportfahrzeugen. Ursprünglich für den Kompaktasphaltfertiger entwickelt können auch normale Straßenfertiger mit dem Förderband beschickt werden. Durch einen großen Materialbehälter stellt er den ständigen Mischgutnachschub für den einbauenden Fertiger sicher.

Pflasterverlegemaschine

Die Pflasterverlegemaschine vereinfacht die Verlegung großer Pflasterflächen durch eine Steinaufnahmevorrichtung am vorderen Fahrzeugteil, die eine größere Anzahl Pflastersteine gleichzeitig setzt.

Bodenstabilisierer

Der Bodenstabilisierer (auch Bodenfräse) verbessert nicht oder schlecht tragfähige Böden durch das Einmischen von stabilisierenden Zusätzen (beispielsweise Kalk). In der Mitte des Geräts befindet sich die Fräse, die Kalk in den Boden einmischt, der dann mittels Vibrationswalze verdichtet wird.

Bindemittelstreuer

Der Bindemittelstreuer wird im Zuge einer Bodenverbesserung bzw. Bodenverfestigung benötigt, um die erforderliche Menge an hydraulischem Bindemittel dosiert auf dem Planum auszustreuen.

Kaltmischanlage

Die Kaltmischanlage wird hauptsächlich zur Herstellung von hydraulisch gebundenen Tragschichten und beim Kaltrecycling eingesetzt. Dieses Verfahren wird auch als Zentralmischverfahren bezeichnet.

Gussasphaltkocher

Der Gussasphaltkocher dient dazu, Gussasphalt aufzuwärmen und zur Einbaustelle zu transportieren.

Gussasphaltbohle

Die Gussasphaltbohle dient dazu, Gussasphalt maschinell einzubauen und so auch bei großen Bauvorhaben wirtschaftlich zu sein. Die Arbeitsweise gleicht dem eines Betondeckenfertigers, jedoch ohne Verdichtung.

Wasserwagen

Wasserwagen werden im Erd- und Verkehrswegebau dazu eingesetzt, große Flächen zu wässern. Dies geschieht, um die Staubbildung zu vermindern oder um dem Boden eine bestimmte Wassermenge zuzugeben (optimaler Wassergehalt zur Bodenverbesserung).

Heizmaschine

Mit Hilfe der Heizmaschine werden Asphaltbefestigungen auf schonende Weise großflächig erwärmt. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn alte bzw. beschädigte Verkehrsflächen im Heißrecycling-Verfahren instandgesetzt werden sollen. Sie eignet sich jedoch auch zum Trocknen und Vorwärmen von Unterlagen.

Heißrecycler

Heißrecycler werden dazu eingesetzt, Asphaltdeckschichten zu sanieren (sogenanntes Heißrecycling-Verfahren). Bei diesem Verfahren werden die Deckschichten zu 100 % wiederverwendet und fehlende Stoffe wie Splitt oder Bitumen zugegeben.

Kanal- und Rohrleitungsbaugeräte

Für Bauaufgaben im Kanal- und Rohrleitungsbau wurden spezielle Gerät entwickelt, die einerseits Arbeitssicherheit gewährleisten und auch eine wirtschaftliche Arbeitsweise ermöglichen. Neben den unten genannten Gräten kommen häufig auch noch Verdichtungsgeräte oder Bagger zum Einsatz.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Grabenfräse

Die Grabenfräse ist mit einem Raupenfahrwerk ausgestattet und dient als kontinuierlich arbeitendes Erdbaugerät. Aufgrund seiner geringen Aushubbreite liegt ihr Hauptanwendungsgebiet im Graben- oder Kabelbau. Wirtschaftlich gestaltet sich der Einsatz, wenn keine störenden Querleitungen die Arbeit behindern. Das Fräsgut wird seitlich ausgeworfen. Die Grabenfräse ist für leicht bis mittelschwer lösbare Böden geeignet.

Verbaugerät

Mit Hilfe des Verbaugerätes lassen sich Gräben sicher abstützen. Das Gerät wird mit einem Hebezeug oder einem Bagger in den Graben gehoben und dient dort zur Aussteifung der Grabenwände. Je nach Grabentiefe und Grabenbreite sind verschiedene Verbaugeräte einzusetzen.

Schweißraupe

Die Schweißraupe übernimmt Schweißarbeiten in unwegsamen Gelände. Ihr Anwendungsgebiet liegt im Rohrleitungsbau. Je nach Anforderung sind verschiedene Leistungsklassen vorhanden.

Rohrleger

Der Rohrleger ist ein speziell für das Auslegen von Rohrleitungen konzipierter Raupenkran. Der Kranausleger ist bei diesem Gerät seitlich angebracht, sodass die Maschine neben dem Graben stehen kann und dort die Rohrleitung hinablassen kann.

Horizontalbohrmaschine

Diese Maschine ermöglicht die Verlegung von Leerrohren und Leitungen ohne die Ausführung eines Grabens. Zu diesem Zweck bohrt die Maschine mit Hilfe des Bodenverdrängungsverfahrens zunächst einen Pilotstollen bis zum Zielschacht und führt anschließend eine Aufweitbohrung durch. Vorteil dieses Gerätes ist der rasche und zuverlässige Rohrleitungsbau, auch wenn hinsichtlich der Bohrdurchmesser und Bodenklassen Grenzen gesetzt sind.

Verdichtungsgeräte

Grundlage für dauerhafte und standsichere Bauwerke und Verkehrswege bilden ausreichend verdichtete Böden. Mit Hilfe der Verdichtungsgeräte werden Porenräume im Boden, welche mit Luft und Wasser gefüllt sind, verringert und so die Tragfähigkeit erhöht und die nachträglichen Setzungen vermindert. Das Verdichtungsverfahren ist abhängig von der anstehenden Bodenart. Es wird dabei zwischen bindigen und nichtbindigen Böden unterschieden. Bindige Böden sind durch knetende und walkende Bewegungsvorgänge zu verdichten, nichtbindige Böden dagegen sind über dynamische Bewegungsvorgänge zu verdichten.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Walzenzug

Für großflächige Verdichtungsarbeiten im Erdbau werden Walzenzüge verwendet. Sie besitzen vorne eine Walze mit Glatt- oder Schaffußbandage und am Heck eine konventionelle Luftbereifung. Unterhalb des Fahrerhauses befindet sich ein Knickgelenk. Die Verdichtung wird über die Vibrationsarbeit der Bandage erzielt, welche in zwei Frequenzen eingestellt werden kann. Diese Geräte werden aktuell mit einer Vielzahl von elektronischen Verdichtungskontrollsystemen ausgestattet (so genannte flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle). Mit diesen System wird die geleistete Verdichtung dokumentiert und flächenbezogen angezeigt.

Vibrationsstampfer

Für kleine Verdichtungsaufgaben eignet sich der handgeführte Vibrationsstampfer. Ein Benzin- oder Dieselmotor treibt ein Mehrfeder-Schwingsystem an und dieses überträgt die Kraft auf die Stampfplatte. Aufgrund seiner guten Verdichtungsleistung und seiner geringen Arbeitsbreite wird der Vibrationsstampfer häufig in engen Gräben verwendet.

Vibrationsplatte

Dieses Gerät besteht aus einer Vibrationsplatte, die mit einem Unwuchtsschwinger verbunden ist der wiederum von einem Diesel- oder Benzinmotor angetrieben wird. Das Gerät wird handgeführt und besitzt entweder nur einen Vorlauf (eine Bewegungsrichtung) oder einen Vor- und Rücklauf (zwei Bewegungsrichtungen). Je nach Verdichtungsaufgabe kann aus verschiedenen Gerätegrößen ausgewählt werden.

Duplexwalze

Zwischen Vibrationsplatte und Walzenzug ordnet sich leistungs- und größenmäßig die Duplexwalze ein. Sie ist ebenfalls handgeführt und besitzt eine oder zwei vibrierende Glattmantelbandagen.

Grabenwalze

Für den Einsatz in engen Gräben ist die Grabenwalze gedacht. Dieses Gerät ist eine Weiterentwicklung der Vibrationswalze. Die vier voneinander unabhängig angetriebenen Schaffußbandagen eignen sich besonders gut für bindige Böden. Die Bedienung erfolgt mit einer Infrarot-Fernbedienung, da sich so der Geräteführer nicht im Graben befinden muss, wo er einer erhöhten Unfallgefahr sowie Abgas- und Lärmemission ausgesetzt ist.

Plattenverdichter

Plattenverdichter dienen zur Verdichtung von ungebundenen Schichten aus Kies oder Schotter. Besonders für die Verdichtung von Feinplanien ist der Plattenverdichter geeignet.

Tunnelbaugeräte

In Abhängigkeit vom anstehenden Boden und den Grundwasserverhältnissen werden Maschinen und Bauverfahren für das Auffahren eines Tunnels ausgewählt. Als weiteres Kriterium ist noch die Form des Tunnelquerschnittes zu benennen. Im Wesentlichen wird im Tunnelbau zwischen dem Schildvortrieb, dem Teilschnittvortrieb oder dem Abbau im Sprengvortrieb (auch Neue Österreichische Tunnelbauweise genannt) unterschieden.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Schildvortriebsgerät

Schildvortriebsgeräte nehmen die radialen Drücke des Erdreichs auf und ermöglichen so ein sicheres Arbeiten im Schutz des Schildes. Es werden verschiedene Schilde unterschieden, die in Abhängigkeit von den Boden- und Wasserverhältnissen ausgewählt werden. Bei leicht lösbaren Böden und fehlendem Wasserandrang wird ein Schildvortrieb mit Reiß- und Ladeschaufel gewählt. Bei komplizierteren Boden- und Wasserverhältnissen wird ein Schild mit Schneidrad verwendet. In diesem Fall unterscheidet man Hydroschild, Mix-Schild und Erddruckschild. Um den Wassereinbruch zu verhindern sind die Tunnelröhren mit Druckluft versorgt.

Teilschnittmaschine

Für das Bauverfahren im Teilschnittverfahren eignet sich die Teilschnittmaschine. Das Gerät besitzt ein Raupenfahrwerk und einen teleskopier- und schwenkbaren Ausleger. Am Ausleger ist ein rotierender Fräskopf (Rundschaftmeißel) angebracht. Unterhalb des Fräskopfes ist eine Aufnahmeeinrichtung angebracht, welche das abgebaute Material aufnimmt und über ein Förderband zum hinteren Teil der Maschine bringt. Dort fällt das Material anschließend in ein Transportfahrzeug.

Bohrwagen

Mit Hilfe des Bohrwagens werden beim Sprengvortrieb Löcher in die Ortsbrust gebohrt, in die anschließend die Sprengladungen eingebracht werden können. Das Gerät fährt mit Luftbereifung an den Einsatzort und wird aus dem Fahrerhaus bedient. Die Löcher werden mittels mehrerer Bohrlafetten gebohrt.

Tunnelbagger

Der Tunnelbagger ist speziell für die beengten Arbeitsverhältnisse im Tunnel konstruiert worden und funktioniert ähnlich einem konventionellen Hydraulikbagger mit Raupenfahrwerk. Die Auslegerkinematik ist äußerst platzsparend bemessen, sodass alle Arbeitsvorgänge im Tunnel ausgeführt werden können.

Kompressorgeräte

Auf Baustellen wird Druckluft für handgeführte Abbruchhämmer, Bohrgeräte und Spritzgeräte sowie für die Druckluftstützung im Tunnelbau verwendet. Je nach benötigtem Volumenstrom werden auf der Baustelle verschiedenen Kompressorgrößen zur Drucklufterzeugung verwendet.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Baukompressor

Zur Erzeugung von Druckluft eignet sich der Baukompressor. Das Gerät besteht aus einem Motor, mit dessen Hilfe über Kompressorschrauben Luft verdichtet wird. Der Motor ist bei mobilen Geräten auf einem Einachsfahrgestell montiert. Bei größeren stationären Geräten handelt es sich dagegen um Containeraufbauten. Die Druckluft wird mittels einer Doppelschraube erzeugt, welche die einströmende Luft während der Schraubendrehung verdichtet.

Reinigungsgeräte

Zur Reinigung von Baustellen werden spezielle Geräte eingesetzt.

Geräteart

Beschreibung

Bild

Kehrmaschine

Kehrmaschinen dienen der Aufnahme von losem Schmutz wie beispielsweise Sand, Erde, Fräsgut und Staub. Sie werden eingesetzt, um Baustellen nach dem Ende der Baumaßnahmen zu reinigen. Des Weiteren verwendet man sie zur Reinigung der Straßenoberfläche im Straßenbau, wenn anschließend eine neue Asphaltschicht auf die Straßenoberfläche aufgebracht werden soll.

Siehe auch

Liste forstwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
Liste landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
Liste von Baumaschinenherstellern
Bauma (Messe)
Baugeräteführer
Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik

Literatur

Horst König, Bernd Kochendörfer, Fritz Berner (Hrsg.): Maschinen im Baubetrieb: Grundlagen und Anwendung. 3. Auflage. Teubner, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8348-0953-7.
Gerhard Drees: Baumaschinen und Bauverfahren . Expert-Verlag, 2002, ISBN 3-8169-2060-8.
Günter Kunze: Baumaschinen. Vieweg Verlag, 2002, ISBN 3-528-06628-8.
Francis Pierre: Faszination Baumaschinen. Giesel Verlag, 1998, ISBN 3-9802942-8-5.

Weblinks

 Commons: Baumaschinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Umfassendes Wissensportal über Bau- und Baustoffmaschinen bei www.baumaschine.de
Spezialtiefbaugeräte – bauma-Technikbericht, Wissensportal TU Dresden
Life Cycle Management von Baumaschinen, Wissensportal TU Dresden
Traktion kettengeführter Baumaschinen, Wissensportal TU Dresden
BGR 500 – Änderungen bei Arbeiten im Gefahrenbereich, Wissensportal TU Dresden (PDF; 0 kB)

Diese Seite wurde am 24. Januar 2008 in dieser Version in die Auswahl der informativen Listen und Portale aufgenommen.

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Liste_von_Baumaschinen_und_Baugeräten&oldid=189908595“

Kategorien: Wikipedia:Informative ListeBaumaschineBildtafel

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge

Nicht angemeldetDisk


gmbh kaufen münchen gmbh kaufen hamburg

webbomb gmbh kaufen GmbH

insolvente gmbh kaufen Kapitalgesellschaften


Top 9 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-maler-geschichte-basiselemente-maltechniken-schutzpatron-navigationsmenue-aus-berlin/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-waldtraut-hinrichs-metallbearbeitung-gmbh-aus-wiesbaden/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-friedgard-ma%c2%b6ller-autoglas-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-trier/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-badezimmer-geschichte-ausstattung-elektrische-sicherheit-navigationsmenue-aus-paderborn/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-computer-begriffsgeschichte-grundlagen-geschichte-arten-zukunftsperspektiven-zeitleiste-weltweite-marktanteile-der-computerhersteller-bekannte-comput-3/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-selina-wacker-trauerbegleitung-ges-m-b-haftung-aus-berlin/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-hanna-daniel-windschutzscheiben-gesellschaft-mbh-aus-dsseldorf/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-zahnaerzte-einer-gmbh-aus-herne/
  9. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-harry-wa%c2%b6lfli-medizinische-geraete-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Forstbetrieb Aufgaben der Forstwirtschaft Struktur Wald-Wild-Konflikt Schädlingsbekämpfung Wald als Wirtschaftsfaktor Volkswirtschaftliche Bedeutung Berufsfeld Navigationsmenü aus Cottbus

schnell gmbh Forstbetrieb koko gmbh produkte kaufen gmbh mantel kaufen schweiz
Zur Suche springen

Waldwirtschaft ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Biergarten bei München siehe Waldwirtschaft (Pullach)

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Forstarbeiten in Österreich

Die Forst- oder Waldwirtschaft als Teil der Volkswirtschaft bedeutet das planmäßige Handeln des wirtschaftenden Menschen im Wald. Ziel dieser Handlungen sind heute neben der Rohstofferzeugung, vor allem von Holz, auch das Erbringen immaterieller Leistungen wie die Erhaltung der Wälder, insbesondere als Schutz- und Erholungsraum.

Die Ziele der Forstwirtschaft können regional und über die Zeit hinweg stark variieren. In Mitteleuropa hat sich nach jahrhundertelangem Raubbau etwa ab dem 19. Jahrhundert die nachhaltige Form der Holznutzung durchgesetzt, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstärkt gesellschaftliche Bedürfnisse berücksichtigt.

Ein in der Forstwirtschaft tätiges Unternehmen wird als Forstbetrieb bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

1 Aufgaben der Forstwirtschaft

1.1 Berücksichtigung der Nachhaltigkeit

2 Struktur

2.1 Waldverteilung in Deutschland nach Land und Eigentumsart

3 Wald-Wild-Konflikt
4 Schädlingsbekämpfung
5 Wald als Wirtschaftsfaktor

5.1 Deutschland

6 Volkswirtschaftliche Bedeutung

6.1 Deutschland
6.2 Österreich

7 Berufsfeld

7.1 Ausbildung

7.1.1 Universitätsstudium
7.1.2 Fachhochschulstudium
7.1.3 Studium an einer berufsbildenden höheren Schule

7.2 Berufe

7.2.1 Forsttechniker
7.2.2 Forstwirt
7.2.3 Forstwart
7.2.4 Forstfacharbeiter

7.3 Berufsvertretungen
7.4 Organisationen der Forstwirtschaft in Deutschland

8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise

Aufgaben der Forstwirtschaft

In Deutschland sind die Waldbesitzer nach den Bundes- und Landeswaldgesetzen dazu verpflichtet, ihre Wälder „ordnungsgemäß und nachhaltig“ (§11 Bundeswaldgesetz) zu bewirtschaften. Hierbei kommt es darauf an, dass die Funktionen des Waldes nicht nur als Rohstoff­quelle, sondern auch als Grundlage für den Arten-, Boden-, Klima- und Wasserschutz sowie für Freizeit und Erholung der Bevölkerung berücksichtigt werden. Dazu erfordert die heutige Forstwirtschaft ein ständiges Abwägen zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen, um die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald berücksichtigen zu können. Zum Ökosystem Wald gehört auch das Wild, dessen Bestände durch Jagd und Hege von den Forstleuten reguliert werden,[1] um die Artenvielfalt zu erhalten und Wildschäden vorzubeugen.[2]

Berücksichtigung der Nachhaltigkeit

Hauptartikel: Nachhaltigkeit (Forstwirtschaft)

Nach katastrophalen Waldzerstörungen in Mitteleuropa im Mittelalter durch eine Übernutzung der Wälder entwickelte sich der Grundsatz der forstlichen Massennachhaltigkeit: „Man entnehme dem Wald nicht mehr Holzmasse, als gleichzeitig nachwächst“ (Siehe auch: Geschichte des Waldes in Mitteleuropa). Nachfolgenden Generationen sollen mindestens vergleichbare, wenn nicht bessere Nutzungsmöglichkeiten überlassen werden. Die Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung wurde schon im 19. Jahrhundert auf ökologische und später soziale Nachhaltigkeit ausgedehnt. Seit Mitte der 1990er mündet dies in Zertifizierungen wie zum Beispiel Forest Stewardship Council (FSC) oder Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC).

Im Zuge von europaweiten Prozessen wurde „nachhaltige Waldbewirtschaftung“ definiert als

„die Behandlung und Nutzung von Wäldern auf eine Weise und in einem Ausmaß, das deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zu erfüllen gewährleistet, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen.“[3] In dieser in Europa anerkannten Definition kommen die vielen Funktionen des Waldes und das Streben nach nachhaltiger Entwicklung von Natur und Wirtschaft zum Ausdruck. Die waldbauliche Tätigkeit umfasst dabei die zielorientierte Planung, Entscheidung und Umsetzung im Bereich der Erneuerung, Pflege und Sanierung von Waldökosystemen bei gleichzeitiger Betrachtung ökologischer, sozioökonomischer und technischer Erkenntnisse. Die Forstwirtschaft kann dabei die nachhaltige Behandlung und Nutzung der Wälder sicherstellen.

Dennoch bleibt jede holzwirtschaftliche Nutzung ein Eingriff, der dem Wald permanent Biomasse entzieht, die von Natur aus zur Bodenbildung im Wald verbleiben würde.[4]

Siehe auch: Naturnahe Waldwirtschaft

Struktur

Die Forstwirtschaft in Deutschland unterscheidet drei Eigentumsarten von Wald:

Körperschaftswald
Privatwald
Staatswald (Landeswald, Treuhandwald und Bundeswald)

Treuhandwald: Im Zuge der Bodenreform in der DDR enteigneter und in Volkseigentum überführter Wald wurde der Treuhandanstalt übergeben. Ziel ist es, diesen Wald zu privatisieren. Dieses geschieht durch die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG).

Um die Funktionen des Waldes zu sichern, ist es wichtig, dass funktionierende Strukturen geschaffen werden. Dies obliegt den einzelnen Bundesländern mit eigenen Landeswaldgesetzen. Die Bundesgesetzgebung gibt hierbei nur den Rahmen mit dem Bundeswaldgesetz vor.

Der Staatswald ist in den meisten Ländern in einzelne Forstämter unterteilt. Diese wiederum bestehen aus einzelnen Revieren, die eine Größe von 1.500 bis 3.000 Hektar haben. Die Bewirtschaftung der Reviere wird von den Förstern (Dipl.-Forstingenieur) durchgeführt.

Waldverteilung in Deutschland nach Land und Eigentumsart

Land

Staatswald (Bund)

Staatswald (Land)

Körperschafts

wald

Privatwald

Treuhand

wald

alle Eigentumsarten

Baden-Württemberg
7.302
321.678
541.031
492.219
0
1.362.229

Bayern
56.545
769.886
345.686
1.386.344
0
2.558.461

Brandenburg/Berlin
73.088
328.245
73.840
449.988
146.572
1.071.733

Hessen
7.595
342.986
318.601
211.068
0
880.251

Mecklenburg-Vorpommern
53.486
218.244
56.286
125.468
81.479
534.962

Niedersachsen/Hamburg/Bremen
54.884
343.926
85.706
678.006
0
1.162.522

Nordrhein-Westfalen
30.276
126.679
135.841
594.754
0
887.550

Rheinland-Pfalz
20.413
203.338
390.146
221.660
0
835.558

Saarland
791
47.450
21.748
28.470
0
98.458

Sachsen
30.116
191.069
57.839
171.723
60.831
511.578

Sachsen-Anhalt
49.452
135.196
33.101
196.612
77.767
492.128

Schleswig-Holstein
5.973
50.373
24.290
81.831
0
162.466

Thüringen
19.419
197.592
76.074
185.580
39.238
517.903

Deutschland (alle Länder)
409.340
3.276.661
2.160.189
4.823.722
405.887
11.075.799

Waldflächen in Hektar (Quelle: Bundeswaldinventur)[5]

Wald-Wild-Konflikt

Weiserfläche zur Beurteilung des Wildeinflusses auf die Naturverjüngung – man beachte das Fehlen von Verjüngung außerhalb des Zaunes
Naturverjüngung ohne Zäunung

Zu hohe Wilddichten von Pflanzenfressern, insbesondere von Schalenwild, können durch Verbiss eine aus ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten angestrebte natürliche Verjüngung des Waldes erschweren oder verhindern.[6][7][8] Durch die Bevorzugung bestimmter Baumarten kann selektiver Verbiss Mischbaumarten aus dem Bestand verdrängen und so die Baumartendiversität verringern.[9] Auch gepflanzte Forstkulturen, die nicht durch Einzelbaumschutz oder Zäunung gesichert werden, sind betroffen.[9] Schälschäden können ältere Waldbestände, die dem Verbiss bereits entwachsen sind, über Jahrzehnte hinweg gefährden sowie im Schadensfall destabilisieren und ökonomisch entwerten.[10]

Dieser sogenannte Wald-Wild-Konflikt – zur Verdeutlichung des Zielkonflikts und der Akteure auch als Forst-Jagd- bzw. Waldbesitzer-Jäger-Konflikt bezeichnet – wird von Forstleuten, Naturschutzverbänden und Waldbesitzern im Hinblick auf einen angestrebten Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern als bedeutendes Problem betrachtet.[11][12][13] Insbesondere seit dem zu Heiligabend 1971 ausgestrahlten Film Bemerkungen über den Rothirsch von Horst Stern ist der zuvor hauptsächlich in Fachkreisen thematisierte Wald-Wild-Konflikt in den Fokus von Öffentlichkeit sowie Politik gerückt und wurde zu einem der prominentesten Themen in der Auseinandersetzung um Wald, Forstwirtschaft und Jagd.[14][15][16] Im Jahr 1988 gründeten Jäger, die in der vom traditionellen Deutschen Jagdverband (DJV) vertretenen Haltung einen Unwillen zur ernsthaften Regulation der Wildbestände sahen, den Ökologischen Jagdverein Bayern e.V. und späteren Ökologischen Jagdverband (ÖJV), der durch konsequente und effektive Jagd die Wildschäden mindern und so flächendeckend „naturnahe Waldwirtschaft“ ermöglichen will.[17][18]

Vor allem im Großprivatwald sowie in Staatsforstbetrieben, die als Eigenjagdbesitzer freie Hand bei der Jagdausübung haben,[19][20] konnten bei der Reduktion des Schalenwildes und Minderung der Verbissschäden regional Erfolge erzielt werden,[21] in weiten Teilen Deutschlands besteht die Problematik jedoch auch im 21. Jahrhundert weiterhin fort.[22][23] Das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) fasst die wesentlichen Ergebnissen eines Gutachtens, das gemeinsam mit dem Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) beauftragt und von den forstwissenschaftlichen Lehrstühlen der Georg-August-Universität Göttingen und der Technische Universität München erstellt wurde, in einer Pressemitteilung wie folgt zusammen:[23]

„Überhöhte Schalenwildbestände führen in weiten Teilen der deutschen Wälder zu massiven Problemen; die eingetretenen Schäden sind nicht nur ökologisch bedenklich, sondern haben auch eine erhebliche ökonomische und damit finanzielle Dimension. Durch Wildverbiss werden die Anlage und der notwendige Umbau in naturnahe Mischwälder großflächig behindert.“

– Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Schädlingsbekämpfung

Bei besonderen klimatischen Voraussetzungen – wie sie z. B. während der Dürre und Hitze in Europa 2018 vorgeherrscht haben – können ideale Bedingungen für die massenhafte Vermehrung von Forstschädlingen entstehen.[24] In den Wirtschaftswäldern werden z. B. Pestizide wie Cyhalothrin, Cypermethrin und Tebufenozid zu deren Bekämpfung eingesetzt.[25][26][27]

Wald als Wirtschaftsfaktor

Forstarbeiten im Harz
Gewinnung von Schnittreisig am Goldnen Steinrück, Vogelsberg

Die Forstwirtschaft bietet in Mitteleuropa trotz der seit Jahrzehnten rückläufigen Tendenz für viele tausend Menschen Arbeit und Einkommen. Über 90 % des Umsatzes eines Forstbetriebes wird durch den Verkauf des erzeugten Holzes erwirtschaftet. Jedoch werden auch andere Erzeugnisse des Waldes genutzt (für den privaten Konsum meist unentgeltlich). Zu diesen Nicht-Holzprodukten zählen Pilze, Beeren, Kräuter, Wildfleisch usw.

Die Forstwirtschaft erbringt auch Dienstleistungen (das genannte Beispiel des Waldwegebaus, die Sicherung dieser Wege) und Güter, die jedoch von den Nutznießern normalerweise nicht bezahlt werden müssen, da eine gesetzliche Grundlage dafür fehlt, oder weil die Märkte nicht existieren.[28] Dies sind insbesondere die CO2-Speicherung und -sequestrierung, Tourismus und Naherholung, sowie (besonders im Falle tropischer Regenwälder) Beeinflussung des Klimas und genetisches Material.[28] Auch die Erbringung von Boden-, Luft- und Wasserschutzfunktionen und der Erhalt von Biodiversität werden in der Regel nicht vergütet.[28]

Deutschland

Hauptartikel: Wald in Deutschland

Der Wald in Deutschland bedeckt mit 11,4 Millionen Hektar 32 Prozent der Gesamtfläche des Landes. In den deutschen Wäldern wachsen rund 90 Milliarden junge und alte Bäume mit einem Holzvorrat von insgesamt 3,7 Milliarden Festmeter.[29] Die deutschen Wälder werden von rund 2 Millionen Waldbesitzern bewirtschaftet.[30]

Laut Holzmarktbericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betrug der Holzeinschlag in Deutschland im Jahr 2015 insgesamt 55,6 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde. Davon entfielen 42,0 Millionen Erntefestmeter auf Nadelholz und 13,6 Millionen Erntefestmeter auf Laubholz. 44 Prozent des bundesweiten Holzeinschlags wurden 2015 im Privatwald getätigt, 20 Prozent im Körperschaftswald und 36 Prozent im Staatswald.[31]

Die Nutzung und Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten ist in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und schafft zahlreiche Arbeitsplätze. In Deutschland waren im Jahr 2013 im Cluster Forst und Holz bei einem Umsatz von 177 Milliarden Euro rund 1,1 Millionen Menschen beschäftigt.[32]

Volkswirtschaftliche Bedeutung

Deutschland

Holzernteaufkommen in Deutschland

Aufgrund der Methodik der statistischen Erfassung wird die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft nach Meinung einiger unterschätzt.[33] In so genannten Cluster-Studien werden Betriebe der Forst- und nachgelagerten Holzwirtschaft sowie weitere produzierende und verarbeitende Industriezweige wie die Papierindustrie und das Druck- und Verlagsgewerbe, die auf Holz als Rohstoff angewiesen sind, aber auch Zulieferer oder im Holz- und Holzprodukte-Transport arbeitende Unternehmen als „Cluster Forst und Holz“ zusammengefasst. Nach dieser Sichtweise gibt der „Cluster Forst und Holz“ mit rund 1,3 Millionen Beschäftigten mehr Menschen Arbeit als der Maschinen- und Anlagenbau (etwa 850.000 Beschäftigte), die Elektrotechnik oder die Automobilindustrie (knapp 800.000 Beschäftigte) und erzielt jährlich einen Umsatz von ungefähr 181 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz in der Forstwirtschaft in Deutschland auf rund 3 Milliarden Euro.[34]

Deutschland weist gefolgt von Schweden den höchsten Holzvorrat innerhalb der EU auf. Bei nachträglichen Cluster-Studien wurde dazu noch vorsichtig bewertet.[35]

Prinzipielle Uneinigkeit herrscht über den tatsächlichen jährlichen Holzeinschlag in Deutschland, seit im Jahr 2006 der Forstwissenschaftler Udo Mantau vom Zentrum für Holzwirtschaft der Universität Hamburg den Holzverbrauch in Deutschland als Berechnungsgrundlage für den Holzeinschlag heranzog. Er berechnete den Einschlag für das Jahr 2005 mit etwa 74 Millionen Festmeter deutlich höher als die für das gleiche Jahr vom Statistischen Bundesamt offiziell genannte Zahl von 56 Millionen Festmeter.

Die Vermutung eines tatsächlich höheren Einschlags wird damit begründet, dass ein Teil nicht offiziell erfasst wird.[36]

Österreich

In Österreich hat die Waldbewirtschaftung einen traditionell hohen Stellenwert. So sind zwar aufgrund von Einzelereignissen fluktuierende Holzeinschlagsmengen zu beobachten, jedoch stellt die Forstwirtschaft für viele Betriebe und Landwirte einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.[37]

Holzeinschlag nach Besitzkategorie in 2009
Einschlag 2009
Veränderung zu 2008
Veränderung

zum 10-Ø

Kleinwald
8,90 Mio. Efm
−27,6 %
−3,6 %

Großwald
5,87 Mio. Efm
−15,5 %
+2,4 %

ÖBf AG (Bundesforst)
1,96 Mio. Efm
−23,5 %
−6,2 %

Der Holzbedarf ist in Österreich bereits langfristig fallend, so wurden in Österreich im Jahre 2004 noch rund 7 Mio. Fm Sägerundholz importiert und fallend bis auf 4 Mio. Fm im Jahre 2013. Demgegenüber steigen die Waldflächen von 3,7 Mio. ha im Jahre 1965 bis auf 4 Mio. ha im Jahre 2007. Der Holzvorrat ist mit über 1 100 Mio. Vfm auf Rekordniveau in Österreich.[38] Das verfügbare Potenzial liegt in einem Bereich von bis zu 28,8 Mio. Erntefestmeter-Äquivalenten und ist bis dato bei weitem nicht genutzt.

Berufsfeld

Bei modernen Forstwirtschaftsbetrieben sind Vertreter der verschiedensten Berufsgruppen zu finden. Neben vielen verwaltungstechnischen Berufen kann man jedoch folgende klassische Forstausbildungen mit den entsprechenden Berufsbildern unterscheiden:

Ausbildung

Universitätsstudium

Forstleute mit einem Universitäts-Abschluss haben die Möglichkeit, als Forstwissenschaftler zu arbeiten oder nach einer zweijährigen Referendarszeit in den höheren Forstdienst einzutreten. Hier übernehmen sie in der Regel leitende Positionen in den Forstämtern oder in der Verwaltung.

In Deutschland wird das forstwissenschaftliche Studium an vier Universitäten angeboten:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Georg-August-Universität Göttingen
Technische Universität München in Freising
Technische Universität Dresden in Tharandt bei Dresden

Durch die neuen Möglichkeiten der Bachelor- und Master-Abschlüsse verwischen die Grenzen zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudium immer stärker.

In Österreich wird Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) in Wien 18 gelehrt. Nach zwei Jahren beruflicher Praxis und mit Ablegung der Staatsprüfung zum höheren Forstdienst ist man berechtigt, die Berufsbezeichnung Forstwirt zu führen und eine Waldfläche von über 3600 Hektar zu bewirtschaften.

Fachhochschulstudium

Nach Abschluss eines Fachhochschulstudiums und einer anschließenden einjährigen Anwärterzeit kann die Laufbahnprüfung für den gehobenen Forstdienst abgelegt werden. Diese Berufswahl führt in der Regel in den praktischen Forstdienst, wobei neben der Leitung eines Forstreviers heutzutage auch häufig fachspezifische oder verwaltungstechnische Tätigkeiten zum Berufsfeld gehören.

In Deutschland existiert der Studiengang Forstwirtschaft an folgenden Fachhochschulen:

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Göttingen (Fakultät Ressourcenmanagement)
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Fachhochschule Erfurt

Studium an einer berufsbildenden höheren Schule

In Österreich existiert eine Oberstufen-Schule, welche man nach 5 Jahren mit Reife- und Diplomprüfung abschließt. Nach zweijähriger Praxis kann ein Absolvent eine Staatsprüfung für den Forstdienst ablegen und hat damit das Recht erlangt, eine Waldfläche von 1000 bis 3600 Hektar zu verwalten.

Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft (Försterschule) in Bruck an der Mur – Steiermark

Bis Juni 2005 existierte noch eine zweite HBLA für Forstwirtschaft in Gainfarn bei Bad Vöslau.

Berufe

Forsttechniker

Hauptartikel: Forsttechniker

Der Forsttechniker ist eine Fachkraft des mittleren Forstmanagements.

Forstwirt

Hauptartikel: Forstwirt

Der Forstwirt ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf und entspricht dem österreichischen und schweizerischen Forstwart. Es handelt sich dabei um die moderne Bezeichnung für den früheren Beruf Waldarbeiter.

In Österreich ist Forstwirt ein Beruf, dessen Ausbildung ein Universitätsstudium, eine zweijährige Praxiszeit sowie eine Staatsprüfung umfasst. Österreichische Forstwirte sind berechtigt, eine Fläche von über 3600 ha zu bewirtschaften und entsprechen ungefähr den deutschen Forstwissenschaftlern im höheren Dienst.

Forstwart

Hauptartikel: Forstwart

Den Ausbildungsberuf des Forstwartes gibt es nur in Österreich und der Schweiz. Die Aufgaben eines Forstwarts sind die gleichen wie die des deutschen Forstwirtes.

Forstfacharbeiter

Hauptartikel: Forstfacharbeiter

Der Lehrberuf des Forstfacharbeiters existiert nur in Österreich. Ein Forstfacharbeiter hat ähnliche Aufgaben wie ein deutscher Forstwirt. Wer nach drei Jahren Praxis eine Meisterprüfung ablegt, ist Forstwirtschaftsmeister.

Berufsvertretungen

Die Interessenvertretung der Forstbediensteten wird durch folgende Organisationen wahrgenommen:

Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
Bund Deutscher Forstleute im dbb, aber nicht alle Förster sind Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes
Vereinigung der Forsttechniker e.V, Lohr am Main
Forstunternehmer, die im Auftrag die Holzernte, Holzrückearbeiten, Transport und zum Teil die Holzvermarktung vornehmen, sind organisiert im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft e. V. (VdAW), Stuttgart

Organisationen der Forstwirtschaft in Deutschland

Deutscher Forstwirtschaftsrat
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände
Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik
Deutscher Forstverein

Siehe auch

Agroforstwirtschaft
Interfob: Jährliches Treffen von Studierenden der Forst- und Holzwirtschaft Europas
Liste forstwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
Waldarbeit: Ausführende Tätigkeiten der Forstwirtschaft im Wald

Literatur

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Hrsg.): Der Wald in Deutschland – Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur, Berlin 2014. Online-Version (PDF; 5 MB)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Hrsg.): Holzmarktbericht 2014, Berlin 2015. Online-Version (PDF; 0,6 MB)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Hrsg.): Holzmarktbericht 2014 – Anlage Gesamteinschlag, Berlin 2015. Online-Version (PDF; 0,1 MB)
Reinhold Erlbeck, Ilse Haseder und Gerhard Stinglwagner: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon. 4. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-12160-3.
Johannes Fischbach-Einhoff, Ulrich Schraml und Andreas Katthagen: Deutscher Forstwirtschaftsrat 1950–2000. 50 Jahre für Wald, Forstwirtschaft und Umwelt. Landwirtschaftsverlag, Münster 2000, ISBN 3-00-006273-4.

Zur historischen Forstwirtschaft

Wolfgang Wüst: Im Wald herrscht Recht und Ordnung. Zur Benevolenz spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Forstwirtschaft. In: Berichte des Historischen Vereins Bamberg 151, 2015, ISBN 978-3-87735-215-1, S. 171–184.

Weblinks

 Commons: Forstwirtschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Forstwirtschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Informationen zu Waldforschung und Forstpraxis – der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Weihenstephan
Forschung für die Praxis – der Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
Wald und Forstwirtschaft – Aufgaben der Förster
Waldwissen.net – Informationen für die Forstpraxis
Der als Bonsai wahrgenomme ökonomische Mammutbaum
Department für Wald- und Bodenwissenschaften der univ. f. Bodenkultur, Wien
Försterschule (Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck an der Mur / Steiermark)
Portal der deutschen Forstverwaltungen

Einzelnachweise

↑ https://www.bundesimmobilien.de/7627746/forstliche-produkte#

↑ https://www.bundesimmobilien.de/7614569/forstliche-dienste

↑ Europäische Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (MCPFE) in der Helsinki-Resolution H1 (Memento vom 8. März 2005 im Internet Archive), „Allgemeine Leitlinien für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder Europas“, 1993

↑ Wilhelm Bode (Hrsg.): Naturnahe Waldwirtschaft. Prozeßschutz oder biologische Nachhaltigkeit? Holm, 1997, ISBN 3-930720-31-0.

↑ Bundeswaldinventur

↑ Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke, Stefan Wagner: Der Wald-Wild-Konflikt – Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge (= Göttinger Forstwissenschaften. Band 5). Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2010, ISBN 978-3-941875-84-5, S. 48, 63, doi:10.17875/gup2010-280 (gwdg.de [PDF; abgerufen am 20. Januar 2019]). 

↑ R. M. A. Gill: A Review of Damage by Mammals in North Temperate Forests: 3. Impact on Trees and Forests. In: Forestry: An International Journal of Forest Research. Band 65, Nr. 4, 1992, S. 363–388, doi:10.1093/forestry/65.4.363-a. 

↑ Steeve D. Côté, Thomas P. Rooney, Jean-Pierre Tremblay, Christian Dussault, Donald M. Waller: Ecological Impacts of Deer Overabundance. In: Annual Review of Ecology, Evolution, and Systematics. Band 35, 2004, S. 113–147, doi:10.1146/annurev.ecolsys.35.021103.105725. 

↑ a b Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke, Stefan Wagner: Der Wald-Wild-Konflikt – Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge (= Göttinger Forstwissenschaften. Band 5). Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2010, ISBN 978-3-941875-84-5, S. 41, doi:10.17875/gup2010-280 (gwdg.de [PDF; abgerufen am 20. Januar 2019]). 

↑ Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke, Stefan Wagner: Der Wald-Wild-Konflikt – Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge (= Göttinger Forstwissenschaften. Band 5). Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2010, ISBN 978-3-941875-84-5, S. 48 f., 139, 180 f., doi:10.17875/gup2010-280 (gwdg.de [PDF; abgerufen am 20. Januar 2019]). 

↑ Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke, Stefan Wagner: Der Wald-Wild-Konflikt – Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge (= Göttinger Forstwissenschaften. Band 5). Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2010, ISBN 978-3-941875-84-5, S. 2, 5, 41, 73 f., doi:10.17875/gup2010-280 (gwdg.de [PDF; abgerufen am 20. Januar 2019]). 

↑ Friedrich Reimoser: Zur Bewertung und Minimierung von Wildschäden im Wald. In: FVA-einblick. Nr. 3, 2011, ISSN 1614-7707, S. 11 (waldwissen.net [abgerufen am 21. Januar 2019]). 

↑ Rudi Suchant: Was kann im Verständnis von Wildschäden schon neu sein? In: FVA-einblick. Nr. 3, 2011, ISSN 1614-7707, S. 7 (waldwissen.net [abgerufen am 21. Januar 2019]). 

↑ Ludwig Fischer (Hrsg.): Unerledigte Einsichten – Der Journalist und Schriftsteller Horst Stern (= Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte. Nr. 4). Lit Verlag, Hamburg 1997, ISBN 3-8258-3397-6, S. 115 ff., 267 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 20. Januar 2019]). 

↑ Ammer (2010), Der Wald-Wild-Konflikt. S. 15

↑ Claus-Peter Lieckfeld: Tatort Wald: von einem, der auszog, den Forst zu retten. Westend Verlag, Frankfurt/Main 2006, ISBN 978-3-938060-11-7, S. 129 f. (google.de [abgerufen am 15. Januar 2019]). 

↑ Claus-Peter Lieckfeld: Tatort Wald: von einem, der auszog, den Forst zu retten. 1. Auflage. Westend, Frankfurt/Main 2006, ISBN 978-3-938060-11-7, S. 89, 151 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2019]). 

Bedeutung der Jagd. In: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Archiviert vom Original; abgerufen am 20. Januar 2019. 

↑ Frank Christian Heute: Der große Reibach oder: „Wie die Heuschrecken“. In: Ökojagd. Nr. 2, 2018, S. 30. 

↑ Frank Christian Heute: Warum konsequente Rehbejagung nachhaltig ist. In: AFZ-DerWald. Nr. 21. Deutscher Landwirtschaftsverlag, 2016, ISSN 1430-2713, S. 53. 

↑ Norbert Bartsch, Ernst Röhrig: Waldökologie: Einführung für Mitteleuropa. 1. Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-44268-5, S. 177, doi:10.1007/978-3-662-44268-5 (google.de [abgerufen am 27. Januar 2019]). 

↑ Norbert Bartsch, Ernst Röhrig: Waldökologie: Einführung für Mitteleuropa. 1. Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-44268-5, S. 174, doi:10.1007/978-3-662-44268-5 (google.de [abgerufen am 27. Januar 2019]). 

↑ a b BfN, DFWR und ANW stellen Gutachten zum Wald-Wild-Konflikt vor. In: Bundesamt für Naturschutz. 5. Mai 2010, archiviert vom Original am 10. Januar 2019; abgerufen am 10. Januar 2019. 

Land- und Forstwirtschaft als erste vom Klimawandel betroffen. In: oekonews.at. 10. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019. 

↑ Jens Blankennagel: Umstrittenes Insektengift-Einsatz in Brandenburg: Ab Montag fällt „Karate flüssig“ vom Himmel. In: berliner-kurier.de. 3. Mai 2019, abgerufen am 6. Mai 2019. 

Fränkische Wälder mit Insektengift besprüht: Dieser Schädling ist der Grund. In: nordbayern.de. 2. Mai 2019, abgerufen am 6. Mai 2019. 

↑ Hannes Weber: Im Zürcher Wald wird viel mehr Gift verspritzt. In: tagesanzeiger.ch. 10. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019. 

↑ a b c Secretariat of the Convention on Biological Diversity: “The Value of Forest Ecosystems.” Montreal, SCBD, 2001. (CBD Technical Series no. 4). S. 11–39. ISBN 90-907211-1-9. Online verfügbar (PDF; 371 kB)

↑ Dritte Bundeswaldinventur (2012). Abgerufen am 2. September 2015.

↑ Die Waldeigentümer (AGDW). Abgerufen am 17. August 2016.

↑ Holzmarktbericht 2015 – Anlage. Abgerufen am 9. August 2016.

↑ Georg Becher: Clusterstatistik Forst und Holz – Tabellen für das Bundesgebiet und die Länder 2000 bis 2013, Thünen Working Paper 48 (PDF). Abgerufen am 21. Dezember 2015.

↑ Daniel Wetzel: Auf dem Holzweg, welt.de, 11. November 2004. Abgerufen am 19. Mai 2010.

↑ Umsatz in der Forstwirtschaft Abgerufen am 2. Februar 2018.

↑ Die Welt Online, 11. November 2004, abgerufen am 26. September 2010.

↑ Die Welt online, 11. November 2004, abgerufen am 26. September 2010.

↑ Lebensministerium, abgerufen am 9. November 2010.

↑ Ressource Holz nachhaltig nutzen, (PDF) Seite 14 und 53.

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4017966-7 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Forstwirtschaft&oldid=189526824“

Kategorien: Allgemeine ForstwirtschaftWirtschaftszweigNaturschutzVersteckte Kategorie: Wikipedia:Deutschlandlastig

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge

Nicht angemeldetDisk


gmbh kaufen kosten gmbh kaufen mit verlustvortrag

gmbh kaufen ohne stammkapital gmbh


Top 9 agb:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-emmy-pfister-bildungseinrichtungen-gesellschaft-mbh-aus-oldenburg/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-roland-gerhardt-bautischlereien-gmbh-aus-hamm/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-denise-schuster-wohnaccessoires-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-objekteinrichtungen-einer-gmbh-aus-offenbach-am-main/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-nicolas-zorn-beratung-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-kiel/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-haymo-funke-tattoos-gmbh-aus-kln/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/agb/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-reinigungsservice-einer-gmbh-aus-bremerhaven-2/
  9. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-roland-gerhardt-bautischlereien-gmbh-aus-hamm/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Waffe Definition Waffenwirkung Zeichen von Macht und Reichtum Geschichte Waffenkategorisierung Waffengebiete Kulturelle Rezeption Navigationsmenü aus Erfurt

kaufung gmbh planen und zelte gmbh kaufen wie Waffe gmbh mit verlustvorträgen kaufen firma kaufen
Zur Suche springen

Dieser Artikel erläutert den militärischen Begriff, zum heraldischen Begriff siehe Bewehrung (Heraldik).

Stich-, Hieb- und Schusswaffen
Die Zwille wurde als Spielgerät erdacht und später als Waffe benutzt; in den 1970er Jahren wurde sie in Deutschland als solche eingestuft.

Als Waffe werden in der Regel Gegenstände bezeichnet, die dazu bestimmt und geeignet sind, Lebewesen physisch (meist durch mechanische Einwirkung) infolge Verwundung oder Tod bzw. psychisch in ihrer Handlungsfähigkeit zu beeinträchtigen oder handlungsunfähig zu machen. Dazu zählen auch Mittel, die Gegenstände oder immaterielle Güter beschädigen, zerstören oder gebrauchsunfähig machen können.

Der Waffenbesitz und der Waffengebrauch sowie die Waffenwirtschaft (die Waffenherstellung und der Waffenhandel) werden unter anderem durch das Waffenrecht geregelt. Sportwaffen sind wegen ihres Gefährdungspotentials ebenfalls davon betroffen.

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

1.1 Allgemeine Definition
1.2 Abgrenzung

1.2.1 Potenziell gefährliche Gegenstände
1.2.2 Folter- und Hinrichtungsinstrument
1.2.3 Munition
1.2.4 Waffensystem

1.3 Übertragene Bedeutung
1.4 Juristische Definition in Deutschland

2 Waffenwirkung

2.1 Physische Wirkung
2.2 Psychische Wirkung

3 Zeichen von Macht und Reichtum
4 Geschichte

4.1 Urgeschichte
4.2 Altertum
4.3 Mittelalter
4.4 Frühe Neuzeit
4.5 19. Jahrhundert
4.6 20. Jahrhundert
4.7 21. Jahrhundert

5 Waffenkategorisierung
6 Waffengebiete

6.1 Gebrauchswaffen
6.2 Jagdwaffen
6.3 Kriegswaffen
6.4 Kult-, Prunk-, Zeremonial- und Statuswaffen
6.5 Nicht-tödliche Waffen
6.6 Sammlerwaffen
6.7 Schutzwaffen
6.8 Sportwaffen
6.9 Spielzeugwaffen
6.10 Dekorationswaffen
6.11 Film- und Theaterwaffen

7 Kulturelle Rezeption
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise

Definition

Allgemeine Definition

Die Definition des Waffenbegriffs hängt von kulturellen und technischen Ansichten ab und ist daher in verschiedenen Epochen und Ländern unterschiedlich.

Im Allgemeinen sind Waffen Mittel, die ein Lebewesen in einer Konfliktsituation seiner Handlungsfähigkeit und Unversehrtheit sowohl psychisch als auch physisch berauben können und deren Anwendung im Extremfall zum Tod des betroffenen Lebewesens führt. Die als Waffen eingesetzten Mittel können ebenso Güter beschädigen, zerstören oder in ihrer Gebrauchsfähigkeit einschränken. Waffen können weiterhin ein Mittel sein, um eine Person durch Zwang (z. B. Drohung mit einer Waffe) ihrer Entscheidungs- und Handlungsfreiheit zu berauben.

Aus soziologischer Sicht sind Waffen Gegenstände der materiellen Kultur, welche die Körperkraft bei Gewaltanwendungen umsetzen und/oder steigern bzw. ersetzen und so bei bestimmten Formen der Auseinandersetzung mit Jagdwild oder Gegnern der eigenen Spezies zu einem Vorteil führen sollen. Diese Definition entspricht weitestgehend dem allgemeinen Sprachgebrauch.

Im weiteren Sinne werden auch Gegenstände, die dem Schutz dienen als Waffen bezeichnet. Man spricht dann von passiven oder Schutzwaffen.

Der Begriff „Waffe“ ist auch im nicht-materiellen Sinn zu definieren. In der psychologischen Kriegführung können beispielsweise alle Mittel, die der Schädigung der Moral der gegnerischen Soldaten, aber auch der Zivilbevölkerung des Gegners dienen, als Waffe bezeichnet werden. Weiterhin können alle den Kriegs- und Kampfeinsatz unterstützenden Mittel der Information, Desinformation, Unterwanderung, Sabotage und Ausübung psychologischen Drucks auf Kombattanten als Einsatz von Waffen betrachtet werden.

Auch Computerprogramme können als Waffe dienen. Der Einsatz von Malware (Viren, Würmer, Trojaner und so weiter) als elektronischer Angriff auf Datenverarbeitungsanlagen dient der Zerstörung von Daten. Die direkte Wirkung betrifft nur immaterielle Güter, die Auswirkungen können je nach Angriffsziel (z. B. eine Kraftwerkssteuerung, ein Großlager, eine Produktionssteuerung einer Firma) jedoch immens sein. Dabei gilt der 2010 gegen das iranische Atomprogramm eingesetzte Computerwurm Stuxnet als die erste Cyberwaffe.[1]

Der Jäger bezeichnet die Hauer des Wildschweins insgesamt als „Waffen“ oder Gewaff, wobei die Zähne im Unterkiefer „Gewehre“ heißen; auch das Geweih und Gehörn eines Tieres kann als „Waffe“ oder „Spieß“ bezeichnet werden.

Abgrenzung

Potenziell gefährliche Gegenstände

Bei der Definition einer Waffe ist es ein wichtiges Kriterium, dass die ursprüngliche Bestimmung einer Waffe die Verletzung/Tötung von Lebewesen oder die Beschädigung/Zerstörung von Gütern ist. Viele Gegenstände können als Waffe verwendet werden, wurden aber zu einem anderen Zweck hergestellt. Beispielsweise ist ein Skalpell in der Regel für die medizinische Anwendung, ein Fahrzeug primär für Transport und Fortbewegung und ein Baseballschläger als Spielgerät konzipiert. Diese Mittel können jedoch zweckentfremdet zur Verletzung von Lebewesen oder Beschädigung von Gütern eingesetzt werden. Was eine Waffe ist, richtet sich demnach auch nach der Art des Gebrauchs oder der offensichtlich unmittelbar beabsichtigten Wirkung durch den Einsatz eines Gegenstandes.

Der kulturelle Hintergrund bei der Definition wird im Bereich von Messern offensichtlich. In den meisten Kulturen wird das Messer (z. B. Küchenmesser) nicht als Waffe angesehen, sondern als Werkzeug (hier: Küchengerät). Ein Schnitzmesser ist in erster Linie als Werkzeug zu sehen, welches der Holzbearbeitung dient. In einigen landwirtschaftlichen Regionen ist das Mitführen einer Machete üblich, in anderen Regionen wird das gleiche Verhalten als Bedrohung angesehen. Den Gebrauchsmessern stehen Messer mit einem Waffencharakter entgegen, wobei eine technische Abgrenzung in den meisten Fällen nicht möglich ist. Viele Staaten reglementieren den Besitz dieser Messer, wobei sich die Verbote an Messertypen, die bei Straftaten verwendet wurden, orientieren.

Ebenso sind Dreschflegel, Mistgabel oder Sense sicher als Werkzeuge der Landwirtschaft zu sehen, wurden in entsprechenden Konfliktsituationen (z. B. Deutscher Bauernkrieg) aber auch als Waffen zweckentfremdet.

Der juristische Begriff für in konkreten Situationen zweckentfremdete Gegenstände ist „Gefährliches Werkzeug“.

Folter- und Hinrichtungsinstrument

Waffen werden als Mittel im Kampf verstanden. Mittel, die allein Schmerzen oder den Tod eines wehrlosen Opfers herbeiführen sollen, werden als Folter- bzw. Hinrichtungsinstrument verstanden. Analog dazu sind Schlachtinstrumente, z. B. Schlachtschussapparate, gegenüber einer Jagdwaffe zu sehen.

Munition

Munition wird oft als der eigentliche Wirkungsträger im Zusammenhang mit einer Fernwaffe definiert. Diese Definition ist bei einfachen Waffen beziehungsweise Geschossen eindeutig: z. B. Bogen/Pfeil oder Feuerwaffe/Patrone. Bei zunehmendem Verhältnis der Technisierung zwischen dem Geschoss und dem Startgerät wird der Wirkungsträger als Waffe bezeichnet, z. B. bei einem Lenkflugkörper oder einer Kernwaffe.

Waffensystem

Militärisches Großgerät, vor allem bewaffnete Fahr- und Flugzeuge, wird als Waffensystem bezeichnet. Mindestens ein Teil des Waffensystems ist die eigentliche Waffe, z. B. Kanone eines Kampfpanzers.

Übertragene Bedeutung

Im militärischen Bereich werden auch verschiedene Einheiten als Waffe bezeichnet. So bezeichnet man die Infanterie als Hauptwaffe im Bodenkampf. In Deutschland werden die Luftstreitkräfte als Luftwaffe bezeichnet.

Im übertragenen Sinn werden als Waffen auch Ideen und andere nichtmaterielle Güter (Informationen) angesehen. Mit rhetorischen Strategien versuchen z. B. Politiker, ihre politischen Gegner in einem schlechten Licht dastehen zu lassen, hier ist auch schnell die Rede von „verbalen Angriffen“ und „Wortgefechten“, in denen das gesprochene Wort der verbalen Aggression dient. Der Begriff „Aggression“ setzt eine soziale Interaktion voraus, die einen Angreifer und ein Opfer kennt. Vom Angreifer wird angenommen, dass er in feindseliger Absicht vorgeht, eine negativ intendierte Handlung vollführt. Während beim Fluchen das Opfer in der Regel verschont bleibt, ist die Drohung eine Vorstufe der tätlichen Auseinandersetzung.[2] Gleichzeitig können Worte auch verletzend wirken. Sie wirken sich auf die psychische Lage des Opfers aus, z. B. auf das Selbstwertgefühl, Angstzustände und so weiter.

Die Kunst wird ebenfalls als Waffe bezeichnet und verwendet. Ob in Literatur oder Bildern, als Auftragsarbeit für Propagandazwecke oder als freie Kunst. So ist die Aussage von Friedrich Wolf „Kunst ist Waffe“ bekannt.[3]

„Nein, Malerei ist nicht dazu da, um Appartements zu schmücken. Sie ist eine Waffe zu Angriff und Verteidigung gegen den Feind.“

– Pablo Picasso

Juristische Definition in Deutschland

Das Waffengesetz (WaffG)[4] der Bundesrepublik Deutschland definiert den juristischen Waffenbegriff und regelt den Umgang mit Waffen. Hinzu kommt das Sprengstoffgesetz (SprengG)[5], das explosionsgefährliche Stoffe umfasst. Für militärische Zwecke konstruierte Waffen werden durch das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffKontrG)[6] reglementiert.

Weitere unter die allgemeine Definition einer Waffe fallende Mittel (z. B. Gift) besitzen eigene Gattungsbegriffe und Definitionen und finden z. B. im Strafgesetzbuch (StGB)[7] Erwähnung.

„Waffen sind
1. Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände und
2. tragbare Gegenstände,

a) die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;
b) die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.“

– § 1 Abs. 2 WaffG

„Die Begriffe der Waffen und Munition sowie die Einstufung von Gegenständen nach Absatz 2 Nr. 2 Buchstabe b als Waffen, die Begriffe der Arten des Umgangs und sonstige waffenrechtliche Begriffe sind in der Anlage 1 (Begriffsbestimmungen) zu diesem Gesetz näher geregelt.“

– § 1 Abs. 4 WaffG

„Gesundheitsschädliche Stoffe“, „Gift“ und „Gefährliches Werkzeug“ sind nicht näher definierte Begriffe der §§ 224, 314, 330a und 177 StGB.

In anderen europäischen Ländern (Österreich, Schweiz) ist die juristische Definition von Waffen ähnlich.

Waffenwirkung

Die physische Wirkung von Waffen bzw. ihrer Munition beruht auf verschiedenen physikalischen, biologischen und chemischen Wirkweisen.

Physische Wirkung

Bei durch kinetische Energie wirkenden Waffen gibt es zwei Prinzipien:

Energie großflächig übertragen: Die in einem Bewegungsablauf, z. B. beim Schwingen einer Keule, aufgenommene Bewegungsenergie wird bei Auftreffen auf einen Körper in kürzester Zeit großflächig abgegeben. Die Folgen sind schwere Prellungen und Knochenbrüche.
Energie konzentrieren: Die Spitze eines Messers, Speers oder Geschosses konzentriert die aufgewendete Kraft auf eine sehr kleine Fläche. Es tritt ein hoher Druck auf, denn Druck ist Kraft pro Fläche. Dadurch kann ein Ziel penetriert werden bzw. die Eindringtiefe erhöht sich (siehe Erstechen, Schussverletzung).

Bei konventionellen Bomben und Minen wird ein Sprengstoff zur Detonation gebracht. Diese extrem schnelle Verbrennung führt zur Bildung großer Mengen von Gasen, so dass eine Detonationswelle entsteht. Diese wirkt entweder direkt durch Lungenriss, Knalltrauma, Verbrennung oder indirekt durch kinetische Energie, wenn Bestandteile der Hülle mit hoher Geschwindigkeit in die Umgebung geschleudert werden.

Brandvorrichtungen aller Art wirken vor allem durch Verbrennungen oder durch den Entzug von Sauerstoff, was zur Erstickung führt.

Atom- oder Kernwaffen wirken gleichzeitig auf unterschiedliche Weise. Bei einer Kernwaffenexplosion wirken u. a. Detonationswelle, Wärmestrahlung, ionisierende Strahlung und elektromagnetischer Puls.

Biologische Waffen wirken durch Krankheitserreger und natürliche Toxine auf Lebewesen ein und bewirken Epidemien und Vergiftungen.

Chemische Waffen wirken in der Regel als Gifte gegen die Atemwege, das Blut, die Haut oder auf die Nerven (Nervengift). Einige Mittel werden auch als sogenanntes Tränengas eingesetzt. Herbizide wirken als chemische Waffen gegen Pflanzen (z. B. Agent Orange).

Elektroimpulswaffen arbeiten mit dem Prinzip eines kontrollierten elektrischen Schlags.

Energiewaffen nutzen das ganze elektromagnetische Spektrum, um gebündelt hohe Temperaturen, grelles Licht oder hohe Lautstärken zu erzeugen.

Psychische Wirkung

Waffen können eine Drohwirkung entfalten, auch ohne dass sie wirklich eingesetzt werden.

Auch Nachbildungen von Waffen, insbesondere in Originalgröße, können bei anderen Menschen Ängste auslösen oder sogar zu Polizeieinsätzen führen, bei denen die Polizei damit rechnen muss, scharfen Waffen gegenüberzustehen.[8] Unter Umständen reicht schon ein ausgestreckter Finger in der Tasche eines Kleidungsstücks, um in einem sensiblen Umfeld zu Gegenmaßnahmen im Rahmen der Putativnotwehr zu führen.

Zeichen von Macht und Reichtum

Karl der Große, gemalt 1513 von Albrecht Dürer

In verschiedenen Kulturen war und ist das Tragen von Waffen Ausdruck für die soziale, wirtschaftliche oder politische Stellung des Trägers. In der Bronzezeit und der Eisenzeit waren aus diesen Materialien gefertigte Waffen noch sehr teuer und die Waffen wurden an Schneide und Griff entsprechend verziert. Später wurden aufwendige Gravuren, Edelsteinschmuck, Silber und Gold oder Elfenbein eingebracht.

In Jemen ist das Tragen des reichlich verzierten Krumdolchs Jambia ein Symbol von Männlichkeit. Jungen bekommen diese Waffen als sichtbares Zeichen der beendeten Kindheit.[9]

Der Papst überreichte das Reichsschwert des Heiligen Römischen Reiches dem römisch-deutschen Kaiser bei dessen Krönung als Zeichen der weltlichen Macht, die er aus der Hand Gottes erhält. Beim anschließenden Auszug aus der Kirche wurde es dem neuen Kaiser vom Schwertführer mit der Spitze nach oben als Zeichen der weltlichen Macht und Gewalt vorangetragen.

Das ebenfalls zu den Herrschaftszeichen zählende Zepter ist eine aus Edelmetallen und Edelsteinen hergestellte Abwandlung des Streitkolbens.

Bis zur heutigen Zeit werden reich verzierte Waffen, z. B. bei Staatsbesuchen, als Geschenk überreicht.[10] Viele Jäger leisten sich ebenfalls häufig Jagdwaffen aus edlen Materialien (Wurzelholz), reich mit Gravuren verziert, die selbst als Großserienanfertigung noch mehrere zehntausend Euro kosten können. Zu besonderen Jubiläen liefern Waffenhersteller oft besondere Versionen oder besonders verzierte Waffen, welche hauptsächlich ästhetischen Ansprüchen genügen sollen und nicht unbedingt zum Gebrauch gedacht sind.

Geschichte

Die Geschichte der Waffen ist so alt wie die Menschheit selbst. Wie bei allen anderen Lebewesen, so bestand auch das Bedürfnis der Menschen darin, die eigene Existenz zu sichern. Dazu gehört die Versorgung mit Nahrung und der Schutz der Spezies. Als Omnivoren (Allesfresser) benutzen die Menschen sowohl Werkzeuge zur Jagd als auch zur Zubereitung von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln.

Neue Bearbeitungsmöglichkeiten, Materialien und Erfindungen führten in den letzten 2,5 Mio. Jahren zu einer stetigen Weiterentwicklung der Waffentechnik. Beeinflusst wurde diese Entwicklung nicht nur von technischen Änderungen, sondern auch auf kultureller Ebene. Jagdmethoden und Waffen änderten sich z. B. dadurch, dass zuerst in Gruppen, später auch alleine und seit der Bildung von Staaten dann in Europa nur noch durch Privilegierte gejagt wurde.

Kaum eine Industrie hat im Verlauf der Geschichte mehr Innovationen hervorgebracht als die Rüstungsindustrie, die hierfür schon sehr früh intensive Forschung auf den Gebieten der Chemie, Physik, Metallurgie, Materialkunde, Bearbeitungstechniken, Innen- und Außenballistik etc. betrieben hat. So gab es seit Beginn industrieller Waffenentwicklung schon die Wechselwirkung zwischen militärischen Erfordernissen an die Waffentechnik und der damit zusammenhängenden Forderungen an die Rüstungsindustrie und deren Entwicklungen, die „im Feld“ getestet und angewendet werden sollten.

Zu den modernen Waffen zählen unter anderem halbautomatische und automatische Waffen, Waffen-Großgerät und Waffensysteme sowie alle Formen von Kampfstoffen und Nuklearwaffen sowie nicht zuletzt funk- und lasergesteuerte Waffen.

Dem menschlichen Waffengebrauch kommt eine besondere Bedeutung in der Kulturevolution zu: Die geschichtliche Aufrüstungsspirale drängt Kollektive zu immer höheren Technik- und Kognitionsleistungen, da die Waffentechnik in Konfliktsituationen einen Selektionsdruck auf ganze Kulturen ausübt.[11]

Urgeschichte

Dolch aus Feuerstein

Schon in der Urgeschichte diente die Waffe dem körperlich oder zahlenmäßig unterlegenen Individuum bei der Nahrungsbeschaffung (Jagd auf Wild). Sie diente aber auch beim Angriff und der Verteidigung als Ausgleich körperlicher Unterlegenheit und damit zur Sicherung der individuellen Existenz.

In der Altsteinzeit (Altpaläolithikum) wurde vor ca. 2,5 Mio. Jahren zuerst Geröll benutzt, dem man durch Gegeneinanderschlagen eine Schneide verlieh (Oldowan). Vor 1,5 Mio. Jahren, im Acheuléen, kamen dann schon feiner bearbeitete Faustkeile zum Einsatz. Vor 400.000 Jahren bestand dann beiderseits des Ärmelkanals bereits eine Clactonien genannte Fertigung in größerem Umfang für Waffen aus Silex. Auch Pfeil und Bogen gab es bereits in der Altsteinzeit, wenngleich auch in etwas anderer Form als heute.

Mit den Aurignacien begann vor ca. 35.000 Jahren in Europa die jüngere Altsteinzeit (Jungpaläolithikum). Typische Waffen dieser Zeit sind lange, schmale Klingen (bis ca. 26 cm), die mit Meißel-Hammer-Technik gefertigt sind. Wenn sie einen stumpfen Rücken aufweisen, werden sie als Messer bezeichnet. In diesem Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte finden sich bereits häufig Geräte aus Knochen, Hornsubstanz (Geweihspitzen) und Elfenbein.

Altertum

Waffen aus der Bronzezeit

In der Bronzezeit kamen die ersten Metalle zum Einsatz. In dieser Zeit wurde das Schwert entwickelt, welches die erste Waffe für kriegerische Konflikte, also nicht für die Jagd, darstellt.

In der Antike wurde sehr viel Wert auf waffentechnische Entwicklungen gelegt. Das römische Kurzschwert Gladius, stilistisch von den Kelten übernommen, war beispielsweise schon eine fortschrittliche waffentechnische Entwicklung, gut ausbalanciert, mit Griffschutz und hölzerner, lederbezogener Scheide, und das als Massenprodukt im 1. Jahrhundert.

Bei allen Kulturvölkern dieser Zeit gab es auch schon Schutzwaffen in Form von Schilden, Helmen und Körperpanzerungen aus Holz, Metall und Leder sowie allen Kombinationen aus diesen Materialien. Im Altertum entstanden auch die ersten schweren Kriegsgeräte in Form von Sturmleitern und Belagerungstürmen, welche dem Angriff auf Befestigungen dienten, sowie Wurfmaschinen und Feldgeschütze, die in der Lage waren, Steine, brennende Strohballen und schwere Pfeile zu verschießen.

Waffen am Ende der Spätantike: zwei Spathae, Sax und Speerspitze (von links nach rechts)

Am Beginn der römischen Kaiserzeit war die Bewaffnung der Germanen im Gegensatz zum römischen Militär leicht und beinhaltete kaum Panzerungen oder Helme. Die wichtigsten Waffen waren Speer beziehungsweise Lanze und Schild. Römische Legionäre waren typischerweise einheitlich gepanzerte Fußkämpfer, die von teilweise berittenen Hilfstruppen unterstützt wurden. Die Ausrüstung der römischen Armee wandelte sich am Ende der Kaiserzeit. Der römische Gliederpanzer war in der Spätantike wieder gänzlich durch Kettenhemden beziehungsweise Schuppenpanzer ersetzt worden. Im 3. und 4. Jahrhundert übernahmen Germanen vermehrt typisch römische Ausrüstungsgegenstände. Außerdem erfuhr das römische Heer durch die Aufnahme zahlreicher germanischer Krieger eine starke Germanisierung, was letztendlich dazu führte, dass in der Spätantike die Waffen von ranghohen Germanenkriegern kaum mehr von denen römischer Soldaten unterschieden werden können.[12] Seit Ende der römischen Kaiserzeit wurde auch das lange Schwert, genannt Spatha in größerem Stil eingesetzt, während der Gladius zunehmend verdrängt wurde. Die Spatha wurde auch schwerer und zunehmend als Hiebwaffe gebraucht. Auch Pfeil und Bogen kamen in der Spätantike wieder verstärkt zum Einsatz. Ein besonderes Wurfbeil, die Franziska wurde im 5. und 6. Jahrhundert vor allem von fränkischen Kämpfern verwendet, verschwand aber ab 600 n. Chr. wieder aus der Bewaffnung. Seit dem fortgeschrittenen 5. Jahrhundert trat bei germanischen Völkern neben die Spatha vor allem der Sax als kurzes, einschneidiges Hiebschwert.[13]

Typische Schutzwaffen der Spätantike waren neben Rundschilden mit Eisenbuckel auch Kettenhemden und Helme. Bei den Helmen waren am Beginn der Epoche vor allem Kammhelme im römischen Militär verbreitet, die später zunehmend durch Spangenhelme, Bandhelme und ab dem 6. Jahrhundert durch Lamellenhelme ersetzt wurden. Diese Helme wurden zunehmend auch von Germanen verwendet. Typisch für die Epoche sind insbesondere gepanzerte Reiter wie Kataphrakten. Als typische Waffe führten sie die sehr lange Contuslanze, die beidhändig geführt wurde. Aber auch gepanzerte, berittene Bogenschützen, die zusätzlich über Lanzen und Schwerter verfügten, kamen insbesondere im oströmischen Heer zum Einsatz. Diese Einheiten wurden von Prokop als besonders schlagfertig gelobt, vor allem während des Gotenkriegs.[14]

Das Truppenaufgebot der Steppenvölker wie Sarmaten, Hunnen und Awaren bestand in erster Linie aus Reitereinheiten. Dabei waren gepanzerte Lanzenreiter für Sarmaten typisch, während die hunnischen Krieger in der Regel leicht bewaffnet waren und den Gegner mit Pfeilsalven zermürbten, die sie vom Pferd aus abfeuerten. Dabei galt insbesondere der hunnische Reflexbogen als „Wunderwaffe“. Gepanzerte Lanzenreiter wurden auch in den Heeren der Sassaniden und in Anlehnung an östliche Vorbilder zunehmend in der römischen Armee eingesetzt. Steigbügel wurden vermutlich von den Awaren erstmals in größerem Stil verwendet.[15] Auch bei den germanischen Völkern, insbesondere den Goten, hatten die Reiterkrieger, die etwa in der Schlacht bei Adrianopel entscheidend zum Sieg beitrugen, einen hohen Stellenwert. Diese Art der Kriegsführung hatten die Ostgoten von den Reitervölkern nördlich des Schwarzen Meeres übernommen.[14]

Insgesamt glichen sich die Heere der „Barbaren“ und das römische Heer in der Spätantike einander an. Die Schlagkraft des spätrömischen Heeres war allerdings immer noch hoch.

Mittelalter

Hauptartikel: Bewaffnung und Ausrüstung mittelalterlicher Fußsoldaten

Waren im frühen Mittelalter noch typische Waffenformen der Spätantike im Gebrauch, wandelten sich diese zu den hochmittelalterlichen Waffen. So entwickelte sich aus der römisch-germanischen Spatha das klassische Ritterschwert. Gleichsam wandelte sich der hölzerne Rundschild mit Eisenbuckel über ovale Formen zum dreieckigen Schild aus Holz oder Metall. Die Reiterlanze wurde im hohen Mittelalter unter den Arm geklemmt und – anders als der Wurfspeer – nicht mehr in der erhobenen Hand geführt. Im späten Mittelalter kamen Schwerttypen auf, die man beidhändig führte, z. B. Anderthalbhänder, sogenannte Lange Schwerter und schließlich Zweihänder. Aber auch spezialisierte Stangenwaffen wie die Hellebarde fanden immer weitere Verbreitung.

Katapult (Replikat)

Im Mittelalter wurden Waffen schon unter industriellen Bedingungen gefertigt. Geachtet wegen ihres kunstvollen Handwerks, zogen Waffenschmiede ähnlich wie Landsknechte von Dienstherr zu Dienstherr und verkauften ihre Leistungen. Teilweise führten Waffenschmiede dabei ihre Halbzeuge mit sich, die dann zu besonderen Waffen nach den Erfordernissen ihrer Abnehmer fertiggestellt wurden. In Vorbereitung von Feldzügen wurden Waffen in großen Mengen benötigt und von Waffenschmieden in Fertigungsketten hergestellt. So arbeiteten Verhüttung und Eisenerzeugung, Schmiede und Schleiferei Hand in Hand, hinzu kamen noch Holz und andere Materialien verarbeitende Gewerke hinzu. Die Entwicklung von Kriegsmaschinen und Belagerungsgeräten wie Katapulten und Schleudern wurde bis zur Verwendung des Schießpulvers weiter betrieben.

Auch die Entwicklung von Schutzwaffen wie Körperpanzerungen wurde bis zu einem gewissen Grad der Unsinnigkeit weiter betrieben; so gab es Rüstungen, die ihre Träger trotz guter Physis im Einsatz schlicht überforderten. Bei dem großen Bedarf an Soldaten und Waffen in dieser kriegerischen Epoche der Menschheit wurde auch gerne auf Bauern und Landarbeiter zur Auffüllung der Armeen zurückgegriffen und mangels ausreichender Bestände an Waffen – und zum Teil auch wegen der Unfähigkeit der einfachen Leute, mit diesen Waffen umzugehen – bewaffnete sich das Landvolk mit dem, was zur Verfügung stand; hölzerne Mistgabeln, Dreschflegel, Sensen, Knüppel, Beilen und Äxten.

Eine weitere Entwicklung fand in der Hauptsache bei den Bogenwaffen statt. Die Doppel- und Hornbogen, die sich noch im Altertum großer Beliebtheit erfreuten, wurden von gut durchdachten Konstruktionen mit höherer Federwirkung und damit besserer Energieausnutzung verdrängt. Armbrüste (der Begriff kommt von ‚Arcuballista‘ und hat weder mit Arm noch mit Brust etwas zu tun) verschiedener Entwicklungsstufen eroberten sich wegen der hohen Durchschlagskraft einen vorderen Platz in der Beliebtheitsskala, weil sie in der Lage waren, Körperpanzerungen zu durchschlagen, aber vor allem, weil die Anlernzeit für einen Armbrustschützen wesentlich kürzer war als die für einen Langbogenschützen. Später wurden die Armbruste durch Feuerwaffen verdrängt.

Die Erfindung des Schwarzpulvers (Anfang des 13. Jahrhunderts) hielt sehr bald Einzug in die Waffenentwicklung. Recht früh wurden primitive Handrohre eingesetzt. Jedoch war die neue Technik noch schwer zu handhaben, so dass es noch einmal ein gutes Jahrhundert brauchte, um effiziente Feuerwaffen zu entwickeln und schließlich die Verdrängung bisher genutzter Waffen einzuleiten.

Frühe Neuzeit

Kanone auf Lafette

Mit dem Ende des Mittelalters änderte sich, bedingt durch die Weiterentwicklung der Feuerwaffen, auch die Art der Kriegsführung. Das Rittertum verschwand zugunsten neuer militärischer Strategien, die auf den neuen Waffen beruhten. Der Kampf Mann gegen Mann wurde nach und nach durch die Verwendung von Distanzwaffen überholt. Die Artillerie gewann auf dem offenen Schlachtfeld an Bedeutung. Die Vielzahl der verfügbaren mobilen und stationären Kanonen und Mörser in verschiedenen Kalibern und für die verschiedenen Einsatzzwecke war kaum überschaubar.

Die Waffenhersteller dieser Zeit und im Besonderen die Kanonengießer mussten wegen der schon zur Verfügung stehenden beträchtlichen Energien besondere Sorgfalt auf ihre Arbeit verwenden. So war es üblich, dass Kanonengießer beim ersten Schuss einer von ihnen gefertigten Kanone daneben standen, um so ihr Vertrauen in die Qualität ihrer Arbeit zu demonstrieren. In diese Zeit fällt auch die Entwicklung gezogener Läufe von Schusswaffen sowie die Entwicklung von Zündsystemen bei Handfeuerwaffen vom Luntenschloss zum Steinschloss.

Um die bis zur vermehrten Nutzung von Feuerwaffen üblichen Spieße gegen Kavallerie aber auch Infanterie im Nahkampf zu ersetzen, wurden die Schusswaffen mit einem Bajonett ausgestattet. Der Infanterist konnte damit im Karree dem Angriff der Kavallerie begegnen und diesen abwehren.

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert änderte sich aber nicht nur der Einsatz von Waffen bei militärischen Konflikten, sondern auch bei persönlichen Auseinandersetzungen. Adlige und besser gestellte Bürgerliche verwendeten Blankwaffen bei Auseinandersetzungen, wohingegen Bauern und die ländliche Bevölkerung bei Auseinandersetzungen auf Gegenstände des täglichen Gebrauchs, z. B. Messer und Beile, zurückgriffen. Nach und nach änderte sich dieses Bild, und bei Duellen und anderen Auseinandersetzungen wurden vermehrt Schusswaffen eingesetzt, zunächst bei Adligen und Militärangehörigen, dann auch in studentischen Kreisen.

19. Jahrhundert

Repetiersystem M96

Mit dem 19. Jahrhundert begann das Zeitalter der modernen Waffen. Die waffentechnische Entwicklung schritt rasant voran und reichte von der Entwicklung der ersten Feuerwaffen mit Perkussionsschloss bis zur Einführung der ersten Hinterladergewehre, teilweise auch schon mit Magazin. Die leistungsfähigeren Gewehre änderten die Kriegsführung. So wurden beim Deutsch-Dänischen Krieg 1864 und dem Amerikanischen Bürgerkrieg 1861–1865 schon in Schützengräben gekämpft. Feuergeschwindigkeit, Reichweite und Präzision konnten enorm gesteigert werden. Beim Hinterladergewehr war das Laden im Liegen möglich, was zusammen mit dem neuartigen rauchschwachen Pulver die Tarnung erheblich verbesserte. Die Einführung des Maschinengewehrs Ende des 19. Jahrhunderts sollte die Kriegsführung noch massiver ändern.

Auch in der Seekriegsführung änderte sich vieles. Kämpften bei der Schlacht von Trafalgar 1805 noch Segelschiffe gegeneinander, so standen sich 1862 bei der Schlacht von Hampton Roads dampfgetriebene Panzerschiffe gegenüber. Die Kanonen dieser Panzerschiffe stammten jedoch noch aus der Zeit der hölzernen Segelschiffe, so dass keine Partei die Panzerung durchdringen konnte. Die nachfolgende Generation der Schiffsgeschütze wurde daraufhin entwickelt.

Auch in der Luft wurden die ersten Waffen eingeführt. Die Luftschiffertruppen des deutschen Kaiserreichs wurden bereits 1884 als Versuchsabteilung aufgestellt.

20. Jahrhundert

Thompson M1928

Das 20. Jahrhundert brachte vor allem durch die Einführung von Massenvernichtungswaffen (ABC-Waffen) einen großen Sprung in der technologischen Entwicklung von Waffen. Auch wenn bei den herkömmlichen Waffen viele Grundlagen bereits im 19. Jahrhundert gelegt wurden, so trieben weitere Kriege wie die beiden Weltkriege, der Korea- und Vietnamkrieg, der Kalte Krieg und der Zweite Golfkrieg viele entscheidende Entwicklungen weiter voran und perfektionierten sie. Dafür wurde die allgemeine technische Entwicklung in den Bereichen der Metallurgie, Materialbearbeitung, Elektrotechnik und Elektronik genutzt.

Die vielen Kriege des Jahrhunderts boten den Waffenentwicklern aller Industriestaaten eine geeignete Plattform, um ihre Erzeugnisse von den Militärs testen zu lassen. Nur so ist zu verstehen, dass die waffentechnische Entwicklung dieses Jahrhunderts vom Doppeldeckerflugzeug zu Weltraumwaffe, von der 4-kg-Bombe mit Aufschlagzünder bis zur Neutronenbombe und von der V2-Rakete bis zum GPS- und computergesteuerten Marschflugkörper ging.

21. Jahrhundert

Unbemannte, bewaffnete Drohne MQ-9
Armed Robotic Vehicle-Assault-Light, unbemanntes mit Panzerabwehrlenkwaffen und einem MG ausgerüstetes Roboterfahrzeug

Im militärischen Bereich steigt die Zahl der „asymmetrischen Kriege“ und stellt die Streitkräfte vor neue Herausforderungen. Stand bis Ende des 20. Jahrhunderts noch das „Gefecht der verbundenen Waffen“, also das Zusammenwirken verschiedener Waffen auf einem Gefechtsfeld, im Vordergrund, so gibt es nunmehr vermehrt Guerilla- und Bürgerkriege sowie terroristische Bedrohungen, welche den Schwerpunkt auf räumlich eng begrenzte Gebiete, den Häuserkampf und die Sicherung von Objekten legen.

Mit Programmen wie Future Force Warrior (USA), FIST (UK), FÉLIN (FRA) oder Infanterist der Zukunft (IdZ, Bundeswehr) versucht man, Soldaten in diesem neuen Umfeld nicht nur besser zu schützen, sondern auch mit neuen Waffen auszurüsten. Im Vordergrund stehen dabei kombinierte Waffen aus Gewehr und Granatwerfer sowie neue, noch wirksamere Munition. Waffen wie Blendwaffen, die zwar nicht tödlich sind, aber zur Erblindung oder zu übermässig großem Leid führen können, sind nach der Haager Landkriegsordnung hingegen verboten.

Präzisionsgelenkte Munition wird, im Zuge der immer leistungsfähigeren Elektronik, vermehrt eingesetzt. Während im Zweiten Golfkrieg (1990) nicht mal 10 Prozent der Fliegerbomben präzisionsgelenkt waren, waren es im Irakkrieg (2003) schon etwa 70 Prozent.[16]

Es gibt ein klares Bestreben, Soldaten immer mehr aus dem Kampfgeschehen herauszuziehen. Diesen Trend unterstützen neben fortschreitender Automatisierung autonome Systeme. Es halten immer mehr Kampfroboter und Drohnen ihren Einzug in die Arsenale und ermöglichen es, von einem Befehlsstand aus ohne Gefahr für die Soldaten Aufklärung zu betreiben oder gegnerische Streitkräfte anzugreifen. Gleichzeitig sind dagegen ärmere Länder immer noch mit Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg oder der unmittelbaren Nachkriegszeit ausgestattet.

Aktuelle Waffensysteme sind meist so konstruiert, dass sie verschiedene Einsatzmuster erfüllen können und so mit einem System mehrere andere Systeme ersetzt werden. Dieses erleichtert auf der einen Seite die Logistik, erhöht aber auf der anderen Seite die Komplexität und damit auch den Preis der Systeme. Beispielsweise sind die F-15, die F-16, der Eurofighter und die Dassault Rafale sowohl als Jagdflugzeug als auch als Jagdbomber einsetzbar. Dies dient unter anderem auch der Kostenreduzierung.

Im polizeilichen und privaten Bereich können Schusswaffen in Zukunft mit elektronischen Sicherungen ausgestattet werden, die nur den rechtmäßigen Benutzer einen Schuss abfeuern lassen. Ebenso halten technische Innovationen wie elektronische Abzugsysteme ihren Einzug in die Serienproduktion.

Waffenkategorisierung

Eine allgemeingültige und vereinheitlichte Kategorisierung zu Waffen gibt es nicht. Unterscheidungen werden nach Einsatzgebiet, Wirkung, Verwendung, Herkunft, Zweck und vielen anderen Kriterien getroffen.

Unterschieden werden beispielsweise Nahkampfwaffen und Fernwaffen.

Zu den Nahkampfwaffen gehören

Schlagwaffen (z. B. Schlagstock),
Hieb- und Stichwaffe (z. B. Dolch, Degen, Rapier).

Die Fernwaffen werden unterschieden in

Wurfwaffen, (z. B. Speer),
projektilverschießende (ballistische) Waffen,
Raketenwaffen und die bislang seltenen Energiewaffen.

Projektilverschießende Waffen sind

Bogenwaffen,
Schleuderwaffen,
Druckluftwaffen,
Feuerwaffen und
Magnetfeldwaffen.

Im militärischen Bereich wird gegebenenfalls Nah- und Fernwaffen unterschieden als

Gefechtsfeldwaffen, deren Wirkung im Sichtbereich erzielt wird, zählen zu den Nahwaffen (z. B. leichte und mittelschwere Infanteriewaffen).
Waffen, die ihre Wirkung außerhalb des sichtbaren Bereichs erzielen, zählen zu den Fernwaffen (z. B. Artillerie- oder Raketenwaffen).

Es wird auch nach der Wirkung der Waffen unterschieden, z. B. Brandwaffe, Explosionswaffe oder Massenvernichtungswaffe.

Weitere Unterscheidungen werden nach Verwendung, z. B. Reiterbogen, Scharfschützengewehr, Sportpistole, Flugabwehrrakete etc. getroffen.

Ein Kategorisierung nach ausschließlich technischen Gesichtspunkten, wie sie von Ingenieuren und Technikern vorgenommen wird, hat den Vorteil der geringsten Schnittmengen innerhalb eines Unterscheidungsgebiets. Als Beispiel dafür dient die Liste der Waffenkategorien des Wikipedia-Waffenportals.

Waffengebiete

Waffen werden auf vielfältige Art verwendet. Die Grenzen zwischen den verschiedenen Waffengebieten sind fließend und werden von nationalen Waffengesetzen auch unterschiedlich definiert.

Gebrauchswaffen

Selbstladende Pistole Glock 23

Als Gebrauchswaffen werden Waffen des täglichen Gebrauchs von Bediensteten staatlicher, halbstaatlicher und privatrechtlicher Organisationen, Institutionen oder Einzelpersonen bezeichnet, die nicht dem Zweck der Kriegsführung unterliegen und somit nicht den Kriegswaffen zuzuordnen sind. Bei den Gebrauchspistolen kann es durchaus zu Überschneidungen der Zuordnung kommen. Gebrauchswaffen können beispielsweise Handfeuerwaffen, nicht tödliche Waffen oder Hiebwaffen sein. Wichtige Kriterien für diese Waffen sind eine sichere Bedienung und schnelle Einsatzbereitschaft, ein geringes Gewicht sowie eine sichere Funktion auch unter widrigen Bedingungen (z. B. Frost, Schlamm).

Jagdwaffen

Jagdflinte

Hauptartikel: Jagdwaffe

Als Jagdwaffen werden alle Waffen bezeichnet, die speziell für die Bedürfnisse der Jagd entwickelt, gefertigt oder modifiziert wurden. Grundsätzlich gibt es Blankwaffen und Feuerwaffen. Hauptsächlich werden heute Schusswaffen zur Jagd verwendet. Jagdwaffen dienen in erster Linie zur Jagd auf Wildtiere unter waidmännischen Gesichtspunkten, das heißt, das bejagte Wild soll schnell, schonend und – für das Tier – leidensfrei erlegt werden. Aus diesem Grund ist der Gebrauch von Waffen, die diese Kriterien aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen, in einigen Ländern verboten oder wird teilweise von der Jägerschaft als bedenklich eingestuft (z. B. Bogen, Armbrust, Saufeder etc.). Da viele Jagden auch ein gesellschaftliches Ereignis waren und sind, handelt es sich bei Jagdwaffen oft um entsprechend aufwendige Konstruktionen, denen man den Wohlstand ihres Besitzers ansehen soll. So werden bei vielen Jagdgewehren für den Schaft edle Hölzer (z. B. Wurzelholz) verwendet, Metallteile werden mit jagdlichen Motiven graviert, welche durch Edelmetalle hervorgehoben werden. So reicht das Preisspektrum bei Jagdflinten von rund 300 Euro bis über 30.000 Euro.

Jagdwaffen sollen u. a. die Jagd auf verschiedene Arten von Tieren ermöglichen. Deswegen werden unter anderem mehrläufige kombinierte Waffen eingesetzt. Dabei handelt es sich um Gewehre mit unterschiedlicher Art und Kaliber, die es ermöglichen, ein jeweils angemessenes Kaliber zu verwenden. Also z. B. ein Flintenlauf für Schrot, ein Kugellauf größeren Kalibers für Hochwild und gegebenenfalls ein Kugellauf (auch als Einstecklauf) kleineren Kalibers für kleines Raubwild, z. B. Marder.

Kriegswaffen

Leopard 2A5 Panzer der Bundeswehr

Per Definition sind Kriegswaffen alle Waffen, die in einem Krieg zum Einsatz kommen können. Sie sind zum Angriff oder zur Verteidigung bestimmt.

Bei den technischen Mitteln wird auch zwischen Offensiv- und Defensivwaffen unterschieden. Diese Unterscheidung fällt schwer, da die meisten Waffen sowohl zum Angriff als auch zur Verteidigung genutzt werden können. Beispielsweise sind Boden-Boden-Raketen typische Offensivwaffen, da diese sich nicht oder nur sehr bedingt zu Verteidigungsgefechten einsetzen lassen. Eine Boden-Luft-Rakete ist hingegen der typische Vertreter einer Defensivwaffe. Letztlich werden die Begriffe Offensiv-/Defensivwaffe über die angewandte Taktik und über den Einsatzort definiert.

Nur in geringem Umfang und nach Ausschöpfung aller Mittel zur Schonung menschlicher Ressourcen, werden in modernen Kriegen militärische Waffen im Kampf „Mann gegen Mann“ zum Einsatz gebracht. Im Allgemeinen richten sich militärische Waffen gegen unterschiedlich große Einheiten von gegnerischen Soldaten, Gerät und/oder gegen die Zivilbevölkerung und Infrastrukturen des Gegners sowie dessen Ressourcen. Auch wenn sich eine Waffe gegen ein militärisches Fahrzeug richtet, hat ihr Einsatz oft tödliche Folgen für die Besatzung.

Atompilz über Nagasaki

Eine Besonderheit stellt im militärischen Bereich die Unterteilung in taktische und strategische Waffen dar. Taktische Waffen dienen in erster Linie der Vorteilsgewinnung im engeren oder weiteren Gefechtsfeld, also bei der direkten oder indirekten Bekämpfung militärischer Einheiten; so werden beispielsweise Seeminen eingesetzt, um Passagen in Seegebieten zu behindern oder auf bestimmte, kontrollierbare Routen einzuschränken, was dem Anwender dieser Waffen einen taktischen Vorteil verschaffen soll. Taktische Nuklearwaffen überschreiten zum Teil schon die Schwelle zu den strategischen Waffen. Strategische Waffen sind Hauptbestandteil militärischer Strategien, die in groben Zügen schon lange vor militärischen Auseinandersetzungen dem potentiellen Gegner bekannt sind und somit zum Einschüchterungs- oder Abschreckungspotentials gehören. Sie können, eingesetzt oder nicht, schon lange vor dem Einsatz taktischer Waffen ihre Wirkung zeigen. Im Kalten Krieg hielt das Gleichgewicht des Schreckens die Atommächte davon ab, mit Kernwaffen einen Krieg zu beginnen. Der Einsatz strategischer Kernwaffen ist bis heute nur in Form der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erfolgt.

Wenngleich ein nuklear geführter Dritter Weltkrieg bislang ausblieb, verlagerte sich die Auseinandersetzung auf Stellvertreterkriege und regionale bewaffnete Konflikte mit asymmetrischer Kriegführung mit Millionen von Toten, zum Teil bewirkt mit einfachsten Handwaffen (Äxte, Macheten) wie etwa 1994 im Völkermord in Ruanda. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind mehr Menschen durch scheinbar veraltete Waffen ums Leben gekommen als durch Systeme der modernsten Entwicklung. So ist das Kalaschnikow-Sturmgewehr in weiten Teilen der Dritten Welt eine zeitgemäße Waffe, da es sich auch unter erschwerten Bedingungen herstellen bzw. nachbauen und reparieren lässt.

Bis vor etwa 200 Jahren wurden fast alle tragbaren Waffen und auch viele Werkzeuge, vor allem bei Aufständen, als Kriegswaffe eingesetzt. Erst mit dem verbreiteten Einsatz von Handfeuerwaffen änderte sich dies. Hieb- und Stichwaffen verloren immer mehr ihren Wert, und Pistolen und Gewehre, als persönliche Ausrüstungsgegenstände der Soldaten (Ordonnanzwaffen), wurden speziell für den Kriegseinsatz konzipiert. So gab es z. B. besonders kurze Gewehre (Karabiner) für die Kavallerie.

Großgeräte waren schon sehr viel früher speziell für den Einsatz als Kriegswaffe entwickelt worden. Antike Katapulte, Speerschleudern oder Belagerungstürme hatten nur einen Einsatzzweck, nämlich den Krieg. Auch moderne Geschütze und die meisten mittleren und schweren Maschinengewehre zählen zu den Großgeräten. Der Transport und die Bedienung solcher Kriegswaffen erfordert mehrere Personen, deshalb bezeichnet man sie als „crew-served weapons“ (engl. für „mannschaftsbediente Waffen“).

Mit der industriellen Revolution änderten sich auch die Waffen weiter. Weitreichende Kanonen, automatische Feuerwaffen sowie Torpedos und Raketen fanden ihren Weg in die Arsenale. Die Industrienationen setzen in den letzten Jahrzehnten vermehrt auf hochtechnisierte Waffensysteme. Ärmere Länder setzen hingegen oft Waffen ein, die noch der Technik des ersten oder Zweiten Weltkriegs entsprechen.

Das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz grenzt Kriegswaffen im Wesentlichen auf ABC-Waffen, militärische Großgeräte, vollautomatische Waffen sowie Minen ein.

Viele Waffen zielen dabei nicht direkt auf das Töten eines Gegners ab. Dies nicht nur aufgrund verschiedener internationaler Übereinkommen, sondern auch, weil Verletzte die Logistik des Kriegsgegners stark belasten. Zudem kann z. B. eine in großer Höhe gezündete Kernwaffe durch einen elektromagnetischen Impuls über tausende von Quadratkilometern sämtliche elektronischen Bauteile zerstören. So werden auch Fahrzeuge, elektronisch gesteuerte Waffensysteme und so weiter unbrauchbar.

Viele Staaten haben sich im Kriegsvölkerrecht dazu entschlossen, nicht alle technisch möglichen Waffen in Kriegen zu verwenden. So verbietet z. B. das Genfer Protokoll chemische Waffen. Auch andere Waffen die unnötige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken (keine Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilbevölkerung) gehören zu den geächteten Kriegsmitteln.

Kult-, Prunk-, Zeremonial- und Statuswaffen

Dekorativer Zeremoniensäbel zur Uniform

Diese Art von Waffen zeichnet sich durch äußere dekorative Gestaltung aus. Sie werden besonders sorgfältig oder vergrößert hergestellt, sie erhalten Verzierungen oder es werden wertvolle Materialien z. B. Elfenbein verwendet. Dadurch kann durchaus der Kampfwert eingeschränkt werden, so dass eine Verwendung als Kampfwaffe nicht mehr angestrebt wird. Eine Statuswaffe soll den sozialen Status oder Macht des Trägers signalisieren und ihn in der Masse erkennbar machen. Da diese Waffen vielfach in Zeremonien oder Paraden verwendet werden, ist eine Trennung nach Kult-, Prunk- und Statuswaffen in der Regel nicht möglich.[17] Der technische Fortschritt und Änderungen in der Taktik können dazu führen, dass einst aktiv genutzte Waffen eine neue symbolische Funktion als Standes- und Zeremonialwaffen bekommen. Diesen Bedeutungswandel gab es bei Schwertern oder Streitkolben,[18] aber auch bei manchen Schusswaffen. So nutzt das deutsche Wachbataillon den Karabiner 98k aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.[19]

Große Zeremonialwaffen sind auf prähistorischen Felszeichnungen dargestellt, was davon zeugt, dass imponierendes Präsentieren von Waffen eine sehr alte menschliche Verhaltensweise ist.[20]

Siehe auch: Hochzeitsdegen

Nicht-tödliche Waffen

Einsatz von Pfefferspray

Hauptartikel: Nicht-tödliche Waffe

Waffen für die Selbstverteidigung von Zivilpersonen, zur Aufruhrkontrolle und zur Hilfe bei Festnahmen sind sehr oft nicht-tödliche Waffen. Ihre Wirkung erreichen sie dabei durch den Einsatz von Mitteln, die als sehr unangenehm empfunden werden oder welche die Handlungsfähigkeit extrem einschränken.

Für den persönlichen Gebrauch werden hierbei insbesondere Elektroimpulswaffen und Reizgassprühgeräte (oft auch als Reizgaspistole) angeboten.

In diesen Bereich gehören aber auch zum Beispiel Wasserwerfer, Tränengas- oder CS-Granaten und Verneblungsgeräte. Außerdem findet in großkalibrigen Schusswaffen teilweise Spezialmunition Verwendung. Diese soll einen Gegner markieren oder aber umwerfen.

Neue Ansätze fand man in der Verwendung von expandierenden, klebrigen Substanzen (ähnlich Isolierschaum) sowie besonders rutschigen Mitteln (ähnlich Spülmittel). Aber auch alte Ideen, wie beispielsweise das Werfen von Netzen, kommen wieder in Gebrauch.

Neuentwicklungen im elektronischen/akustischen Bereich sind unter anderem Mittel wie das Active Denial System oder das Long Range Acoustic Device (LRAD). Neue nicht-tödliche Waffen verwenden zum Beispiel niederfrequente Töne, Schallwellen, Mikrowellen und so weiter, um Angreifer außer Gefecht zu setzen. Blendwaffen verwenden Licht.[21]

Auch als „nicht tödlich“ eingestufte Waffen können bei unsachgemäßer Anwendung (z. B. zu geringer Abstand, Überdosierung etc.) letale Wirkung zeigen. Personen mit körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen tragen als Ziel der Anwendung dieser Waffen ein erhöhtes Risiko.

Sammlerwaffen

Sammlerwaffe – Bayerisches Trachtenmesser

Sammlerwaffen sind ein Ausdruck des technologischen und künstlerischen Schaffens der Epoche, in welcher sie hergestellt wurden.

Als erste industriell hergestellte Werkzeuge üben sie oft eine Faszination aus. Da sie in weiten Bereichen gesetzlichen Beschränkungen unterliegen, sind sie auch etwas, „das nicht jeder hat“. Insbesondere Polizei- und Militärwaffen sind dabei Kulturgüter, mit denen unmittelbar Geschichte geschrieben worden ist, auch wenn dies immer kritisch unter dem Gesichtspunkt von Gewalt zu sehen ist.[22]

Viele Waffen wurden und werden auch unter rein ästhetischen Merkmalen hergestellt und sind in erster Linie als Kunstobjekt zu sehen.

In Deutschland können dabei einschüssige Schusswaffen, die nicht für Metallpatronen eingerichtet sind, vor dem Entwicklungsjahr 1871 frei erworben werden, sofern der Erwerber das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Waffensammlungen sind meist nach geographischen oder geschichtlichen Merkmalen, Verwendungszweck, Hersteller oder technischen Merkmalen geordnet.

Schutzwaffen

Sonderschutzfahrzeug des Typs Mercedes-Benz W 126 nach Beschuss

Hauptartikel: Schutzwaffe

Gegenstände, die zu einem Angriff oder zu einer Verletzung nicht geeignet sind, aber vor Verletzungen schützen, werden in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Jahr 1989 als Schutzwaffe oder passive Waffe bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise schnittfeste Handschuhe und Kleidung, Schutzwesten und Panzerungen.

Sportwaffen

Schießen mit der Sportarmbrust

Hauptartikel: Sportschießen

Sportwaffen sind meist für sportliche Belange optimierte und nicht selten nur eingeschränkt für die Anwendung von Gewalt nutzbare Waffen. Die Jagd oder ein Kampf werden mit diesen Waffen abstrahiert oder simuliert. Teilweise ist auch gar kein Zusammenhang mehr mit diesen historisch begründeten Anwendungsgebieten mehr gegeben und rein sportliche Aufgabenstellungen dominieren die entsprechende Disziplin.

Bei Sportwaffen ist es das Ziel, einen oder mehrere der folgenden Punkte im sportlichen Wettkampf zu optimieren:

Präzision (Schießsport)
Schnelligkeit (Fechten)
Weite (Speerwurf)

Bei einigen olympischen Disziplinen werden Waffen eingesetzt, die den meisten Menschen als solche gar nicht mehr bewusst sind, hierzu gehören der Speer und der Diskus. Im Sport wird bei diesen Waffen auch nicht mehr der eigentliche Zweck in der Handhabung verfolgt, wie die Jagd auf Wild oder die Bekämpfung eines Gegners. Vielmehr ist ausschließlich die Erreichung größtmöglicher Weite, bei fehlerfreier Anwendung, das Ziel des Wettkampfes.

Hieb- und Stichwaffen werden z. B. beim Fechtsport verwendet. Als Sportwaffe sind sie in der Regel weder scharf noch spitz und verfügen stattdessen meist über elektrische Kontakte zu Ermittlung von Treffern. Anders ist dies bei Korb- und Glockenschläger, die bei der Mensur verwendet werden. Bei diesen Hiebwaffen handelt es sich ebenfalls um Sportwaffen, sie werden jedoch scharf geschliffen. Im Gegensatz dazu wird in anderen Sportarten teilweise, vor allem im Bereich der asiatischen Kampfsportarten, sogar mit gepolsterten Waffen gekämpft.

Bei den Bogenwaffen haben neue Techniken Einzug gehalten. Sogenannte Compound-Bögen erreichen eine hohe Leistung bei relativ geringem Kraftaufwand.

Sportpistole Walther GSP, mit Wechselsystem

Viele Schusswaffen, wie z. B. die Walther GSP, haben ein deutlich sportliches Aussehen (Schichtholz, bunt etc.) und damit nur eine geringe Drohwirkung. Oft sind Sportwaffen durch spezielle Griffe, Visierungen und Anbauteile (Gewichte, und so weiter) außerdem so unhandlich, dass sie nur schwerlich in einer Hose oder im Holster getragen werden könnten. Andere Schusswaffen, wie z. B. die SIG P210 haben das Aussehen von Militärwaffen (im Fall der Ordonnanzwaffen-Disziplinen) oder von Gebrauchswaffen (im Fall vieler Großkaliberpistolen- und Revolver-Disziplinen), zum Teil können diese Waffen ebenfalls für das sportliche Schießen optimiert sein, nur sind diese Änderungen meist weniger auffällig.

Als Munition für Sportwaffen werden oft Kleinkaliberpatronen oder speziell für das sportliche Schießen optimierte Munitionssorten verwendet. Aber auch bei leistungsstarken Kalibern wird das Geschoss im Hinblick auf optimale Flugeigenschaften und Trefferanzeigegenauigkeit, aber nicht auf seine Zielwirkung hin ausgewählt; Ausnahmen bilden da gegebenenfalls sogenannte Steel-Challenges, bei denen metallische Ziele umgeworfen werden müssen oder auch das so genannte Bowling-Pin-Schießen, bei dem Bowling-Kegel (Pins) zu Fall gebracht werden. In jedem Fall wird bei sportlich verwendeter Munition, im Gegensatz zu militärisch verwendeter Munition, weitestmöglich auf die Umweltverträglichkeit, z. B. der Geschossmaterialien geachtet.

Spielzeugwaffen

Softairwaffe

Bei den Spielzeugwaffen handelt es sich um meist aus Kunststoff produzierte Nachbildungen echter Waffen oder von fiktiven Waffen (beispielsweise aus Science-Fiction-Filmen). Oft werden sie in auffälligen Farben gestaltet und verfügen über Geräusch-Effekte. Die am meisten erhältlichen Waffen sind Bögen, Messer und Schwerter, Knall-Pistolen sowie Erbsen- und Wasserpistolen.

Die von diesen Waffen ausgehende reale Gefahr ist gering, da die Waffen entweder aus weichen Materialien hergestellt sind oder nur eine geringe Energie abgeben.

Eine Gefahr besteht, je nach Entfernung oder Sichtverhältnissen, in der Verwechslung mit realen Waffen, was zu Fehlentscheidungen und damit verbundenem, irrtümlichem Waffeneinsatz von Polizei und Sicherheitskräften führen kann.

Dekorationswaffen

Als Dekoration und Gebrauchsgegenstand gibt es eine Vielzahl von Produkten, die in Form einer Waffe angeboten werden. Dieses fängt beim Schlüsselanhänger an und geht bis zum Feuerzeug in Granatenform.

Des Weiteren gibt es Hieb- und Stichwaffen bzw. unbrauchbar gemachte Schusswaffen, oder nicht schussfähige Nachbauten von Waffen, welche gerne als Wanddekoration benutzt werden.

Seit dem 8. April 2016 gilt EU-einheitlich die EU Durchführungsverordnung 2015/2403 zur Deaktivierung von Waffen, die eine erneute Reaktivierung – ähnlich den früheren deutschen Bestimmungen – unmöglich machen soll.[23]

Film- und Theaterwaffen

Hauptartikel: Film- und Theaterwaffe

Film- und Theaterwaffen sind modifizierte echte Waffen, die äußerlich unverändert bleiben, deren innere Technik entweder entfernt oder anschließend so manipuliert wurde, dass die Herstellung einer erneuten Funktionstüchtigkeit erschwert oder unmöglich gemacht wird. Zur Gruppe der Theaterwaffen zählen auch Waffenreplikate sowie fiktive als Requisiten verwendete Waffen, die ungefährlich sind. Den Begriff „Theaterwaffe“ gab es nach den alten gesetzlichen Bestimmungen nicht, die beim Theater oder Film verwendeten Waffen fielen unter die Bestimmung des WaffG zu Salutwaffen.

Kulturelle Rezeption

Waffen spielen in vielen Geschichten und Sagen eine wichtige Rolle, z. B. beim Apfelschuss-Motiv, unter anderem bei Wilhelm Tell, oder die Schleuder beim Kampf Davids gegen Goliat. Manche Waffen werden dabei mit mythischen Fähigkeiten ausgestattet z. B. das Schwert Excalibur.

Auf Wappen abgebildete Waffensymbole zeugen oft von kriegerischer Vergangenheit. Auch moderne nationale Flaggen enthalten diese Symbole und deuten auf einen kriegerischen Hintergrund der Staatsgründung hin.

Im Mittelalter veranstalteten viele Städte Waffenübungen für die Bevölkerung, damit diese im Verteidigungsfall reguläre Truppen unterstützen konnte. Aus diesen Waffenübungen leiten sich die Schützenfeste ab.

In den modernen Massenmedien (Kino und Fernsehen) werden Waffen und ihr Einsatz hauptsächlich durch Actionfilme thematisiert. Dabei ist der Einsatz oft realitätsfern dargestellt, sei es übersteigert (z. B. von Geschossen getroffene Personen werden durch die Luft geschleudert) oder verharmlosend (z. B. exzessive Feuergefechte ohne Verletzte). Seit den 1980ern wird diese unrealistische Darstellung in ähnlicher Weise von Computeractionspielen übernommen.

Siehe auch

 Portal: Waffen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Waffen
Liste der Listen der Hieb-, Stich-, Schlag- und Stoßwaffen
Kalte Waffe, Ehrenwaffe

Literatur

David Harding, Waffenenzyklopädie: 7000 Jahre Waffengeschichte, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02894-4.
Terry Gander, Peter Chamberlain Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945 Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02481-6.
Alexander Lüdeke, Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg, Parragon, 2007, ISBN 978-1-4054-8584-5.
A. E. Hartink, Michael Störmer, Messer-Enzyklopädie, Edition Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2002, ISBN 978-3-89555-078-2.
Frank C. Barnes: Cartridges of the World. A Complete and Illustrated Reference for Over 1500 Cartridges., Krause Publications, Iola (Wisconsin) 2009, ISBN 978-0-89689-936-0.
Beat Kneubuehl: Geschosse. Band 2: Ballistik, Wirksamkeit, Messtechnik. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-7276-7145-9.
Karl T. von Sauer: Grundriß der Waffenlehre, Band 2, Cotta, 1876 (Band 2 Hauptsächlich mit vielen Abbildungen online)

Weblinks

 Commons: Kategorie:Waffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Waffe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Waffen – Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Waffe – Zitate

Waffengeschichte

Waffen der preußischen Armee, 17., 18. und 19. Jahrhundert

Sonstiges

Kriegswaffenliste des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen
Linkkatalog zum Thema Waffen bei curlie.org (ehemals DMOZ)

Einzelnachweise

↑ Kim Zetter: An Unprecedented Look at Stuxnet, in: Wired 11.03.14 [1]

↑ Franz Kiener: Das Wort als Waffe. Zur Psychologie der verbalen Aggression. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1983, ISBN 3-525-01406-6. (online)

↑ Friedrich-Wolf-Gesellschaft

↑ Waffengesetz

↑ Sprengstoffgesetz

↑ Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen

↑ Strafgesetzbuch

Tödlicher Irrtum: Polizei erschoss 14-Jährigen wegen Spielzeugwaffe. Auf: Spiegel online. 6. September 2002.

↑ OFF Company: Bedeutung des Krumdolches (Memento vom 14. Januar 2009 im Internet Archive)

↑ Matthias Pfander: Ein Schweizer hat sie konstruiert: Die kleinste Waffe der Welt. Blick.ch.

↑ Niels Johannsen, Davor Löffler, John McGraw: Waffengeschichte. In: Gerd Jüttemann (Hrsg.): Entwicklungen der Menschheit. Humanwissenschaften in der Perspektive der Integration. Pabst, Lengerich 2014, ISBN 978-3-95853-004-1, S. 191–199. 

↑ Klaus Raddatz: Die Bewaffnung der Germanen. In: Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt (ANRW)/Rise and Decline of the Roman World. Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung. de Gruyter, Berlin/New York 1985, ISBN 3-11-009519-X, 3. Tlbd., S. 281 ff.

↑ Heiko Steuer: Historische Phasen der Bewaffnung nach Aussagen der archäologischen Quellen Mittel- und Nordeuropas im ersten Jahrtausend n. Chr. In: Frühmittelalterliche Studien. 4 (1970), S. 348–383.

↑ a b Herwig Wolfram: Die Goten. 4. Aufl. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-33733-3, S. 302 ff.

↑ Walter Pohl: Die Völkerwanderung. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2005, ISBN 3-17-018940-9, S. 101 f.

↑ Gundolf S.Freyermuth: Krieg Version 3.0. In: NZZ Folio. 01/2005.

↑ Manfred A. Zirngibl: Seltene afrikanische Kurzwaffen, Morsak, 1983, ISBN 3875531981, S. 8–9

↑ Matthias Rogg: Militärgeschichte bis zur Französischen Revolution 1789 in: Grundkurs deutsche Militärgeschichte, Band 1: Die Zeit bis 1914: Vom Kriegshaufen zum Massenheer, Walter de Gruyter, 2009, ISBN 9783486850383, S. 48 [2]

↑ Staatsbesuche: Hakenkreuze präsentiert in: DER SPIEGEL 38/1995

↑ Sven Frederik Sager: Verbales Verhalten, Verlag Stauffenburg, 1995, ISBN 9783860570937, S. 59 [3]

↑ P. Dobrinski, G. Krakau, A. Vogel: Physik für Ingenieure. Ausgabe 11, 2006, S. 439.

Die Motivation ist die Waffe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Mai 2002 (Interview mit Arne Niederbacher).

↑ Archivlink (Memento vom 20. April 2016 im Internet Archive)

Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4064228-8 (OGND, AKS)

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Waffe&oldid=189946334“

Kategorien: WaffeFührungs- und Einsatzmittel

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


gmbh kaufen stammkapital Kapitalgesellschaft


Top 4 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-siegulf-longbottom-internetdienstleistungen-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-bonn/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-manhold-klotz-taxi-ges-mit-beschrnkter-haftung-aus-oberhausen/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-baptist-atair-raeuchereien-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-karlsruhe/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-waldtraut-hinrichs-metallbearbeitung-gmbh-aus-wiesbaden/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Security Navigationsmenü aus Bottrop

gmbh kaufen deutschland kleine gmbh kaufen Security gmbh kaufen mit schulden anteile einer gmbh kaufen
Zur Suche springen

Security (englisch für „Schutz, Sicherheit“) steht für:

IT-Security, siehe Informationssicherheit
Security oder Wachdienst, Sicherheits-Dienstleistungen, siehe Sicherheitsdienst
Security, Maßnahmen zum Schutz vor böswilliger Absicht (im Unterschied zur Betriebssicherheit), siehe Sicherheit #Safety vs. Security
Security (Messe), weltgrößte Messe für Sicherheits- und Brandschutztechnik in Essen (ab 1974)

Werktitel:

Security, Zusatzname zu einem Musikalbum von Peter Gabriel (1982), siehe Peter Gabriel (Security)
Security (Film), US-amerikanischer Thriller von Alain Desrochers (2017)

geografisch:

Security (Colorado), Ort in den USA
Security (Louisiana), Ort in den USA
Security (Maryland), Ort in den USA
Security (Texas), Ort in den USA
Security Acres, Ort in Arizona, USA
Security Bay, Bucht der Doumer-Insel im Palmer-Archipel, Antarktis

Siehe auch:

Security Service (britischer Inlandsgeheimdienst MI5)
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Security beginnt
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Security enthält
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit secure beginnt
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel secure enthält
Sécurité (Seefunk-Sicherheitsmeldung)
Securitas (Begriffsklärung)
Sicherheit (Begriffsklärung) – Safety (englische Entsprechung)

Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.

Abgerufen von „https://de..org/w/index.php?title=Security&oldid=187146759“

Kategorie: Begriffsklärung

Navigationsmenü

Meine Werkzeuge


gmbh kaufen mit arbeitnehmerüberlassung Angebote


Top 8 gesellschaftszweck:

  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-maler-geschichte-basiselemente-maltechniken-schutzpatron-navigationsmenue-aus-berlin/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-badezimmer-geschichte-ausstattung-elektrische-sicherheit-navigationsmenue-aus-paderborn/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-therapie-therapeutik-therapie-therapieformen-uebertherapie-und-fehltherapie-therapieresistenz-navigationsmenue-aus-bielefeld/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-pirmin-heise-fliesenfachmaerkte-gesellschaft-mbh-aus-hamburg/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-schlosserei-aufgaben-einer-schlosserei-geschichte-und-braeuche-zusammenfassung-und-heutige-berufsbezeichnungen-navigationsmenue-aus-mnchengl/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-constanze-sauertrunk-praesenthandel-gmbh-aus-karlsruhe/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-astrid-guntenswiler-lettershops-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-osnabrck/
  8. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/gmbh-gesellschaftszweck-unternehmensgegenstand-therapie-therapeutik-therapie-therapieformen-uebertherapie-und-fehltherapie-therapieresistenz-navigationsmenue-aus-bielefeld/