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AWO-Pflegeheim in Ilmenau (Thüringen)

Ein Pflegeheim ist eine Einrichtung, in der pflegebedürftige Menschen ganztägig (vollstationär) oder nur tagsüber oder nur nachts (teilstationär) untergebracht und unter der Verantwortung professioneller Pflegekräfte gepflegt und versorgt werden. In vollstationären Einrichtungen erfolgt in der Regel eine dauerhafte und anhaltende Unterbringung, in einigen Pflegeheimen wird zusätzlich zeitlich befristete Kurzzeitpflege angeboten. Gründe für die Aufnahme in ein Pflegeheim sind einerseits das Altern, eine schwere chronische Krankheit oder eine Schwerstbehinderung, andererseits die manchmal beschränkten Möglichkeiten einer häuslichen Pflege,

Pflegebedürftige alte Menschen sind meist in Altenpflegeheimen, behinderte pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen der Behindertenhilfe untergebracht. Häufig sind Altenpflegeheime mit Altenheimen kombiniert. Pflegeheime werden von Wohnheimen unterschieden, auch wenn in beiden Einrichtungen Behinderte, pflegebedürftige oder kranke Personen dauerhaft untergebracht sein können. In Wohnheimen untergebrachte Menschen können zwar auch pflegebedürftig sein, im Vordergrund steht dort aber die Integration des Bewohners in das soziale Umfeld, evtl. auch in eine Berufstätigkeit, nicht die Pflege. Im Pflegeheim ist der Abhängigkeitsgrad von der Versorgung durch Dritte meist sehr hoch.

Inhaltsverzeichnis

1 Statistik
2 Personalausstattung
3 Pflegemissstände, mangelnde Versorgung
4 Finanzierung

4.1 Pflegeversicherung (Deutschland)
4.2 Steigender Eigenanteil bei der Finanzierung von Pflegeleistungen
4.3 Sozialhilfe
4.4 Investitionskosten
4.5 Gesamtlebenszeitkosten der Pflege

5 Entwicklung

5.1 Die Wohlfahrtsverbände
5.2 Pflegeheimketten
5.3 Zentrale und regionale Belegungsnachweise

6 Literatur
7 Weblinks
8 Einzelnachweise

Statistik

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

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In Deutschland waren von den insgesamt 729.546 vollstationär versorgten Pflegebedürftigen in zugelassenen Pflegeeinrichtungen oder vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen Ende 2012:

313.280 Personen (= 43,0 %) in Pflegestufe I
273.733 Personen (= 37,5 %) in Pflegestufe II
142.533 Personen (= 19,5 %) in Pflegestufe III.

6.096 Pflegebedürftige (= 4,3 % der Pflegebedürftigen der Pflegestufe III) waren als Härtefall anerkannt.[1]

Im Jahr 2003 entschied sich etwa ein Drittel der Leistungsempfänger für die stationäre Pflege. In der Regel erfolgt eine Unterbringung in einem Pflegeheim oft erst bei einer höheren Pflegestufe. Gemäß § 15 SGB XI gab es bis 2007 nur diese drei Pflegestufen; seit 2017 gibt es fünf Pflegestufen.[2]

Personalausstattung

Hauptartikel: Altenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger

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Der Heimträger muss sicherstellen, dass die Zahl der Beschäftigten und ihre persönliche und fachliche Eignung für die von ihnen zu leistende Tätigkeit ausreicht[3]. Betreuende Tätigkeiten dürfen nur durch Fachkräfte oder unter angemessener Beteiligung von Fachkräften wahrgenommen werden. Mindestens die Hälfte der mit betreuenden Tätigkeiten beauftragten Beschäftigten müssen Fachkräfte sein. In Pflegeheimen muss auch bei Nachtwachen mindestens eine Fachkraft ständig anwesend sein[4].

Um von der Pflegeversicherung zugelassen zu werden, muss gewährleistet sein, dass die pflegebedürftigen Bewohner unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft (Altenpfleger, Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger) gepflegt werden. In den zu schließenden Versorgungsverträgen zwischen dem Träger der Pflegeeinrichtung oder einer vertretungsberechtigten Vereinigung gleicher Träger und den Landesverbänden der Pflegekassen werden, differenziert nach Pflegestufen, Richtwerte für das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Betreuungs-, Pflege- und Pflegefachkräften und pflegebedürftigen Bewohner festgelegt (Personalschlüssel). Entsprechendes gilt auch für den Leitungs- und den Verwaltungsbereich des Heimes sowie den Bereich Hauswirtschaft und Technik.

In Baden-Württemberg beispielsweise waren bis einschließlich 2002[5] folgende Personalschlüssel vorgesehen:

Verhältnis Pflege- und Betreuungskräfte, davon mindestens die Hälfte Pflegefachkräfte, zu pflegebedürftigen Bewohnern
Pflegestufe I: 1:3,96 bis 1:3,13
Pflegestufe II: 1:2,83 bis 1:2,23
Pflegestufe III: 1:2,08 bis 1:1,65
Für die Betreuung von pflegebedürftigen Bewohnern, die zusätzlich an Demenz leiden, gilt folgender Schlüssel:
Pflegestufe I: 1:2,38
Pflegestufe II: 1:1,70
Pflegestufe III: 1:1,25
Für Hauswirtschaft und Technik galt ein Personalrichtwert von bis zu 1:5,9 unabhängig von den Pflegestufen.
Für Leitung und Verwaltung galt ein Personalrichtwert von bis zu 1:30 unabhängig von den Pflegestufen.

Die Einhaltung dieser Werte werden durch die Heimaufsicht und die Medizinischen Dienste der Krankenversicherungen (MDK) überwacht.

Pflegemissstände, mangelnde Versorgung

Seit Jahren gibt es immer wieder Berichte über kritische Zustände in einigen Pflegeheimen (sogenannte Pflegeskandale). Manche Pflegebedürftige wurden nicht würdig und sorgfältig behandelt. In extremen Fällen kam es zu Misshandlungen, Körperverletzungen und Todesfällen. Zum Teil liege das an individuellem Fehlverhalten einzelner Pflegekräfte. Der Anteil an bettlägerig gehaltenen und in Folge an Dekubitus (Wundliegegeschwür) leidenden Heimbewohner bzw. Patienten sei aber insgesamt zu hoch. Dies sei vor allem bedingt durch zu geringe finanzielle Mittel und dadurch eine immer kürzer werdende tägliche Pflegezeit je gepflegter Person. Dazu gibt es eine Diskussion um die Organisation der pflegerischen Arbeiten durch die Vorgesetzten (Organisationsversagen) und um die Institution Altenheim allgemein. Von manchen wird die Einführung neuer Pflegekonzepte, wie z. B. der Palliativpflege (Palliative Care) in Pflegeheimen als eine zukunftsweisende Lösung vieler Probleme angesehen.

Laut dem Qualitätsbericht zur Pflege der Krankenkassen aus dem Jahr 2012 werden rund 140.000 Patienten an Bett oder Rollstuhl fixiert. Bei ca. 10 % geschieht dies ohne richterliche Anordnung.[6][7][8]

Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung beklagt, dass 42 % der Bewohner in Pflegeheimen „unter freiheitsentziehenden Maßnahmen“ lebten.[9] Hinsichtlich der Versorgung mit Essen und Trinken hat sich die Versorgungssituation deutlich verbessert. Allerdings kommt es noch zu häufig zu Druckgeschwüren durch fehlerhafte Pflege. Auch würden zu viele Heimbewohner durch Pillen ruhiggestellt.[10]

In der Studie zur ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen (SÄVIP-Studie) aus dem Jahr 2005[11] wird angemerkt, dass in Pflegeheimen die allgemein- und fachärztliche Versorgung unzureichend sei, auch in solchen mit hohen Monatskosten. Dort leben aber sehr viele Menschen mit zum Teil mehreren und schweren Krankheiten und Behinderungen bei hoher Medikamentennutzung. Dazu hat die Studie durch eine bundesweite Befragung von 782 Heimen mit 65.000 Plätzen festgestellt, dass es nur in acht dieser 782 Heime Heimärzte gibt. Bei 81 Prozent der Bewohner wurden keine Arztbesuche außerhalb des Heimes verzeichnet.

An dieser Situation hat sich seither nichts Grundlegendes verändert. Als eine Ursache dafür wird oft die unzureichende Honorierung der Ärzte angegeben. Prinzipiell stellt die Gesundheitspolitikerin Ursula Lehr als Mitautorin der Studie fest: „Wie oft könnte eine Facharztbehandlung nicht nur der Lebensqualität und größeren Selbstständigkeit der Bewohner helfen, sondern auch den Pflegeaufwand reduzieren.“[12][13] 2013 gab das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information eine umfangreiche Publikation zu diesem Problem heraus.[14] Weil dieses Thema öffentlich kaum bewusst und von den Medien nur sehr selten aufgegriffen wird, hat die Initiative Nachrichtenaufklärung es im Jahr 2011 an die 5. Stelle der am meisten vernachlässigten Themen gesetzt.[15]

Finanzierung

Pflegeheime finanzieren den laufenden Betrieb zum größten Teil durch die Entgelte, welche die Bewohner dem Träger des Pflegeheims aufgrund des Heimvertrags aufbringen müssen. Soweit die Bewohner von Pflegeheimen, die durch die Pflegekassen in Deutschland zugelassen sind, Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung haben, werden die Entgeltbestandteile für die Pflege- und Betreuungskosten, dem Sachleistungsprinzip folgend, meist direkt mit der Pflegekasse abgerechnet, die deshalb auch als Kostenträger bezeichnet wird. Entsprechendes gilt, wenn ein Träger der Sozialhilfe Hilfe zur Pflege erbringt. Der Bewohner selbst zahlt nur noch das Entgelt, das nicht durch die Kostenträger abgedeckt ist. Bei Pflegeheimen, die nicht staatlich zugelassen sind, sowie bei Privatversicherten erhalten die Pflegebedürftigen bzw. ihre Angehörigen eine vollständige Rechnung, die bei der Pflegekasse einzureichen ist.

Pflegeversicherung (Deutschland)

Hauptartikel: Pflegeversicherung (Deutschland)

Ist ein Bewohner mindestens erheblich pflegebedürftig, hat er, wenn er gesetzlich pflegeversichert ist, Anspruch auf eine Leistungspauschale für den Anteil des Heimentgeltes, das für die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung und die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege zu zahlen ist. Die Höhe des jeweiligen Zuschusses richtet sich nach der Pflegestufe, in der der Heimbewohner eingestuft ist: Seit dem 1. Januar 2012 sind dies nach § 43 Abs. 2 SGB XI (jeweils maximal) für die Pflegestufe I: 1 023 €, für die Pflegestufe II: 1 279 € und für die Pflegestufe III: 1 550 € und Pflegestufe III (Härtefall) 1 918 €. Nicht von der Pflegekasse übernommen werden die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie in der Rechnung ausgewiesene, anteilige Investitionskosten (Erwerb, Miete und Instandhaltung der Heimgebäude). (§ 4 Abs. 2 Satz 2 SGB XI).

Die Höhe der Leistungen durch die Pflegeversicherung bestimmt indirekt die Höhe des Heimentgeltes. Da der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung gesetzlich pflegeversichert ist[16], sind Pflegeheime darauf angewiesen, durch die Pflegekassen zugelassen zu werden. Die Zulassung erfolgt durch Abschluss eines Versorgungsvertrags zwischen dem Träger der Pflegeeinrichtung oder einer vertretungsberechtigten Vereinigung gleicher Träger und den Landesverbänden der Pflegekassen im Einvernehmen mit den überörtlichen Trägern der Sozialhilfe im Land[17]. In den Versorgungsverträgen wird bestimmt, dass sich die Höhe der Entgelte für die Pflege- und Betreuungsleistungen, die sogenannten Pflegesätze, nach gesonderten Pflegesatzvereinbarungen[18] zu richten haben, die zwischen den Pflegeheimträgern und den Kostenträgern zu schließen sind.

Steigender Eigenanteil bei der Finanzierung von Pflegeleistungen

Bei den Zahlungen der Pflegeversicherung handelt es sich um pauschale und begrenzte Beträge ausschließlich für die Pflegekosten, also für den Pflegeaufwand, die medizinische Behandlungspflege und die soziale Betreuung. Die Kosten der Unterbringung und Verpflegung sowie eventuell anfallende Kosten für zusätzliche Leistungen mussten von Anbeginn (der Pflegeversicherung) an vom Pflegebedürftigen selbst gezahlt werden. Nach ursprünglicher Planung bei Einführung der Pflegeversicherung sollten aber zumindest die Pflegekosten vollständig von der Versicherung getragen werden.

Bedingt durch die von 1995 bis 2008 gänzlich fehlende und dann völlig unzulängliche Leistungsdynamisierung[19][20][21] mussten aber bereits im Jahre 2001 durchschnittlich 163 Euro/mtl. für Pfl.-stufe I, 303 Euro/mtl. für Pfl.-stufe II und 576 Euro/mtl. für Pfl.-stufe III von den Pflegebedürftigen zu den Pflegekosten selbst zugezahlt werden.[22]

Diese Eigenanteile an den Pflegekosten, die vom Pflegebedürftigen, bzw. dessen nahen Angehörigen (Kindern), bzw. vom Sozialamt/Kriegsopferfürsorge (in dieser Reihenfolge) aufzubringen waren, stiegen ständig weiter an. Auf diesem Wege wurde somit eine „Kalte Privatisierung“ durchgeführt. 2011 betrugen die durchschnittlichen Eigenanteile an den Pflegekosten 346 Euro/mtl. für Pfl.-stufe I, 532 Euro für Pfl.-stufe II und 768 Euro für Pfl.-stufe III.[23]

Da die Kosten der Unterbringung und Verpflegung ebenfalls vom Pflegebedürftigen selbst getragen werden müssen, decken die Pflegeversicherungsleistungen nur einen Teil des Gesamtheimentgeltes ab: So betrug 2011 der vom Pflegebedürftigen in stationärer Pflege insgesamt aufzubringende Eigenanteil 1 380 Euro/mtl. für Pfl.-stufe I, 1 566 Euro/mtl. für Pfl.-stufe II und 1 802 Euro/mtl. für Pfl.-stufe III.[24]

In Deutschland kostete 2011 eine vollstationäre Dauerpflege pro Monat durchschnittlich:[25][26]

Pflegestufe I – 2 403 Euro
Pflegestufe II – 2 845 Euro
Pflegestufe III – 3 312 Euro

Sozialhilfe

Einen Anteil der Finanzierung tragen die kreisfreien Städte oder Landkreise als Sozialhilfeträger. Dieser ist verpflichtet, Kosten abzusichern, die Pflegebedürftige über die Pflegepauschalen der Pflegeversicherung hinausgehend benötigen, aber nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen leisten können.[27]

Ehe das Sozialamt diese Kosten übernimmt, prüft es, ob Kinder zur Zahlung herangezogen werden können. Der sogenannte „Elternunterhalt“ ist die nach BGB (§§ 1601ff.) geforderte sogenannte Einstandspflicht der Kinder gegenüber ihren Eltern und Schwiegereltern. Insbesondere § 1601[28] und § 1602 Abs. 1
[29] des BGB.
Um festzustellen, ob das/die Kind/er dazu in der Lage sind, kann das Sozialamt von dem/den Kind/ern Auskunft über deren Einkommens- und Vermögensverhältnisse verlangen. Diese müssen nach § 1605 BGB [30]
offengelegt werden. Wird die Leistungsfähigkeit des/der Kindes/Kinder festgestellt, so kann sein/ihr Einkommen und Vermögen bis zum sogenannten „angemessenen Selbstbehalt“ herangezogen werden.[31][32] Haben die Kinder allerdings noch andere Unterhaltsverpflichtungen (z. B. Kinder, geschiedene Ehegatten), ist in § 1609 des BGB[33] eine Rangfolge der Unterhaltsberechtigten festgelegt.

Investitionskosten

Eine weitere Finanzierungsquelle ist die Weiterberechnung der Investitionskosten an die Heimbewohner, die jedoch in NRW bei entsprechender Bedürftigkeit dafür Pflegewohngeld erhalten können. Länder und Kommunen haben hierfür über viele Jahre die Betreiber von Alteneinrichtungen beim Kauf und Neubau durch zinslose Darlehen und andere Zuwendungen unterstützt. Diese Fördertöpfe standen privaten Betreibern nur in begrenztem Maße zur Verfügung.

Gesamtlebenszeitkosten der Pflege

Werden Betroffene zum Pflegefall, müssen sie bei einer Heimunterbringung oft selbst zuzahlen, um hinreichend versorgt zu werden.[34][35] Der im November 2012 veröffentlichte Pflegereport der Barmer GEK enthielt mit dem Schwerpunktthema Kosten bei der Pflegebedürftigkeit[36] eine Ermittlung des Zentrums für Sozialpolitik (ZeS), einem Forschungsinstitut der Universität Bremen,[37] welche Gesamtkosten für die Pflege von ihrem Beginn bis zum Tod (Gesamtlebenszeitkosten der Pflege) von der gesetzlichen Pflegeversicherung, der Sozialhilfe und privat getragen werden müssen.[38] Für diese Untersuchung wurden die Kosten der Pflege für rund 2 000 Versicherte ab 60 Jahren untersucht, die im Jahr 2000 erstmals pflegebedürftig geworden waren. Dazu wurden die jeweiligen Ausgaben von 2000 bis 2011 summiert. Für den Teil der Pflegebedürftigen, die am Ende des Betrachtungszeitraums noch nicht verstorben waren, wurden die Kosten geschätzt und hinzugerechnet.[39]

Insgesamt fielen demnach vom Beginn der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod (ambulante und stationäre Pflege, Pflegestufen I–III) folgende Kosten an:[40]

Für Frauen: rund 84 000 €
Für Männer: rund 42 000 €

Im folgenden Beispiel werden nur die Kosten der vollstationären (Heim-)Pflege betrachtet:

Die Gesamtlebenszeitkosten für vollstationäre Pflege betragen für Frauen im Durchschnitt insgesamt 62 346 €. Dieser Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen:
24 226 € Pflegeversicherung (38,8 %)
4 451 € Hilfe zur Pflege (Sozialamt) (7,1 %)
33 706 € Eigenanteil (eigene Rente/n + Vermögen oder Einkommen + Vermögen des Ehepartners/oder naher Verwandter) (54,1 %)
Die Gesamtlebenszeitkosten für vollstationäre Pflege betragen für Männer im Durchschnitt insgesamt 26 923 €. Dieser Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen:
10 406 € Pflegeversicherung (38,7 %)
2 059 € Hilfe zur Pflege (Sozialamt) (7,6 %)
14 458 € Eigenanteil (eigene Rente/n + Vermögen oder Einkommen + Vermögen des Ehepartners/oder naher Verwandter) (53,7 %)

Den Grund für die höheren Kosten für Frauen sahen die Forscher in der durchschnittlich länger dauernden Heimpflege bei Frauen. Hierdurch bedingt müssen Frauen privat deutlich mehr Geld beisteuern als Männer. Die Kosten der Pflegeversicherung bzw. private Eigenanteile können von geringer Höhe sein, können aber auch in Einzelfällen bis zu 305 000 € reichen.[41][42]

Entwicklung

Ursprünglich als Wohnheime konzipiert, haben sich in den letzten 20 Jahren auch die Altenheime zunehmend zu reinen Altenpflegeheimen entwickelt. Die Verweildauer in den Heimen sinkt beständig. In großen Städten liegt die Verweildauer mittlerweile bei ca. ½ Jahr. Die Pflegeheime (bzw. -abteilungen) wandelten sich überwiegend zu gerontopsychiatrischen Pflegeheimen, in denen neben dementiell Erkrankten in zunehmendem Ausmaß auch nicht-altersspezifisch geistig und seelisch Kranke versorgt werden.

Die Wohlfahrtsverbände

Im Jahr 2009 gab es in der Bundesrepublik 11.643 Pflegeheime mit insgesamt 845.007 Plätzen.[43] Von diesen Pflegeheimen war mehr als die Hälfte in der Trägerschaft der freigemeinnützigen Wohlfahrtsverbände:

Arbeiterwohlfahrt
Deutscher Caritasverband
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
Deutsches Rotes Kreuz
Diakonisches Werk
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

sowie einige weitere gemeinnützige Organisationen, die keinem Wohlfahrtsverband angehören.

Der Deutsche Caritasverband hält insgesamt einen Anteil von 14 % an allen Pflegeheimen, also etwa 1300 bis 1400 Heime.

Im Diakonie-Branchenverzeichnis der Heime und vollstationäre Einrichtungen sowie sonstigen Wohnformen der Altenhilfe nennt das Diakonische Werk|Diakonie 784 vollstationäre Einrichtungen (evtl. mit Kurzzeitpflegeplätzen) und weitere 34 vollstationäre Einrichtungen mit pflegefachlichem Schwerpunkt (zumeist für an Demenz Erkrankte). Die Statistiken zeigen weiter, dass die beiden großen Kirchen dabei durchaus die größeren, leistungsfähigeren Einrichtungen betreiben. Jedoch muss hinzugefügt werden, dass die Eigentümer jeweils lokale Verbände sind. Und ihr Gewicht ist regional sehr verschieden. In Baden-Württemberg waren es zum 1. Jan. 2006 z. B. 39 % durch die beiden Kirchen, 20,3 % durch sonstige gemeinnützige Träger, 28 % von privaten Gewerbetreibenden und durch staatliche Einrichtungen bzw. öffentlich verwaltete Stiftungen 13 Prozent. Die Pflege in Heimen wurde in Schleswig-Holstein von 38,7 %, in Brandenburg und Hessen dagegen nur von knapp 25 % benötigt.[44] Innerhalb der Bundesländer gibt es jeweils noch einen starken Stadt-Land-Unterschied im Ausmaß der Nutzung der Heime.

Pflegeheimketten

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Als Pflegeheimkette bezeichnet man Pflegeheime, deren Betreiber rechtlich und wirtschaftlich in einem Konzern zusammengeschlossen sind. Es können auch andere Einrichtungen, wie Akut- und Reha-Krankenhäuser beteiligt sein. Pflegeheimketten sind vor allem im Bereich der privaten Trägerschaft verbreitet. Die beteiligten Unternehmen haben unterschiedliche Rechtsformen, meist Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Stiftungen oder Aktiengesellschaften, die teilweise steuerrechtlich als gemeinnützig anerkannt sind. Die nach Anzahl der Einrichtungen größten drei Pflegeheimbetreiber in Deutschland waren 2013 die Unternehmen Pro Seniore, Kursana und Curanum. Curanum gehört zum französischen Korian-Konzern, der Europas Marktführer im Pflegeheimsektor ist.

Pflegeheimketten wachsen entweder über Akquisition von vorhandenen Einrichtungen oder über den Neubau gleichartig strukturierter Heime an verschiedenen Standorten. Zunächst gab es Ketten im Hochpreis-Segment der Wohnheime (Seniorenresidenzen), die sich bewusst in ihrem Leistungsspektrum von den bis dahin üblichen dreistufigen Altenheimen und den Pflegeheimen absetzten.

Im Unterschied zu den bisher großen Betreibern (freie gemeinnützige Verbände, Unternehmen) entwickeln sich seit 1995 zunehmend gewinnorientierte Unternehmen auch im Bereich der Alten- und Pflegeheime. Die Einrichtungen der großen Wohlfahrtsverbände sind aus unterschiedlichen Gründen meistens nicht als Konzerne, sondern auf lokaler oder regionaler Ebene selbständig organisiert und können deshalb nicht als Pflegeheimkette bezeichnet werden, auch wenn sie insgesamt betrachtet große Segmente des „Heimmarktes“ beherrschen.

Zusätzlich sind Anfänge einer Internationalisierung in diesem Bereich zu beobachten (zuerst zwischen den NL, GB und D). Bei den Betreibern oder Besitzern handelt es sich zum Teil um ehemalige Leitende Manager oder direkt um die genannten Verbände selbst, die sich durch die andere Rechtsform einen größeren, auch finanziellen, Handlungsraum ermöglichen. Zum Teil stammen einige Großbetriebe aus der Immobilienwirtschaft. So hat sich beim Unternehmen Deutsche Wohnen, das auch Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen betreibt, die Zahl der Pflegeplätze und Appartements von 6.700 im September 2017[45] bis Dezember 2018 auf 12.100 erhöht.[46]

Zentrale und regionale Belegungsnachweise

Einzelne Gebietskörperschaften sind wegen der Unübersichtlichkeit des Marktes dazu übergegangen einen für ihre Region aktuellen Belegungsnachweis auszubauen. Damit können Angehörige von Pflegebedürftigen erfahren, wo sich in ihrer Umgebung freie Pflegeplätze in Heimen befinden. Vgl. Pflegeüberleitung.

Der AOK-Pflegeheim-Navigator der Allgemeinen Ortskrankenkassen ist dabei seit 2007 einen Schritt weiter gegangen. Es sind bundesweit die Einrichtungen mit einem gültigen Versorgungsvertrag mit der AOK, die ja auch die größte Pflegeversicherung darstellt, in den Bereichen der vollstationären Pflege, der Kurzzeitpflege, der Tagespflege und der Nachtpflege erfasst.[47] Er sucht in einer über 11.000 Datensätze umfassenden Liste von Pflegeeinrichtungen. Die Suchkriterien sind Ort und Postleitzahl sowie Art der Pflege und pflegefachliche Schwerpunkte (Demenz, Nachtpflege o. ä.). Der Navigator informiert auch über die Preise der Pflegeleistungen und die Kosten, die auf den Versicherten selbst zukommen. Das Datum der letzten Aktualisierung ist jeweils angegeben.

Literatur

Martin Huber, Siglinde A. Siegel, u. a.: Autonomie im Alter. Leben und Altwerden im Pflegeheim – Wie Pflegende die Autonomie von alten und pflegebedürftigen Menschen fördern. Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2005, ISBN 3-87706-688-7. – zum Projekt Autonomie im Alter (Kurzvorstellung des Buches)
Holger Jenrich, Ruth Schlichting u. a.: Kritiker in der Kritik. In: Altenpflege 05-2006, S. 50–57
Claus Fussek, Sven Loerzer: Alt und abgeschoben. Der Pflegenotstand und die Würde des Menschen. Vorw. v. Dieter Hildebrandt. Herder, Freiburg 2005, ISBN 3-451-28411-1
Claus Fussek, Gottlob Schober: Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden. C. Bertelsmann, 2008, ISBN 3-570-01009-0
J. Hanisch, M. Göritz: Eine Diplomarbeit zum Thema: „Gemeinschaft und Vereinsamung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe“. 2005.
Sibylle Heeg, Katharina Bäuerle: Demenzwohngruppen und bauliches Milieu. Demenz Support Stuttgart gGmbH, Stuttgart 2005, ISBN 3-937605-03-7. (Rezension Sven Lind vom 5. September 2006 in socialnet.de)
Martin Heinzelmann: Das Altenheim – immer noch eine „totale Institution“? Eine Untersuchung des Binnenlebens zweier Altenheime. Cuvillier Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3-86537-276-7. (Rezension in socialnet)
Bernhard Mann: Adäquanzuntersuchung behinderte Volljährige und Senioren in der stationären Altenhilfe. Ein wohnsoziologischer Beitrag auf der Grundlage einer Wohlfahrtsstudie (Diakonisches Werk Bayern). In: Zeitschrift für Gerontopsychologie und -psychiatrie. 1. Jahrgang, Heft 2, Juni 1988. S. 163–173, ISSN 1011-6877
Moesle, Hansueli: Pflegeheime und Pflegeabteilungen, in: Gesundheitswesen Schweiz 2007–2009. Verlag Hans Huber, Bern 2007, ISBN 978-3-456-84422-0
Johann-Christoph Student, Annedore Napiwotzky: Palliative Care. Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-142941-4
Karin Wilkening, Roland Kunz: Sterben im Pflegeheim. Perspektiven und Praxis einer neuen Abschiedskultur. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2003, 271 Seiten, ISBN 3-525-45631-X

Weblinks

 Commons: Pflegeheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Pflegeheim – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Schwerpunkt im SWR zum Thema „Pflege“: Filme, Hintergrund-Informationen, Antworten auf häufige Fragen u. a.
Die Würde des Menschen ist unantastbar – Interview zu C. Fusseks Forderungen (geo.de vom 8. Dezember 2006)
Liste der Publikationen zum Thema Pflegeheim – Fraunhofer IRB (baufachinformation)

Einzelnachweise

↑ Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung (Memento des Originals vom 24. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmg.bund.de (Stand: 15. November 2013)

↑ http://www.buzer.de/gesetz/4851/al0-6489.htm

↑ Für Deutschland geregelt in § 11 Abs. 2 Nr. 2 Heimgesetz des Bundes. Das Heimgesetz gilt jedoch nur noch übergangsweise bis die Länder eigene Gesetze zur Regelung des Heimrechts geschaffen haben. In Nordrhein-Westfalen ist beispielsweise seit dem 10. Dezember 2008 mit § 12 Abs. 3 Satz 1 Wohn- und Teilhabegesetz eine Regelung in Kraft, die der des Heimgestzes entspricht.

↑ § 5 Abs. 1 HeimPersV des Bundes (gilt nur solange die Länder noch keine entsprechenden Regelungen getroffen haben); § 12 Abs. 3 Nordrhein-Westfälisches Wohn- und Teilhabegesetz

↑ Rahmenvertrag für vollstationäre Pflege gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI für das Land Baden-Württemberg vom 12. Dezember 1996 in der Fassung vom 9. Juli 2002, bestätigt durch Festsetzung der SGB XI-Schiedsstelle vom 11. September 2002 sowie ergänzt durch Beschluss vom 12. September 2002

↑ Handelsblatt 24. April 2012: Deutsche Pflegestudie. Wenn das Pflegeheim zum Gefängnis wird

↑ MDS – Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V : MDS-Pflege-Qualitätsberichte 1 – 3 /pdf (Memento des Originals vom 4. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mds-ev.de

↑ MDS – Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V 24. April 2012: Qualitätsfortschritte in der Pflege – Medizinischer Dienst veröffentlicht 3. Pflege-Qualitätsbericht (Pressemitteilung) (Memento des Originals vom 4. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mds-ev.de

↑ Ärzte-Zeitung 24. April 2012: Hospizstiftung beklagt Pflege-Missstände

Deutsche Pflegestudie. Wenn das Pflegeheim zum Gefängnis wird. In: Handelsblatt, 24. April 2012.

↑ Johannes Hallauer, Christel Bienstein, Ursula Lehr, Hannelore Rönsch: SÄVIP – Studie zur ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen. Vincentz Network, Hannover 2005, ISBN 3-87870-138-1 (PDF).

↑ Eckart Roloff: Wo bleiben die Ärzte in Altenheimen? In: Dr. med. Mabuse, Heft 162 vom Juli/August 2006, S. 8.

↑ Gottlob Schober: Bericht zur ärztlichen Versorgung in Heimen. In: Report Mainz, ARD, 18. August 2008.

↑ Katrin Balzer et al.: Beschreibung und Bewertung der fachärztlichen Versorgung von Pflegeheimbewohnern in Deutschland, Köln 2013, ISSN 1864-9645.

↑ http://www.derblindefleck.de/top-themen/top-themen-2010-und-2011/20102011-top-5/

↑ Nach einer Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit waren am 1. Juli 2008 70.271.271 Personen in Deutschland in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Das sind ca. 87% der Einwohner in Deutschland

↑ Siehe §§ 72 ff SGB XI

↑ Siehe §§ 84 ff SGB XI

↑ buzer.de: Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz – PfWG vom 28. Mai 2008 – s. hier § 30 SGB XI)

↑ Sozialverband Deutschland: Stellungnahme zur Pflegereform 2008 – s. insbesondere Abschnitt II,2.

↑ Barmer GEK: Barmer GEK Pflegereport 2013. November 2013, S. 51–53 (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/presse.barmer-gek.de

↑ Barmer GEK: Barmer GEK Pflegereport 2013. November 2013, S. 122 / Tab.23 (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/presse.barmer-gek.de

↑ Barmer GEK: Barmer GEK Pflegereport 2013. November 2013, S. 12 + 122/Tabelle 23 (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/presse.barmer-gek.de

↑ Barmer GEK: Barmer GEK Pflegereport 2013. November 2013, S. 122/Tabelle 23 (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/presse.barmer-gek.de

↑ Barmer GEK: Barmer GEK Pflegereport 2013. November 2013, S. 122 / Tab.23 (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/presse.barmer-gek.de

↑ vgl. hierzu vom Barmer GEK Pflegereport 2013 leicht abweichende Zahlen: Bundesministerium für Gesundheit: Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland vom 5. Dezember 2011, S. 157 (Vollstationäre Pflege) (Memento des Originals vom 17. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmg.bund.de

↑ § 35 SGB XII

↑ § 1601 BGB

↑ § 1602 BGB

↑ § 1605 BGB

↑ Spiegel-Online 2. Februar 2011: Alles, was Sie über die Pflegeversicherung wissen müssen. – Hier: Punkt 3: Wann Kinder für ihre Eltern zahlen müssen; Punkt 4: Warum auch Schwiegersöhne und -töchter zahlen müssen

↑ Deutscher Anwaltsverein – Familienanwälte: Ein immer häufigerer Fall: Unterhaltsbedürftigkeit von Eltern

↑ § 1609 BGB

↑ Spiegel-Online 27. November 2012: Hoher Eigenanteil Pflegebedürftige müssen 31.000 Euro selbst zahlen

↑ Die Welt 27. November 2012: Studie. Pflege im Alter verschlingt deutsche Privatvermögen

↑ Barmer GEK Pflegereport 2012/November 2012/ PDF

↑ Universität Bremen – Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) – Homepage

↑ Universität Bremen – Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) – Pressemitteilung 30. November 2012: Pflegekosten für Frauen doppelt so hoch wie für Männer. Bremer Gesundheitsforscher geben im BARMER GEK Pflegereport 2012 erstmals Klarheit über Lebenszeitkosten für die Pflege Das ZeS heißt ab Juli 2015 SOCIUM.

↑ Barmer GEK Pflegereport 2012/November 2012, S. 18.

↑ Barmer GEK Pflegereport 2012/November 2012 – s. hier Infografiken zum Pflegereport 2012; hier: Grafik: Soviel kostet ein Pflegeleben

↑ Barmer GEK Pflegereport 2012/November 2012 , S. 18ff.

↑ Universität Bremen – Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) – Pressemitteilung 30. November 2012:Pflegekosten für Frauen doppelt so hoch wie für Männer.Bremer Gesundheitsforscher geben im BARMER GEK Pflegereport 2012 erstmals Klarheit über Lebenszeitkosten für die Pflege

↑ Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Pflegeheime und verfügbare Plätze in Pflegeheimen (Anzahl und Dichte) 2009

↑ Franz Burger, Matthias Weber: Stationäre Pflege gewinnt weiter an Bedeutung (Memento des Originals vom 19. Dezember 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de. In: statistik.baden-wuerttemberg.de, 2007-04

↑ Konzernzwischenlagebericht Sept. 2017, S. 3

↑ Konzernabschluss 2018, S. 25

↑ Homepage des AOK-Pflegeheim-Navigators

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Der Betreuungsdienst (BtDi[1][2][3] oder BtD) ist ein Fachdienst, also ein in seinen Aufgaben, der Ausstattung und den Strukturen definierter Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland. Seine Aufgabe ist die Versorgung der von einer Katastrophe oder einer größeren Gefahrenlage betroffenen Menschen. Dies umfasst vor allem die vorübergehende Unterbringung, die Verpflegung sowie die psychische und soziale Betreuung. Die Einheiten des Betreuungsdienstes, die von verschiedenen Hilfsorganisationen gestellt werden, bestehen aus ehrenamtlichen Helfern. Diese absolvieren für ihre Tätigkeit eine entsprechende Fachdienstausbildung. Grundlegende Fahrzeuge des Betreuungsdienstes sind der Betreuungskombi und der Betreuungslastkraftwagen.

Inhaltsverzeichnis

1 Organisation

1.1 Historische Entwicklung
1.2 Einheiten

2 Einsatzpraxis

2.1 Aufgaben
2.2 Einsatzszenarien und -ablauf

3 Literatur
4 Einzelnachweise
5 Weblinks

Organisation

Historische Entwicklung

Betreuungsdienst einer DRK-Einheit bei der Verteilung von Verpflegung an Helfer

Der Betreuungsdienst hat seinen Ursprung im zivilen Bevölkerungsschutz, der aufgrund des „Ersten Gesetzes über Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung“ vom 16. Oktober 1957 entstand. Durch dieses Gesetz wurde neben anderen Maßnahmen der Luftschutzhilfsdienst mit seinen verschiedenen Fachdiensten geschaffen. Seine Aufgabe war schwerpunktmäßig der Schutz der Bevölkerung im Spannungs- und Verteidigungsfall unter Miteinbeziehung der Abwehr von Gefahren und Schäden in Friedenszeiten. Im Jahr 1968 entstand dann auf der Basis des „Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes“ aus dem Luftschutzhilfsdienst der Katastrophenschutz und damit aus dem Luftschutz-Betreuungsdienst und dem Luftschutz-Lenkungs- und Sozialdienst der Betreuungsdienst als Fachdienst des Katastrophenschutzes. Der Katastrophenschutz als Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und Schäden in Friedenszeiten unterliegt seitdem ausschließlich der Gesetzgebung der Bundesländer. Im Rahmen dieser Neuordnung wurde für den gesamten Katastrophenschutz eine Personalstärke von einem Prozent der Bevölkerung angestrebt, mit einem Anteil von zehn Prozent für den Betreuungsdienst. Die damit für den Bereich der alten Bundesländer vorgegebene Zahl von rund 60.000 Helfern im Betreuungsdienst wurde jedoch zu keinem Zeitpunkt erreicht.

Im Bereich des Zivilschutzes, also des Schutzes der Bevölkerung im Spannungs- und Verteidigungsfall, galt der Betreuungsdienst als verteidigungsrelevant. Infolgedessen erfolgte die Ausstattung vorrangig durch den Bund, während die Länder sich nur in geringer Höhe an der Finanzierung beteiligten. Durch diese Veränderungen der Aufgabenzuweisung für den Betreuungsdienst und die Verschiebung der Zuständigkeiten für dessen Ausstattung sowie aufgrund der vergleichsweise geringen Zahl von Betreuungseinsätzen nahm der Stellenwert des Betreuungsdienstes bei den verantwortlichen Behörden in den folgenden Jahren jedoch immer mehr ab. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf seine Einsatzfähigkeit. Erst umfangreiche Betreuungseinsätze wie zum Beispiel bei der Versorgung der DDR-Flüchtlinge 1989, beim Oderhochwasser 1997 oder beim Hochwasser im Jahr 2002 führten in den meisten Ländern zu einer Verbesserung der Ausstattung des Betreuungsdienstes. Gleichwohl wurde 1993 für die bis dahin bestehenden Betreuungsstellen als ortsfeste Einheiten sowie die Betreuungsleitzüge die Bundesfinanzierung eingestellt, da diese Einheiten als nicht mehr vorrangig benötigt eingestuft wurden.

Obwohl seit der Einführung der Unterscheidung zwischen Katastrophenschutz und Zivilschutz der Betreuungsdienst im Zivilschutzgesetz auch als Aufgabenbereich des Zivilschutzes festgelegt ist, sind diesbezüglich keine Strukturen näher definiert. Der Bund, dem die alleinige Kompetenz im Bereich des Zivilschutzes obliegt, unterstützt deshalb den durch die Länder organisierten Betreuungsdienst des Katastrophenschutzes finanziell und materiell. Dies erfolgt gegenwärtig vor allem durch eine entsprechende Ergänzung der Ausstattung seiner Einheiten und die Vermittlung zivilschutzspezifischer Kenntnisse im Rahmen der Ausbildung der Helfer. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA gibt es auch in Deutschland Überlegungen zu einer Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung, insbesondere durch eine stärkere Integration der bisher getrennten Bereiche Katastrophenschutz und Zivilschutz. Entsprechende Überlegungen zur Zusammenfassung beider Aufgabenfelder zu einem einheitlichen Bevölkerungsschutz, wie sie beispielsweise in der Gründung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe teilweise schon realisiert wurden, sind bisher noch nicht abgeschlossen beziehungsweise durch Gesetzesänderungen umgesetzt. Daraus resultierende Auswirkungen für den Betreuungsdienst sind deshalb noch nicht absehbar.

Einheiten

Der Betreuungsdienst ist aus logistischen und einsatztaktischen Gründen in sogenannten Einheiten mit einer jeweils festgelegten Anzahl Helfer mit entsprechender Ausrüstung organisiert. Helfer mit einer entsprechenden Zusatzausbildung übernehmen dabei die Führung dieser Einheiten beziehungsweise ihrer Teileinheiten. Die Einheiten des Betreuungsdienstes sind wie die anderen Katastrophenschutzeinheiten durch ehrenamtliche Helfer besetzt und werden lokal von folgenden Organisationen gestellt:

Arbeiter-Samariter-Bund,
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft,
Deutsches Rotes Kreuz,
Johanniter-Unfall-Hilfe,
Malteser Hilfsdienst.

Die materielle und finanzielle Ausstattung erfolgt durch den Bund (für den Bereich des Zivilschutzes), die Länder (als obere Katastrophenschutzbehörde), die Kreisverwaltungsbehörden (als untere Katastrophenschutzbehörde) sowie gegebenenfalls durch die Organisationen selbst. Die Einheiten des Betreuungsdienstes unterstehen im Einsatzfall der jeweils verantwortlichen unteren Katastrophenschutzbehörde. Die Alarmierung erfolgt je nach Ausstattung vor Ort durch Funkmeldeempfänger oder normale Fernsprecheinrichtungen. Im Regelfall ist der Betreuungsdienst in allen Bundesländern pro Landkreis oder kreisfreier Stadt mit mindestens einer Einheit in Zugstärke vertreten.

Zur Unterstützung seiner Tätigkeit arbeitet der Betreuungsdienst unter anderem mit den Kleidersammeldiensten und den Mobilen Diensten beziehungsweise Fahrdiensten der jeweiligen Organisationen, dem Sanitätsdienst, dem Fernmeldedienst, dem THW, Großmärkten, Verkehrsunternehmen und staatlichen Behörden zusammen.

Schnelleinsatzgruppe (SEG)

Eine Schnelleinsatzgruppe Betreuung hat eine Stärke von sechs bis fünfzehn Helfern. Sie hat gegenüber den regulären Einheiten des Katastrophenschutzes eine deutlich kürzere Vorlaufzeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort, in der Regel 30 Minuten für eine Schnelleinsatzgruppe gegenüber zwei Stunden für Katastrophenschutzeinheiten.

Teilweise ist der Bereich der Verpflegung auch als Schnelleinsatzgruppe Verpflegung ausgelagert. Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes stellen in fast jedem bayerischen Landkreis mindestens eine SEG-Betreuung, dazu kommen noch weitere Einheiten der anderen Hilfsorganisationen in Bayern. Grundlegende Betreuungsaufgaben können allerdings auch von Helfern der weiter verbreiteten Schnelleinsatzgruppen Sanitätsdienst übernommen werden.

Betreuungszug

Der Betreuungszug (BtZ) war ehemals die Standardeinheit des Betreuungsdienstes nach Maßgabe des Bundes[1] und ist noch immer Teil des Katastrophenschutzes einiger Länder. Seine genaue Stärke und Ausstattung ist heute abhängig von landesspezifischen Bestimmungen.
In der Bundesfassung waren 28 Einsatzkräfte (darunter ein Zugführer, acht Unterführer und 19 Helfer) vorgesehen; insgesamt waren dabei sechs Köche eingeplant.[1] Neben einem Zugtrupp als Führungsteileinheit bestand der Betreuungszug aus einer Verpflegungsgruppe (12 Personen), einer Gruppe Soziale Betreuung (sechs Personen) und einer Unterkunftsgruppe (sechs Personen).[1]

Im Allgemeinen ist aktuell meist eine Zahl von 28 bis 35 Einsatzkräften für einen solchen Zug festgelegt. Dieser gliedert sich wieder entsprechend seinen Aufgaben in mehrere Teileinheiten, je nach Land beispielsweise in einen Zugtrupp sowie eine oder mehrere Unterkunftsgruppen und Gruppen Soziale Betreuung. Alternativ finden sich auch gemeinsame Einheiten namens Gruppe Soziale Betreuung und Unterkunft. Teilweise gehören auch ein Verpflegungstrupp oder eine Verpflegungsgruppe zum Betreuungszug. Die Teileinheiten sind mancherorts herausgelöst als Schnelleinsatzgruppen einzeln alarmier- und einsetzbar.

Zur Ausstattung gehören vor allem mehrere als Mannschaftstransportwagen (MTW) genutzte Kleinbusse bzw. Betreuungskombis zum Transport der Helfer und Betroffenen. Darüber hinaus werden Betreuungslastkraftwagen und teils weitere Gerätewagen (zum Beispiel Gerätewagen Betreuung nach Landesrecht oder Gerätewagen Verpflegung) zum Transport der Ausstattung sowie der für einen Einsatz notwendigen Güter genutzt. Des Weiteren ist ein Betreuungszug mit einem oder mehreren Feldkochherden (FKH) und manchmal auch einem Wassertransportanhänger ausgestattet. Zum Einsatzmaterial gehören unter anderem Stromgeneratoren, Zeltmaterial für den Verpflegungsbereich und für die Unterbringung mitsamt einer adäquaten Zeltheizung, Tische, Bänke und Betten für die Einrichtung von Verpflegungsmöglichkeiten und Not- und Behelfsunterkünften, Geräte für die Zubereitung, die Aufbewahrung und den Transport von Verpflegung sowie Bekleidung und Hygieneartikel zur Erstversorgung von 30 bis 50 Betroffenen.

Betreuungskombi einer DRK-Einsatzeinheit mit Anhänger

Betreuungsleitzug

Neben den obigen Betreuungszügen existierte nach ebenfalls zurückgezogener Maßgabe des Bundes auch das Konzept für einen Betreuungsleitzug (BtLtZ).[2] Jeder dieser Züge diente der Lenkung von Bevölkerungsbewegungen.[2] Die Stärke und Ausstattung waren wie folgt:[2]

Gesamtstärke: 1/11/20/32
1. Leitgruppe (1/2/5/8; achtsitzigen Kombi und sechs Krads besetzend)
2. bis 4. Leitgruppe (jeweils -/3/5/8; je Kombi und sechs Krads besetzend).[2]

Die Kombis waren unter anderem mit Sprechfunkgeräten, Megaphonen, Leuchten, Fernrohr sowie Sanitätsmaterial bestückt.[2]

Betreuungsstelle

Des Weiteren definierte der Bund früher das Konstrukt einer Betreuungsstelle (BtSt).[3] Aufgaben waren die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, deren Betreuung einschließlich Verpflegung, Versorgung mit Bedarfsartikeln und Unterbringung sowie die Weiterleitung von Flüchtlingen.[3] Eine Betreuungsstelle hatte die Gesamtstärke 1/4/13/18 und bestand aus:[3]

Führungsgruppe (1/1/-/2; einen Kombi besetzend),
Verpflegungsgruppe mit Feldkochherd (-/1/6/7),
Gruppe soziale Betreuung -/1/4/5,
Unterkunftsgruppe -/1/3/4.[3]
Einsatzeinheit

Die als Ersatz für die Sanitäts- und Betreuungszüge konzipierte Einsatzeinheit vereint unter anderem die beiden Fachdienste Sanitäts- und Betreuungsdienst in einer gemeinsamen Einheit mit entsprechender Ausbildung der Einsatzkräfte. Das Konzept der Einsatzeinheit wird jedoch nicht in allen Bundesländern verwendet und kann zwischen den Ländern variieren. Eine Einsatzeinheit hat Zugstärke. Innerhalb der Einsatzeinheit ist der Betreuungsdienst in Form einer Betreuungsgruppe aufgestellt. Diese wird teilweise in Trupps für die Teilbereiche Soziale Betreuung, Unterkunft und Verpflegung gegliedert. Die Betreuungsgruppen verfügen in der Regel über ein bis zwei Betreuungskombis, einen Betreuungslastkraftwagen und gegebenenfalls über Anhänger (zum Beispiel Feldkochherd).

In Nordrhein-Westfalen werden gegebenenfalls zwei Einsatzeinheiten zusammen unter Führung einer Führungsstaffel zur Errichtung und Betreiben eines Betreuungsplatzes für bis zu 500 Personen in den Einsatz gebracht. Die dazu federführend vom DRK entwickelten Konzepte sind dort Bestandteil von Erlassen und Plänen zum Umgang mit einem Massenanfall von Verletzten.

DRK-Hilfszug

Der DRK-Hilfszug umfasste als ehemaliger Großverband des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland auch betreuungsdienstliche Teileinheiten. So verfügte er pro Abteilung über fünf Betreuungsgruppen, eine Verpflegungsgruppe, eine Ambulanz- und Pflegegruppe sowie an einigen Standorten eine Gruppe Küchencontainer.

Einsatzpraxis

Aufgaben

Der Betreuungsdienst hat innerhalb des Katastrophenschutzes die Aufgabe, bei Eintritt eines Großschadensereignisses oder dem Vorliegen einer Gefahrenlage diejenigen Menschen zu versorgen, die durch diese Situation in eine Notlage geraten sind. Im Gegensatz zum Sanitätsdienst versorgt der Betreuungsdienst dabei die unverletzten Personen beziehungsweise verletzte Personen erst nach abgeschlossener Behandlung durch den Rettungs- und Sanitätsdienst. Zu seinen Aufgaben gehören dabei:

Fachbereich Verpflegung
Fachbereich Verpflegung
die Herstellung und Ausgabe von Warm- und Kaltverpflegung und Getränken
Fachbereiche Soziale Betreuung und Unterkunft
Fachbereich Soziale Betreuung
die Verteilung von Gegenständen des dringendsten persönlichen Bedarfs (Ge- und Verbrauchsgüter wie beispielsweise Hygieneartikel, Geschirr, Besteck etc.)
die Ausgabe von Bekleidung
die Registrierung von Personen
die Durchführung und Begleitung von Personentransporten, zum Beispiel bei Evakuierungen
die Betreuung besonders hilfebedürftiger Personen wie beispielsweise älterer Menschen, behinderter Personen oder Eltern mit Kleinkindern
die psychische Betreuung von Betroffenen
Fachbereich Unterkunft
die Einrichtung und der Betrieb von Behelfs- und Notunterkünften

Die Fachbereiche Soziale Betreuung und Unterkunft werden mittlerweile oft in gemeinsamen Teileinheiten zusammengefasst. Eine weitere wichtige Aufgabe des Betreuungsdienstes ist die Versorgung der anderen an einem Katastropheneinsatz beteiligten Hilfskräfte. Die Verpflegung der Besucher bei Volksfesten, Sportereignissen etc. ist hingegen keine Aufgabe des Betreuungsdienstes. Solche Ereignisse werden jedoch für Übungs- und Ausbildungszwecke genutzt, da sich zum Beispiel die Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung für eine große Personenzahl und die damit verbundenen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe kaum unter anderen Bedingungen üben lassen.

Im Spannungs- und Verteidigungsfall beteiligen sich die Einheiten des Betreuungsdienstes entsprechend Paragraph 11 des Zivilschutzgesetzes mit ihren Helfern und ihrer Ausstattung am Schutz der Bevölkerung vor möglichen Gefahren und Schäden. Alle am Betreuungsdienst im Katastrophenschutz beteiligten Organisationen werden dementsprechend im Zivilschutzgesetz als „insbesondere geeignet“ für eine Mitwirkung im Zivilschutz genannt.

Einsatzszenarien und -ablauf

Verpflegung im Einsatz

Der Betreuungsdienst kommt zum Einsatz, wenn Menschen durch eine Katastrophe, eine Gefahrenlage oder durch ähnliche Ereignisse in Not geraten und damit hilfebedürftig ist, die entsprechende Situation also nicht allein und ohne entsprechende Hilfe bewältigen können. Typische Einsatzszenarien sind beispielsweise

die Evakuierung und vorübergehende Unterbringung von Menschen bei einer Bombenentschärfung oder einer Freisetzung von gefährlichen Stoffen,
die Versorgung und Betreuung von Menschen bei extremen Witterungsbedingungen wie massivem Schneefall oder bei ausgedehnten Verkehrsstaus,
die Unterbringung und Verpflegung von Menschen, die aufgrund eines Brandes oder eines Hochwassers ihr Haus oder ihre Wohnung verloren haben beziehungsweise vorübergehend verlassen mussten,
die Versorgung der Betroffenen bei Bahnunfällen oder Busunglücken.

Ziel aller Maßnahmen ist dabei vor allem die Abwendung von Gefahren für das Leben und die Gesundheit der Betroffenen und, soweit situationsbedingt möglich, der Erhalt oder die Wiederherstellung von deren physischem und psychischem Wohlbefinden. Aus personellen, materiellen und organisatorischen Gründen erfolgt bei einem Betreuungseinsatz ein abgestuftes Vorgehen. Es werden drei Phasen unterschieden:

Soforthilfe (Dauer: etwa 24 bis 48 Stunden)
Übergangshilfe (Dauer: mehrere Tage bis Wochen)
Wiederaufbauhilfe (Dauer: zeitlich unbegrenzt)

Diese Phasen unterscheiden sich in Qualität und Intensität der Betreuungsmaßnahmen. Die Einteilung eines Einsatzes in diese drei Phasen erfolgt jedoch nicht anhand bestimmter Zeitpunkte oder durch strikte formale Kriterien, die Übergänge sind vielmehr fließend. Im Allgemeinen nehmen die Hilfebedürftigkeit der betroffenen Menschen mit steigender Einsatzdauer ab und die Fähigkeit zur selbstständigen Lebensführung zu. Ebenso sinkt im Regelfall die Zahl der hilfebedürftigen Personen im Laufe eines Einsatzes deutlich, da viele Menschen nach der unmittelbaren Erstversorgung in der Auffangphase bei Verwandten oder Freunden aufgenommen und versorgt werden. Die Betreuung in den weiteren Phasen umfasst aus den genannten Gründen meist nur wenige unterstützende Tätigkeiten und konzentriert sich zunehmend auf eine individuelle Hilfe zur Selbsthilfe. Insbesondere die Qualität der Verpflegung und der Unterbringung ist in den späteren Phasen deutlich höher als in der unmittelbar auf die Notsituation folgenden Auffangphase und nähert sich den normalen Lebensverhältnissen immer mehr an, beispielsweise durch Bereitstellung von Möglichkeiten zur Selbstversorgung und von Unterkünften für einzelne Familien anstelle von Massenunterbringung in Notunterkünften.

Nicht jeder Einsatz durchläuft alle drei Phasen. Die meisten Einsätze sind bereits nach wenigen Stunden und damit noch während der Auffangphase beendet, und nur wenige Einsätze erreichen die Endphase. Ebenso ist es möglich, dass ein Einsatz bereits mit der Durchgangsphase beginnt. Dies kann dann der Fall sein, wenn zum Beispiel das Eintreten eines Schadensereignisses oder einer Gefahrenlage vorhersehbar ist und somit genügend Vorlaufzeit zur Vorbereitung einer Betreuung auf dem Niveau der Übergangshilfe besteht, beispielsweise durch Beschaffung der dafür notwendigen Güter und Einrichtung entsprechender Behelfsunterkünfte. An der Endphase sind die Einsatzkräfte des Betreuungsdienstes nicht mehr beteiligt, da die Betreuung der Betroffenen in dieser Phase durch staatliche Behörden erfolgt.

Die Versorgungskapazität der Einheiten des Betreuungsdienstes hängt von der konkreten Einsatzsituation und der Einsatzphase ab. Während mehrere hundert Personen durch einen Betreuungszug verpflegt werden können, ist die Kapazität bei Personentransporten durch die verfügbaren Fahrzeuge limitiert und deutlich geringer. Die Kapazität bei der behelfsmäßigen Unterbringung hängt wiederum von den Gegebenheiten der als Not- beziehungsweise Behelfsunterkunft zur Verfügung stehenden Gebäude und der Hilfsbedürftigkeit der Betroffenen ab.

Literatur

Bayerisches Rotes Kreuz (Hrsg.): Lehrbuch für den Betreuungsdienst. Hofmann-Verlag GmbH, Hildburghausen 1991, ISBN 3-92-286534-8
Deutsches Rotes Kreuz e.V. (Hrsg.): Leistungsbeschreibungen des DRK-Betreuungsdienstes. DRK-Service GmbH, Berlin 2011, Art.-Nr. 826 202
Hanno Peter (Hrsg.): Der Betreuungseinsatz – Grundlagen und Praxis. 2. Auflage. Stumpf & Kossendey, Edewecht 2001, ISBN 3-93-275036-5

Einzelnachweise

↑ a b c d BBK / BZS: Betreuungsdienst (BtDi) im Katastrophenschutz. Stärke- und Ausstattungsnachweisung Betreuungszug (BtZ). STAN-Nr. 061. Stand: Mai 1984.

↑ a b c d e f BBK / BZS: Betreuungsdienst (BtDi) im Katastrophenschutz. Stärke- und Ausstattungsnachweisung Betreuungsleitzug (BtLtZ). STAN-Nr. 062. Stand Mai 1984.

↑ a b c d e BBK / BZS: Betreuungsdienst (BtDi) im Katastrophenschutz. Stärke- und Ausstattungsnachweisung Betreuungsstelle (BtSt). STAN-Nr. 063. Stand Mai 1984.

Weblinks

BBK: deutsches Notfallvorsorge-Informationssystem (deNIS IIplus)

Dieser Artikel wurde am 7. Dezember 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

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III. Finanzanlagen 1.183.349
B. Umlaufverm?gen
I. Vorr?te 3.539.782 3.545.872 7.680.019
II. Forderungen und sonstige Verm?gensgegenst?nde 5.176.718 9.491.359 6.824.192
III. Wertpapiere 811.713 5.867.412 4.132.534
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 7.047.091 9.179.617
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Passiva
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Euro
2018
Euro
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I. Gezeichnetes Kapital 2.484.349 206.945
II. Kapitalr?cklage 5.940.648 3.465.230
III. Gewinnr?cklagen 994.292 6.318.352
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 9.495.803 5.748.125
V. Jahres?berschuss/Jahresfehlbetrag 8.349.219 7.797.300
B. R?ckstellungen 3.924.852 225.302
C. Verbindlichkeiten 791.954 178.954
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.072.599 4.551.154
Summe


Gewinn- u. Verlustrechnung
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Gewinn- und Verlustrechnung
01.01.2019 – 01.01.2019 01.01.2018 – 01.01.2018
? ? ? ?
1. Sonstige betriebliche Ertr?ge 4.439.796 8.009.927
2. Personalaufwand
a) L?hne und Geh?lter 6.446.978 2.016.895
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen f?r Altersversorgung und Unterst?tzung 2.370.322 8.931.811 8.555.862 2.385.274
– davon f?r Altersversorgung ? 0,00 (2018 ? 0,00)
Abschreibungen
auf Verm?gensgegenst?nde des Umlaufverm?gens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft ?blichen Abschreibungen ?berschreiten
7.533.196 5.178.264
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.718.811 8.785.156
4. Ergebnis der gew?hnlichen Gesch?ftst?tigkeit 8.439.303 7.713.387
Jahresfehlbetrag 9.917.123 6.790.068
5. Jahres?berschuss 8.418.169 4.646.499
6. Verlustvortrag aus dem 2018 2.915.906 8.641.052
7. Bilanzverlust 7.779.273 4.628.340


Entwicklung des Anlageverm?gens
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I. Sachanlagen
1. Grundst?cke, grundst?cksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst?cken 8.369.857 9.947.855 408.468 5.465.695 4.865.426 8.937.675 7.019.240 4.677.784 5.975.935 8.719.839
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.099.958 584.930 209.605 7.912.908 4.188.345 1.611.298 9.318.545 7.260.139 5.267.065 4.972.542
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Gesch?ftsausstattung 8.220.683 5.939.595 6.742.354 8.656.296 9.735.837 8.618.581 1.585.435 3.005.973 5.535.668 4.493.220
6.719.106 1.854.900 4.117.609 253.797 2.453.216 8.180.555 7.180.861 1.479.095 9.379.211 312.048
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.061.031 6.363.540 681.368 1.620.770 7.015.566 6.219.324 2.643.725 2.573.486 7.991.963 4.254.883
2. Genossenschaftsanteile 7.837.170 2.124.729 1.573.794 5.411.269 7.362.089 8.443.079 8.796.661 5.251.356 7.960.792 7.887.732
3.889.090 4.798.778 7.870.954 7.396.406 5.749.544 9.752.229 932.941 9.712.012 3.509.211 3.004.723
3.151.007 5.992.001 1.515.365 8.127.116 4.915.921 6.374.665 9.581.563 535.863 9.278.680 6.450.631

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Businessplang der Innenarchitekten Gesellschaft mbH aus Berlin

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Muster eines Businessplans

Businessplan Innenarchitekten Gesellschaft mbH

, Geschaeftsfuehrer
Innenarchitekten Gesellschaft mbH
Berlin
Tel. +49 (0) 4682662
Fax +49 (0) 4229047
@hotmail.com

Inhaltsverzeichnis

MANAGEMENT SUMMARY 3

1. UNTERNEHMUNG 4
1.1. Geschichtlicher Hintergrund 4
1.2. Unternehmensziel und Leitbild 4
1.3. Unternehmensorganisation 4
1.4. Situation heute 4

2. PRODUKTE, DIENSTLEISTUNG 5
2.1. Marktleistung 5
2.2. Produkteschutz 5
2.3. Abnehmer 5

3. Markt 6
3.1. Marktuebersicht 6
3.2. Eigene Marktstellung 6
3.3. Marktbeurteilung 6

4. KONKURRENZ 7
4.1. Mitbewerber 7
4.2. Konkurrenzprodukte 7

5. MARKETING 8
5.1. Marktsegmentierung 8
5.2. Markteinfuehrungsstrategie 8
5.3. Preispolitik 8
5.4. Verkauf / Vertrieb / Standort 8
5.5. Werbung / PR 8
5.6. Umsatzziele in EUR 1000 9

6. STANDORT / LOGISTIK 9
6.1. Domizil 9
6.2. Logistik / Administration 9

7. PRODUKTION / BESCHAFFUNG 9
7.1. Produktionsmittel 9
7.2. Technologie 9
7.3. Kapazitaeten / Engpaesse 9
7.4. Wichtigste Lieferanten 10

8. MANAGEMENT / BERATER 10
8.1. Unternehmerteam 10
8.2. Verwaltungsrat 10
8.3. Externe Berater 10

9. RISIKOANALYSE 11
9.1. Interne Risiken 11
9.2. Externe Risiken 11
9.3. Absicherung 11

10. FINANZEN 11
10.1. Vergangenheit 11
10.2. Planerfolgsrechnung 12
10.3. Bilanz per 31.12.2009 12
10.4. Finanzierungskonzept 12

11. ANFRAGE FUER FREMDKAPITALFINANZIERUNG 12

Management Summary

Die Innenarchitekten Gesellschaft mbH mit Sitz in Berlin hat das Ziel Innenarchitekten in der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich neu zu etablieren. Sie bezweckt sowohl die Entwicklung, Produktion als auch den Handel mit Innenarchitekten Artikeln aller Art.

Die Innenarchitekten Gesellschaft mbH hat zu diesem Zwecke neue Innenarchitekten Ideen und Konzeptentwicklungen entworfen. Innenarchitekten ist in der Bundesrepublik Deutschland im Gegensatz zum nahen Ausland und den USA noch voellig unterentwickelt. Es gibt erst wenige oeffentliche Geschaefte, keine Innenarchitekten Onlineshops mit einem breiten Produkteangebot und einer Auswahl an klar differenzierten Produkten in Qualitaet und Preis.

Die selbstentwickelten Spezialprodukte der Innenarchitekten Gesellschaft mbH werden selbsthergestellt und ueber das Unternehmen sowie Aussenstellen zusammen mit den uebrigen Produkten vertrieben. Es besteht aufgrund des eingesetzten Booms an neuen oeffentlichen Shops und allgemein des immer beliebter werdenden Handels von Innenarchitekten eine hohes Absatzpotenzial fuer die vorliegende Geschaeftsidee. Allerdings ist damit zu rechnen, dass mit dem steigenden Bedarf Grossverteiler in das Geschaeft einsteigen koennten. Einzelne Versuche von Grossverteiler scheiterten am Know-how und der zoegerlichen Vermarktung.

Fuer den weiteren Aufbau des Unternehmens und den Markteintritt benoetigt das Unternehmen weiteres Kapital im Umfange von EUR 6 Millionen. Dafuer suchen die Gruender weitere Finanzpartner. Das Unternehmen rechnet in der Grundannahme bis ins Jahr 2022 mit einem Umsatz von EUR 119 Millionen und einem EBIT von EUR 1 Millionen

1. Unternehmung

1.1. Geschichtlicher Hintergrund

Das Unternehmen wurde von
a) , geb. 1983, Berlin
b) , geb. 1974, Remscheid
c) , geb. 1991, Wirtschaftsjuristin, Cottbus

am 2.4.207 unter dem Namen Innenarchitekten Gesellschaft mbH mit Sitz in Berlin als Kapitalgesellschaft mit einem Stammkapital von EUR 419000.- gegruendet und im Handelsregister des Berlin eingetragen.

Das Stammkapital ist aufgeteilt in ? nominell EUR 1000.-. Die Gruender a) ? d) sind am Unternehmen mit 40% und der Gruender e) mit 24% am Stammkapital beteiligt. Die operative Aufnahme des Geschaeftes fand per 1. Januar des Gruendungsjahres statt.

1.2. Unternehmensziel und Leitbild

Musikinstrumente Liste der Ausgaben und Motive Navigationsmenü

1.3. Unternehmensorganisation

Die Geschaeftsleitung wird von , CEO, CFO wahrgenommen. Um die geplanten Expansionsziele zu erreichen, soll der Personalbestand per 1. April 2019 wie folgt aufgestockt werden:
21 Mitarbeiter fuer kaufmaennische Arbeiten
32 Mitarbeiter fuer Entwicklung
3 Mitarbeiter fuer Produktion
10 Mitarbeiter fuer Verkauf
Das Unternehmen verfuegt ueber Bueroraeumlichkeiten, Produktions- und Lagerraeumlichkeiten in Berlin im Umfange von rund 34000 m2. Das Finanz- und Rechnungswesen wird mittels der modernen EDV-Applikation ALINA durch zwei Mitarbeiter betreut und vom CFO gefuehrt.

1.4. Situation heute

Das Unternehmen hat im ersten Geschaeftsjahr per 31. Dezember einen Umsatz von EUR 6 Millionen und einen EBIT von EUR 394000.- erwirtschaftet.

2. Produkte, Dienstleistung

2.1. Marktleistung

Das Unternehmen hat folgende Artikel im Angebot:
n Beschreibungen mit einer Markierung versehen eingerückt.
Wert: Der Frankaturwert der einzelnen Marke in Pfennig. Ein „+“ bedeutet, dass es sich um eine Zuschlagmarke handelt (= Frankaturwert + Spende).
Ausgabedatum: Das Datum des erstmaligen Verkaufs dieser Briefmarke.
Auflage: Soweit bekannt, wird hier die zum Verkauf angebotene Anzahl dieser Ausgabe angegeben.
Entwurf: Soweit bekannt, wird hier angegeben, von wem der Entwurf dieser Marke stammt.
Mi.-Nr.: Diese Briefmarke wird im Michel-Katalog unter der entsprechenden Nummer gelistet.

Briefmarken-Jahrgang 1973 der Deutschen Bundespost

Bild

Beschreibung

Werte in Pfennig

Ausgabe- datum

Auflage

Entwurf

MiNr.

Wohlfahrtsmarken 1973: Musikinstrumente
Waldhorn aus dem 19. Jahrhundert

25+10

5. Oktober 1973

9.792.000

Isolde Monson-Baumgart

782

Pedalflügel aus dem 18. Jahrhundert

30+15

5. Oktober 1973

11.127.000

Isolde Monson-Baumgart

783

Geige aus dem 18. Jahrhundert

40+20

5. Oktober 1973

14.384.000

Isolde Monson-Baumgart

784

Pedalharfe aus dem 18. Jahrhundert

70+35

5. Oktober 1973

6.705.000

Isolde Monson-Baumgart

785

Weihnachtsmarke 1973
Weihnachtsstern

30+15

9. November 1973

8.797.000

Isolde Monson-Baumgart

790

Briefmarken-Jahrgang 1973 der Deutschen Bundespost Berlin

Bild

Beschreibung

Werte inPfennig

Ausgabe-datum

Auflage

Entwurf

Mi.-Nr.

Wohlfahrtsmarken 1973: Musikinstrumente
Drehleier (17. Jahrhundert)

20+10

5. Oktober 1973

6.708.000

Isolde Monson-Baumgart

459

Trommel (16. Jahrhundert)

30+15

5. Oktober 1973

5.721.000

Isolde Monson-Baumgart

460

Laute (18. Jahrhundert)

40+20

5. Oktober 1973

6.375.000

Isolde Monson-Baumgart

461

Orgel (16. Jahrhundert)

70+35

5. Oktober 1973

4.037.000

Isolde Monson-Baumgart

462

Weihnachtsmarke 1973
Weihnachtsstern

20+10

9. November 1973

5.175.000

Isolde Monson-Baumgart

463

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Briefmarkenjahrgänge von Deutscher (Bundes)post und Deutscher (Bundes)post Berlin

Deutsche Post (1949) und Deutsche Bundespost (1950–1995):
1949 |
1950 |
1951 |
1952 |
1953 |
1954 |
1955 |
1956 |
1957 |
1958 |
1959 |
1960 |
1961 |
1962 |
1963 |
1964 |
1965 |
1966 |
1967 |
1968 |
1969 |
1970 |
1971 |
1972 |
1973 |
1974 |
1975 |
1976 |
1977 |
1978 |
1979 |
1980 |
1981 |
1982 |
1983 |
1984 |
1985 |
1986 |
1987 |
1988 |
1989 |
1990 |
1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995
Deutsche Post Berlin (1948–1954) und Deutsche Bundespost Berlin (1955–1990):
1948 |
1949 |
1950 |
1951 |
1952 |
1953 |
1954 |
1955 |
1956 |
1957 |
1958 |
1959 |
1960 |
1961 |
1962 |
1963 |
1964 |
1965 |
1966 |
1967 |
1968 |
1969 |
1970 |
1971 |
1972 |
1973 |
1974 |
1975 |
1976 |
1977 |
1978 |
1979 |
1980 |
1981&#

Bei den Produkten lit. a) ? d) handelt es sich um gaengige, erprobte Produkte, die im Wesentlichen aus den USA importiert werden. Bei den Produkten e) handelt es sich ausschliesslich um Erfindungen der Innenarchitekten Gesellschaft mbH, vgl. Ziffer 2.2.

Das Produkteangebot rundet saemtliche Beduerfnisse eines Kunden fuer die Umsetzung seines Projektes zu deutlich tieferen Preisen als diejenige der Konkurrenz ab. Mit jedem Verkauf erfolgt eine Beratung des Kunden vor Ort. Zudem geniesst er den Vorteil, innovative neue Produkte dank der ausgewiesenen Fachkompetenz von Innenarchitekten Gesellschaft mbH kennenzulernen.

2.2. Produkteschutz

Die Spezialprodukte der Innenarchitekten Gesellschaft mbH sind mit den Patenten Nrn. 303.758, 768.440 sowie 523.216 in der Bundesrepublik Deutschland, Deutschland, Oesterreich, Frankreich und Italien bis 2039 geschuetzt.

2.3. Abnehmer

Das Unternehmen ist vollstaendig abhaengig vom Endkonsumenten. Es besteht ein grosses Potenzial. Erkannt wurde auch, dass der Anfangspreis und die Beratung eine sehr wesentliche Rolle beim Einkauf spielen. Die Nachrage ist eng verknuepft mit dem eigentlichen Markt, der in Ziffer 3 nachstehend eingehend beschrieben wird.

3. Markt

3.1. Marktuebersicht

Gemaess eigener Einschaetzung betraegt derzeit das Marktvolumen in der Bundesrepublik Deutschland rund EUR 143 Millionen. In der Bundesrepublik Deutschland sind heute 427000 Personen im Innenarchitekten Segment taetig und geben im Durchschnitt rund EUR 505000.- pro Jahr fuer Equipment aus. Aufgrund der durchgefuehrten Befragungen und eigener Einschaetzung besteht in den naechsten 16 Jahren ein markantes Wachstum. Wir rechnen bis ins Jahr 2027 mit knapp einer Verdoppelung des Volumens.

Neue technische Entwicklungen sind nur in unwesentlichen Teilbereichen zu erwarten.

3.2. Eigene Marktstellung

Die eigene Marktstellung ist mit EUR 6 Millionen noch unbedeutend. Die massive Nachfrage in unserem Shop am bisherigen Domizil laesst aber ein grosses Potential fuer Marktgewinne erwarten. Wir strengen einen Marktanteil in den naechsten 2 Jahren von 1 0% an, was einem Umsatz von rund EUR 203 Millionen entsprechen duerfte.

3.3. Marktbeurteilung

Innenarchitekten ist in der Bundesrepublik Deutschland im Trend! Innenarchitekten hat sich in der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen fu7 Jahren zu einem Trend entwickelt, die nicht nur aeltere, sondern vor allem Personen beiderlei Geschlechts in den Altersjahren 20 ? 75 anspricht. Diese Annahme wird durch die um mehr als 1 0% jaehrlich wachsenden Mitgliederzahlen der Bundesrepublik Deutschlanderischen IHKs gestuetzt. V

Die notwendige Ausbildung zur Ausuebung im Sektor Innenarchitekten wird von den einzelnen Orten reichlich angeboten. Aber auch im Ausland sind Pruefungen in Kombination mit Ferien machbar und beliebt. In der Branche bestehen derzeit noch lokal sehr verschiedene staatliche und politische Huerden fuer die Erstellung und den Betrieb von Innenarchitekten Produktionsanlagen. Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre hat aber gezeigt, dass der Boom nicht mehr aufzuhalten ist und auch den Mittelstand der Bevoelkerung erfasst hat.

Das Kaufverhalten der Kunden duerfte unterschiedlich sein. Es ist von folgender Marktaufteilung auszugehen:

Regionen Marktanteil Tendenz
DeutschBundesrepublik Deutschland 69 %
England 19%
Polen 19%
Oesterreich 36%
Oesterreich 36%

Substitutionsmoeglichkeiten bestehen in dem Sinne, als auch Innenarchitekten durch andere Sport- und Freizeitaktivitaeten verdraengt werden koennte. Derzeit bestehen allerdings derart viele und zersplitterte Sport- und Freizeittrends, dass sich bis heute kein anderer starker Trend herausbilden konnte.

Erfahrungen in den USA und England, der Geburtsstaette der Innenarchitekten, zeigen, dass mit der starken Abdeckung von Shops und Plaetzen der Markt wohl gesaettigt ist, aber nach wie vor ein bescheidenes Wachstum von rund 28% vorhanden ist. Im Vergleich zur USA ist die Platzdichte in der Bundesrepublik Deutschland rund 59 mal kleiner.

4. Konkurrenz

4.1. Mitbewerber

Im Moment werden wir von kleinen Shops der einzelnen Gemeinden und einigen kleineren Shops konkurrenziert. Die meisten dieser Shops bieten sehr renommierte Marken zu 23 ? 74% hoeheren Preisen im Vergleich zu den USA an. Wir befuerchten, dass sich in den naechsten Jahren auch Grossverteiler diese Produkte in ihr Sortiment aufnehmen koennten und zu klar tieferen Preisen vertreiben wuerden. Es ist kaum zu erwarten, dass die Konkurrenz ihre Strategien aendern wird. Sie werden die Hochpreispolitik weiter verfolgen, da sie ansonsten aufgrund ihres hohen Fixkostenanteils keine ueberlebenschancen haetten.

4.2. Konkurrenzprodukte

Weil wir neben wenigen Eigenmarken vor allem Handelsprodukte einsetzen werden, sind wir von Konkurrenzprodukten mehrheitlich unabhaengig.

5. Marketing

5.1. Marktsegmentierung

Kundensegemente:

Marktgebiete:

5.2. Markteinfuehrungsstrategie

Erschliessung der Marktgebiete

5.3. Preispolitik

Preise bewegen sich rund 20% unter den Preisen der Mitbewerber.

5.4. Verkauf / Vertrieb / Standort

Wir wollen Verkaufspunkte (POS) sukzessive auf der Basis der Markteinfuehrungsstrategie gemaess Ziffer 5.2. in der ganzen Bundesrepublik Deutschland einrichten. Zusaetzlich sind wir in den groessten Verbaenden der Bundesrepublik Deutschland vertreten. Weiter werden wir an Messen aller Art teilnehmen. Der heutige Standort dient einerseits als POS und als Verwaltungszentrum und Zentrallager. Sukzessive werden auf der Basis der Markteinfuehrungsstrategie gemaess Ziffer 5.2. neue Verkaufsstandorte eingerichtet und betrieben.

5.5. Werbung / PR

Die Werbung/PR wird zielgerichtet ueber Radio, Fernsehen, Zeitungen und Mailings lanciert.

5.6. Umsatzziele in EUR 590000

Produkte 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Ist Soll Soll Soll Soll Soll
Sets 3?000 27?000 50000 172?000 465?000 959?000
Zubehoer inkl. Kleidung 8?000 18?000 53000 317?000 526?000 954?000
Trainingsanlagen 2?000 16?000 36000 166?000 493?000 736?000
Maschinen 9?000 15?000 31000 382?000 500?000 787?000
Spezialitaeten 9?000 12?000 34000 360?000 519?000 782?000

6. Standort / Logistik

6.1. Domizil

Alle notwendigen Raeumlichkeiten des Unternehmens werden gemietet.

6.2. Logistik / Administration

Die personellen Ressourcen werden der Umsatzentwicklung und der Schaffung von neuen POS laufend angepasst. Die heute verwendete EDV genuegt den heutigen und kuenftigen Anforderungen mindestens bis zu einer Umsatzentwicklung von EUR 78 Millionen.

7. Produktion / Beschaffung

7.1. Produktionsmittel

Die fuer die Entwicklung und Produktion (Montage) der Spezialprodukte notwendigen Mittel und Instrumente sind vorhanden. Zusaetzliche Maschinen und Einrichtungen werden entweder eingemietet oder extern produziert.

7.2. Technologie

Das fuer die Entwicklung der Spezialitaeten vorhandene Know-how ist im Technik-Team auf 9 Personen verteilt. Es bestehen keine grossen personelle Abhaengigkeiten, weil saemtliches Wissens auch laufend dokumentiert wird.

7.3. Kapazitaeten / Engpaesse

Das heutige Team ist auf die bestehenden Beduerfnisse aufgebaut. Mit der Weiterentwicklung des Unternehmens ist ein Ausbau auf etwa zehn Techniker geplant.

7.4. Wichtigste Lieferanten

Lieferanten Produktereihen Anteil am Einkaufsvolumen

Einkaufsvolumen von EUR 5 Millionen diskutiert.

8. Management / Berater

8.1. Unternehmerteam

? CEO:

? CFO:

Administration
Marketing
Verkauf
Einkauf
Entwicklung

8.2. Verwaltungsrat

Praesident: (Mitgruender und Investor)
Delegierter: (CEO)
Mitglied: Dr. , Rechtsanwalt
Mitglied: , Unternehmer

8.3. Externe Berater

Als Revisionsstelle amtet die Revisions-Treuhand AG.
Die Geschaeftsleitung wird zudem durch das Anwaltsbuero Partner & Partner in Berlin und das Marketingbuero Vater & Sohn in Berlin beraten.

9. Risikoanalyse

9.1. Interne Risiken

Das Unternehmen ist heute personell sehr knapp dotiert. Einzelne Abgaenge im Management koennten das Unternehmen entscheidend schwaechen.

9.2. Externe Risiken

Auf gesetzlicher Stufe sind keine Auflagen bzw. Einschraenkungen gegen den von uns bearbeiteten Innenarchitekten Markt zu erwarten. Die Rahmenbedingungen fuer das Entstehen von weiteren Moeglichkeiten werden durch die eingesetzte Strukturbereinigung in der Landwirtschaft eher beguenstigt als erschwert. Mit dem Bau von Produktionsanlagen werden neue Arbeitsplaetze fuer Bauern geschaffen (Housekeeping, Unterhalten des Gelaendes ganz allgemein, Restauration, Geraete- und Maschinenunterhalt), die ihren bisherigen Beruf aus wirtschaftlichen Gruenden aufgeben mussten. Als groesstes Risiko ist ein Markteintritt eines oder mehrer Grossverteiler zu betrachten.

9.3. Absicherung

Mit der weiteren Expansion des Unternehmens ist das Management breiter abzustuetzen. Gleichzeitig muss der Marktaufbau so rasch als moeglich erfolgen, damit weiteren Bewerbern der Markteintritt mindestens erschwert, wenn nicht sogar verunmoeglicht werden kann. Zudem ist zu versuchen, weitere Exklusivvertriebsrechte von preislich attraktiven und qualitativ guten Produkten zu erwerben.

10. Finanzen

10.1. Vergangenheit

Das erste Geschaeftsjahr konnte bei einem Nettoumsatz von EUR 3 Millionen mit einem bescheidenen EBIT von EUR 329000.- und einem ausgewiesenen Reingewinn von EUR 27000.- abgeschlossen werden. ueber das erste Geschaeftsjahr gibt der testierte Abschluss im Anhang Auskunft. Generell ist zu bemerken, dass sich der Umsatz in den vergangenen sechs Monaten kontinuierlich gesteigert hat. Daraus wird ersichtlich, dass sich der Erfolg der letzten Monate sich weiter fortsetzt.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte bis heute aus eigenen Mitteln des Unternehmens und einer Betriebskreditlimite der Deutschen Bank von EUR 100000.-. Als Sicherheit sind der Bank die Forderungen aus dem Geschaeftsbetrieb abgetreten worden.

10.2. Planerfolgsrechnung

Base Case 2019 2020e 2021e 2022e 2023e 2024e
Nettoumsatz 6?350 1?138 29?546 35?671 50?250 134?669
Warenaufwand 3?518 7?697 18?612 36?327 67?247 275?773
Bruttogewinn 2?155 1?841 10?430 36?134 50?849 268?417
Betriebsaufwand 2?347 6?808 19?149 47?427 53?829 220?357
EBITDA 5?608 6?371 17?190 50?883 72?596 279?507
EBIT 3?189 8?111 11?257 32?860 73?190 130?651
Reingewinn 8?365 3?414 27?424 50?758 76?447 261?702
Investitionen 5?477 9?118 19?311 43?443 56?181 265?571
Dividenden 1 2 6 8 11 34
e = geschaetzt

10.3. Bilanz per 31.12.2019

Aktiven Passiven

Fluessige Mittel 69 Bank 186
Debitoren 220 Kreditoren 446
Warenlager 108 uebrig. kzfr. FK, TP 856
uebriges kzfr. UV, TA 825

Total UV 1361 Total FK 1?216

Stammkapital 408
Mobilien, Sachanlagen 785 Bilanzgewinn 11

Total AV 314 Total EK 197

1286 3?717

10.4. Finanzierungskonzept

Es ist vorgesehen, die Expansion des Unternehmens mit einem Mittelzufluss von vorerst EUR 3,6 Millionen wie folgt zu finanzieren:
Erhoehung des Stammkapitals von EUR 3,4 Millionen um EUR 1,7 Millionen auf neu EUR 5,8 Millionen mit einem Agio von EUR 7,6 Millionen (eine entsprechende Absichtserklaerung (Letter of intent, LOI) einer Venture Capital Gesellschaft liegt vor) und Aufnahme von Fremdkapital von EUR 1,2 Millionen.
Fuer die Fremdkapitalfinanzierung kann als Sicherheit die Abtretung der Forderungen aus dem Geschaeftsbetrieb sowie eine Buergschaft des Managements im Umfange von maximal EUR 600000.- offeriert werden. Allerdings ist in einem solchen Fall die Betriebskreditlimite der heutigen Bankbeziehung von EUR 6,9 Millionen abzuloesen.

11. Anfrage fuer Fremdkapitalfinanzierung

EUR 38,6 Millionen zu Finanzierung der Expansion in Form eines festen Darlehens bis zum 31.12.2020. Zinssatz SWAP zuzueglich Marge von maximal 2% . Rueckzahlung in jaehrlichen Tranchen von EUR 204000.-, erstmals per 30.12.2019. Sicherheit siehe Ziffer 10.1. Das Unternehmen ist auch offen fuer andere Finanzierungsvarianten.


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  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/allgemeinen-geschaeftsbedingungen-agb-der-emmy-pfister-bildungseinrichtungen-gesellschaft-mbh-aus-oldenburg/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-thekla-endres-sanitaetshaeuser-gmbh-aus-essen/
  4. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-anna-arnold-fahnen-ges-m-b-haftung-aus-gelsenkirchen/
  5. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-reinigungsservice-einer-gmbh-aus-bremerhaven-2/
  6. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-esoterik-einer-gmbh-aus-augsburg/
  7. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-harry-wa%c2%b6lfli-medizinische-geraete-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-koblenz/

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Essen Geographie Geschichte Stadtgebiets- und Einwohnerentwicklung Politik Wirtschaft und Infrastruktur Kultur Religionen Sport Persönlichkeiten Sonstiges Navigationsmenü aus Mannheim

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Dieser Artikel handelt von der Stadt Essen im Ruhrgebiet. Zu weiteren Bedeutungen siehe Essen (Begriffsklärung).

Wappen

Deutschlandkarte

51.4580694444447.0147611111111116Koordinaten: 51° 27′ N, 7° 1′ O

Basisdaten

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:

Düsseldorf

Höhe:

116 m ü. NHN

Fläche:

210,34 km2

Einwohner:

583.109 (31. Dez. 2018)[1]

Bevölkerungsdichte:

2772 Einwohner je km2

Postleitzahlen:

45127–45359

Vorwahlen:

0201, 02054, 0209Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text

Kfz-Kennzeichen:

E

Gemeindeschlüssel:

05 1 13 000

LOCODE:

DE ESS

NUTS:

DEA13

Stadtgliederung:

9 Stadtbezirke mit
50 Stadtteilen

Adresse der
Stadtverwaltung:

Porscheplatz 1
45121 Essen

Website:

www.essen.de

Oberbürgermeister:

Thomas Kufen (CDU)

Lage von Essen in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf

Wahrzeichen der Stadt Essen: Zeche Zollverein
Von Hochhäusern geprägtes Südviertel in Essens Stadtmitte
Essener Skyline
Villa Hügel; Symbol der Familiendynastie Krupp und der Industrialisierung, sowie ein Wahrzeichen der Stadt Essen

Essen ist eine Großstadt im Zentrum des Ruhrgebiets und der Metropolregion Rhein-Ruhr. Aufgrund ihrer regionalen Bedeutung, Skyline und Lage wird die Stadt Essen manchmal als „Hauptstadt des Ruhrgebiets“ bezeichnet.[2] Essen ist nach Köln, Düsseldorf und Dortmund die viertgrößte Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen und eines der Oberzentren. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf zählt mit ihren rund 580.000 Einwohnern zu den zehn größten Städten Deutschlands. Essen ist als bedeutender Industriestandort Sitz bekannter Großunternehmen und mit der 1972 gegründeten Universität-Gesamthochschule, die 2003 mit der Universität am Nachbarstandort in Duisburg zur Universität Duisburg-Essen fusionierte, auch Hochschulstandort. Im Jahre 1958 wurde die Stadt Sitz des neugegründeten Bistums Essen.

Die auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurückgehende Stadt an der Ruhr ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland und im Regionalverband Ruhr. Im Rahmen des Projekts RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas war Essen im Jahr 2010 stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas.

Neben dem Stift Essen war das von Liudger um 800 gegründete Kloster Werden ein Zentrum der spätantik-frühchristlichen Textüberlieferung. Im 14. Jahrhundert von Kaiser Karl IV. zur freien Reichsstadt erhoben, war Essen seit dem Spätmittelalter Waffenschmiede und stieg mit der Industrialisierung zu einem der wichtigsten Zentren der Montanindustrie in Deutschland (mit eigener Kuxbörse) auf. Nach massivem Rückgang der Schwerindustrie ab Mitte der 1960er Jahre hat Essen im Zuge des Strukturwandels einen starken Dienstleistungssektor entwickelt. Heute erinnern das Essener Münster und die älteste erhaltene vollplastische Marienfigur des christlichen Abendlandes (Goldene Madonna) an die mittelalterliche Geschichte der Stadt. Gleichzeitig zeugen Monumente der Industriekultur von ihrer schwerindustriellen Vergangenheit, besonders das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Das Stadtbild ist auch durch markante Hochhäuser geprägt.

Mit dem Museum Folkwang verfügt Essen über eine renommierte Sammlung moderner Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien. Das nach Plänen von Alvar Aalto erbaute Opernhaus, die Folkwang Universität der Künste, das Grillo-Theater oder das Deutsche Plakatmuseum sind angesehene Kunst- und Kultureinrichtungen.

Nachdem Essen 2010 Kulturhauptstadt Europas war, erhielt sie für das Jahr 2017 den Titel Grüne Hauptstadt Europas.

Inhaltsverzeichnis

1 Geographie

1.1 Räumliche Lage
1.2 Gewässer
1.3 Stadtgliederung
1.4 Nachbarstädte
1.5 Klima

2 Geschichte

2.1 Vorgeschichte
2.2 Stiftsgründung
2.3 Dreißigjähriger Krieg
2.4 Auflösung des Stifts Essen und Anschluss an Preußen
2.5 Industrialisierung
2.6 Erster Weltkrieg
2.7 Ruhrbesetzung
2.8 Phase der nationalsozialistischen Machteroberung 1933/34
2.9 Novemberpogrom 1938
2.10 Zwangsarbeiterlager und KZ-Außenlager
2.11 Zweiter Weltkrieg
2.12 Wiederaufbau
2.13 Kohlenkrise
2.14 Neue Entwicklungen

3 Stadtgebiets- und Einwohnerentwicklung

3.1 Stadtgebietsentwicklung
3.2 Einwohnerentwicklung
3.3 Namensherkunft

4 Politik

4.1 Stadtoberhäupter
4.2 Stadtrat
4.3 Ratssitzungen
4.4 Haushalt
4.5 Stadtwappen und -flagge
4.6 Städtepartnerschaften

5 Wirtschaft und Infrastruktur

5.1 Ansässige Unternehmen
5.2 Einzelhandel
5.3 Medien
5.4 Bildungseinrichtungen
5.5 Gesundheitseinrichtungen
5.6 Öffentliche Einrichtungen
5.7 Verkehr

5.7.1 Luftverkehr
5.7.2 Schienenverkehr
5.7.3 Öffentlicher Personennahverkehr
5.7.4 Straßenverkehr
5.7.5 Fahrradverkehr
5.7.6 Stadthafen Essen

5.8 Wasserversorgung
5.9 Abfallwirtschaft
5.10 Bauwerke
5.11 Naturräume
5.12 Grün- und Parkanlagen
5.13 Tourismus

6 Kultur

6.1 Philharmonie, Oper und Theater
6.2 Museen
6.3 Geschichtsvereine
6.4 Kino
6.5 Kulturzentren
6.6 Regelmäßige Veranstaltungen

7 Religionen

7.1 Konfessionsstatistik
7.2 Christentum

7.2.1 Konfessionelle Lage bis zur Säkularisation
7.2.2 Evangelische Kirchen
7.2.3 Römisch-katholische Kirche
7.2.4 Orthodoxe Gemeinden
7.2.5 Weitere Kirchen und christliche Gemeinschaften

7.3 Judentum
7.4 Buddhismus
7.5 Islam
7.6 Sikhismus
7.7 Hinduismus

8 Sport

8.1 Rudern
8.2 Fußball
8.3 Handball
8.4 Basketball
8.5 Volleyball
8.6 American Football
8.7 Rugby
8.8 Feldhockey
8.9 Skaterhockey
8.10 Eishockey
8.11 Eiskunstlauf
8.12 Laufen
8.13 Lacrosse
8.14 Segeln
8.15 Kanusport
8.16 Tischtennis
8.17 Golf
8.18 Snooker
8.19 Rollstuhltanz
8.20 Ringen
8.21 Schwimmen
8.22 Olympiastützpunkt

9 Persönlichkeiten
10 Sonstiges
11 Literatur
12 Weblinks
13 Einzelnachweise

Geographie

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenBlick auf Essen aus Richtung Mülheim-Heißen

Essen im Ballungsraum Rhein-Ruhr

Baldeneysee

Die Ruhr in Kettwig

Die Brehminsel in Essen-Werden

Stein mit Hinweistafel, höchste Erhebung Essens

Räumliche Lage

Essen liegt im Zentrum des Ruhrgebietes, zum größten Teil nördlich der Ruhr, die unter anderem, zwischen den Stadtteilen Kupferdreh, Heisingen, Fischlaken und Werden aufgestaut, den Baldeneysee bildet.

Essen befindet sich in der Metropolregion Rhein-Ruhr, einer Wirtschaftsregion und einem städtischen Ballungsraum im Westen Deutschlands. Die Region zählt zu den größten Verdichtungsräumen innerhalb der europäischen Megalopolis und ist somit der größte Ballungsraum in Deutschland. In den 20 kreisfreien Städten und zehn Kreisen der Region leben rund elf Millionen Einwohner auf knapp 10.000 km² (Stand 2005). Etwa neun Millionen Menschen leben in einem Umkreis von 50 Kilometern um Essen. Essen ist eines der vier großen Zentren des Ruhrgebiets, neben Dortmund, Duisburg und Bochum.

Die mittlere Höhenlage der Stadt beträgt 116 m ü. NN. Die höchste Erhebung des Stadtgebiets befindet sich in Heidhausen und beträgt 202,5 m ü. NN, die tiefste Stelle in Karnap misst 26,5 m ü. NN. Der geografische Mittelpunkt Essens befindet sich in Rüttenscheid im Bereich Müller-Breslau-Straße und Wittenbergstraße. Die Lage der Stadt an der nördlichen Grenze der Mittelgebirge bestimmt den geographischen Bauplan Essens und des gesamten Ruhrgebietes, das eine deutliche Ost-West-Ausstreckung zwischen Ruhrtal im Süden über die Hellwegebene bis zur Emschertalung im Norden aufweist. Die beiden von Ost nach West verlaufenden Flüsse Ruhr und Emscher geben der Landschaft ihre eigene Prägung. Die aus dem Sauerland kommende Ruhr windet sich um die Hügel der südlichen Stadtteile und bildet Auenlandschaften sowie die Stauseen Baldeneysee und Kettwiger See. Die Emscher im Norden und parallel dazu der Rhein-Herne-Kanal verlaufen schnurgerade durch das Stadtgebiet und münden, wie die Ruhr, bei Duisburg in den Rhein.

Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 21 Kilometer und in West-Ost-Richtung 17 Kilometer. Die Länge der Stadtgrenze beläuft sich auf 87 Kilometer.

Gewässer

Im gesamten Stadtgebiet befinden sich Bachläufe mit einer Länge von rund 275 Kilometern. Zu den bekanntesten Gewässern zählen im Norden die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal sowie im Süden der Stadt die Ruhr mit dem Baldeneysee und dem Kettwiger See.

Im Norden der Stadt befinden sich die Bäche, die durch die Industrialisierung gekennzeichnet sind. Viele der Bäche dienen der Abwasserentsorgung, die jedoch im Zuge der Emscher-Renaturierung durch die Emschergenossenschaft nach und nach wieder in einen naturnahen Zustand versetzt werden. Durch die Renaturierung wird das Umfeld der Bäche aufgewertet. Zu diesen Köttelbecken zählen der Borbecker Mühlenbach, die Berne, der Stoppenberger Bach sowie der Schwarzbach. Zu den Bächen, die ihren naturnahen Zustand behalten haben, zählen der Hexbach, der Barchembach und die Schönebecke.

Im Süden der Stadt fließen die Ruhr und naturnahe Bäche, die in großen Teilen in Landschaftsschutzgebiete eingebunden sind. Zu den größeren zählen der Hesperbach und der Deilbach, kleinere sind der Oefter Bach, der Schuirbach und der Wolfsbach.

Stadtgliederung

Karte Stadtteile/-bezirke

Das Stadtgebiet Essens besteht aus neun Stadtbezirken. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister. Die Stadtbezirke werden mit römischen Zahlen und mit einem besonderen Namen, der teilweise auch aus mehreren Stadtteilnamen besteht, gekennzeichnet.

Die neun Stadtbezirke sind in insgesamt 50 Stadtteile unterteilt. Die meisten der Stadtteile waren früher einmal selbstständige Gemeinden und verloren ihre Selbständigkeit durch Eingemeindungen. Die Stadtteile werden mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet.

Aufgrund der naturräumlichen Gliederung ist das Essener Stadtbild deutlich zweigeteilt zwischen den dicht besiedelten nördlichen Stadtteilen sowie den Bereichen um die Innenstadt herum einerseits und dem durch ausgedehnte Grünflächen und eher kleinräumige Bebauung geprägten südlichen Teil andererseits.

Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Essen

Nachbarstädte

Folgende Städte grenzen an Essen (von Osten im Uhrzeigersinn):

Bochum
Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis)
Velbert (Kreis Mettmann)
Heiligenhaus (Kreis Mettmann)
Ratingen (Kreis Mettmann)
Mülheim an der Ruhr
Oberhausen
Bottrop
Gladbeck (Kreis Recklinghausen)
Gelsenkirchen

Klima

Die durchschnittliche Temperatur in Essen beträgt 9,6 °C im Jahresmittel. Der kälteste Monat ist der Januar mit 1,5 °C, der wärmste der Juli mit 17,5 °C. Die Niederschlagsmenge beträgt 829 Millimeter pro Jahr, wobei der meiste Niederschlag, mit 93 Millimetern, im Dezember fällt.

Essen
Klimadiagramm

JFMAMJJASOND

 
 
85 
5
0

 
 
58 
6
0

 
 
78 
9
3

 
 
61 
13
5

 
 
72 
18
9

 
 
93 
20
12

 
 
81 
22
14

 
 
79 
22
14

 
 
78 
18
11

 
 
75 
14
8

 
 
81 
8
4

 
 
93 
6
2

Temperatur in °C,  Niederschlag in mmQuelle: DWD;[3] wetterkontor.de,[4] Wetteronline[5]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Essen

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Max. Temperatur (°C)

4,5

5,5

9,1

12,7

17,6

19,9

22,2

22,3

18,3

13,7

8,2

5,6

Ø

13,3

Min. Temperatur (°C)

0,2

0,3

2,9

5,0

9,1

11,6

13,7

13,7

11,1

7,6

3,6

1,6

Ø

6,7

Temperatur (°C)

2,7

3

6,1

10,8

13,7

16,5

19,9

17,4

15,1

11,4

7

3,3

Ø

10,6

Niederschlag (mm)

84,5

58,1

78,2

61,0

72,2

92,8

81,2

78,8

78,0

75,1

81,1

93,1

Σ

934,1

Sonnenstunden (h/d)

1,4

2,5

3,3

4,7

6,2

5,9

6,0

5,9

4,3

3,6

1,8

1,3

Ø

3,9

Regentage (d)

14,1

10,5

13,6

11,1

11,1

12,0

10,4

9,9

11,2

10,9

13,6

14,1

Σ

142,5

Luftfeuchtigkeit (%)

85

80

77

72

70

73

73

74

79

81

84

85

Ø

77,7

T
e
m
p
e
r
a
t
u
r

4,5

0,2

5,5

0,3

9,1

2,9

12,7

5,0

17,6

9,1

19,9

11,6

22,2

13,7

22,3

13,7

18,3

11,1

13,7

7,6

8,2

3,6

5,6

1,6

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g

84,5

58,1

78,2

61,0

72,2

92,8

81,2

78,8

78,0

75,1

81,1

93,1

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez
Quelle: DWD;[3] wetterkontor.de,[4] Wetteronline[5]

Geschichte

Siehe auch: Liste der Bodendenkmäler in Essen

Vorgeschichte

Das älteste Zeugnis menschlicher Aktivität in der Gegend des heutigen Stadtgebietes wurde 1926 beim Bau des Rhein-Herne-Kanals in Essen-Vogelheim gefunden: eine Klinge aus Feuerstein, die Vogelheimer Klinge, und der Knochen eines Höhlenlöwen aus der Saale-Kaltzeit, zwischen 280.000 und 250.000 Jahren alt. Weitere Funde aus der Mittleren Altsteinzeit konnten bis in die jüngste Zeit auch in anderen Stadtteilen gemacht werden (Werden, circa 200.000 B.P.; Dellwig, circa 160.000 B.P.). Ein bedeutender Fund war 1998 ein Rastplatz der jüngeren Altsteinzeit auf den Ruhrhöhen bei Fischlaken, der auf ein Alter zwischen 31.000 und 38.000 Jahren geschätzt wird.

Funde aus der mittleren Steinzeit gibt es, bis auf einige Mikrolithen, kaum. Aufgrund der intensiven Nutzung der Böden im Stadtgebiet gelten solche auch als nicht mehr zu erwarten. Ebenso fehlen Funde aus den größten Teilen der Jungsteinzeit, erst für die Zeit ab 3000 v. Chr. gibt es wieder Belege, zumeist Gräber oder Zufallsfunde wie Beile aus Feuerstein. Wichtigstes Zeugnis dieser Epoche ist die 1937 entdeckte sogenannte Steinkiste von Essen-Kupferdreh, ein kleines Megalithgrab aus dem letzten Abschnitt der Jungsteinzeit, das als „das älteste erhaltene Bauwerk Essens“[6] gilt.[7]

Essen lag im Siedlungsgebiet mehrerer germanischer Stämme (Chatten, Brukterer, Marser), deren genaue Abgrenzung allerdings schwierig ist.

Zu Beginn unserer Zeitrechnung entstand die Alteburg im Essener Süden, die in den 1920er und 1930er Jahren in großen Teilen ergraben wurde. Die Fliehburg wurde vermutlich bis zum 8. Jahrhundert genutzt. Östlich davon liegt die Herrenburg, die wohl aus dem 8. Jahrhundert stammt.

Stiftsgründung

Moderne Statue des Hl. Altfrid vor der Essener Domschatzkammer. In der Hand hält Altfrid in Anlehnung an mittelalterliche Stifterbilder ein Modell des ersten Essener Münsters

Um 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels. Die Gründung geschah vermutlich auf eigenem Grund, genannt Astnidhi bzw. coenobium Astnide. Die beiden ersten Äbtissinnen, die beide Gersuith hießen, gehörten dieser Adelsgruppe an.

Im Jahre 852 wurde eine Stiftsschule gegründet, auf die sich heute noch das Burggymnasium beruft.

Seit etwa 800 gab es etwas weiter südlich, im heutigen Stadtteil Werden, das Kloster Werden, ein Benediktiner-Kloster, das die Missionsarbeit bei den Sachsen im Harzraum (Helmstedt/Halberstadt) vorantreiben sollte. Beide, Damenstift und Kloster, standen bereits im vollständig christianisiertem Umfeld. An das Kloster angeschlossen war eine Klosterschule, welche wie die Stiftsschule zu den ersten Schulen in Deutschland gezählt wird und heute das Gymnasium Essen-Werden bildet. Um etwa 852 begann der Bau der Stiftskirche, welche 870 fertiggestellt wurde. Um das Damenstift herum gab es bereits vor seiner Errichtung einige Gehöfte. Die Kirche wurde nach einem Großbrand 946 erheblich erweitert; auf ihren Fundamenten steht heute das Essener Münster im Zentrum der Stadt. Das erste belegbare urkundliche Datum für Essen ist 898: Zu dieser Zeit werden dem Stift vom lothringischen König Zwentibold linksrheinische Besitzungen vermacht. Eine Urkunde, welche scheinbar aus dem Jahr 870 stammt und die Stiftsgründung beschreibt, wird heute im Allgemeinen als Fälschung aus dem 11. Jahrhundert betrachtet; ob diese auf älteren Urkunden fußt, ist strittig.

Dieses Damenstift, in dem sich zur Feier der Messe Kanoniker aufhielten, war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und Bildungsstätte für unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels. Geleitet wurde es von einer Äbtissin, die als einzige zum Ablegen eines Keuschheitsgelübdes verpflichtet war.

Eine der bemerkenswertesten dieser Damen war die Äbtissin Mathilde. Sie war Enkelin des Kaisers Otto I. und übernahm die Stiftsleitung um 973. Sie lenkte die Geschicke des Stifts und der zugehörigen Ländereien, fast 40 Jahre. Mathilde vermehrte den Kirchenschatz um seine wertvollsten Stücke, unter anderem die Goldene Madonna, die älteste vollplastische Madonnenfigur der Welt. Nach Mathilde übernahm Sophia die Stiftsleitung, ebenfalls Enkelin Ottos I. und Tochter Kaiser Ottos II.

Im Jahre 1041, unter der Stiftsleitung durch die dritte Dame königlichen Geblütes in Folge, Theophanu, einer Enkelin Ottos II., erhielt das schon 1003 als Stadt (civitas) erwähnte Essen das Marktrecht. Zehn Jahre später, 1051, wurde das Münster ein weiteres Mal verändert und erweitert: Dieser Anbau war der Ostteil mit Krypta, in dem der Hl. Altfrid, Mathilde und Theophanu bestattet sind.

Das Damenstift, das bis dato nur einflussreicher Landbesitzer war, bekam 1216 seine Position als Fürstensitz offiziell bestätigt: König Friedrich II. nannte die damalige Äbtissin in einem Brief Reichsfürstin – was sie dem Abt des nahe gelegenen Klosters Werden gleichstellte.

Im Jahre 1244 wurde von der Gemeinschaft der Ministerialen des Stiftes und den Bürgern der Stadt gemeinsam die Essener Stadtmauer errichtet. Die Urkunde hierüber ist die erste, die das Essener Stadtsiegel enthält. Die Essener Bürger entwickelten ein Bürgerbewusstsein.

König Rudolf bestätigte zwar 1290 wieder der Fürstäbtissin ihre Landeshoheit über die Stadt, konnte diese aber nicht vollständig wiederherstellen: Die Bürgerschaft lag im Konflikt mit dem Stift, die wachsende Stadt forderte die Selbstverwaltung: 1336 gab es den ersten Versuch, die Reichsunmittelbarkeit zu erhalten, es dauerte aber noch über 40 Jahre, bis 1377, dann gewährte Kaiser Karl IV. der Stadt den begehrten Titel der freien Reichsstadt – fünf Jahre nachdem er der damals amtierenden Äbtissin Elisabeth von Nassau das genaue Gegenteil bestätigt hatte.

Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die ersten Belege über bergmännische Tätigkeiten in Essen: 1349 erhielt die Fürstäbtissin das Recht, die Bodenschätze auszubeuten, 1354 wurde nachweislich Silber abgebaut. Kohle wurde in Essen zwar 1371 zum ersten Mal erwähnt, aber das erste Kohlebergwerk ist erst für 1450 verzeichnet.

Die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Stift um die Vorherrschaft in der Region hielten bis zur Auflösung des Stiftes 1803 an. Immer wieder gab es rechtliche Streitereien. Einer der Prozesse dauerte 200 Jahre, bis das Reichskammergericht 1670 entschied, die Stadt müsse zwar den Äbtissinnen gebührenden Gehorsam in Gebott und Verbott leisten, dürfe aber trotzdem alle alten Gewohnheitsrechte behalten. Somit blieb die Situation zwischen Stadt und Stift bis zur Säkularisation ungeklärt und konkurrenzbeladen. 1563 schloss sich die Stadt der Reformation an (20 Jahre bevor sie die Reichsunmittelbarkeit und damit das Recht dazu hatte) und wurde evangelisch. Als Kirche diente die Marktkirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt (ursprünglich St. Gertrudis). Nachdem der Reformator von Essen, Heinrich Barenbroch, am 28. April 1563 seine erste Predigt in der Heilig-Geist-Kapelle gehalten hatte, teilte er am 2. Mai in der Gertrudiskirche zum ersten Mal das Abendmahl unter beiderlei Gestalt aus. Schon am 17. Mai musste Barenbroch die Stadt verlassen, weil die Äbtissin den Schutz des klevischen Herzogs gegen die kirchlichen Neuerer angerufen hatte. Ansonsten blieb dem katholischen Stift, das über keine Truppen verfügte, mit denen irgendetwas durchzusetzen gewesen wäre, aber nichts anderes als zuzuschauen.

Am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Essen nachweislich zur Waffenschmiede. Gegen 1570 prosperierte das Büchsenmacherhandwerk. 1620 produzierten die Essener Schmiede 14.000 Gewehre und Pistolen; die Stadt wurde strategisch interessant.

Dreißigjähriger Krieg

Heckingsturm 1861, vier Jahre vor seinem Abriss, letzter erhaltener Teil der Stadtmauer
Essen um 1647
Essen 1898, Blick von Osten

Im Dreißigjährigen Krieg standen sich die evangelische Stadt und das Stift gegenüber. Die damalige Äbtissin Maria Clara von Spaur, Pflaum und Vallier holte 1623 die katholischen Spanier nach Essen, um gegenreformatorisch gegen die evangelische Stadt vorzugehen. 1624 wurde ein Rekatholisierungsgesetz erlassen, der Kirchgang der Bürger kontrolliert. Die Stadt, nicht das Stift, war für Kost und Logis der Besatzungstruppen zuständig. 1628 klagten die Essener dagegen vor dem Reichskammergericht.

Im Jahre 1629 stürmten die Holländer die Stadt. Die Äbtissin floh unter Mitnahme des Kirchenschatzes am 4. November dieses Jahres ins katholische Köln. Im Sommer 1631 kam sie im Gefolge einer bayerischen Garnison unter Gottfried Heinrich zu Pappenheim zurück, musste aber schon im September wieder abziehen. Maria Clara starb 1644 in Köln.

Insgesamt waren die Essener vom Krieg schwer geschlagen, es kam immer wieder zu Verhaftungen, zur Verschleppung von Menschen und zur Pressung in den Kriegsdienst.

Auch nach dem Westfälischen Frieden blieben die Truppen noch eine Zeit lang, die letzten Truppen verließen Essen am 9. September 1650.

Auflösung des Stifts Essen und Anschluss an Preußen

Im Jahr 1802 wurde das Territorium des Stifts Essen von preußischen Truppen besetzt, da es im Zuge der Säkularisation als Entschädigung für Verluste auf dem linken Rheinufer dienen sollte, was auch im Reichsdeputationshauptschluß 1803 staatsrechtlich bestätigt wurde. Essen und Werden wurden der Grafschaft Mark inkorporiert. 1806 folgte die Besetzung durch französischen Truppen. Essen und Werden wurden faktisch mit dem 3. November 1806[8] vom Großherzogtum Berg annektiert. Dies wurde erst 1808 in einem Vertrag zwischen Berg und Frankreich, dem im Frieden von Tilsit 1807 alle preußischen Provinzen westlich der Elbe abgetreten wurden, bestätigt. Essen und Werden gehörten also bis Ende 1813 zum Großherzogtum Berg, seither wieder zu Preußen und seit 1822 zur preußischen Rheinprovinz. Die Stadt wurde Teil des Kreises Duisburg. 1859 wurde aus dem östlichen Kreisgebiet der Kreis Essen neugegründet, aus dem die Stadt Essen mit Wirkung zum 8. März 1873 als eigener Stadtkreis ausschied.[9]

Industrialisierung

Alfred Krupp, erstes Gemälde von Julius Gruen
Rathaus Essen (1885–1964)

Essen und die Krupp’sche Industrie haben sich über viele Jahre gegenseitig beeinflusst. Die Familie Krupp war seit dem 16. Jahrhundert ansässig und bekleidete hohe Ämter. Friedrich Krupp gründete 1811 die Krupp-Gussstahlfabrik, die den Stadtbewohnern viele Jahre Brot und Geld brachte, obwohl die Geschäfte anfangs nicht sonderlich gut liefen. Der Bedarf an Arbeitern führte zu einer deutlichen Zunahme der Bevölkerung Essens. Die einzigartige Firmenexpansion nahm 1846 ihren Anfang, als Alfred Krupp die Herstellung des nahtlosen Reifens gelang. Die Expansion führte dazu, dass die Werksanlagen westlich des alten Stadtgebietes bereits 1873 auf mehr als 300 ha Fläche angewachsen waren und das Zehnfache der Altstadtfläche erreicht hatte. Die Ära der Familie Krupp endete erst im Jahre 1967 mit der Abdankung von Arndt von Bohlen und Halbach.

Der Industrielle Friedrich Grillo stiftete der aufstrebenden Stadt 1892 ein Theater und Opernhaus. Das heute noch unter dem Namen Grillo-Theater als Stadttheater fungierende Gebäude ist im neoklassizistischen Stil in der Stadtmitte errichtet und wurde am 16. September 1892 mit einer Aufführung von Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm eingeweiht.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich auf dem Gebiet der Stadt Essen das dichteste Eisenbahnnetz des Ruhrgebiets. Die Bergisch-Märkische Bahn wurde 1862, die Rheinische Bahn 1866 an der Innenstadt vorbeigeführt. Diese beiden Eisenbahnstrecken bildeten das Grundgerüst für die zahllosen Anschlussgleise zu den Zechenstandorten und Industriebetrieben.

Mehrere Zechen entstanden nahe der Altstadt wie die Zeche Victoria Mathias im Nordviertel an der Altenessener Straße, die Zeche Hercules im Ostviertel sowie die Zeche Zur Hoffnung westlich der Innenstadt.

1865 übernahm die Stadt Essen das Gaswerk an der Straße Auf der Union (Thurmfeld).

1898 wurde die Aktiengesellschaft Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk gegründet. Das Werk wurde an der Altenessener Straße in unmittelbarer Nähe zur Zeche Victoria Mathias errichtet.

Erster Weltkrieg

Wie das ganze Deutsche Reich wurde auch Essen im August 1914 von einer Kriegseuphorie erfasst. Der Erste Weltkrieg wurde zu einer Materialschlacht mit einem enormen Bedarf an Waffen und Munition. Die „Kanonenstadt“ Essen spielte dabei eine besondere Rolle. In der Kruppschen Gussstahlfabrik wurden gewaltige Geschütze wie die Dicke Bertha gebaut. Während des Krieges stellte Krupp 22,5 Millionen Granaten und 25 Millionen Kartuschen her. Mit anhaltender Dauer des Krieges gestaltete sich das Alltagsleben immer schwieriger: Die Lebensmittelpreise stiegen, die Löhne blieben niedrig. Im August 1916 gab es die erste Antikriegsdemonstration.[10] Es kam zur Hungerkrise im Steckrübenwinter 1916/1917, in dem weite Teile der Essener Bevölkerung Not litten. Arbeiterfamilien verarmten. Im Februar 1917 kam es – ausgehend von den Beschäftigten bei Krupp – zu Proteststreiks gegen die Ernährungssituation, an denen sich mindestens 20.000 Arbeiter beteiligten. Am Ende des verlorenen Krieges 1918 waren etwa 15.000 Essener Soldaten gefallen, rund 5000 wurden vermisst.

Ruhrbesetzung

Einzug französischer Truppen in Essen 1923

Am 11. Januar 1923 erfolgte die Ruhrbesetzung durch den Einmarsch französischer und belgischer Truppen ins Ruhrgebiet. Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré war der Überzeugung, dass Deutschland seinen im Friedensvertrag von Versailles festgelegten Reparationszahlungen absichtlich nicht nachkomme. Sie kritisierten vor allem ausgebliebene Lieferungen von Sachleistungen wie Kohle, Stahl und Holz, denn die Alliierten gingen aufgrund der von Deutschland zu gering gezahlten finanziellen Reparationsleistungen auf die Forderung von Sachleistungen über. Die Karsamstags-Tragödie am Morgen des 31. März 1923 war der traurige Höhepunkt dieser deutsch-französischen Konfrontation.[11] Ein kleines französisches Militärkommando hatte die damalige kruppsche Wagenhalle an der Altendorfer Straße besetzt, um dort mehrere Fahrzeuge zu beschlagnahmen. Da die Werksleitung zur Arbeitsniederlegung aufrief, kam es zu Tumulten und die Franzosen fühlten sich in der Klemme. Diese ergriffen, um sich schießend, die Flucht. Dieses Ereignis forderte 13 Todesopfer und 28 Verletzte. Es herrschte große Empörung über das Blutbad. Der Trauerzug zum Südwestfriedhof am 10. April 1923 war einer der größten in der Geschichte der Stadt Essen. Die Besatzer verurteilten Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und einige seiner Direktoren zu langjährigen Freiheitsstrafen. Die Besetzung des Ruhrgebietes endete im Sommer 1925.

Phase der nationalsozialistischen Machteroberung 1933/34

Heinrich Maria Martin Schäfer wurde am 21. Dezember 1932 zum Oberbürgermeister in Essen ernannt. Nachdem die Nationalsozialisten das Amt mit Theodor Reismann-Grone zunächst kommissarisch übernommen hatten, wurde er am 5. April 1933 beurlaubt, später in den Ruhestand versetzt.

Essen wurde in 27 Ortsgruppen der NSDAP aufgeteilt, deren Dienststellen im Adressbuch der Stadt Essen von 1939 aufgeführt sind.[12]

Novemberpogrom 1938

In der Nacht zum 10. November 1938 wurde die Synagoge gebrandschatzt, blieb jedoch den gesamten Krieg hindurch (trotz Bombardierungen der Innenstadt) im Äußeren fast unversehrt.[13] Die Steeler Synagoge wurde völlig zerstört. Ebenso ein 1932 gebautes, jüdisches Jugendheim, an dessen Stelle 1959 die Neue Synagoge errichtet wurde.

Diese Novemberpogrome 1938 bezogen auf die Nacht werden auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt und waren vom nationalsozialistischen Regime mitorganisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Reichsweit markierten diese Übergriffe den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung.[14]

Zwangsarbeiterlager und KZ-Außenlager

KZ-Außenlager, Gedenktafel, Humboldtstraße / Ecke Regenbogenweg

Zehntausende Zwangsarbeiter kamen in der NS-Zeit in 350 Essener Lager, genötigt zum Zwangsdienst bei Firmen wie Krupp, Siemens und unter Tage.[15][16] In Essen gab es im Zweiten Weltkrieg mehrere KZ-Außenlager, wie das KZ-Außenlager Humboldtstraße (offizielle Bezeichnung SS-Arbeitskommando Fried. Krupp, Essen), das Gelsenberg-Lager und das KZ-Außenlager Schwarze Poth.

Zweiter Weltkrieg

Tagesangriff der Royal Air Force auf die Essener Kruppwerke
Luftaufnahme der zerstörten Krupp-Gussstahlfabrik in Essen, 1945

Im September 1939 begann das NS-Regime den Zweiten Weltkrieg. Polenfeldzug und Westfeldzug verliefen schnell und für die Wehrmacht erfolgreich; ebenso das Unternehmen Weserübung. Anfang 1943 verlor die Wehrmacht die Schlacht von Stalingrad (heute Wolgograd). Die Siegeszuversicht im Deutschen Reich – auch in Essen – schwand; die alltäglichen Belastungen wuchsen.

Essen war aufgrund seiner bedeutenden Rüstungsunternehmen, vor allem der Krupp-Gussstahlfabrik, ein bedeutendes militärisches Ziel. Zur Täuschung wurde als Attrappe auf dem 10 km entfernten Rottberg die Kruppsche Nachtscheinanlage errichtet. Der Angriff auf Essen stellte den Auftakt zu einer bis Mitte Juli 1943 währenden fünfmonatigen britischen Luftoffensive dar, die als Battle of the Ruhr bekannt wurde. Die 26 Luftangriffe im Jahre 1942 richteten nur relativ geringe Zerstörungen an; 1943 folgten schwere Großbombardements. Am 5. März 1943 starteten auf Flugplätzen in Ost- und Mittelengland über 442 Flugzeuge. Gegen 21 Uhr wurden mit farbigen Christbäumen die Krupp-Werke und die Essener Innenstadt als Ziele markiert. Anschließend warfen rund 360 Bomber innerhalb einer Stunde in drei Wellen rund 1100 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf das Stadtgebiet ab.[17] Mindestens 457 Menschen starben und über 3000 Gebäude wurden völlig zerstört, wodurch Zehntausende obdachlos wurden.[18] Die Krupp-Werke nahmen erstmals größeren Schaden. Am 11. März 1945 erlebte Essen den letzten Großangriff, der die Trümmer der Stadt nochmals umwälzte. Die Straßen waren wegen der vielen Bombenlöcher und der Trümmerberge unpassierbar; die Versorgung mit Gas, Wasser und Licht brach zusammen; die Kruppschen Fabrikanlagen waren ein riesiges Trümmerfeld. Der Stadtkern war zu über 90 Prozent zerstört. Obwohl der Krieg offensichtlich verloren war, lehnte Hitler eine Kapitulation vehement ab. In Essen, das seit einiger Zeit unter Artilleriebeschuss stand, ließ der stellvertretende Gauleiter Fritz Schleßmann am 27. März 1945 in einem Aufruf verkünden, dass der Feind „mit brutaler Härte wieder herausgehauen“ werde. Zuvor sei aber die Räumung Essens erforderlich. Der Aufruf fand kein Gehör. Schleßmann kämpfte nicht für den propagierten Endsieg, sondern tauchte mit seiner Geliebten unter.

Das Ruhrgebiet war eingekesselt („Ruhrkessel“), Karnap war am 31. März eingenommen worden, ein baldiges Kriegsende zeichnete sich ab. In der Nacht vom 5. zum 6. April 1945 überschritten US-Soldaten den Rhein-Herne-Kanal; später besetzten Soldaten der 79. US-Infanteriedivision und der 17. US-Airborne Division[19] Katernberg, Altenessen und Dellwig. In den folgenden Tagen zogen sie den Ring um die Innenstadt immer enger zusammen. Am 11. April 1945 wurde die Stadt offiziell an die US-Truppen übergeben. Werden und Kettwig folgten am 15. April. Der Oberbefehlshaber des Westkessels, Generalfeldmarschall Walter Model, folgte bis zuletzt den Befehlen Adolf Hitlers und erschoss sich am 21. April 1945.

Siehe auch: Luftangriffe auf das Ruhrgebiet

Wiederaufbau

Nach Kriegsende wurden die Reste der großenteils zerstörten Krupp-Werke, deren Hauptaufgabe die Fertigung von Rüstungsgütern war, zu Reparationszwecken demontiert. In einigen Werkstätten wurde nun auf Friedensgüter umgestellt. So wurde die Fertigung unter anderem auf Lastkraftwagen und Lokomotiven in der Lokomotiv- und Waggonbaufabrik Krupp fokussiert. Dennoch blieben große Flächen der ehemaligen Krupp-Gussstahlfabrik brach. Sie sind erst ab 2008 durch das städtebauliche Projekt Krupp-Gürtel wieder zugänglich gemacht und neuer Verwendung zugeführt worden.

Der Wiederaufbau war nach dem Zweiten Weltkrieg die dringlichste Aufgabe der Stadtpolitiker. Zwischen 1950 und 1961 entstanden in Essen über 100.000 neue Wohnungen. Die Schwerpunkte des Wohnungsbaus lagen in Altendorf und Holsterhausen, wo durch Zusammenlegung mehrerer Grundstücke Großprojekte realisiert werden konnten. Des Weiteren sollte der Stadtkern autogerecht ausgebaut werden. Auf breiten Straßen wurde der Verkehr ringförmig um das Stadtzentrum geführt, sodass die Innenstadt zum größten Teil fußläufig blieb. Ein weiteres Ziel der Stadtplanung war auch die Errichtung von Verwaltungsgebäuden, die zumeist als Hochhäuser errichtet wurden.

Kohlenkrise

In den Jahren 1957/1958 traf auch die Kohlenkrise Essen. Erdöl und Importkohle brachten die heimische Steinkohle in Bedrängnis und die Bergleute mussten Feierschichten einlegen. Die Situation auf dem Energiemarkt zeigte in Essen, der ehemals größten Bergbaustadt des Kontinents, schon ein Jahr nach dem Beginn der Kohlenkrise ihre ersten Folgen. Die Kleinzeche Jungmann in Rellinghausen und die zum Bergwerk Victoria Mathias gehörende Kokerei Friedrich-Ernestine stellten im Jahr 1959 den Betrieb ein. Im gleichen Jahr sank die Beschäftigtenzahl im Essener Bergbau auf unter 50.000. Die Lage verschärfte sich jedoch in den 1960er-Jahren in einer zweiten Kohlenkrise enorm. 25 Zechen des Ruhrgebiets meldeten ihre Stilllegung an, darunter fünf in Essen wie die Zeche Amalie in Altendorf, die Zeche Helene in Altenessen, die Zeche Königin Elisabeth in Frillendorf, die Zeche Victoria Mathias im Nordviertel und die Zeche Langenbrahm in Rellinghausen. Auf diesen Anlagen waren über 13.000 Arbeiter beschäftigt. Aus der Krise resultierte daher eine Neuordnung des deutschen Steinkohlebergbaus. Am 27. November 1968 wurde die Ruhrkohle AG in Essen gegründet, die den Abbau der Belegschaften sowie die Förderkapazitäten koordinieren sollte. Mit dem Niedergang des Bergbaus ging die Zahl der Erwerbstätigen in Essen zwischen 1960 und 1970 um 12,6 % zurück. In den 70er-Jahren wurden die Zeche Katharina in Frillendorf, die Zeche Mathias Stinnes in Karnap, das Bergwerk Emil-Fritz in Altenessen und die Zeche Carl Funke in Heisingen stillgelegt. Etwas über ein Jahrzehnt verblieb die Zeche Zollverein als letzte fördernde Zeche. Mit der Schließung der Zeche Zollverein am 23. Dezember 1986 endete Essens Tradition als Bergbaustadt endgültig.

Neue Entwicklungen

Brunnen am Essener Dom, symbolische Darstellung der Entstehung des Bistums aus Teilen der Bistümer Köln, Paderborn und Münster

Am 26. Juli 1956 wurde der 700.000. Einwohner Essens geboren. Am 30. Juni 1963 erreichte die Ruhrmetropole Essen die höchste Einwohnerzahl von 731.994. Danach verringerte sich die Bevölkerung ständig. Am 1. Januar 1958 wurde Essen Bischofssitz. Das Ruhrbistum besteht aus den Städten Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Sauerlandkreis Altena. 1,3 Millionen Katholiken zählte die Diözese im Gründungsjahr. Erster Bischof des Ruhrbistums war Franz Hengsbach. Im Jahr 1965 wurde die Bundesgartenschau in der Gruga eröffnet. Am 5. März 1969 wurde der ehemalige Bürgermeister der Stadt Essen Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Nach 1970 schwand die Schwerindustrie zunehmend, sodass sich die Stadt im Zuge des Strukturwandels stärker dem Dienstleistungssektor zuwandte. Im September 1970 wurde der Ruhrschnellweg-Tunnel für die damals noch Bundesstraße 1 genannte Verkehrsverbindung fertiggestellt und am 25. September durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann eingeweiht. Die Universität-Gesamthochschule Essen wurde 1972 als Gesamthochschule des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Sie wurde bewusst – wie zeitgleich weitere Neugründungen – als eine Maßnahme im Zuge des Strukturwandels der Ruhrregion vom Kohle- und Stahlstandort zum Dienstleistungszentrum geschaffen. Am 15. Februar 1974 wurde das erste Universitätsgebäude an den damaligen Rektor Walter Kröll übergeben. Am 5. Oktober 1967 wurde mit der Essener U-Bahnlinie die erste U-Bahn des Ruhrgebiets eröffnet. Die Länge der ersten U-Bahnstrecke betrug 600 Meter. Mit einer Höhe von 106 Metern und 22 Etagen wurde am 7. November 1979 das Essener Rathaus eröffnet. Einen Tag nach der Rathauseröffnung eröffnete das City Center Essen mit 26.000 Quadratmetern Nutzfläche. Papst Johannes Paul II. besuchte am 2. Mai 1987 Essen. Der Papst übernachtete im Priesterseminar Werden und verabschiedete sich am 3. Mai auf dem Flughafen Essen-Mülheim. Die größte Kundgebung in der Geschichte der Stadt Essen erfolgte am 1. Januar 1993. Mehr als 300.000 Menschen waren dem Aufruf verschiedener Organisationen gefolgt, um gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zu demonstrieren und Lichter der Menschlichkeit und Freundschaft zu entzünden. Im Jahre 2006 gewann Essen gemeinsam mit dem Ruhrgebiet für das Jahr 2010 den Wettbewerb zur Kulturhauptstadt Europas (vgl. RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas).

Am 16. April 2016 wurde ein Sprengstoffanschlag auf das Gebetshaus der Sikh-Gemeinde Gurdwara Nanaksar in Essen verübt.

Stadtgebiets- und Einwohnerentwicklung

Stadtgebietsentwicklung

Blick von der Ruhrbrücke auf die Altstadt von Kettwig

Das Gebiet der heutigen Stadt Essen gehörte vor 1800 zum Reichsstift Essen (Essen, Stadtrecht seit 1244, Altenessen, Borbeck und Steele), zur Reichsabtei Werden (Stadt Werden, Stadtrecht seit 1256 sowie Bredeney, Heisingen und Kettwig), zum Herzogtum Berg und zur Grafschaft Mark (Königssteele, Horst und Freisenbruch). Die einzelnen Orte innerhalb des Herzogtums Berg verteilten sich auf folgende Verwaltungen: Kettwig vor der Brücke (Amt Angermund), Fulerum und Haarzopf (Herrschaft Broich) sowie Dilldorf und Voßnacken (Herrschaft Hardenberg). Das Dorf Oefte war zwischen dem Herzogtum Berg und der Reichsabtei Werden strittig. (Burg-)Altendorf, Horst und Königssteele, das vor 1718 nur Steele hieß und bereits seit der Wende des 15. Jahrhunderts zum 16. Jahrhundert Stadt war, gehörten zum Landkreis Hörde in der preußischen Grafschaft Mark. In französischer Zeit kam das gesamte Gebiet zum Großherzogtum Berg und 1815 an Preußen. Danach gehörten die Orte zu den Kreisen Essen, Mettmann und Düsseldorf im Regierungsbezirk Düsseldorf beziehungsweise zum Kreis Bochum im Regierungsbezirk Arnsberg. Diese vier Kreise veränderten sich in den folgenden Jahrzehnten mehrmals, bis sie entweder ganz aufgelöst oder umbenannt und in ihrem Zuschnitt stark verändert wurden. Einen Kreis Essen gab es zunächst bis 1823, als er mit dem Kreis Dinslaken zum Kreis Duisburg vereinigt wurde, und erneut ab 1859. Er umfasste nunmehr die Städte Essen, Kettwig, Steele und Werden sowie die Bürgermeistereien Altenessen, Borbeck, Kettwig-Land, Steele-Land und Werden-Land. 1873 wurde die Stadt Essen ausgekreist. Der Kreis Essen hieß seitdem Landkreis Essen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Essen lediglich die alte Reichsstadt beziehungsweise das Reichsstift Essen. Zwischen 1873 und 1898 wuchs seine Fläche geringfügig und überstieg zuletzt 10 km².[20] Ab 1901 erfuhr die Stadt eine Reihe von Gebietserweiterungen:

Das Rathaus der Bürgermeisterei Rüttenscheid 1903
1901 wurde die Bürgermeisterei Altendorf eingemeindet, die 1874 von der Bürgermeisterei Borbeck gelöst worden war
1905 folgte die Bürgermeisterei Rüttenscheid, die bis 1884 Teil der Bürgermeisterei Stoppenberg, danach der Bürgermeisterei Rellinghausen und ab 1900 eigenständig war.
1908 kam das seit 1874 zur Bürgermeisterei Stoppenberg gehörende Huttrop hinzu
1910 wurde Rellinghausen eingemeindet.
Ebenfalls 1910 wurde Fulerum aus der Bürgermeisterei Heißen gelöst und an Essen angegliedert. Das Stadtgebiet umfasste nun rund 39 km².
1915 eingemeindet wurden die Bürgermeistereien
Borbeck, aus der jedoch ein kleiner Teil Frintrops an Oberhausen ging,
Altenessen, deren Gemeinde Karnap seitdem eine eigene Bürgermeisterei bildete,
Bredeney, bis 1902 Teil von Kettwig-Land, dann eigene Bürgermeisterei Zweihonnschaften, 1903 umbenannt in Bredeney; zur Bürgermeisterei Bredeney gehörte seit 1910 die ab 1846 zur Bürgermeisterei Mülheim-Land und ab 1878 zur Bürgermeisterei Heißen im Landkreis Mülheim an der Ruhr gehörige Gemeinde Haarzopf. Essen wuchs damit auf fast 98 km².
Am 1. August 1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst. Seine Gemeinden wurden überwiegend in die Stadt Essen eingegliedert. Lediglich die Stadt Kettwig blieb selbständig und wurde dem Landkreis Düsseldorf-Mettmann angegliedert und Rotthausen war schon 1923 nach Gelsenkirchen eingegliedert worden. Bei der Auflösung des Landkreises wurden eingemeindet:
die Stadt Steele (mit den 1876 eingegliederten, damals zur Bürgermeisterei Steele-Land gehörigen Teilen von Bergerhausen und dem 1926 eingegliederten Amt Königssteele, das 1885 aus den zum Amt Wattenscheid gehörigen Orten Eiberg, Freisenbruch und Königssteele sowie aus dem zum Amt Hattingen gehörigen Ort Horst gebildet worden war und zum Landkreis Hattingen, früher Landkreis Bochum, gehörte)
die Stadt Werden (mit dem 1915 eingegliederten Unterbredeney), wodurch die Stadt Essen seither mit Stift Essen und Abtei Werden zwei ehemalige Reichsabteien umfasst
die Gemeinde Heisingen, die seit 1910 eine eigene Bürgermeisterei bildete
die Gemeinde Karnap, die seit 1915 eine eigene Bürgermeisterei bildete
die Gemeinde Kray, in die 1921 Leithe eingemeindet worden war
die Gemeinde Kupferdreh, in die 1922 Byfang eingemeindet worden war
die Gemeinde Überruhr, die seit 1894 eine eigene Bürgermeisterei bildete
die Gemeinden Frillendorf, Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg des Amtes Stoppenberg
der größte Teil der Gemeinde Siebenhonnschaften; lediglich die Honnschaft Klein-Umstand fiel an die Stadt Velbert. Die Fläche Essens betrug danach fast 189 km².[20]

Eine zweite Phase der Stadtvergrößerung folgte erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 1. Januar 1970 kam das südlich gelegene Altendorf unter dem heutigen Namen Burgaltendorf (Landkreis Bochum, ab 1885 Landkreis Hattingen, ab 1929 Ennepe-Ruhr-Kreis) zu Essen.[21] Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Kettwig (Kreis Düsseldorf-Mettmann, mit der größtenteils 1875 eingegliederten Gemarkung Kettwiger Umstand, dem 1857 gebildeten und 1929 eingegliederten Amt Kettwig-Land, dem 1930 eingegliederten Kettwig vor der Brücke und dem 1936 eingegliederten Oefte, das seit 1897 zur Bürgermeisterei Heiligenhaus und zuvor zur Bürgermeisterei Velbert gehörte) gegen den massiven Protest der Kettwiger Bürgerschaft aufgelöst und nach Essen eingemeindet.[22] Das Stadtgebiet wuchs so auf über 210 km².[20]

Eine bereits vom Düsseldorfer Landeskabinett beschlossene Eingemeindung der Stadt Bottrop mit dem Kirchhellener Stadtteil Grafenwald nach Essen wurde im Frühjahr 1976 sowohl vom Rat der Stadt Essen als auch vom Landtag NRW abgelehnt. Wäre es zu einer Eingemeindung gekommen, wäre die Einwohnerzahl von Essen auf gut 790.000 Einwohner angewachsen.

Einwohnerentwicklung

Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Essen
Einwohnerentwicklung von Essen von 1871 bis 2017

1896 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000; Essen wurde zur Großstadt. 1962 zählte man umgerechnet auf das heutige Stadtgebiet 749.193 Einwohner (Kettwig und Burgaltendorf wurden erst später eingemeindet – im damaligen Stadtgebiet waren es 729.301), der bisher höchste Bevölkerungsstand war erreicht. Am 31. Dezember 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Essen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 585.430 (nur Hauptwohnsitze). Das bedeutete seit 1962 einen Rückgang um rund 20 Prozent. Die Tendenz war bis 2012 weiter fallend, da der Sterbeüberschuss jedes Jahr eine Größe von circa 2500 bis 3000 Personen erreichte. Seit 2012 verzeichnet die Stadt Essen wieder einen Bevölkerungszuwachs. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 vermeldete die Stadt einen Zuwachs von 1708 Einwohnern auf 573.115 Einwohner,[23] am 31. Dezember 2014 wies die Stadt Essen eine Zahl von 576.691 Einwohnern aus.[24]
Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) prognostiziert für Essen bis zum Jahr 2040 einen Anstieg der Bevölkerungszahlen um 3,6 % auf 590.200 Personen.[25]

Die Zweiteilung des Stadtbildes schlägt sich auf die soziale Gliederung nieder. Die nördlichen, dichter bebauten Stadtteile zeichnen sich durch eine relativ junge Bevölkerung mit relativ niedrigem Einkommen und einem verhältnismäßig hohem Ausländeranteil aus. Die Stadtteile südlich der Innenstadt hingegen sind wohlhabender, die Menschen älter und der Anteil der ausländischen Bevölkerung ist niedriger. Ein solches Süd-Nordgefälle findet sich in vielen weiteren Städten des Ruhrgebiets (je nach Position zur Emscherzone).[26] Allerdings zeichnet sich in Essen seit Jahren eine gegenläufige Entwicklung hin zu einem Innen-Außen-Gefälle ab. Nördliche Stadtteile werten sich durch groß angelegte Wohnbauprojekte auf (zum Beispiel Böhmerheide in Altenessen-Nord) und die Innenstadt bzw. die innenstadtumgebenden Stadtteile entwickeln sich durch ihren alten, weitgehend unsanierten Gebäudebestand zu Bereichen mit besonderem Erneuerungsbedarf.

Die Arbeitslosenquote in Essen lag zum 31. Dezember 2016 bei 12,7 Prozent und damit über dem landesweiten Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen (8,1 Prozent zum 31. Dezember 2016)

Jahr

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Arbeitslosenquote Essen (Prozent zum 31. Dezember)[27]

12,9

13,1

13,6

13,3

13,3

13,1

12,7

Arbeitslosenquote NRW (Prozent zum 31. Dezember)[28]

9

8,4

8,8

9

8,7

8,4

8,1

Die Dichte der Arbeitslosigkeit ist Daten aus dem Sozialatlas der Stadt Essen[29] zufolge in den Stadtteilen Altendorf (17,7 Prozent), Stadtkern, Nordviertel und Altenessen Süd am höchsten.

Dichte der Arbeitslosigkeit nach Essener Stadtteilen (in Prozent am 31. Dezember 2013)

Stadtteilnummer

Stadtteile

Werte in %

1

Stadtkern

16.8

2

Ostviertel

15.9

3

Nordviertel

16.6

4

Westviertel

11.9

5

Südviertel

9

6

Südostviertel

14.8

7

Altendorf

17.7

8

Frohnhausen

11.1

9

Holsterhausen

9.5

10

Rüttenscheid

4.8

11

Huttrop

10.5

12

Rellinghausen

4.6

13

Bergerhausen

4.9

14

Stadtwald

2.8

15

Fulerum

3.6

16

Schönebeck

5.1

17

Bedingrade

5.8

18

Frintrop

8.6

19

Dellwig

10.2

20

Gerschede

7

21

Borbeck-Mitte

8.8

22

Bochold

13.8

23

Bergeborbeck

15.3

24

Altenessen-Nord

11.9

25

Altenessen-Süd

16

26

Bredeney

2.8

27

Schuir

2.5

28

Haarzopf

2.3

29

Werden

3.3

30

Heidhausen

3.4

31

Heisingen

3.2

32

Kupferdreh

5

33

Byfang

2.4

34

Steele

9.7

35

Kray

12.9

36

Frillendorf

9

37

Schonnebeck

11.1

38

Stoppenberg

11.4

39

Katernberg

15.5

40

Karnap

12.7

41

Margarethenhöhe

5.1

42

Fischlaken

3.1

43

Überruhr-Hinsel

5.6

44

Überruhr-Holthausen

8.3

45

Freisenbruch

11.4

46

Horst

11

47

Leithe

10

48

Burgaltendorf

3

49

Kettwig

4

50

Vogelheim

14

Quelle: Stadt Essen: Sozialatlas, Stand 31. Dezember 2013. Weitere Angaben: In Prozent der Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung im Alter von 18 bis 64 Jahren. Arbeitslose sind Personen bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, die in der Bundesrepublik Deutschland wohnen, nicht oder nur kurzzeitig in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen, eine angestrebte Arbeitnehmertätigkeit ausüben können und dürfen sowie für eine Arbeitsaufnahme als Arbeitnehmer sofort zur Verfügung stehen. Sie müssen sich persönlich bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten nicht als arbeitslos. Stadt Essen: einschließlich räumlich nicht zuzuordnender Personen Quelle: Daten der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg.

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenEssen im Jahr 1830
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenEssen im Jahr 1930

Namensherkunft

Der Name der Stadt änderte sich im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich. Während die Stadt in den ersten Erwähnungen noch Astnide (älteste Form: Astnithi) genannt wurde, änderte er sich über Astnidum, Astanidum, Asbidi, Asnid, Assinde, Asnida, Assindia, Essendia, Esnede, Essende, Essend zum heutigen Essen. Vermutungen legen nah, dass der Name ursprünglich eine Eschengegend bezeichnete oder eine Gegend im Osten. Falsch hingegen ist die Verbindung zu dem deutschen Begriff Esse, welches ein Wortspiel aus dem 19. Jahrhundert ist und eine Verbindung zwischen den Namen und dem damaligen Erscheinungsbild herstellt.

Politik

Rathaus, eingeweiht 1979

Die Verwaltung der Stadt Essen oblag anfangs dem Stift beziehungsweise dessen untergeordneten Beamten. Seit 1335 werden zwei Bürgermeister aus der Mitte des Rates an der Spitze der Stadt erwähnt, wobei einer der beiden zugleich der Rentmeister ist. Ab dem 14. Jahrhundert gewann der Rat zunehmend an Bedeutung. In jener Zeit konnte Essen sogar die Reichsfreiheit erlangen; diese musste sie später wieder aufgeben. Der Rat wurde jährlich gewählt. Ab 1602 wurde aufgrund einer neuen Kurordnung der Rat indirekt durch elf Kurherren der Gilden und Ämter gewählt. Zu den 14 Ratsmitgliedern gehörten zwei Bürgermeister und ein Rentmeister. 1804 ersetzte der preußische Staat den Rat durch einen Magistrat. 1807 wurde die großherzoglich-bergische dann preußische Munizipalverfassung eingeführt. Nach Einführung der Städteordnung 1856 gab es einen Bürgermeister und einen Rat. Der Bürgermeister erhielt später den Titel Oberbürgermeister.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Stadtoberhäupter

Hauptartikel: Liste der Stadtoberhäupter von Essen

Oberbürgermeister ist seit dem 21. Oktober 2015 Thomas Kufen von der CDU, der am 27. September 2015 gewählt worden ist. Sein Vorgänger ist Reinhard Paß von der SPD.

Stadtrat

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Essen

Wahl des Essener Stadtrats 2014
in Prozent

 %403020100

34,0 %31,5 %11,2 %5,3 %4,3 %3,8 %3,3 %1,9 %3,7 %

SPDCDUGrüneLinkeEBBAfDFDPPiratenSonst.
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4

-3,2 %p
-0,4 %p-0,2 %p-0,3 %p+0,1 %p+3,8 %p-3,1 %p+1,9 %p+0,4 %p
SPDCDUGrüneLinkeEBBAfDFDPPiratenSonst.Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%
Sitzverteilung im
Essener Stadtrat 2014

          

Insgesamt 90 Sitze Linke: 5 SPD: 31 Grüne: 10 PIRATEN 2 + Die PARTEI 1: 3 EBB: 4 FDP: 3 CDU: 28 AfD: 3 pro NRW: 2 NPD: 1

Aktuell gibt es im Stadtrat folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand Dezember 2014):

SPD

CDU

GRÜNE

DIE LINKE

EBB

PARTEI-PIRATEN

FDP

Fraktionslos

Gesamt

31
28
9
4
4
4
3
7
90

PIRATEN 2
Die PARTEI 1
Parteilos (Ex-DIE LINKE) 1

pro NRW 2
AuT-Gruppe (Ex-AfD) 2
AfD 1
NPD 1
Parteilos (Ex-GRÜNE) 1

Im Dezember 2014 haben sich SPD und CDU für die Wahlperiode 2014–2020 zu einer Koalition zusammengeschlossen.[30]

Siehe auch: Kommunalwahl in Essen 2009

Ratssitzungen

Die Stadt Essen überträgt seit Januar 2013 den öffentlichen Teil ihrer Ratssitzungen per Live-Stream im Internet.

Haushalt

Die Gesamtsumme der Verschuldung der Stadt Essen lag zum Jahresende 2012 bei 4,41 Milliarden Euro. Das entspricht einem Betrag von 7802 Euro pro Einwohner. Damit liegt Essen im Schulden-Ranking der 103 kreisfreien Städte in Deutschland auf Platz 13.[31]

Seit dem 13. Januar 2014 zeigt die Schuldenuhr der Stadt Essen zum ersten Mal seit ungefähr 30 Jahren einen Schuldenabbau an. Umgerechnet 0,71 Euro pro Sekunde zahlte die Stadt auf dieser Basis an ausstehenden Krediten zurück. Planungen der Stadt sahen ferner vor, dass die Stadt Essen im Jahr 2014 insgesamt 22,4 Millionen Euro in die Entschuldung der Stadt fließen. Über einen Anteil in Höhe von 18,8 Millionen Euro sollten Investitionskredite getilgt werden. Mit weiteren 3,6 Millionen Euro sollten Liquiditätskredite zurückgezahlt werden. Ferner sollten bis zum Jahr 2020 gemäß der Planung des Stadtkämmerers der Stadt Essen die Schulden in Höhe von 500 Millionen Euro reduziert werden.[32] Derzeit ergibt sich jedoch allein für das Jahr 2015 nach der Haushaltsplanung eine negative Haushaltsabweichung von mehr als 52 Millionen Euro, so dass die Erreichung der verkündeten Ziele fraglich ist.[33] Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten der Stadt in Euro gerechnet im Januar 2015 in Folge der Abkopplung des Euros vom Schweizer Franken erheblich erhöht, da die Stadt einen Teil ihrer Verbindlichkeiten nicht in Euro, sondern in Schweizer Franken aufgenommen hat.[34] Nachdem für das Jahr 2016 ursprünglich ein Fehlbetrag von 3,4 Millionen Euro erwartet wurde, verschlechterte sich die Haushaltslage 2016 weiter und das Volumen der von der Stadt Essen aufgenommenen, zur kurzfristigen Finanzierung gedachten, Kassenkredite überstieg die Summe der Kassenkredite aller Kommunen in Baden-Württemberg, Bayern und den fünf neuen Bundesländern zusammen.[35]

Zum 6. April 2019 wies die Stadt Essen eine Gesamtverschuldung von ca. 3,26 Mrd. Euro auf, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 5.520 Euro entspricht.[36]

Stadtwappen und -flagge

Stadtwappen

Flagge mit Wappen auf quergestreiftem gelb-blauen Tuch

Flagge ohne Wappen

Banner mit Wappen auf längsgestreiftem gelb-blauen Tuch

Banner ohne Wappen

Stadtlogo

Das Wappen der Stadt Essen stellt eine heraldische Besonderheit dar, da es aus zwei Schilden und einer Krone besteht. Man nennt es Allianz- oder zusammengestelltes Wappen, da dessen Schilde normalerweise in einem zusammengeschobenen (gespaltenen) Schild zusammengefasst werden; nicht jedoch beim Wappen der Stadt Essen. Es zeigt unter der Fürstenkrone zwei einzelne Schilde. Ein derartiges Doppelschildwappen zeigt in Deutschland sonst nur das Wappen der Stadt Brandenburg an der Havel.

Blasonierung: Allianzwappen mit zwei Schilden in Courtoisie (heraldisch rechter (vorderer) Schild spiegelverkehrt nach heraldisch links geneigt)

„Vorderer Schild: In Gold ein rotbewehrter, schwarz schattierter blauer Doppeladler mit einer roten Dreiblattkrone über beiden Häuptern, hinterer Schild: In Blau ein linksschräges goldenes Richtschwert. Über beiden Schilden eine perspektivisch dargestellte schwarz schattierte goldene Dreiblattkrone mit roter Innenseite, der Stirnreif zwischen zwei silbernen Perlenreihen mit drei grünen und zwei roten Steinen besetzt (‚Essener Fürstenkrone‘).“[37]

Wappenbedeutung: Der im vorderen Schild befindliche schwarze Doppeladler auf goldenem Grund ist der deutsche Doppeladler, jedoch ohne Zepter und Reichsapfel; er symbolisiert die Reichsunmittelbarkeit der Stadt. Das im hinteren Schild gezeigte goldene Richtschwert steht für die Stadtheiligen Cosmas und Damian, die mit diesem Zeremonialschwert hingerichtet worden sein sollen. Die Fürstenkrone, an deren Stelle eigentlich bei einem Stadtwappen eine Mauerkrone zu verwenden wäre, ist wie der gesamte Aufbau recht unheraldisch und bezieht sich auf die Fürstabtei Essen.

Das Wappen in der gegenwärtigen Form wurde 1887 vom Berliner Maler Emil Doepler gestaltet und von der Stadt gegen einigen Widerstand von Heraldikern durchgesetzt. Eine Version mit heraldisch korrekterem Aufbau begrüßt die Besucher, die den Bahnhof in Richtung Stadt verlassen, auf dem Dach des gegenüberliegenden Hotels Handelshof. Das Wappen verwendet nur einen gespaltenen Schild und die Mauer- anstelle der Fürstenkrone.

Blasonierung des zusammengeschobenen (gespalteten) Wappens:

„Gespalten von Gold und Blau, vorne ein halber rotbewehrter und rotbekronter schwarzer (Doppel)-Adler am Spalt, hinten ein linksgeneigtes goldenes Richtschwert. Über dem Schild eine vierzinnige goldene Mauerkrone.“

Dem Wappen wurden die gegenwärtigen Stadtfarben Gelb und Blau entnommen.

Städtepartnerschaften

Essen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:[38]

Vereinigtes Konigreich Sunderland, Vereinigtes Königreich, seit 1949[39]
Finnland Tampere, Finnland, seit 1960[40]
Frankreich Grenoble, Frankreich, seit 1974[41]
Russland Nischni Nowgorod, Russland, seit 1991[42]
Israel Tel Aviv-Jaffa, Israel, seit 1991[43]
Polen Zabrze, Polen, seit 2015[44][45]
China Volksrepublik Changzhou, China, seit 2015[46][47]

Wirtschaft und Infrastruktur

Villa Hügel mit Hügelpark, Museum und einstiger Wohnsitz der Familie Krupp

In der Vergangenheit wurde die wirtschaftliche Entwicklung Essens von Wandlungen des inneren Gefüges begleitet. Durch das Zusammenwirken zahlreicher ökonomischer und nichtökonomischer Faktoren verschoben sich die Größenordnungen der einzelnen Bereiche – des primären (Landschaft und Bergbau), des sekundären (Industrie und produzierendes Gewerbe) und des tertiären Sektors (Dienstleistungen). Die Relationen dieser Wirtschaftszweige veränderten sich untereinander ebenso wie zum Wirtschaftsraum Essen. Flankiert durch wirtschaftsfördernde und strukturverbessernde Maßnahmen der Stadt, des Landes und des Bundes vollzogen und vollziehen sich nach wie vor Umschichtungen im heimischen Wirtschaftsgefüge.

Überregionale Bedeutung erlange der Raum Essen durch die Montanindustrie. Kohle und Stahl bestimmten einst das Bild, das jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr restauriert wurde. Die Demontage und der Aufbau neuer Industrien führten letztlich dazu, dass in Essen kein Stahl mehr produziert und keine Kohle mehr gefördert wird. Mit den sich entfaltenden arbeitsteiligen überregionalen und internationalen Verflechtungen begann die Region Essen, ihren ökonomischen Charakter mehr und mehr zu wandeln. Während die Grundstoffindustrie schrumpfte, wuchs die weiterverarbeitende Industrie.

Die „Krupp- und Kohle-Stadt“ gibt es heute nicht mehr. Essen ist überwiegend eine Verwaltungsstadt mit einem nach wie vor hohen, aber eben nicht mehr klassischen Industriepotential. Der Rückgang der traditionellen Industriebereiche bot der Wirtschaft dieser Region eine einmalige Chance, die auch genutzt wurde. Die hohe Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Unternehmen ermöglichten einen erfolgreichen Strukturwandel. Heute sind Industriestruktur und Produktionsprogramme breit gestreut. Die Essener Unternehmen sind auf vielen Märkten der Welt vertreten.

Der auffälligste Wachstumsprozess vollzog sich im Bereich Dienstleistungen. Dabei gingen wesentliche Impulse zuerst vom Handel, dann vom Staat und den übrigen Dienstleistern aus. War der Handel zunächst auf die Bedürfnisse des Ruhrgebietes konzentriert, so hat er heute überregionale und internationale Bedeutung. Die Entwicklung im tertiären Bereich hat viele der durch den Strukturwandel in der Produktion verursachten Friktionen gemildert, wenn sie auch die hohen Arbeitsplatzverluste im Montanbereich nicht völlig abfangen konnte.

Heute ist die Stadt Essen eines der Entscheidungszentren der deutschen Wirtschaft. Acht der 100 umsatzstärksten Unternehmen des Landes sind hier mit ihrer Konzernzentrale beheimatet. Essen ist Medien-, Handels- und Dienstleistungszentrum sowie Hightechmetropole in den Bereichen Energie und Medizin.

Essen gehört zu den drei Städten in Deutschland mit dem stärksten wirtschaftlichen Wachstum.[48] Gemäß der amtlichen Statistik nahm die Leistung der Wirtschaft zwischen den Jahren 2004 bis 2014 deutlich zu. Zwischen 2004 und 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 31,9 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro, das sind 78.370 Euro pro Erwerbstätigen. Des Weiteren verzeichnet die Bruttowertschöpfung ebenfalls ein starkes Wachstum. Im Jahre 2016 erbrachte Essen, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 24,196 Milliarden € und belegte damit Platz 11 innerhalb der Rangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 41.512 € (Nordrhein-Westfalen: 37.416 €, Deutschland 38.180 €). In der Stadt waren 2016 ca. 330.000 erwerbstätige Personen beschäftigt.[49] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 allerdings bei 10,1 % und damit deutlich über dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen mit 6,4 %.[50]

Ansässige Unternehmen

Deutsche Bank Essen, ehem. Dienstgebäude der Bahndirektion Essen
Messe Essen

Neben den Energieversorgern RWE AG und E.ON SE hat auch ThyssenKrupp seine Konzernzentrale in Essen. Alle drei Unternehmen sind im DAX gelistet. Deutschlandweit hat nur die Stadt München mehr DAX-Konzerne als Essen. Die Konzerne Brenntag AG, Evonik Industries AG, Innogy SE und die Hochtief AG sind im MDAX gelistet. Im Jahr 2019 erreichten diese sieben DAX-Unternehmen einen Börsenwert von rund 91,7 Mrd. Euro. Die Stadt Essen belegt somit hinter München, Walldorf und Bonn den vierten Platz in der „Börsenliga“ deutscher Städte 2019.[51]

Zu weiteren Großunternehmen mit Sitz in Essen zählen die Steag, Hochtief, Aldi-Nord, BackWerk, Pitstop, Karstadt, Deichmann, Open Grid Europe, Medion, Schenker AG, Ferrostaal, eine Niederlassung der Siemens AG, Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, Funke Mediengruppe (bis 2012 WAZ-Mediengruppe) sowie die NOWEDA.

Zu den ansässigen Kreditinstituten zählen die National-Bank, die Sparkasse Essen, die Valovis Bank, die Bank im Bistum Essen, die Geno Bank Essen, und die Von Essen Bank. Im Moltkeviertel befindet sich die Filiale Essen der Deutschen Bundesbank. Im Südviertel am Bismarckplatz ist die Tochtergesellschaft PCC Services GmbH der Deutschen Bank mit rund 1000 Mitarbeitern ansässig.

Die GAGFAH, die Allbau, Vivawest, Immeo Wohnen, RAG Montan Immobilien, ThyssenKrupp Real Estate, Kölbl Kruse, Hochtief Property Management oder Mfi Management für Immobilien sind ansässige Unternehmen der Immobilienbranche.

Die Stadtverwaltung beschäftigt rund 5200, die stadtnahen Betriebe nochmal etwa 2000 Mitarbeiter. (Stand: 2007)

Die Messe Essen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor des Wirtschaftslebens, neben mehreren kleineren Spezial-Messen (IPM, Spiel) haben sich hier vor allem auf die Versorgungswirtschaft ausgerichtete Messen wie die E-world energy & water, und die Sanitär Heizung Klima etabliert. Ebenso ziehen „die Weltmesse des Pferdesports“, die Equitana, die Security und die Deubaukom seit Jahren zahlreiche Besucher an. Erwähnenswert sind auch die Techno-Classica als weltgrößte Oldtimer-Messe mit rund 150.000 Besuchern und die Essen Motor Show.

Siehe auch: Kategorie:Unternehmen (Essen)

RWE AG

Evonik Industries

ThyssenKrupp Hauptquartier

Steag-Zentrale

E.ON SE

Schenker AG

Einzelhandel

Nachdem schon 1927 die Limbecker Straße für Autos gesperrt und faktisch zur ersten Fußgängerzone Deutschlands geworden war, entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Kettwiger Straße zur Haupteinkaufsstraße. Am 16. Juni 1965 wurde ein erstes Stück autofrei und wurde danach mehrfach erweitert. Essen wurde zur Einkaufsstadt des Ruhrgebiets. Die Geschäfte für den Massenkonsum liegen somit in der Limbecker- und der Kettwiger Straße. Am Westrand der Innenstadt befindet sich seit 2009 das Einkaufszentrum Limbecker Platz mit rund 200 Geschäften, am Ostrand der Innenstadt die seit 1979 bestehende Rathaus Galerie Essen (1979 bis 2010 City Center Essen genannt) mit etwa 80 Geschäften.

Auch ist der Einzel- und Fachhandel dezentral angesiedelt. Fast jeder der Stadtteile hat ein eigenes Geviert mit Kaufhäusern und Einzelhändlern. Daneben säumen die Geschäfte auch die Durchgangsstraßen.

Hotel Handelshof mit Einzelhandel und Hotelbetrieb, links der Zugang zur Haupteinkaufsstraße
Einkaufszentrum Limbecker Platz
Rathaus Galerie Essen

Medien

Funkturm in Essen-Holsterhausen

In Essen unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio am III. Hagen 43. Mit den Regionalnachrichten in WDR 2 und den Fernsehsendungen Lokalzeit Ruhr und Lokalzeit Kompakt bedient das WDR-Studio Essen Stadt und Region. Von 1974 bis 1980 sendete die ARD die Tatort-Folgen des WDR mit dem Essener Kommissar Haferkamp. RTL ist mit dem RTL-West-Studio Essen ebenfalls am Standort vertreten. Für die verschiedenen Fernsehformate, wie RTL aktuell, Punkt 12 oder Guten Abend RTL deckt die Essener Redaktion das gesamte Ruhrgebiet ab. Der TV-Lernsender nrwision bündelt in seiner Mediathek Fernsehsendungen über Essen bzw. von Fernsehmachern aus Essen.[52] In der Essener Innenstadt befindet sich eine Nachrichtenredaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

In Essen wird der Lokalradiosender 102.2 Radio Essen ausgestrahlt, dessen Studio in der Innenstadt an der Lindenallee liegt. Abends werden auf der Frequenz von Radio Essen Programme aus den Essener Radiowerkstätten ausgestrahlt wie etwa Radio ECO, das über die wichtigsten Wirtschaftsereignisse der Woche informiert, die Neue Essener Welle berichtet über lokale Themen und Radio-Rosa-Rauschen ist das Magazin für Schwule und Lesben. Auch das Hochschulradio CampusFM sendet ein 24-stündiges Programm, das sich in erster Linie an die Studierenden der Universität Duisburg-Essen. Es setzt sich zusammen aus Magazin- und Spezialsendungen, redaktionellen Beiträgen, Musik sowie Programmübernahmen vom Deutschlandfunk.

Essen ist ein wichtiger Standort für das Presse- und Verlagswesen. Insbesondere die in Essen gegründete und hier ansässige Funke Mediengruppe (ehemals WAZ-Mediengruppe) prägt die Presselandschaft vor Ort. Sie gehört zu den führenden Verlagsunternehmen Deutschlands und hat sich auch europaweit zu einem bedeutenden Medienunternehmen entwickelt. Die Gruppe verlegt im In- und Ausland 27 Tageszeitungen, 13 Wochenzeitungen, 175 Publikums- und Fachzeitschriften, 99 Anzeigenblätter und 400 Kundenzeitschriften und ist somit das drittgrößte Verlagshaus Deutschlands und einer der größten Regionalzeitungsverlage Europas. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Standbeine im Druck-, Rundfunk- und Internetgeschäft. Die WAZ-Mediengruppe veröffentlicht keine Geschäftszahlen, gilt aber in der Branche als eines der renditestärksten Medienunternehmen Deutschlands.

In Essen ist die Journalistenschule Ruhr (JSR) ansässig. Sie ist eine überbetriebliche Aus- und Weiterbildungseinrichtung der WAZ-Mediengruppe und der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT). Die Journalistenschule Ruhr wurde 1993 in Essen gegründet. Sie bildet rund 90 Volontäre für regionale Tageszeitungen und den Westdeutschen Zeitschriften-Verlag aus.

Als Tageszeitungen erscheinen in Essen die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und die Neue Ruhr Zeitung (NRZ). Beide werden von der Funke Mediengruppe verlegt.

Das Ruhr Wort des Bistums Essen wurde zum Jahresende 2013 eingestellt. Kostenpflichtig erscheinen wöchentlich die Werdener Nachrichten und die Borbecker Nachrichten, die lokale Nachrichten veröffentlichen. Die Borbecker Nachrichten waren einst die größte lokale Wochenzeitung Deutschlands; die Borbecker Nachrichten und Werdener Nachrichten gehören seit dem Jahr 2000 zur Funke Mediengruppe, in der auch die vorgenannten Tageszeitungen WAZ und NRZ verlegt werden. Gratis zugestellt werden dagegen u. a. zweimal je Woche die Anzeigenblätter des Stadtspiegels.

Das Boulevardblatt Bild ist mit einer Lokalredaktion in Essen vertreten (Dietrich-Oppenberg-Platz 1). Die Axel Springer AG hat Im Teelbruch 100, einem Kettwiger Gewerbegebiet, eine Druckerei. Dort arbeiten etwa 400 Beschäftigte und produzieren täglich etwa eine Million Tages- und Wochenzeitungen.

Des Weiteren haben mit der A. Sutter GmbH – die Sutter Telefonbuchverlag GmbH gehört zu den größten Verlegern von Telefon- und Branchentelefonbüchern in Deutschland – und der Verlag Beleke zwei weitere große Verlage ihren Sitz in Essen. In Essen sind insgesamt rund 200 Unternehmen aus dem Verlagswesen ansässig. Die Vielzahl der mittleren und kleineren Unternehmen der Essener Verlagslandschaft erstellen sowohl zahlreiche überregionale als auch viele regionale Printprodukte.

Siehe auch: Kategorie: Medien (Essen)

Bildungseinrichtungen

Logo der Essener Europaschulen
Hauptgebäude der Folkwang Universität in Essen-Werden: das ehemalige Kloster Werden
Folkwang Universität, Fachbereich Gestaltung
Campus Essen der Uni DuE
International School Ruhr
Stadtbibliothek Essen

1927 wurde die Folkwang-Schule für Musik als interdisziplinär ausgerichtete Bildungseinrichtung für Kunst gegründet. 1929 wurde die Fachschule für Gestaltung unter dem Namen Folkwang weitergeführt. 1963 erhielt die Einrichtung den Status einer Hochschule des Landes. 1972 wurden die bildenden Fächer in die neu gegründete Universität-Gesamthochschule Essen integriert und im Jahr 2007 an die zwischenzeitliche Folkwang-Musikhochschule zurückverlagert. Mit hinzugekommenen Außenstellen in Bochum, Dortmund und Duisburg hat sich die nun wieder integrierte Kunsthochschule den Namen Folkwang Universität gegeben.

1972 wurde die Universität-Gesamthochschule Essen gegründet, in die die Pädagogische Hochschule, mehrere Ingenieurschulen, die Höhere Fachschule für Sozialarbeit und Wirtschaft sowie das Essener Klinikum integriert wurden. 2003 fusionierte diese mit der Universität Duisburg zur heutigen Universität Duisburg-Essen, die zu den zehn größten Universitäten Deutschlands gehört.

Die private FOM (Hochschule für Oekonomie & Management) nahm 1994 ihren Studienbetrieb auf. Sie wurde als Fachhochschule für Berufstätige von Institutionen der Wirtschaft ins Leben gerufen. 2010 war die FOM mit über 16.000 Studierenden die größte private Hochschule Deutschlands geworden.

2013 wurde die private Hochschule der bildenden Künste Essen gegründet.

Seit 1986 befindet sich im Essener Stadtteil Kupferdreh das Simulatorzentrum KSG|GfS, die weltweit größte Einrichtung zur Ausbildung kerntechnischen Personals.[53] Neben der Schulung des Lizenzpersonals für die deutschen Kernkraftwerke findet im Simulatorzentrum in Essen auch die Aus- und Weiterbildung des Personals des KKW Borssele statt, welches das einzige kommerzielle Kraftwerk der Niederlande ist.

Zurzeit gibt es in Essen zwölf Europaschulen. Darunter eine Hauptschule und eine Grundschule, zwei Realschulen, drei Gesamtschulen sowie vier Gymnasien und ein Berufskolleg.[54]

Die International School Ruhr (IS Ruhr), die sich im Essener Moltkeviertel befindet, ist ein Bildungsprojekt des Initiativkreises Ruhr. Sie wurde 2010 in Essen eröffnet. Der Initiativkreis Ruhr hatte zuvor die notwendigen strukturellen Grundlagen hierfür geschaffen. Die IS Ruhr, anerkannte Ergänzungsschule, ist als eine private Ganztagsschule konzipiert, die die Mehrsprachigkeit fördert und sich mit einem individuellen Lern- und Förderangebot an Kinder ab dem dritten Lebensjahr (Pre-School) richtet und bis zum internationalen Abitur führt.

Berufsbildend ist die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen.

Im Haus der Technik finden jährlich über 1500 Seminare, Lehrgänge, Tagungen und Kongresse vor allem der Weiterbildung statt. Dazu gibt die Volkshochschule Essen mit Wurzeln im Jahre 1919.

Das Rheinisch-Westfälische Berufskolleg Essen (RWB Essen) im Stadtteil Frohnhausen ist die größte Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Deutschland. Als Schule der Sekundarstufe II bietet sie Bildungsgänge bis zur Fachhochschulreife und zur allgemeinen Hochschulreife.

An der Folkwang-Musikschule wird Musik, Tanz und Schauspiel gelehrt.

Die medicoreha Welsink Akademie bietet mit ihrer staatlich anerkannten Fachschule für Physiotherapie über 140 Ausbildungsplätze und das duale Bachelor-Studium „Angewandte Therapiewissenschaften“ in der Akademie in der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr in Essen-Kettwig an.[55]

Zu den weiterführenden Schulen zählen:

Albert-Einstein-Realschule
Alfred-Krupp-Schule
Bertha-Krupp-Schule
Bertha-von-Suttner-Realschule
Burggymnasium Essen
B.M.V.-Schule Essen
Carl-Humann-Gymnasium
Don-Bosco-Gymnasium Essen
Elsa-Brändström-Realschule
Erich-Kästner-Gesamtschule Essen
Freie Waldorfschule in Essen
Frida-Levy-Gesamtschule
Gesamtschule Essen-Nord
Geschwister-Scholl-Realschule Essen
Goetheschule Essen
Gustav-Heinemann-Gesamtschule
Gymnasium an der Grashofstraße
Gymnasium Borbeck
Gymnasium Essen Nord-Ost
Gymnasium Essen-Werden
Gymnasium Am Stoppenberg
Gymnasium an der Wolfskuhle

Gymnasium Essen-Überruhr
Helene-Lange-Realschule
Helmholtz-Gymnasium Essen
Leibniz-Gymnasium
Mädchengymnasium Essen-Borbeck
Maria-Wächtler-Gymnasium
Mariengymnasium Essen-Werden
Nikolaus-Groß-Abendgymnasium
Realschule am Schloss Borbeck
Realschule Essen-Kettwig
Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg Essen
Robert-Schmidt-Berufskolleg
Ruhr-Kolleg
Städtische Gesamtschule Bockmühle
Städtische Gesamtschule Holsterhausen
Theodor-Goldschmidt-Realschule in Frillendorf
Theodor-Heuss-Gymnasium in Kettwig
UNESCO-Schule Essen
Viktoria-Gymnasium

Gesundheitseinrichtungen

Neben dem Universitätsklinikum verfügt die Stadt über zwölf weitere Krankenhäuser mit insgesamt knapp 6000 Betten. Dazu zählen das Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid und das Alfried Krupp Krankenhaus Steele (ehemals Lutherkrankenhaus), das Elisabeth-Krankenhaus in Huttrop mit dem Geriatrie-Zentrum Haus Berge in Bochold, die Kliniken Essen-Mitte (Huyssens-Stiftung und Knappschafts-Krankenhaus), das Katholische Klinikum Essen (bestehend aus den Betriebsteilen Philippusstift in Borbeck, St. Vincenz-Krankenhaus in Stoppenberg und Marienhospital in Altenessen), die Kliniken Essen-Süd (St. Josef Krankenhaus und Ev. Krankenhaus in Werden), die Suchtklinik Kamillushaus in Heidhausen und das St. Josef-Krankenhaus in Kupferdreh, welches zusammen mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus im benachbarten Hattingen die Kath. Kliniken Ruhrhalbinsel bildet. Das Universitätsklinikum und das Elisabeth-Krankenhaus besitzen eine Kinderklinik. Des Weiteren hat Essen rund 1000 niedergelassene Ärzte, rund 350 Zahnärzte und circa 65 ambulante Pflegedienste.

Siehe auch: Liste von Krankenhäusern in Essen

Öffentliche Einrichtungen

Hauptverwaltung des Ruhrverbandes

Essen erfüllt viele Funktionen einer Zentralstadt im Ruhrgebiet, in dem mehr als fünf Millionen Menschen leben. Diese Bedeutung wird dokumentiert durch zahlreiche Institutionen und Verbände, die landesweit Funktionen wahrnehmen oder für die Region Zeichen setzen.

So hat der Regionalverband Ruhr (RVR) seit seiner Gründung 1920 seinen Sitz in Essen. Dieser älteste deutsche Regionalverband, dem vier kreisfreie Großstädte und vier Landkreise angehören, erfüllt ortsübergreifende Gemeinschaftsaufgaben. Sie reichen von der Pflege und Erschließung der Landschaft über organisatorische Dienstleistungen für die kommunalen Verwaltungen bis hin zur Verbesserung der Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten.

Mit dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, dem Landgericht Essen, dem Arbeitsgericht Essen und den drei Amtsgerichten Essen, Essen-Borbeck und Essen-Steele ist die Stadt ein überregional bedeutender Gerichtsstandort.

Zentrale Funktionen auf dem Sektor Wirtschaft erfüllen neben der Industrie- und Handelskammer zu Essen, die auch für die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zuständig ist, die drei in Essen ansässigen Wasserwirtschaftsverbände, der Ruhrverband, die Emschergenossenschaft sowie der Ruhrtalsperrenverein.

Essen ist seit 1958 Sitz des Bistums Essen. Die Diözese erstreckt sich über weite Teile des Ruhrgebiets und kleinere Teile des Sauerlandes. Das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, die Bischöfliche Aktion Adveniat, hat ebenfalls den Sitz in Essen.

Das Wetter für Nordrhein-Westfalen wird vom Deutschen Wetterdienst in Essen prognostiziert.

Essen ist weiter Sitz folgender Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
BKK-Bundesverband
RWTÜV
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Essener Verbund der Immigrantenvereine

Nachfolgende Auslandsvertretungen sind in Essen ansässig:

Generalkonsulat der Republik Türkei
Honorarkonsulate von Albanien, Honduras, Kamerun, Litauen, Philippinen, Norwegen, Thailand, Ungarn sowie Uruguay.

Am Burgplatz in der Volkshochschule Essen, befindet sich ein Europe Direct Informationscenter.[56]

Siehe auch: Kategorie: Organisation (Essen)

Verkehr

Luftverkehr

Der 30 km südlich von der Stadtmitte gelegene Flughafen Düsseldorf ist über die Autobahn A 52 zu erreichen; als öffentliche Verkehrsmittel stehen vor allem die S-Bahnlinie S1 sowie die Regional-Express-Linien RE1, RE2, RE6, RE11, zur Verfügung, die den Flughafen, je nach gewähltem Zug, in 22 bis 37 Minuten mit der Essener Innenstadt verbinden. Der Flughafen Dortmund ist etwa 40 km entfernt.

An der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr befindet sich der städtische Verkehrslandeplatz Essen/Mülheim. Der Verkehrslandeplatz besitzt ein Terminalgebäude, fertigt aber keine Linien- oder Charterfluggesellschaften ab. Private Kleinflugzeuge bilden die Mehrheit in Essen/Mülheim, da Strahlflugzeuge in Essen/Mülheim nur mit besonderer Genehmigung starten und landen dürfen. Des Weiteren gibt es einen Segelflugclub und eine Prallluftschiff-Montagehalle der WDL Luftschiffgesellschaft. Betreiber des Flughafens Essen/Mülheim ist die FEM GmbH. Air Albatros bietet gelegentlich Rundflüge über die Stadt mit einer alten Antonov an. Der Flughafen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen – von Mülheim aus kann die Straßenbahnlinie 104 bis Hauptfriedhof genutzt werden, von da geht es mit einem Umstieg auf die Buslinie 130 weiter zum Flughafen. Vom Essener Hauptbahnhof erreicht man den Flughafen mit der U-Bahn-Linie U18 und Buslinie 145 mit Umstieg in die Buslinie 130 am RheinRuhrZentrum.

Schienenverkehr

Essener Hauptbahnhof an der Freiheit (vor dem Umbau 2009)

Essen verfügt mit dem 2010 renovierten Hauptbahnhof über einen ICE-Fernbahnhof und Regionalbahnhof. Somit ist Essen gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Es bestehen Direktverbindungen zu deutschen und europäischen Großstädten, darunter beispielsweise Berlin, München, Hamburg und Paris. Hinzu kommen die Regionalbahnhöfe Altenessen, Borbeck, Kray Süd, und Steele sowie 21 S-Bahn-Stationen: Bergeborbeck, Borbeck Süd, Dellwig, Dellwig Ost, Eiberg, Frohnhausen, Gerschede, Holthausen, Horst, Hügel, Kettwig, Kettwig Stausee, Kray Nord, Kupferdreh, Stadtwald, Steele Ost, Süd, Überruhr, Werden, West und Zollverein Nord. Im Eisenbahngüterverkehr ist Essen jedoch nach Stilllegung des östlich vom Hauptbahnhof gelegenen Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr.

Siehe auch: Liste Essener Bahnhöfe

Öffentlicher Personennahverkehr

Stadtbahn-Station Essen Hauptbahnhof – 2014
Netzplan
Hauptartikel: Nahverkehr in Essen, Straßenbahn Essen und Stadtbahn Essen

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) führt weitestgehend die Ruhrbahn mit derzeit (September 2017) 84 Omnibuslinien, 21 NachtExpress-, elf Straßenbahn- (Gesamtlänge 119 km) und drei U-Bahn- bzw. Stadtbahnlinien (Gesamtlänge 35 km) aus. Der Stadtbahn-Betrieb begann 1977. Alle Verbindungen können zu einheitlichen Tarifen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr genutzt werden. Die Straßenbahn-Kulturlinie 107 fährt nach Gelsenkirchen Hbf und bietet Informationen über die Sehenswürdigkeiten an den einzelnen Stationen. Ein Befahren des südlichen Abschnitts bis Bredeney erfordert einen Umstieg in Essen Hbf.

Straßenverkehr

Ruhrschnellweg

In Essen gibt es 3227 Straßen mit einer Gesamtlänge von 1595 Kilometern. Essen befindet sich im Einzugsbereich der Bundesautobahnen A 40 (Ruhrschnellweg), A 42 (Emscherschnellweg), A 44 und A 52 sowie der Bundesstraßen B 224, B 227 und B 231. Die Autobahn A 2 hat die Anschlussstelle Essen/Gladbeck, die jedoch etwa zwei Kilometer nördlich der Stadtgrenze Essens liegt und über die Bundesstraße 224 mit dem Stadtgebiet verbunden ist. Die kürzeste Straße in Essen mit einer Länge von 15 Metern heißt Saal und befindet sich in Werden, die längste Straße ist der Ruhrschnellweg mit einer Länge von 11,7 Kilometern. Die Straße Stotznocken, ebenfalls in Werden, ist mit einem Gefälle von 30 % die steilste Straße der Stadt.[57] Am 22. August 1928 wurde an der Kreuzung Altendorfer Straße/Helenenstraße die erste Ampel der Stadt Essen in Betrieb genommen. Heute gibt es rund 630 Ampelanlagen.[58]

Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 ist im Ruhrgebiet eine zusammenhängende Umweltzone eingerichtet worden. Diese Umweltzone erstreckt sich von Duisburg bis Dortmund und umfasst eine Fläche von etwa 850 Quadratkilometern. Autobahnen sind im Ruhrgebiet von den Bestimmungen der Umweltzone ausgenommen.

Laut Statistik der Zulassungsstelle waren im Februar 2019 in Essen insgesamt 348.313 Kraftfahrzeuge angemeldet. Unter den zugelassenen Fahrzeugen befanden sich 2.438 Elektro- und Hybridfahrzeuge (davon 562 mit reinen Elektromotor). Hinzu kommen 18.492 Krafträder.[59]

Der Fernbusverkehr zu deutschen und europäischen Zielen wird über den Zentralen Omnibusbahnhof Essen am Hauptbahnhof abgewickelt.

Fahrradverkehr

Die Stadt Essen erhielt 1991 beim ADFC-Fahrradklimatest als fahrradunfreundlichste Großstadt die (Anti-) Auszeichnung Rostige Speiche. Seit 1995 ist Essen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Kreise und Gemeinden in NRW e. V. Heute wirbt Essen mit rund 200 km Radwegen, Fahrradstraßen und ehemaligen Trassen der Zechenbahnen innerhalb der Stadt. Für die richtige Orientierung sorgen auf dem Hauptroutennetz spezielle Radwegweiser. Der Essener Fahrradstadtplan weist auf Routen und Radwege und auch auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt hin. Im gesamten Stadtgebiet stehen an wichtigen Zielen weit über 3000 Fahrradständer.

Metropolrad Ruhr startete im Juni 2010 in Essen das größte Fahrradverleihsystem Deutschlands. Bis 2012 sind 3000 Mieträder in weiteren neun Ruhrgebietsstädten bereitgestellt.[60] Verknüpft werden in diesem Projekt zehn Städte aus dem Ruhrgebiet, unter anderen Dortmund, Bochum, Essen und Oberhausen. Neu ist die städteübergreifende Nutzungsmöglichkeit der Mieträder.[61][62] Im aktuellen Fahrradklimatest von 2012 rutschte Essen auch durch dieses Angebot im Ranking von 23/28 auf 22/38 der teilnehmenden Städte in Nordrhein-Westfalen. Die Durchschnitts-Schulnote 3,97 sowie der geringe Anteil des Radverkehrs von fünf Prozent (2011) am Modal-Split (zum Vergleich: drei Prozent im Jahr 2001) macht den weiterhin erheblichen Verbesserungsbedarf im Radverkehrsangebot deutlich.

Der Radschnellweg Ruhr führt auch durch Essen.

Stadthafen Essen

Der Stadthafen Essen wurde als jüngster Hafen am Rhein-Herne-Kanal 1934 von der Stadt Essen in Betrieb genommen und wird seit 1987 von den Stadtwerken Essen betrieben. Der Hafen besteht aus einem Stichhafenbecken und einem Parallelhafen entlang des Kanals, die zusammen eine Wasserfläche von 63.000 m² haben. Die wichtigsten umgeschlagenen Güter sind feste und mineralische Brennstoffe, Mineralöl- und chemische Produkte, Steine und Erden sowie Eisen und Stahl.

Wasserversorgung

Die Trinkwassergewinnung lässt sich in Essen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurde das Trinkwasser aus Quellen und Brunnen gewonnen, um die Bürger der Stadt zu versorgen. Doch der enorme Bevölkerungszuwachs in den Zeiten der Industrialisierung machte eine neue Form der Trinkwassergewinnung notwendig. Der Magistrat der Stadt Essen beschloss daher 1863 den Bau eines Pumpwerkes im Ruhrtal, um das Wasser aus dem Uferfiltrat der Ruhr zu gewinnen. Dieses Verfahren hat sich bis heute im Kern bewährt, jedoch stiegen mit den Jahren die Ansprüche an Verfügbarkeit sowie die Qualität des Trinkwassers. 1984 wurde daher eine moderne und technisch ausgefeilte Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Diese und eine weitere Anlage in Essen-Horst werden durch die Wassergewinnung Essen GmbH betrieben.

Die Stadtwerke Essen AG betreiben acht Wasserbehälteranlagen, um die Sicherung der Wasserversorgung sowie die Spitzenverbrauchsmengen zu decken. Es handelt sich hierbei sowohl um Wassertürme, als auch um Hoch- und Erdbehälter. Zusammen haben diese ein Fassungsvermögen von rund 52.000 m³. Die Wasserabgabe liegt im Jahr bei durchschnittlich 35 Millionen m³.

Abfallwirtschaft

Hauptartikel: Entsorgungsbetriebe Essen

Bauwerke

Siehe auch: Liste von Hochhäusern in Essen, Architektur in Essen und Liste der Baudenkmäler in Essen
Aalto-Theater, Opernhaus
Das Glückaufhaus
Steile Lagerung an der Freiheit, im Hintergrund das Postbank-Hochhaus
Frontansicht des Museum Folkwang mit dem von David Chipperfield geplanten Neubau.
Gasthaus zur Margarethenhöhe
Ronald-McDonald-Haus, entworfen von Friedensreich Hundertwasser

Die Stadt verfügt über zahlreiche Verwaltungsbauten aus dem gesamten letzten Jahrhundert, angefangen bei dem Gebäude der Emschergenossenschaft (Wilhelm Kreis) bis zum RWE-Turm (nach Entwürfen des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven; Overdiek und Partner). Viele Gebäude aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts bestimmen das Bild der Innenstadt (Bahnhofsvorplatz mit Haus der Technik (ehem. Börse), Hotel Handelshof, Eickhaus, alte Sparkasse und Hauptpost sowie im Innenstadtbereich Deutschlandhaus, Steinhaus, Derendorfhaus, Lichtburg, Baedekerhaus, Blumhaus). Diese Gebäude sind von bekannten, größtenteils aus Süddeutschland stammenden Architekten (im Umfeld der Essener Kunstgewerbeschule bzw. der Essener Raumkunstgruppe) entworfen worden.

Markant in der Innenstadt ist der Burgplatz mit Johanneskirche, Atrium, Münster, Domschatzkammer, Bischofspalais, Volkshochschule und dem Blick auf die Alte Synagoge und die Altkatholische Friedenskirche. Die Kettwiger Straße wird 1958 die erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland.

Viele alte Wohn- und Geschäftshäuser sind nach dem Krieg durch eine Architektur der 1950er und 1960er Jahre auf dem Grundriss der mittelalterlichen Stadt in höherer Bauweise erneuert worden.

Essen hat vor allem im Süden der Stadt städtebaulich agiert. Es sind zahlreiche geplante Stadtteile entstanden (Moltkeviertel, Margarethenhöhe, Altenhof I und II, große Teile Frohnhausens u. a.). Ferner wurde die Stadt mit einem zweiten Innenstadtring mit teils repräsentativer Architektur ausgestattet (zum Beispiel Erlöserkirche, Glückaufhaus, Steag-Zentrale, Pfarrkirche St. Engelbert, Gebäude der Emschergenossenschaft, Hauptsitz des KVR, Ruhrhaus und die Auferstehungskirche an der Friedrich-, Hohenzollern-, Kronprinzen-, Kurfürstenstraße).

Was weiterhin auffällt, ist die an vielen Stellen durchgehende Gebäudehöhe von nur drei Geschossen und die Anlage von weiten grünen Innenhöfen. Dies geht auf das Wirken von Robert Schmidt (1869–1934), Beigeordneter der Stadt Essen, zurück. Damit wurde ein bauliches Gegenstück zur Berliner Mietskasernenarchitektur im Ruhrgebiet durchgesetzt.

Mit dem Moltkeviertel legte Robert Schmidt ab etwa 1908 ein innenstadtnahes Wohnviertel nach der Reformidee der Gartenstadt an. Große Grün-, Sport- und Spielflächen verbinden sich mit hochwertiger Bausubstanz – durchgängig im Stil der Reformarchitektur – zu einem weltweit einmaligen Beispiel des von der Reformbewegung beeinflussten Städtebaus der Moderne.

Die Stadt ist durch sehr viel Baumbestand und Wälder sowie im Süden durch eine hügelige Landschaft (Ruhrberge/Baldeneysee) geprägt.

Herausragende Gebäude sind das Opernhaus, erbaut nach Plänen des finnischen Architekten Alvar Aalto, sowie die neue Hauptverwaltung der RWE-Konzerns, ein zylindrisches Hochhaus mit klimatisch wirksamer zweischaliger Glasfassade der Architekten Ingenhoven, Overdiek und Partner (Düsseldorf), die hier eine weithin sichtbare Landmarke für die Stadt setzten.

Im Nordosten der Stadt befindet sich das Areal der zum Weltkulturerbe gehörenden ehemaligen Kokerei und Zeche Zollverein, letztere gilt als Meilenstein der Industriearchitektur. Das Zollverein-Areal ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). Mit der Schließung der Kokerei Zollverein 1993 war die Bergbaugeschichte Essens beendet.

Für das Zollverein-Areal gibt es konkrete Planungen, das Weltkulturerbe zu einem regionalen Kulturzentrum auszubauen, die wegen der nötigen Eingriffe in die historische Bausubstanz kontrovers diskutiert werden. Bereits dort angesiedelt sind das Red Dot Design Museum, das im Aufbau befindliche Museum Zollverein sowie verschiedene kleinere Ausstellungen und Projekte. Anfang 2010 wurde das neue Ruhr Museum eröffnet. Der 2006 errichtete Zollverein-Kubus wird ebenfalls seit Anfang 2010 vom Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität genutzt.

Im Zentrum der Stadt finden sich weiterhin um den Burgplatz herum gruppiert die Johanniskirche, das Münster (welches in Teilen bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht und als Wahrzeichen der Stadt gilt), das 1928 fertiggestellte massige Baedeker-Haus und die 1928 errichtete und 2003 renovierte Lichtburg. Außerdem ist dort der markante gläserne Eingang des Neubaus der VHS zu sehen. Im Münster befindet sich die Goldene Madonna, die älteste erhaltene vollplastische Madonnenfigur des christlichen Abendlandes. Gegenüber vom Hauptbahnhof steht das so genannte Haus der Technik, erbaut in den frühen 1920er Jahren nach Entwürfen des Architekten Edmund Körner als Büro- und Geschäftshaus.

Ebenfalls sehenswert ist die Alte Synagoge, die bei ihrer Eröffnung 1913 noch Neue Synagoge hieß: In der Reichspogromnacht ausgebrannt, wurde sie danach nicht mehr von der jüdischen Gemeinde genutzt (die sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue, kleinere Synagoge baute). Nach wechselnden Nutzungen unter anderem als Design-Museum dient sie heute als Begegnungsstätte zwischen den Religionen und Kulturen. 1980 wurde die Synagoge Gedenkstätte.

Zum Süden der Stadt hin liegt das Museum Folkwang, das eine bedeutende Sammlung romantischer und moderner Kunst präsentiert, sowie der Grugapark, benannt nach der Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung (GRUGA), die hier 1929 stattfand. Mit 70 Hektar ist er eine der größeren innerstädtischen Parkanlagen Europas und beliebtes Naherholungsgebiet der Essenerinnen und Essener. Dazu gehört die Grugahalle, in der Konzerte und Großereignisse wie der EU-Gipfel 1994 stattfinden, sowie die Messe Essen.

Noch weiter südlich liegt oberhalb des von 1931 bis 1933 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme künstlich angelegten Baldeneysees die Villa Hügel, der monumentale Wohnsitz der Familie Krupp, erbaut vom Industriellen Alfred Krupp, in dem eine ständige Ausstellung der Krupp-Stiftung und diverse Wechselausstellungen zu finden sind.

In direkter Nachbarschaft zum Grugapark befindet sich der Stadtteil Margarethenhöhe, benannt nach der 1929 von Georg Metzendorf im Auftrag von Margarethe Krupp (zugleich Namensgeberin) errichteten Siedlung Margarethenhöhe, einem architektonisch bedeutenden Beispiel der Gartenstadtbewegung.

Einen starken Kontrast zum restlichen Stadtbild weisen die beiden an der Ruhr gelegenen südlichen Stadtteile Kettwig und Werden auf. Sie besitzen beide einen Altstadtkern, der vom Zweiten Weltkrieg und folgenden Abrisssanierungen fast vollkommen verschont geblieben ist. Im Stadtteil Kettwig befindet sich auch die Staustufe des gleichnamigen Ruhrstausees, wo die Schiffe aus Mülheim und Essen anlegen. Sehenswert ist auch das Krayer Rathaus, wo nach dem Zweiten Weltkrieg die erste Ratssitzung stattfand, da das alte Essener Rathaus im Krieg schwer beschädigt wurde. Ein weiteres markantes Bauwerk in Essen ist der 157,5 Meter hohe, für die Öffentlichkeit nicht zugängliche, Fernmeldeturm.

Naturräume

Laut Statistischem Bundesamt ist Essen aufgrund großer Anteile an Erholungsflächen die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen sowie die drittgrünste Stadt Deutschlands. Essen wurde am 18. Juni 2015 der Titel Umwelthauptstadt Europas für 2017 zuerkannt.

In Essen befinden sich zwölf ausgewiesene Naturschutzgebiete, 58 Landschaftsschutzgebiete sowie zahlreiche Naturdenkmale.

Grün- und Parkanlagen

Künstlicher Wasserfall im Grugapark
Stadtgarten Essen

Bereits zur Zeit der Industrialisierung ließ unter anderem die Firma Krupp ihre zahlreichen Werkssiedlungen im Stadtgebiet mit Parkanlagen, die meist heute noch vorhanden sind, zur Erholung der Arbeiter ausstatten. Durch Begrünungsprogramme hat sich die Stadt Essen zudem in den vergangenen Jahrzehnten bemüht, die Wohn- und Lebensqualität zu steigern und somit das ehemals industriell geprägte Stadtbild zu verändern. So wurde Essen die grünste Stadt Nordrhein-Westfalens sowie die drittgrünste Stadt Deutschlands. Essen besitzt mehr als 700 Grünanlagen, circa 400 Spielplätze und mehrere teils größere Parks in den Stadtteilen.

Der Grugapark ist mit 70 Hektar der größte Park Essens. Als ehemaliger Austragungsort der Reichsgartenschau 1938 und der Bundesgartenschau 1965 gilt er heute gleichermaßen als Spiel- und Sportstätte sowie als Ruheoase in der Stadt. Im Sommer finden im Park verschiedene Veranstaltungen statt, darunter Konzerte, Park- und Kinderfeste. Dazu sind hier rund 40 Skulpturen zu sehen.

Der Hügelpark ist die, heute öffentlich zugängliche, zur Villa Hügel gehörige Parkanlage im Stadtteil Bredeney, die der Industrielle Alfred Krupp ab 1869 plante und errichten ließ. Im Südviertel liegt Essens älteste, öffentlich zugängliche Grünanlage, der Stadtgarten Essen. Er ist mit heute 6,87 Hektar die größte Grünanlage im Innenstadtbereich. 2009 wurde ein Teil des Krupp-Parks im Westviertel eröffnet, der im Zuge des städtebaulichen Projektes Krupp-Gürtel angelegt wurde.

Der Borbecker Schlosspark gilt als eine der ältesten Parkanlagen des Rheinlands. Er ist als englischer Landschaftsgarten gestaltet und stammt aus der Zeit, als Maria Kunigunde von Sachsen dem Essener Stift als Äbtissin vorstand. Über verschlungene Wege ist heute noch die Quelle der Borbecke erreichbar, die über einen schmalen Bachlauf Gräfte und Schlossteich speist. Im östlichen Bereich des Parks liegt die Dubois-Arena, eine ehemalige Boxkampfstätte, die heute als Veranstaltungsort dient.

Weitere Beispiele von größeren Parkanlagen der Stadt sind der Kaiser-Wilhelm-Park in Altenessen, der Ludwig-Kessing-Park in Überruhr-Hinsel, der Stadtgarten Steele, der Volksgarten Kray im Osten der Stadt, der Gervinuspark in Frohnhausen sowie die Brehminsel im Flusslauf der Ruhr in Werden.

Siehe auch: Kategorie: Parkanlage in Essen

Tourismus

Die Sehenswürdigkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt, die zentrale Lage in der Rhein-Ruhr-Region, aber auch ihre Messen und Kongresse ziehen zahlreiche Touristen und Geschäftsreisende an. 39 Hotels mit insgesamt 4.832 Betten zählt der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) im Jahr 2017. Dazu kommen zwei Pensionen mit 44 Betten, 36 Hotel garni mit 2.974 Betten, fünf Erholungs-, Ferien- oder Schulungsheime mit 688 Betten, sieben Jugendherbergen oder Hütten mit 431 Betten, zwei Vorsorge- und Reha-Kliniken mit 520 Betten sowie fünf Campingplätze. Mit fünf Sternen ist das Kettwiger Schloss Hugenpoet das luxuriöseste Hotel in der Stadt. Mit einer Auslastung von rund 42,6 % ist der Standort Essen für Hotelbetreiber ein attraktiver Markt, so dass momentan weitere Hotels im gesamten Stadtgebiet gebaut werden und geplant sind. Damit steigt die Zahl der Hotels auf 96. Somit ist die Stadt Essen der mit Abstand größte Hotelstandort im Ruhrgebiet.[63]

Jahr

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

Übernachtungen[64]

1.357.737

1.302.511

1.376.165

1.386.466

1.409.205

1.408.879

1.387.825

1.480.104

1.602.022

Kultur

Siehe auch: Liste von Sehenswürdigkeiten in Essen und Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Essen
Schloss Borbeck als Kultur- und Begegnungsstätte und Veranstaltungsort mit historischer Dauerausstellung
Der Saalbau ist Sitz der Philharmonie Essen
Das Grillo-Theater
Die Zeche Zollverein beherbergt das Ruhr Museum und das Red Dot Design Museum
Musikpavillon im Grugapark

Philharmonie, Oper und Theater

Essen verfügt in der Theater und Philharmonie Essen (TuP) – unter einem einheitlichen Dach organisiert – über ein philharmonisches Orchester mit dem Saalbau (als Aufführungsort), ein Opernhaus (Aalto-Theater) und ein Stadttheater (Grillo-Theater) mit einigen angeschlossenen kleineren Bühnen. Die Spielstätten der TUP gehören zu den architektonischen Ikonen der Region. Über 400.000 Gäste besuchen pro Spielzeit die mehr als 1000 Veranstaltungen der TuP.

Das Theater im Rathaus befindet sich im Erdgeschoss des Rathauses. Im Spielplan reicht die Bandbreite der Genres von der Boulevardkomödie über Krimis, Operetten und Musicals bis zum klassischen Schauspiel.

Im Europahaus am Kennedyplatz befindet sich das Stratmanns Theater. Seit Juli 1995 tritt Ludger Stratmann auf der eigenen Bühne mit verschiedenen kabarettistischen Programmen unter dem Motto Doktor Stratmanns – Heiteres Medizinisches Kabarett auf.

Weiterhin existiert in Essen das älteste Privattheater Nordrhein-Westfalens (Das Kleine Theater Essen), ein Boulevardtheater sowie das GOP Varieté Essen. Das Colosseum Theater dient seit 2010 als Veranstaltungshalle, hauptsächlich für Tanz- und Musikshows.

Museen

Die Zeche Zollverein als das Wahrzeichen Essens beherbergt mehrere Museen und sehenswerte Plätze. Wie kein anderes steht das Ruhr Museum für Ruhrgebietskultur. Es nimmt räumlich den größten Teil der Zeche ein und zeigt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bergbauregion.

Ebenfalls auf Zeche Zollverein ist das Red Dot Design Museum beheimatet, das die größte Design-Ausstellung weltweit zeigt. Im Kesselhaus der Zeche Zollverein ist weniger Kunst im engeren Sinne ausgestellt – funktionales Design ist hier im Fokus. Hauptsächlich sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs zu sehen, von Besteck und Küchenarmaturen über Möbel und Büroeinrichtungen bis hin zu verschiedenen PKW.

Im Stadtteil Rüttenscheid befindet sich das Museum Folkwang. Das Kunstmuseum beherbergt eine große Sammlung bedeutender Gemälde, Skulpturen und Grafiken weltberühmter Künstler sowie eine wichtige Fotosammlung. Im Neubau am Museumsplatz befindet sich auch das Deutsche Plakatmuseum.

Neben den großen, bekannten Museen hat Essen außerdem eine Reihe weiterer Museen zu bieten. Ebenfalls in Rüttenscheid gibt es das Soul of Africa Museum, das einzige Voodoo-Museum in Europa. Der Essener Domschatz ist eine der bedeutendsten Sammlungen kirchlicher Kunstwerke in Deutschland. Im Grugapark werden auf dem freien Gelände verteilt derzeit über 40 Skulpturen und Kunstwerke gezeigt. Sie reichen von der Klassischen Moderne bis zur Zeitgenössischen Kunst und können unter anderem auf geführten Rundgängen besichtigt werden. Ein Ensemble zeitgenössischer Skulpturen findet sich auf dem Moltkeplatz im Moltkeviertel.

Siehe auch: Liste der Museen in Essen

Geschichtsvereine

Der im Jahre 1880 gegründete Historische Verein für Stadt und Stift Essen e. V. ist einer der ältesten Geschichtsvereine Deutschlands.

Eine Vielzahl Essener Bürger beschäftigen sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Geschichte der Stadt Essen und der Essener Stadtteile. Die meisten von ihnen haben sich zur Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen zusammengeschlossen.[65]

Kino

Die Essener Kinolandschaft besteht an mehreren Orten: Auf der Kettwiger Straße befindet sich die 1928 errichtete und 2003 restaurierte Lichtburg; hinzu kommt das am Berliner Platz im Jahr 1991 eröffnete Multiplexkino Cinemaxx sowie einige Programmkinos. Die Lichtburg besitzt mit 1250 Plätzen den größten Kinosaal Deutschlands. In regelmäßigen Abständen finden hier Filmpremieren und -galas statt. Das Kinocenter Cinemaxx ist mit 16 Kinosälen und insgesamt 5354 Plätzen das größte Multiplexkino Deutschlands. Aufgrund des Siegeszuges des Fernsehgerätes schlossen in den 1960er und 1970er Jahren allein in Essen rund ⅔ aller Kinos. Nach Eröffnung des Cinemaxx brachen die Besucherzahlen der anderen Kinos in Essen nochmals ein, und die meisten wurden geschlossen. Allein in der Essener Innenstadt fielen so über zehn Lichtspielhäuser dem Cinemaxx zum Opfer. Der überwiegende Teil der geschlossenen Kinos wurde zu Ladengeschäften, einige auch zu Diskotheken und Clubs umgebaut. Vereinzelt stehen ehemalige Kinos auch heute noch leer. Lediglich die Lichtburg und vier Essener Programmkinos konnten sich gegen das Multiplexkino behaupten. Das Filmtheater Astra in der Teichstraße ist das größte Filmkunsttheater des Ruhrgebiets. Es bietet Platz für 430 Zuschauer. Das kleine Kino Luna im gleichen Gebäudekomplex bietet 80 Plätze. Das im Jahr 1955 eröffnete Kino Eulenspiegel an der Steeler Straße gehört seit 1980 zu den Essener Filmkunsttheatern. Eine Besonderheit ist eine Wurlitzer-Stummfilm-Orgel im Kinosaal sowie das dazugehörige Kinomuseum. In Rüttenscheid befindet sich das Filmstudio Glückauf. Das im Glückaufhaus liegende Kino ist eines der ältesten Filmtheater im Ruhrgebiet. Ebenfalls in Rüttenscheid befindet sich die Galerie Cinema, das mit 45 Sitzplätzen kleinste Kino in Essen. Hier steht bereits seit 1975 wöchentlich Harold und Maude auf dem Programm. Im Norden der Stadt befindet sich am Sulterkamp 70 das Drive-in-Autokino Essen mit einer Kapazität von 1000 Personenkraftwagen.

Kulturzentren

Unperfekthaus

Das Unperfekthaus (kurz auch UpH genannt) ist eine kulturelle Einrichtung in der Essener Innenstadt. Das „Künstlerdorf“ bietet auf 4000 Quadratmetern, über sieben Etagen verteilt, Kreativen und Schaffenden die Möglichkeit, sich zu verwirklichen. Auf jegliche Zensur oder Vorgaben wird verzichtet. Voraussetzung ist lediglich, dass die Aktivitäten legal, kreativ und offen für Publikum sind. Weitere Kulturzentren sind die Zeche Carl in Altenessen, das Kulturzentrum Grend[66] in Steele und das Kunsthaus Essen in Rellinghausen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Januar
IPM – Internationale Fachmesse für Pflanzen, Technik, Floristik und Verkaufsförderung
Essen on Ice
Polar Soccer Cup
Februar
Parkleuchten im Grugapark – Februar bis März
Essener Karneval
Weiberfastnacht – die Frauen stürmen das Rathaus
Großer Rosenmontagszug
Reise/Camping- Internationale Messe Reise & Touristik, Camping & Caravaning
Fahrrad – Messe für Fahrrad, Zubehör und Freizeit
März
Equitana – Internationale Messe des Pferdesports
April
Techno-Classica – Weltmesse für Oldtimer, Classic- & Prestige-Automobile, Motorsport und Motorräder
Mai
Pfingst Open Air Werden
Juni
Essener Firmenlauf
Drachenbootrennen auf dem Baldeneysee
ExtraSchicht Nacht der Industriekultur
Rü-Fest
Kulturpfadfest Essen
KUNSTTag. Werden
Gourmetmeile auf der Kettwiger Straße

Juli
Grugapark-Fest
Schlossparkfest Borbeck
Großer Klotschentanz Innenstadt
August
Christopher Street Day Essen
Essen.Original.
September
Essener Segelwoche
Ruhrtriennale
Zechenfest Volksfest auf dem Gelände der Zeche Zollverein
Tag des offenen Denkmals
Kettwiger Brunnenfest
Essener Kinderfest
Oktober
Marathon Rund um den Baldeneysee
Essener Lichtwochen
SPIEL – Internationale Spieltage mit Comic Action
November
St.-Martin-Umzüge mit Laternen und Gesang
Beginn der Karnevalszeit am 11.11. um 11:11 Uhr.
Dezember
Essen Motor Show – Weltmesse für Automobile, Tuning, Motorsport & Classics
Nikolaus- und Weihnachtsmärkte in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Kupferdreh, Rüttenscheid, Steele und Werden
Silvesterlauf auf dem Gelände der Zeche Zollverein

Am 11. April 2006 wurde die Stadt durch eine siebenköpfige EU-Jury stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt Europas 2010 gewählt. Gleichzeitig trugen Pécs (Ungarn) und Istanbul den Titel.[67] An RUHR.2010 beteiligt waren neben Essen der Regionalverband Ruhr, das Land Nordrhein-Westfalen und der Initiativkreis Ruhrgebiet.

Die vormals in Berlin stattfindende Loveparade war Ende August 2007 in Essen. Ab 23. August waren viele Clubs der Region für Sonderveranstaltungen geöffnet, bis dann am 25. August mit der eigentlichen Parade das Ereignis ausklang. Der Zug wurde dabei durch die nördliche Innenstadt geführt, die Abschlusskundgebung fand auf dem ehemaligen Kirmesplatz am Berliner Platz statt.

Unter einem Motto stehen in jedem Jahrzehnt die Essener Lichtwochen, die jährlich stattfinden. Dabei werden von Ende Oktober bis Anfang Januar des folgenden Jahres Lichtinstallationen über den Innenstadtstraßen Essens angebracht.

Der Kulturpfad der Stadt Essen führt Besucher zu Kunst- und Kulturorten zwischen der Marktkirche und Museum Folkwang.

In vielen Essener Stadtteilen gibt es Heimat-, Bürger- und Verkehrsvereine. Achtzehn solcher Vereine haben sich zusammengeschlossen im „Stadtverband der Bürger- und Verkehrsvereine Essen“. Ein weiterer Stadtverband ist der Stadtverband Essen der Kleingärtnervereine, dem zurzeit 104 Essener Kleingartenvereine mit insgesamt 250 Kleingartenanlagen angehören (Stand 2009).

Religionen

Siehe auch: Liste Essener Sakralbauten und Liste Essener Friedhöfe

Konfessionsstatistik

2015 gehörten 208.713 Einwohner von Essen der katholischen Kirche an. 144.451 Einwohner waren evangelisch,[68] 4.110 evangelisch-freikirchlich, 8.510 orthodox und 920 jüdisch. 236.295 Einwohner wurden den Rubriken „Sonstige“ oder „Keiner ö.-r. Religionsgesellschaft zugehörig“ zugeordnet. Nach einer Berechnung aus den Zensuszahlen für die Personen mit Migrationshintergrund lag der Bevölkerungsanteil der Muslime in Essen 2011 bei 8,0 Prozent (rund 45.200 Personen).[69]

Im März 2019 gehörten 33,3 % der Einwohner der römisch-katholischen Kirche an, 22,8 % waren evangelisch.[70]

Christentum

Konfessionelle Lage bis zur Säkularisation

Essener Münster (auch Essener Dom)

Das Stift Essen unterstand seit 951 direkt dem Papst. Erste Pfarrkirche war vermutlich die Stiftskirche. Später wurde St. Gertrud für den nördlichen Bereich (mit Altenessen und Karnap) und St. Johann für den südlichen Bereich (mit Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Frillendorf, Rüttenscheid und Huttrop) der Stadt Pfarrkirche.

Ab 1524 wurde in der Stadt gelegentlich evangelisch gepredigt. Im Jahre 1543 trat ein evangelischer Prediger auf und ab 1560 wurde in der St.-Gertrudiskirche auch deutsch gesungen. Auf Beschluss des Rates der Stadt wurde 1563 die Reformation endgültig eingeführt. Die Stadt versuchte damit, ihren Status als Freie Reichsstadt zu festigen. Ab 1563 war die St.-Gertrudiskirche dauerhaft den Protestanten zur Nutzung überlassen worden. Danach nahm die Münsterkirche den Rang der Essener Pfarrkirche für die Katholiken ein.

In Werden wurde ab 1583 in der Clemenskirche evangelisch gepredigt. Im 17. Jahrhundert entstand auch eine reformierte Gemeinde. Steele wurde ab 1554 evangelisch. Um 1600 war fast ganz Steele protestantisch, wobei danach die Kirche aber von den Lutheranern, den Reformierten und den Katholiken zum Teil unter großen Reibereien gemeinsam genutzt wurde. In Kettwig trat 1609 die ganze Bevölkerung zum reformierten Bekenntnis über.

Fortan waren somit in Essen beide Konfessionen nebeneinander vertreten. Das Stift blieb katholisch, die Stadt war evangelisch. Gab es ab 1571 unter den Protestanten zunächst nur eine lutherische Gemeinde, so wurde ab 1655 vom Rat auch eine reformierte Gemeinde anerkannt. Ab 1605 konnte die Gegenreformation teilweise Fuß fassen, was zur Folge hatte, dass die St.-Gertrudiskirche teilweise wieder katholisch wurde. Die endgültige Aufgabe der Reichsfreiheit musste die Stadt 1670 zwar anerkennen, doch war dies ohne Folgen für die bisherigen konfessionellen Unterschiede. Bis 1802 wurden die kirchlichen Angelegenheiten vom Rat beziehungsweise vom Stift erledigt. Die reformierte Gemeinde war autonom. Das Verhältnis beider Konfessionen war etwa ausgewogen.

Evangelische Kirchen

1802 wurde die lutherische Gemeinde Essen dem preußischen Konsistorium der Grafschaft Mark, 1809 dem klevisch-lutherischen Konsistorium des Großherzogtums Berg und ab 1815 der Düsseldorfer Kreissynode zugeteilt. Sie gehörte damit zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise deren späterer rheinischer Provinzialkirche. Essen wurde Sitz einer Superintendentur, aus der später der Kirchenkreis Essen hervorging. Dieser wurde in die drei Kirchenkreise Essen-Mitte, Essen-Nord und Essen-Süd innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geteilt. Zu den drei Kirchenkreisen gehören heute insgesamt 30 Kirchengemeinden. Diese bilden zusammen mit den drei Kirchenkreisen seit 1972 den Evangelischen Stadtkirchenverband Essen. Seit dem 1. Juli 2008 sind die Essener Kirchenkreise wieder zu einem Kirchenkreis zusammengeschlossen.
Ausgenommen hiervon ist der Stadtteil Kettwig, der trotz Eingemeindung 1975 weiterhin zum Kirchenkreis Ruhr mit Sitz Mülheim an der Ruhr gehört.

Als Reaktion auf die Zwangsvereinigung zwischen der lutherischen Kirche und der reformierten Tradition zur Evangelischen Kirche der altpreußischen Union entstand die altlutherische Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen. Die Altlutheraner bestanden auf ihre Religionsfreiheit, indem sie uneingeschränkt lutherische Gottesdienste, Verfassung und Lehre forderten. Nach harter Verfolgungszeit seitens des Staates konnte sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV. konstituieren und wurde anerkannt. Durch die Einführung der Union in Essen entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirchengemeinde Essen 1844; sie gehört heute zum Kirchenbezirk Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Durch die Wahl des Gemeindepfarrers ist dort die Propstei des Sprengels West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Alte Kirche in Essen-Altenessen

Marktkirche, erste protestantische Kirche in Essen

Evangelisch-Lutherische Kirche Essen, Bartningkirche des Jahres 2010 und Propsteikirche

Kreuzeskirche

Römisch-katholische Kirche

Die Goldene Madonna im Essener Münster

Durch die Aufhebung des Stiftes fielen die katholischen Pfarreien 1802 zum Erzbistum Köln. 1958 wurde Essen Sitz eines eigenen Bistums. Die Pfarrgemeinden des 1975 eingemeindeten Stadtteils Kettwig gehören nach wie vor zum Dekanat Ratingen und damit zum Erzbistum Köln. 1968 fand der 82. Deutsche Katholikentag in Essen statt.

Gegenwärtig gehören 58 Pfarrgemeinden zum Stadtdekanat Essen, das sich in die Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Heisingen-Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Stoppenberg und Essen-Werden aufteilt. Gemeinsam bilden sie den katholischen Stadtkirchenverband/Gemeindeverband (K. d. ö. R.) (seit 1925) als Träger kirchlicher Aufgaben auf Stadtebene (Familienbildung, Jugendseelsorge/Jugendberufshilfe, Beratungsdienste, Öffentlichkeitsarbeit) und als Dienstleister und Zweckverband der Gemeinden. Die Katholische Stadtkirche ist zentral erreichbar im Katholischen Stadthaus an der Bernestraße. Das Stadtdekanat Essen umfasst etwa ein Viertel der Katholiken und der Gemeinden des Bistums.

Mittlerweile wurde jedoch die Essener Bistumsstruktur aufgrund diözesaner Entscheidungen grundlegend verändert. In der Stadt Essen gibt es seit 2009 nur noch zehn sogenannte Großpfarreien (kirchliche Körperschaften), die jeweils mehrere Pfarrbezirke (Gemeinden) umfassen. Langfristig sollen auch bis zu 26 katholische Kirchen in Essen aufgegeben werden (vgl. Bistum Essen). Weiterhin sollen die inhaltlichen stadtkirchlichen Einrichtungen (zum Beispiel Familienbildung, Jugendseelsorge) und pastoralen Angebote (zum Beispiel Beratungsdienste) reduziert und diözesan in neue zentrale Trägerstrukturen zusammengeführt werden. Auch die Anzahl der katholischen Kindertagesstätten wird den finanziellen und demografischen Entwicklungen angepasst; ihre inhaltliche Steuerung und Verwaltung werden ebenfalls diözesan zentralisiert.

Den Fürstäbtissinnen verdankt Essen den bedeutenden Essener Domschatz. Im Mittelpunkt steht die Goldene Madonna. Um das Jahr 980 entstanden, ist sie das erste voll plastische Abbild der Gottesmutter und gilt als eines der bedeutendsten Kunstwerke des Abendlandes. Nachdem Papst Johannes XXIII. Maria 1959 zur Patronin des Bistums Essen erhoben hatte, wurde die Figur vom damaligen Bischof Franz Hengsbach im Essener Dom öffentlich ausgestellt. Seit dieser Zeit ist sie das Ziel zahlreicher Pilger.

Das Priorat der Piusbruderschaft ist das dritte in Deutschland gegründete Priorat der römisch-katholischen Traditionalisten.

St. Maria Rosenkranz in Essen-Bochold

St. Antonius Abbas in Essen-Schönebeck

St. Georg in Essen-Heisingen

St. Gertrud in der Essener Innenstadt

St. Hubertus in Essen-Bergerhausen

St. Mariä Empfängnis in Essen-Holsterhausen

Orthodoxe Gemeinden

Drei orthodoxe Gemeinden feiern ihre Gottesdienste in katholischen Kirchen in Essen:
die russisch-orthodoxe Gemeinde zu den Hl. Uneigennützigen Kosmas und Damian (St. Augustinus, Frohnhausen), die serbisch-orthodoxen (St. Stephanus, Stoppenberg) und die rumänisch-orthodoxen Christen (St. Ewaldi, Altenessen).

Weitere Kirchen und christliche Gemeinschaften

Es gibt verschiedene Freikirchen, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), eine Adventgemeinde, Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche, Freie evangelische Gemeinden (FeG), die SELK, 13 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche (NAK), drei Gemeinden der Apostolischen Gemeinschaft und die altkatholische Kirche. Ferner sind auch die Zeugen Jehovas und die Mormonen vertreten.

Judentum

Alte Synagoge

Der jüdischen Kultusgemeinde gehören mehr als 900 Mitglieder an. Die Gemeinde verfügt über eine Synagoge in der Sedanstraße, einen Friedhof, eine Bibliothek, eine Kindergruppe, Jugendgruppe und Frauenchor. Die Mikwe funktioniert nicht mehr. Es gibt keinen Gemeinderabbiner. Bis zu ihrer Zerstörung in der Pogromnacht gab es in Steele eine bereits 1883 eröffnete Synagoge. In der Essener Innenstadt steht die 1913 eingeweihte Alte Synagoge, deren Äußeres während des Nationalsozialismus weitgehend unversehrt blieb. Nachdem sie zunächst ungenutzt war, erwarb sie die Stadt Essen und nutzte sie unter anderem als Museum für Industriedesign; schließlich wurde sie nach einer etwa zweijährigen Umbauphase im Juli 2010 als Haus jüdischer Kultur eröffnet.[71]

Buddhismus

Im Jahr 1988 etablierte sich in der Herkulesstraße in Essen-Stadtmitte eine Gemeinschaft der Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens. Der im gleichen Jahr entstandene Zenkreis Essen e. V. steht in der Tradition des Rinzai-Zen und wurde von dem deutschen Zenlehrer Rei Shin Sensei gegründet. Seit 2007 findet sich in Essen auch eine Gruppe des Diamantweg-Buddhismus von Ole Nydahl.[72]

Islam

Fatih-Moschee

Durch die verstärkte Zuwanderung aus muslimischen Ländern, insbesondere der Türkei, wurden in den letzten Jahrzehnten auch muslimische Gotteshäuser eingerichtet. Dabei handelte es sich zunächst nur um „Hinterhofmoscheen“. Inzwischen wurden auch größere repräsentative Moscheen gebaut. Im Jahr 2002 wurde im Stadtteil Katernberg die Fatih-Moschee eröffnet, in Altendorf ist seit 2009 die DITIB-Zentralmoschee Essen in Bau. 2016 gab es in Essen 24 muslimische Gotteshäuser, davon gehören sieben zur DITIB.[73]

Sikhismus

In Essen befinden sich zwei Gurdwara. Der Gurdwara Dasmesh Darbar Essen e. V. befindet sich an der Herkulesstraße im Ostviertel, und der Gurdwara Nanaksar Sat Sang Darbar befindet sich an der Bersonstraße im Nordviertel. Am 16. April 2016 verübten Salafisten einen Bombenanschlag auf letzteren. Drei Männer wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer.[74][75]

Hinduismus

Im Ostviertel gibt es einen tamilischen Hindu-Tempel. Dieser ist dem Gott Murugan gewidmet und wurde 2004 eingeweiht. Trägerverein ist der Sri Kathirvelauthaswamy Temple e. V.[76]

Sport

Rudern

Der Rudersport spielt in Essen eine sehr große Rolle. Gerudert wird auf der Ruhr und auf dem Baldeneysee. In Essen gibt es sechs Vereine, die sich aufs Rudern spezialisiert haben bzw. eine Ruderriege besitzen. Unter diesen sind die großen Vereine ETuF (Essener Turn- und Fechtclub) und der RaB (Ruderclub am Baldeneysee). Aus diesen Vereinen gehen regelmäßig Europa- und Weltmeister hervor. Zudem findet alle zwei Jahre die Hügelregatta statt. Der Rudersport wird auch im Turnverein Kupferdreh (TVK) angeboten.

Fußball

Das 2012 eröffnete Stadion Essen

Der bekannteste Fußballverein Essens ist Rot-Weiss Essen, der Spieler wie Helmut Rahn, Willi Lippens, Horst Hrubesch und Frank Mill hervorgebracht hat, 1953 den DFB-Pokal gewann und 1955 Deutscher Meister wurde. Der Verein spielte zuletzt nach einer Insolvenz in der NRW-Liga, bevor er in der Saison 2010/2011 wieder in die viertklassige Regionalliga West aufstieg. Die Heimspiele werden im Stadion Essen an der Hafenstraße ausgetragen. In der Saison 2005/06 lag der Zuschauerschnitt bei 12.291. Ebenfalls von größerer Bedeutung ist Schwarz-Weiß Essen, dessen Fußballabteilung 1959 deutscher Pokalsieger wurde und seit der Saison 2012/13 in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein spielt. Jens Lehmann, der in Essen geborene, ehemalige deutsche Nationaltorwart, spielte für diesen Verein, ebenso wie der heutige Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff.

Die Frauenfußballmannschaft der SGS Essen, deren Heimspiele ebenfalls im Stadion Essen an der Hafenstraße ausgetragen werden, spielt seit 2004 in der Bundesliga und erreichte 2007 und 2010 das Halbfinale und 2014 das Finale im DFB-Pokal.

Handball

Der zweitgrößte Essener Sportverein TUSEM Essen ist mehrfacher Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger im Handball. Nach dem Gewinn des Europapokals verlor der Verein die Lizenz für die Bundesliga und trat 2005 in der Regionalliga an. Durch eine fast makellose Saison (63:01 Punkte) gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit der Saison 2007/2008 ist der Club von der Margarethenhöhe, der seine Heimspiele in Stoppenberg in der dortigen Halle „Am Hallo“ austrägt, wieder erstklassig. Allerdings steht seit November 2008 fest, dass dem Verein wegen Insolvenz ein erneuter Zwangsabstieg, diesmal voraussichtlich in die 2. Bundesliga, bevorsteht. Als Tabellensiebter der Saison 2010/11 in der 2. Liga Nord qualifizierte sich der Verein für die ab der Spielzeit 2011/12 bestehende eingleisige 2. Liga. 2011/12 wurde der TUSEM Vize-Meister der 2. Liga und schaffte somit den Wiederaufstieg in die 1. Liga.[77]

Basketball

Die Basketballer der ETB Wohnbau Baskets Essen nehmen seit dem Aufstieg aus der ProB in der Saison 2007/08 in der ProA teil, welche die zweithöchste Spielklasse Deutschlands darstellt. Die Basketballabteilung des ETB wurde 1960 gegründet. Die Heimspiele werden in der neuen Halle „Am Hallo“ ausgetragen.

Volleyball

Die Männer von VV Humann Essen spielen in der 2. Bundesliga. Außerdem spielt das Beachvolleyball-Nationalteam Katrin Holtwick/Ilka Semmler für den Seaside Beach Club Essen. Das Team wurde 2009 und 2012 deutscher Meister.

American Football

Die Assindia Cardinals spielten 2009 in der höchsten deutschen Spielklasse, der German Football League (GFL). Nach zwei Aufstiegen in Serie wurden die Cardinals zur Mannschaft des Jahres 2008 in Essen gewählt. Die Heimspiele werden im Stoppenberger Sportpark „Am Hallo“ ausgetragen.

Rugby

Seit 2007 gibt es das Rugby Union Team im Grashof Rugby Club in Essen. Ursprünglich eine AG der Grashof-Schule in Bredeney, spielt das Team seit der Saison 2016/17 in der 2. Bundesliga. Die Jugendmannschaften des Teams sind mehrfacher deutscher Schulmeister.

Feldhockey

In Essen gibt es diverse Vereine, die Feldhockey anbieten: HTC Kupferdreh, gelegen am Eisenhammer, den Essener Turn- und Fechtclub (ETuF), der direkt am Baldeneysee beheimatet ist sowie den Hockeyclub Essen (HCE) und den Essener Turner-Bund Schwarz-Weiß (ETB).

Skaterhockey

In Essen ist mit dem SHC Rockets Essen 1985 einer der ältesten und mitgliederstärksten Inline-Skaterhockey-Vereine Europas beheimatet. Im Jahr 2009 wurde der Verein Europacup-Sieger der Junioren. 2011 trugen die Rockets den Europacup in der Eissporthalle am Westbahnhof aus und wurden durch die Wildcard als Außenseiter Sieger des Europacup 2011. Die SHC Rockets spielen in der Inline-Skaterhockey-Bundesliga. 2012 waren die Rockets deutscher Pokalsieger.

Eishockey

Essen hat eine Eishockey-Tradition seit den 1960er Jahren und war von 1994 bis 2008 durch den Verein ESC Moskitos Essen e. V. in der deutschen Bundesliga bzw. Profiliga vertreten. 1999 war Essen Deutscher Meister der 1. Bundesliga und spielte danach in der DEL. Ab 2008 spielte der Verein in der Regionalliga, da er Insolvenz anmelden und somit zwangsabsteigen musste. In der Saison 2009/2010 wurde er Deutscher Meister der Regionalliga und ist in die Oberliga aufgestiegen.

Eiskunstlauf

Die Eiskunstläuferin Nicole Schott vom Essener Jugend-Eiskunstlauf-Verein e. V. ist 2012 und 2015 zum zweiten Mal Deutsche Meisterin geworden und damit erste Essenerin, die diesen Titel errungen hat.

Laufen

Seit 1963 findet Deutschlands ältester ununterbrochen durchgeführter Marathon Rund um den Baldeneysee statt. Außerdem findet jährlich seit 2011 im Juni der Essener Firmenlauf statt. Im Firmenlauf treten Gruppen und Teams verschiedener Firmen, Verbände und Organisationen aus Essen an. Die Laufstrecke hat eine Länge von fünfeinhalb Kilometer und führt durch Essen-Rüttenscheid vom Aalto-Theater bis in den Grugapark. Des Weiteren findet einmal jährlich der Essener Onko-Lauf im Grugapark statt. Der Erlös der Läufe kommt der Onkologie beziehungsweise der Krebsberatung in Essen zugute.

Lacrosse

Seit 2009 gibt es mit den Essen Pirates einen Lacrosse-Verein, der in der 2. Bundesliga West spielt.

Segeln

25 Segelvereine mit mehr als 3400 Mitgliedern verschaffen dem Segelsport auf dem Baldeneysee mit der Ausrichtung vieler Ranglistenregatten überregionale Bedeutung. Auch internationale Meisterschaften werden hier ausgetragen.

Kanusport

Die Kanusport-Gemeinschaft Essen ist einer der erfolgreichsten Kanuvereine Deutschlands und hat bereits etliche Weltmeister und Olympiasieger im Kanurennsport hervorgebracht, darunter Thomas Reineck, Olaf Winter und Tomasz Wylenzek.

Tischtennis

Ein bekannter Tischtennisverein ist SV Moltkeplatz Essen. Er wurde 1953 gegründet und wurde von 1964 bis 1970 der Verein viermal deutscher Vizemeister. 1966 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Tischtennis-Bundesliga und spielte von 1966 bis 1970 vier Jahre lang in dieser Klasse. Nach dem Abstieg 1971 konnte man 1978 noch einmal aufsteigen, allerdings die Klasse nicht halten. Zu den bekanntesten Spielern zählt Wilfried Lieck.

Golf

Auf dem Essener Stadtgebiet existieren drei Golfclubs, der GC Essen-Heidhausen (27 Löcher), die Golfriege ETuF Essen (9 Löcher) und der GC Haus Oefte (18 Löcher). Alle drei Clubs veranstalten regelmäßig Turniere.

Snooker

Der 2009 gegründete SC 147 Essen spielt seit 2011 in der 1. Snooker-Bundesliga und wurde 2016 deutscher Meister.[78]
Der 1. SC Essen spielte von 1999 bis 2002 und von 2004 bis 2008 in der 1. Snooker-Bundesliga und wurde 2001 deutscher Vizemeister.

Rollstuhltanz

Im größten Essener Sportverein, der Märkischen Turngemeinde Horst 1881 e. V. – Essen gibt es eine Rollstuhltanzgruppe im Breitensport. Einige Paare bestreiten auch Wettkämpfe oder gehören der vereinsübergreifenden Formation NRWheelers an.[79]

Ringen

Die Stadt Essen beheimatete vormals 4 Ringervereine, von denen heute nur noch 2 aktiv sind. Die Vereine ASV Essen-West 03 (ehemaliger Bundesligist) sowie KSV Essen-Kray haben sich aufgelöst, nur noch der TV Essen-Dellwig 1893 (Oberligist, ehemals 2. Bundesliga) und die Germania 1888 Essen-Altenessen (Bezirksliga) sind derzeit noch aktiv.

Schwimmen

Die SG Essen (Startgemeinschaft vieler Essener Schwimmvereine) ist ein auf nationaler und auf internationaler Ebene vertretener Verein. Die SG Essen schwimmt in der 1. Bundesliga Schwimmen.

Schwimmbäder:

Essen hat zurzeit (2017) folgende Schwimmbäder in Betrieb: das Grugabad, das Sportbad am Thurmfeld, das Schwimmzentrum Kettwig, das Freibad Hesse in Dellwig, das Schwimmzentrum Oststadt, das Friedrichsbad, das Schwimmzentrum Rüttenscheid, das Hallenbad Nord-Ost, die Alte Badeanstalt in Altenessen, das Hallenbad Kupferdreh, das Hallenbad Werden, das Hallenbad Borbeck, das Hallenbad am Südpark in Kray und das Freibad in Steele, verwaltet vom Schwimmverein SV Steele 1911. Bis zum Jahr 2000 existierte im Essener Norden das Kuhlhoffbad und im Essener Westen das Freibad Nöggerathbad. Beide wurden geschlossen, um die Grundstücke als Bauland gewinnbringend verkaufen zu können. Zudem ist seit 1. April 2010 das Freizeitbad Oase in Frohnhausen geschlossen und Anfang 2014 abgerissen worden. Das Gildehofbad in der Innenstadt war ein Spaßbad, das von 1987 bis 1992 in Betrieb war; seit Ende der 1990er befindet sich in den Räumlichkeiten die Stadtbibliothek.[80] Das Hauptbad wurde am 30. Dezember 2015 geschlossen, 2008 fanden hier noch die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften statt.

Olympiastützpunkt

Der Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr mit Sitz in Essen ist eine sportart- und länderübergreifende Beratungs- und Betreuungseinrichtung für den Spitzen- und Nachwuchsleistungssport und betreut rund 400 Kaderathleten in 17 Sportarten. Zur Konzeption des Standorts gehört das professionelle Management aller talentfördernden und trainingsbegleitenden Maßnahmen. Der Olympiastützpunkt liegt in unmittelbarer Nähe zum Alfried-Krupp-Krankenhaus, wodurch eine hochqualifizierte medizinische Betreuung der Spitzenathleten gewährleistet ist.

Persönlichkeiten

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Essen

Ehrenbürgerrechte verleiht die Stadt Essen seit 1879. Es folgt eine vollständige[81] Liste aller Ehrenbürger:

Margarethe Krupp
1879 Fürst Otto von Bismarck, Reichskanzler
1888 Friedrich Hammacher, Essener Reichs- und Kommunalpolitiker, Jurist und Wirtschaftsführer
1895 Peter Beising, katholischer Theologe
1896 Friedrich Alfred Krupp, Industrieller
1901 Heinrich Carl Sölling, Kaufmann und Stiftungsgründer
1906 Erich Zweigert, Oberbürgermeister von 1886 bis 1906
1912 Margarethe Krupp, Stiftungsgründerin (u. a. Gartenstadt Margarethenhöhe)
1917 Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall und oberster Heerführer, späterer Reichspräsident
1930 Paul Goerens, deutscher Metallurg und Professor
1948 Victor Niemeyer, Ratsherr (posthum verliehen)
2007 Berthold Beitz, Vorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (einzige Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Essen seit Bestehen der Bundesrepublik)
Bundespräsident Gustav Heinemann (1969)

Daneben verliehen auch damals eigenständige Gemeinden Ehrenbürgerrechte an lokale Persönlichkeiten, unter anderem 1890 die Gemeinde Steele an Carl Humann, den Entdecker des Pergamonaltars. Nach der Eingemeindung wurde diese Praxis aufgehoben.

Seit 1961 wird der Ehrenring der Stadt Essen als höchste Auszeichnung vergeben, den Ehrenbürger Berthold Beitz bereits im Jahr 1983 erhielt. Weitere Träger des Ehrenringes sind unter anderem Gustav Heinemann, Oberbürgermeister und späterer Bundespräsident, Franz Kardinal Hengsbach, der erste Bischof von Essen sowie verschiedene ehemalige Oberbürgermeister der Stadt. Neben dem Ehrenring wird eine Ehrenplakette als zweithöchste Auszeichnung der Stadt vergeben.

An Jugendliche oder junge Erwachsene verleiht das Jugendamt der Stadt zudem seit 2004 in verschiedenen Kategorien den Preis Essens Beste.

Anstatt eines Goldenen Buches gibt es in Essen seit 1933 das vom damaligen Oberbürgermeister Theodor Reismann-Grone in Auftrag gegebene Stahlbuch. Er begründete die Namenswahl damit, dass der Aufstieg von Essen erst durch die Stahlindustrie möglich wurde und so der Ausdruck Stahlbuch passender sei. Erstmals genutzt wurde das Gästebuch zur Hochzeit des Gauleiters Josef Terboven am 28. Juni 1934, zu der auch Adolf Hitler und Hermann Göring als Trauzeugen erschienen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde beschlossen, das Stahlbuch zu ersetzen. Da der Einband keine Insignien des Nationalsozialismus trug, wurde er auch für den neuen Band genutzt. Die entnommenen Seiten mit den Eintragungen von 1934 bis 1945 befinden sich heute im Stadtarchiv Essen.[82]

Sonstiges

Der Hauptgürtelasteroid (133243) Essen wurde nach der Stadt benannt, nachdem er am 2. September 2003 von der Walter-Hohmann-Sternwarte im Essener Stadtteil Schuir aus entdeckt worden war.

Literatur

Ulrich Borsdorf (Hrsg.): Essen – Geschichte einer Stadt. Pomp Verlag, Bottrop/Essen 2002, ISBN 3-89355-236-7. 
Cordula Brand, Detlef Hopp: Essen. Von den Anfängen bis zum Mittelalter. Ed. Archaea: Gelsenkirchen 1995, ISBN 3-929439-22-0.
Erwin Dickhoff: Essener Straßen – Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen. Verlag Richardt Bacht GmbH, Essen 1979, ISBN 3-87034-030-4. 
Essener Sportbund (Hrsg.): Sportschau Essen. Klartext Verlag, Essen (seit 1992, erscheint jährlich im November). 
Detlef Hopp (Hrsg.): Nahaufnahmen. 100 Entdeckungen der Stadtarchäologie Essen. Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0514-6.
Detlef Hopp (Hrsg.): Mit dem Rad in Essens Vergangenheit. Ausgewählte Touren zu Archäologie und Geschichte. Klartext Verlag, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0708-9.
Detlef Hopp, Bianca Khil, Elke Schneider: Archäologische Bibliographie der Stadt Essen. Klartext Verlag, Essen 2000, ISBN 3-88474-897-1. 
Detlef Hopp, Bianca Khil, Elke Schneider (Hrsg.): Burgenland Essen. Burgen, Schlösser und feste Häuser in Essen. Klartext Verlag, Essen 2017, ISBN 978-3-8375-1739-2. 
Robert Jahn: Essener Geschichte. Die geschichtliche Entwicklung im Raum der Großstadt Essen. Verlag W. Th. Webels, Essen 1952. 
Heinz-K. Junk: Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. In: Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz, Peter Johannek (Hrsg.): Deutscher Städteatlas. Band IV 6. Dortmund-Altenbeken 1989, ISBN 3-89115-036-9 (Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft). 
Erich Keyser: Rheinisches Städtebuch (= Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band 3). Kohlhammer, Stuttgart 1956 (Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages). 
Ute Küppers-Braun: Macht in Frauenhand – 1000 Jahre Herrschaft adeliger Frauen in Essen. Klartext Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-106-X. 
Helga Mohaupt: Kleine Geschichte Essens – Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Klartext Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-118-3. 
Helga Mohaupt, Willy van Heekern: Essen, Ein verlorenes Stadtbild. Gudensberg-Gleichen: Wartberg-Verl., 1994, ISBN 3-86134-182-4. 
Karsten-Thilo Raab: Essen – Europas Kulturhauptstadt 2010. Wartberg Verlag, Gudensberg 2008, ISBN 978-3-8313-1914-5. 
Klaus Rosing: Essen in alten und neuen Reisebeschreibungen. Droste-Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-0789-1. 
Sigrid Schneider: Ansichtssachen. Bilder von Essen. Pomp Verlag, Bottrop/Essen 2002, ISBN 3-89355-237-5. 
Günter Streich, Karsten-Thilo Raab: Essen gestern – heute. Wartberg Verlag, Gudensberg 2008, ISBN 978-3-8313-1913-8. 
Ludger Tewes: Mittelalter im Ruhrgebiet Siedlung zwischen Essen und Dortmund. Schoeningh Verlag, Paderborn 1997, ISBN 3-506-79152-4. 
Robert Welzel: Essener Streifzüge. Wege durch Kultur und Geschichte (= Essener Streifzüge. Band 1). Klartext Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1115-4.
Herbert Westfalen: Essener Bilderbogen 1880–2007. Klartext Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-89861-997-4. 
Literatur über Essen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks

 Commons: Essen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Essen in der Topographia Westphaliae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wikinews: Essen – in den Nachrichten
 Wiktionary: Essen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Essen – Reiseführer
Offizielle Website der Stadt Essen
Historisches Portal Essen
Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e. V.
Weltkulturerbe Zollverein
Essen – Kulturhauptstadt Europas 2010 (Memento vom 11. Mai 2009 im Internet Archive)
Focus-Reportage über Essen
Linkkatalog zum Thema Essen bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Unterrichtsmaterialien zur Geschichte der Stadt Essen in den Zeitabschnitten „Industrialisierung“ und „Battle of the Ruhr, 1943“
Die Stadt Essen will die Sammlung des Folkwang-Museums belasten

Einzelnachweise

Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2018 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018.  (Hilfe dazu)

↑ Andreas Thenhaus: Heimatabend Essen – Die heimliche Hauptstadt des Ruhrgebiets. 10. September 2014 (wdr.de [abgerufen am 4. Oktober 2018]). 

↑ DWD.

↑ wetterkontor.de.

↑ wetterdienst.de

↑ Detlef Hopp: Essen vor der Geschichte – Die Archäologie der Stadt bis zum 9. Jahrhundert in: Borsdorf (Hrsg.): Essen – Geschichte einer Stadt, 2002, S. 32.

↑ Detlef Hopp: Essen vor der Geschichte – Die Archäologie der Stadt bis zum 9. Jahrhundert in: Borsdorf (Hrsg.): Essen – Geschichte einer Stadt. 2002, S. 21–57.

↑ Nr. 2865 der Scotti’schen Sammlung der Landesgesetze von Cleve und Mark

84 [78] – Stück 10. – Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf – Seite – Digitale Sammlungen – Digitale Sammlungen. Linktext ungültig Abgerufen am 7. März 2018. 

↑ Pierre Broué: The German Revolution. 1917–1923. Chicago 2006, S. 60.

↑ Her mit der Kohle – Der Spiegel EinesTages; abgerufen am 4. Mai 2012.

↑ Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e. V./Stadtarchiv.

Geschichte des Hauses. Abgerufen am 21. Oktober 2014. 

↑ Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden (1961); Jörg Wollenberg: Die Bedeutung des Novemberpogroms innerhalb der nationalsozialistischen Judenverfolgung (1999). (Memento des Originals vom 10. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www-user.uni-bremen.de

Ausstellung erinnert an Zwangsarbeiter. Abgerufen am 21. Oktober 2014. 

Der LVR in Europa. Abgerufen am 21. Oktober 2014. 

↑ Richard G. Davis: Bombing the European Axis Powers: A Historical Digest of the Combined Bomber Offensive, 1939–1945. Air University Press, 2006, ISBN 1-58566-148-1, S. 109 (englisch, af.mil [PDF; 2,0 MB]). 

↑ Historisches-Centrum.de, Ralf Blank: Die erste Ruhrschlacht 1943, abgerufen am 29. November 2010.

↑ ibiblio.org: Chapter XVI Reducing the Ruhr S. 364

↑ a b c Handbuch Bauen. (PDF) B.I.1: Entwicklung der äußeren Gebietsgrenzen der Stadt Essen seit 1873. In: Handbuch Essener Statistik. Stadt Essen, Amt für Statistik Stadtforschung und Wahlen, S. 5–6, abgerufen am 13. Juli 2017. 

↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 112. 

↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 291. 

Essen verzeichnet wieder Bevölkerungsplus. Stadt Essen, Presse- und Kommunikationsamt, 22. Januar 2014.

↑ Stadt Essen:@1@2Vorlage:Toter Link/webapps.essen.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Einwohnerdatei), abgerufen am 28. Februar 2015.

↑ it.nrw.de (Memento des Originals vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.it.nrw.de

↑ Stadtumbau West – Essen – Dienstleistungsstadt im Ruhrgebiet – Herausforderungen und Strategien (Memento vom 11. Mai 2004 im Internet Archive)

↑ Quelle

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↑ Quelle: Stadt Essen: Sozialatlas, Stand 31. Dezember 2013, abgerufen am 3. März 2015.

↑ radioessen.de

↑ https://www.haushaltssteuerung.de/weblog-schulden-ranking-der-103-kreisfreien-staedte-in-deutschland.html

Die Schuldenuhr der Stadt Essen zeigt Schuldenabbau. Stadt Essen, Presse- und Kommunikationsamt, 13. Januar 2014. Abgerufen am 15. Januar 2014.

↑ derwesten.de Berichterstattung der Tageszeitung Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am 25. September 2014.

↑ derwesten.de Berichterstattung der Tageszeitung Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am 16. Januar 2015.

↑ Finanzdesaster an der Ruhr Pressemitteilung des Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen vom 14. April 2016, abgerufen am 24. Mai 2018

↑ Schuldenuhr der Stadt Essen, abgerufen am 6. April 2019.

§ 1 Absatz 2 der Hauptsatzung der Stadt Essen. (PDF) Abgerufen am 18. August 2015. 

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Partnerstadt Sunderland. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

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Partnerstadt Grenoble. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

Partnerstadt Nischni Nowgorod. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

Partnerstadt Tel Aviv. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

↑ Meldung auf Essen.de vom 25. März 2015.

Partnerstadt Zabrze. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

↑ Meldung auf Essen.de vom 22. April 2015.

Partnerstadt Changzhou. In: www.essen.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016. 

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↑ simulatorzentrum.de

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medicoreha Welsink Akademie.

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↑ derwesten.de Berichterstattung der Tageszeitung Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am 20. Februar 2015.

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↑ Ungarische Stadt Pécs eröffnet Kulturhauptstadtjahr (Memento vom 31. August 2011 im Internet Archive)

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↑ Homepage Moscheesuche

↑ 16-jähriger Salafist bekennt sich zu Terrorakt in Essen.

↑ Reiner Burger: Terrorplanung bei Whatsapp – FAZ vom 29. Juni 2016

↑ Webseite der Hindu-Gemeinschaft.

↑ GWD Minden und TuSEM Essen wieder erstklassig – Tradition kehrt zurück in die Handball-Bundesliga (Memento vom 27. Mai 2012 im Internet Archive)

1. Bundesliga Snooker 2015/16. In: portal.billardarea.de. Deutsche Billard-Union, abgerufen am 25. April 2016. 

↑ Märkische Turngemeinde Horst e. V. (Memento vom 31. Juli 2007 im Internet Archive)

↑ Westdeutsche Allgemeine (WAZ) v. 2. Februar 2008, Regionalteil.

↑ Ehrenbürger Essens.

↑ Das Historische „Stahlbuch“ der Stadt Essen, abgerufen am 15. Februar 2017.

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Businessplang der Spielotheken GmbH aus Heilbronn

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Businessplan Spielotheken GmbH

, Geschaeftsfuehrer
Spielotheken GmbH
Heilbronn
Tel. +49 (0) 8065661
Fax +49 (0) 5459164
@hotmail.com

Inhaltsverzeichnis

MANAGEMENT SUMMARY 3

1. UNTERNEHMUNG 4
1.1. Geschichtlicher Hintergrund 4
1.2. Unternehmensziel und Leitbild 4
1.3. Unternehmensorganisation 4
1.4. Situation heute 4

2. PRODUKTE, DIENSTLEISTUNG 5
2.1. Marktleistung 5
2.2. Produkteschutz 5
2.3. Abnehmer 5

3. Markt 6
3.1. Marktuebersicht 6
3.2. Eigene Marktstellung 6
3.3. Marktbeurteilung 6

4. KONKURRENZ 7
4.1. Mitbewerber 7
4.2. Konkurrenzprodukte 7

5. MARKETING 8
5.1. Marktsegmentierung 8
5.2. Markteinfuehrungsstrategie 8
5.3. Preispolitik 8
5.4. Verkauf / Vertrieb / Standort 8
5.5. Werbung / PR 8
5.6. Umsatzziele in EUR 1000 9

6. STANDORT / LOGISTIK 9
6.1. Domizil 9
6.2. Logistik / Administration 9

7. PRODUKTION / BESCHAFFUNG 9
7.1. Produktionsmittel 9
7.2. Technologie 9
7.3. Kapazitaeten / Engpaesse 9
7.4. Wichtigste Lieferanten 10

8. MANAGEMENT / BERATER 10
8.1. Unternehmerteam 10
8.2. Verwaltungsrat 10
8.3. Externe Berater 10

9. RISIKOANALYSE 11
9.1. Interne Risiken 11
9.2. Externe Risiken 11
9.3. Absicherung 11

10. FINANZEN 11
10.1. Vergangenheit 11
10.2. Planerfolgsrechnung 12
10.3. Bilanz per 31.12.2009 12
10.4. Finanzierungskonzept 12

11. ANFRAGE FUER FREMDKAPITALFINANZIERUNG 12

Management Summary

Die Spielotheken GmbH mit Sitz in Heilbronn hat das Ziel Spielotheken in der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich neu zu etablieren. Sie bezweckt sowohl die Entwicklung, Produktion als auch den Handel mit Spielotheken Artikeln aller Art.

Die Spielotheken GmbH hat zu diesem Zwecke neue Spielotheken Ideen und Konzeptentwicklungen entworfen. Spielotheken ist in der Bundesrepublik Deutschland im Gegensatz zum nahen Ausland und den USA noch voellig unterentwickelt. Es gibt erst wenige oeffentliche Geschaefte, keine Spielotheken Onlineshops mit einem breiten Produkteangebot und einer Auswahl an klar differenzierten Produkten in Qualitaet und Preis.

Die selbstentwickelten Spezialprodukte der Spielotheken GmbH werden selbsthergestellt und ueber das Unternehmen sowie Aussenstellen zusammen mit den uebrigen Produkten vertrieben. Es besteht aufgrund des eingesetzten Booms an neuen oeffentlichen Shops und allgemein des immer beliebter werdenden Handels von Spielotheken eine hohes Absatzpotenzial fuer die vorliegende Geschaeftsidee. Allerdings ist damit zu rechnen, dass mit dem steigenden Bedarf Grossverteiler in das Geschaeft einsteigen koennten. Einzelne Versuche von Grossverteiler scheiterten am Know-how und der zoegerlichen Vermarktung.

Fuer den weiteren Aufbau des Unternehmens und den Markteintritt benoetigt das Unternehmen weiteres Kapital im Umfange von EUR 41 Millionen. Dafuer suchen die Gruender weitere Finanzpartner. Das Unternehmen rechnet in der Grundannahme bis ins Jahr 2025 mit einem Umsatz von EUR 113 Millionen und einem EBIT von EUR 6 Millionen

1. Unternehmung

1.1. Geschichtlicher Hintergrund

Das Unternehmen wurde von
a) , geb. 1991, Heilbronn
b) , geb. 1968, Lübeck
c) , geb. 1973, Wirtschaftsjuristin, Reutlingen

am 21.7.206 unter dem Namen Spielotheken GmbH mit Sitz in Heilbronn als Kapitalgesellschaft mit einem Stammkapital von EUR 876000.- gegruendet und im Handelsregister des Heilbronn eingetragen.

Das Stammkapital ist aufgeteilt in ? nominell EUR 1000.-. Die Gruender a) ? d) sind am Unternehmen mit 26% und der Gruender e) mit 35% am Stammkapital beteiligt. Die operative Aufnahme des Geschaeftes fand per 1. Januar des Gruendungsjahres statt.

1.2. Unternehmensziel und Leitbild

Bergung Navigationsmenü

1.3. Unternehmensorganisation

Die Geschaeftsleitung wird von , CEO, CFO wahrgenommen. Um die geplanten Expansionsziele zu erreichen, soll der Personalbestand per 1. April 2019 wie folgt aufgestockt werden:
22 Mitarbeiter fuer kaufmaennische Arbeiten
14 Mitarbeiter fuer Entwicklung
8 Mitarbeiter fuer Produktion
14 Mitarbeiter fuer Verkauf
Das Unternehmen verfuegt ueber Bueroraeumlichkeiten, Produktions- und Lagerraeumlichkeiten in Heilbronn im Umfange von rund 73000 m2. Das Finanz- und Rechnungswesen wird mittels der modernen EDV-Applikation ALINA durch zwei Mitarbeiter betreut und vom CFO gefuehrt.

1.4. Situation heute

Das Unternehmen hat im ersten Geschaeftsjahr per 31. Dezember einen Umsatz von EUR 3 Millionen und einen EBIT von EUR 206000.- erwirtschaftet.

2. Produkte, Dienstleistung

2.1. Marktleistung

Das Unternehmen hat folgende Artikel im Angebot:

Bei den Produkten lit. a) ? d) handelt es sich um gaengige, erprobte Produkte, die im Wesentlichen aus den USA importiert werden. Bei den Produkten e) handelt es sich ausschliesslich um Erfindungen der Spielotheken GmbH, vgl. Ziffer 2.2.

Das Produkteangebot rundet saemtliche Beduerfnisse eines Kunden fuer die Umsetzung seines Projektes zu deutlich tieferen Preisen als diejenige der Konkurrenz ab. Mit jedem Verkauf erfolgt eine Beratung des Kunden vor Ort. Zudem geniesst er den Vorteil, innovative neue Produkte dank der ausgewiesenen Fachkompetenz von Spielotheken GmbH kennenzulernen.

2.2. Produkteschutz

Die Spezialprodukte der Spielotheken GmbH sind mit den Patenten Nrn. 361.159, 970.574 sowie 844.650 in der Bundesrepublik Deutschland, Deutschland, Oesterreich, Frankreich und Italien bis 2029 geschuetzt.

2.3. Abnehmer

Das Unternehmen ist vollstaendig abhaengig vom Endkonsumenten. Es besteht ein grosses Potenzial. Erkannt wurde auch, dass der Anfangspreis und die Beratung eine sehr wesentliche Rolle beim Einkauf spielen. Die Nachrage ist eng verknuepft mit dem eigentlichen Markt, der in Ziffer 3 nachstehend eingehend beschrieben wird.

3. Markt

3.1. Marktuebersicht

Gemaess eigener Einschaetzung betraegt derzeit das Marktvolumen in der Bundesrepublik Deutschland rund EUR 443 Millionen. In der Bundesrepublik Deutschland sind heute 696000 Personen im Spielotheken Segment taetig und geben im Durchschnitt rund EUR 862000.- pro Jahr fuer Equipment aus. Aufgrund der durchgefuehrten Befragungen und eigener Einschaetzung besteht in den naechsten 10 Jahren ein markantes Wachstum. Wir rechnen bis ins Jahr 2027 mit knapp einer Verdoppelung des Volumens.

Neue technische Entwicklungen sind nur in unwesentlichen Teilbereichen zu erwarten.

3.2. Eigene Marktstellung

Die eigene Marktstellung ist mit EUR 3 Millionen noch unbedeutend. Die massive Nachfrage in unserem Shop am bisherigen Domizil laesst aber ein grosses Potential fuer Marktgewinne erwarten. Wir strengen einen Marktanteil in den naechsten 5 Jahren von 2 0% an, was einem Umsatz von rund EUR 194 Millionen entsprechen duerfte.

3.3. Marktbeurteilung

Spielotheken ist in der Bundesrepublik Deutschland im Trend! Spielotheken hat sich in der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen fu6 Jahren zu einem Trend entwickelt, die nicht nur aeltere, sondern vor allem Personen beiderlei Geschlechts in den Altersjahren 24 ? 78 anspricht. Diese Annahme wird durch die um mehr als 3 0% jaehrlich wachsenden Mitgliederzahlen der Bundesrepublik Deutschlanderischen IHKs gestuetzt. V

Die notwendige Ausbildung zur Ausuebung im Sektor Spielotheken wird von den einzelnen Orten reichlich angeboten. Aber auch im Ausland sind Pruefungen in Kombination mit Ferien machbar und beliebt. In der Branche bestehen derzeit noch lokal sehr verschiedene staatliche und politische Huerden fuer die Erstellung und den Betrieb von Spielotheken Produktionsanlagen. Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre hat aber gezeigt, dass der Boom nicht mehr aufzuhalten ist und auch den Mittelstand der Bevoelkerung erfasst hat.

Das Kaufverhalten der Kunden duerfte unterschiedlich sein. Es ist von folgender Marktaufteilung auszugehen:

Regionen Marktanteil Tendenz
DeutschBundesrepublik Deutschland 63 %
England 30%
Polen 26%
Oesterreich 30%
Oesterreich 24%

Substitutionsmoeglichkeiten bestehen in dem Sinne, als auch Spielotheken durch andere Sport- und Freizeitaktivitaeten verdraengt werden koennte. Derzeit bestehen allerdings derart viele und zersplitterte Sport- und Freizeittrends, dass sich bis heute kein anderer starker Trend herausbilden konnte.

Erfahrungen in den USA und England, der Geburtsstaette der Spielotheken, zeigen, dass mit der starken Abdeckung von Shops und Plaetzen der Markt wohl gesaettigt ist, aber nach wie vor ein bescheidenes Wachstum von rund 48% vorhanden ist. Im Vergleich zur USA ist die Platzdichte in der Bundesrepublik Deutschland rund 37 mal kleiner.

4. Konkurrenz

4.1. Mitbewerber

Im Moment werden wir von kleinen Shops der einzelnen Gemeinden und einigen kleineren Shops konkurrenziert. Die meisten dieser Shops bieten sehr renommierte Marken zu 18 ? 57% hoeheren Preisen im Vergleich zu den USA an. Wir befuerchten, dass sich in den naechsten Jahren auch Grossverteiler diese Produkte in ihr Sortiment aufnehmen koennten und zu klar tieferen Preisen vertreiben wuerden. Es ist kaum zu erwarten, dass die Konkurrenz ihre Strategien aendern wird. Sie werden die Hochpreispolitik weiter verfolgen, da sie ansonsten aufgrund ihres hohen Fixkostenanteils keine ueberlebenschancen haetten.

4.2. Konkurrenzprodukte

Weil wir neben wenigen Eigenmarken vor allem Handelsprodukte einsetzen werden, sind wir von Konkurrenzprodukten mehrheitlich unabhaengig.

5. Marketing

5.1. Marktsegmentierung

Kundensegemente:

Marktgebiete:

5.2. Markteinfuehrungsstrategie

Erschliessung der Marktgebiete

5.3. Preispolitik

Preise bewegen sich rund 19% unter den Preisen der Mitbewerber.

5.4. Verkauf / Vertrieb / Standort

Wir wollen Verkaufspunkte (POS) sukzessive auf der Basis der Markteinfuehrungsstrategie gemaess Ziffer 5.2. in der ganzen Bundesrepublik Deutschland einrichten. Zusaetzlich sind wir in den groessten Verbaenden der Bundesrepublik Deutschland vertreten. Weiter werden wir an Messen aller Art teilnehmen. Der heutige Standort dient einerseits als POS und als Verwaltungszentrum und Zentrallager. Sukzessive werden auf der Basis der Markteinfuehrungsstrategie gemaess Ziffer 5.2. neue Verkaufsstandorte eingerichtet und betrieben.

5.5. Werbung / PR

Die Werbung/PR wird zielgerichtet ueber Radio, Fernsehen, Zeitungen und Mailings lanciert.

5.6. Umsatzziele in EUR 211000

Produkte 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Ist Soll Soll Soll Soll Soll
Sets 7?000 26?000 65000 380?000 518?000 885?000
Zubehoer inkl. Kleidung 2?000 24?000 50000 311?000 588?000 919?000
Trainingsanlagen 2?000 16?000 57000 263?000 540?000 659?000
Maschinen 7?000 24?000 45000 193?000 522?000 921?000
Spezialitaeten 6?000 22?000 76000 254?000 573?000 754?000

6. Standort / Logistik

6.1. Domizil

Alle notwendigen Raeumlichkeiten des Unternehmens werden gemietet.

6.2. Logistik / Administration

Die personellen Ressourcen werden der Umsatzentwicklung und der Schaffung von neuen POS laufend angepasst. Die heute verwendete EDV genuegt den heutigen und kuenftigen Anforderungen mindestens bis zu einer Umsatzentwicklung von EUR 85 Millionen.

7. Produktion / Beschaffung

7.1. Produktionsmittel

Die fuer die Entwicklung und Produktion (Montage) der Spezialprodukte notwendigen Mittel und Instrumente sind vorhanden. Zusaetzliche Maschinen und Einrichtungen werden entweder eingemietet oder extern produziert.

7.2. Technologie

Das fuer die Entwicklung der Spezialitaeten vorhandene Know-how ist im Technik-Team auf 8 Personen verteilt. Es bestehen keine grossen personelle Abhaengigkeiten, weil saemtliches Wissens auch laufend dokumentiert wird.

7.3. Kapazitaeten / Engpaesse

Das heutige Team ist auf die bestehenden Beduerfnisse aufgebaut. Mit der Weiterentwicklung des Unternehmens ist ein Ausbau auf etwa zehn Techniker geplant.

7.4. Wichtigste Lieferanten

Lieferanten Produktereihen Anteil am Einkaufsvolumen

Einkaufsvolumen von EUR 2 Millionen diskutiert.

8. Management / Berater

8.1. Unternehmerteam

? CEO:

? CFO:

Administration
Marketing
Verkauf
Einkauf
Entwicklung

8.2. Verwaltungsrat

Praesident: (Mitgruender und Investor)
Delegierter: (CEO)
Mitglied: Dr. , Rechtsanwalt
Mitglied: , Unternehmer

8.3. Externe Berater

Als Revisionsstelle amtet die Revisions-Treuhand AG.
Die Geschaeftsleitung wird zudem durch das Anwaltsbuero Partner & Partner in Heilbronn und das Marketingbuero Vater & Sohn in Heilbronn beraten.

9. Risikoanalyse

9.1. Interne Risiken

Das Unternehmen ist heute personell sehr knapp dotiert. Einzelne Abgaenge im Management koennten das Unternehmen entscheidend schwaechen.

9.2. Externe Risiken

Auf gesetzlicher Stufe sind keine Auflagen bzw. Einschraenkungen gegen den von uns bearbeiteten Spielotheken Markt zu erwarten. Die Rahmenbedingungen fuer das Entstehen von weiteren Moeglichkeiten werden durch die eingesetzte Strukturbereinigung in der Landwirtschaft eher beguenstigt als erschwert. Mit dem Bau von Produktionsanlagen werden neue Arbeitsplaetze fuer Bauern geschaffen (Housekeeping, Unterhalten des Gelaendes ganz allgemein, Restauration, Geraete- und Maschinenunterhalt), die ihren bisherigen Beruf aus wirtschaftlichen Gruenden aufgeben mussten. Als groesstes Risiko ist ein Markteintritt eines oder mehrer Grossverteiler zu betrachten.

9.3. Absicherung

Mit der weiteren Expansion des Unternehmens ist das Management breiter abzustuetzen. Gleichzeitig muss der Marktaufbau so rasch als moeglich erfolgen, damit weiteren Bewerbern der Markteintritt mindestens erschwert, wenn nicht sogar verunmoeglicht werden kann. Zudem ist zu versuchen, weitere Exklusivvertriebsrechte von preislich attraktiven und qualitativ guten Produkten zu erwerben.

10. Finanzen

10.1. Vergangenheit

Das erste Geschaeftsjahr konnte bei einem Nettoumsatz von EUR 7 Millionen mit einem bescheidenen EBIT von EUR 232000.- und einem ausgewiesenen Reingewinn von EUR 26000.- abgeschlossen werden. ueber das erste Geschaeftsjahr gibt der testierte Abschluss im Anhang Auskunft. Generell ist zu bemerken, dass sich der Umsatz in den vergangenen sechs Monaten kontinuierlich gesteigert hat. Daraus wird ersichtlich, dass sich der Erfolg der letzten Monate sich weiter fortsetzt.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte bis heute aus eigenen Mitteln des Unternehmens und einer Betriebskreditlimite der Deutschen Bank von EUR 300000.-. Als Sicherheit sind der Bank die Forderungen aus dem Geschaeftsbetrieb abgetreten worden.

10.2. Planerfolgsrechnung

Base Case 2019 2020e 2021e 2022e 2023e 2024e
Nettoumsatz 6?651 4?670 14?805 37?485 59?845 230?547
Warenaufwand 8?258 1?365 16?367 46?365 61?295 129?111
Bruttogewinn 1?335 2?536 19?100 38?232 73?872 220?898
Betriebsaufwand 7?296 8?688 10?164 49?419 71?232 214?759
EBITDA 4?702 6?640 25?854 37?555 58?527 172?683
EBIT 7?872 1?120 28?837 50?837 66?409 170?168
Reingewinn 4?310 5?688 13?449 40?461 58?128 118?582
Investitionen 8?105 2?468 23?482 43?120 78?447 295?834
Dividenden 0 4 6 6 13 38
e = geschaetzt

10.3. Bilanz per 31.12.2019

Aktiven Passiven

Fluessige Mittel 57 Bank 481
Debitoren 178 Kreditoren 551
Warenlager 461 uebrig. kzfr. FK, TP 624
uebriges kzfr. UV, TA 494

Total UV 8748 Total FK 1?524

Stammkapital 635
Mobilien, Sachanlagen 326 Bilanzgewinn 68

Total AV 710 Total EK 193

5865 3?446

10.4. Finanzierungskonzept

Es ist vorgesehen, die Expansion des Unternehmens mit einem Mittelzufluss von vorerst EUR 6,1 Millionen wie folgt zu finanzieren:
Erhoehung des Stammkapitals von EUR 2,9 Millionen um EUR 4,9 Millionen auf neu EUR 4,7 Millionen mit einem Agio von EUR 2,7 Millionen (eine entsprechende Absichtserklaerung (Letter of intent, LOI) einer Venture Capital Gesellschaft liegt vor) und Aufnahme von Fremdkapital von EUR 4,7 Millionen.
Fuer die Fremdkapitalfinanzierung kann als Sicherheit die Abtretung der Forderungen aus dem Geschaeftsbetrieb sowie eine Buergschaft des Managements im Umfange von maximal EUR 200000.- offeriert werden. Allerdings ist in einem solchen Fall die Betriebskreditlimite der heutigen Bankbeziehung von EUR 7,5 Millionen abzuloesen.

11. Anfrage fuer Fremdkapitalfinanzierung

EUR 29,9 Millionen zu Finanzierung der Expansion in Form eines festen Darlehens bis zum 31.12.2020. Zinssatz SWAP zuzueglich Marge von maximal 1% . Rueckzahlung in jaehrlichen Tranchen von EUR 455000.-, erstmals per 30.12.2019. Sicherheit siehe Ziffer 10.1. Das Unternehmen ist auch offen fuer andere Finanzierungsvarianten.


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GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Abschleppdienst Navigationsmenü aus Frankfurt am Main

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Abschleppdienst bei der Arbeit
Abschleppdienst mit Stretch-Limousine

Ein Abschleppdienst ist ein Unternehmen, das Fahrzeuge abschleppt, birgt, transportiert und sicherstellt. Ein Abschleppdienst benötigt dafür Abschleppfahrzeuge und einen geschützten Parkplatz zur Sicherstellung. Ein Abschleppdienst kann sowohl im Privatauftrag handeln (z. B. eines Fahrzeugbesitzers, dessen Fahrzeug wegen Motorschadens liegenbleibt, oder eines Grundstücksbesitzers, auf dessen Grundstück unberechtigt Fahrzeuge parken) als auch im Auftrag der Polizei/Ordnungsbehörde.

Abschleppdienste schleppen auch Fahrzeuge Dritter im Auftrag einer Privatperson (Mieter, Grundstückseigentümer, Ärztehaus, Einkaufszentrum, Geschäftsparkplatz usw.) ab. In Deutschland dürfen unbefugt auf fremden Grundstücken abgestellte Kraftfahrzeuge abgeschleppt werden und müssen nur gegen Bezahlung der Abschleppkosten herausgegeben werden;[1] wobei allerdings der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt sein muss.[2]

In der Regel sind die Abschleppkosten direkt an den Abschleppunternehmer zu zahlen; geschieht dies nicht, stellt sie der Abschleppunternehmer dem Auftraggeber in Rechnung, der ggf. einen Rechtsanwalt beauftragt, wobei eine Klage hohe Folgekosten verursacht.

Die Automobilclubs oder Versicherungsschutzbriefe haben keinen eigenen Abschleppdienst, sondern beauftragen kleine, einzelne Betriebe vor Ort mit dem Abschleppen. Diese Vertragsbetriebe sind meist an der Einsatzwagen-Beschriftung erkenntlich.

Wenn man selbst nach einem Unfall oder einer Panne einen Abschleppdienst beauftragt, sollte man vor der Auftragserteilung Preis und Ziel der Fahrt sowie die Zahlungsmodalitäten abklären. Nicht selten bestehen Abschleppdienste selbst bei kleinen Beträgen auf Barzahlung und machen ggf. ihr Zurückbehaltungsrecht geltend. Seriöse Abschleppdienste können in Deutschland zudem an der auf der Beifahrerseite deutlich aushängenden Preisliste erkannt werden. Dies ist im Gesetz, der Preisangabenverordnung (PAngV), Pflicht.

Bei Autoclub-Schutzbriefen und auch bei den Schutzbriefen der Autoversicherer ist der Abschleppdienst bei Bergung/Unfall bereits durch den Mitgliedsbeitrag bzw. Versicherungsbeitrag abgedeckt und ohne weitere Zusatzkosten, wenn die Fahruntüchtigkeit des Fahrzeugs bescheinigt wird. Ebenso wird ein Leihwagen aus wichtigen Anlässen heraus überbrückungshalber zur Verfügung gestellt, die Rückfahrt in der zweiten Wagenklasse der Bahn ist ebenfalls inklusive.

Das seriöse Abschlepp- und Pannendienstpersonal muss in Deutschland eine Warnkleidung nach DIN EN 471 tragen. Das Einsatz-Kfz muss mit rot-weiß-gestreifter Warnmarkierung nach DIN 30710 ausgerüstet sein. Absicherungsmaterial wie 75 cm hohe Leitkegel, Warnleuchten und Warndreiecke muss bei allen Arbeiten im Verkehrsraum vom Notdienstbetrieb aufgestellt werden. Damit wird auch der Kunde an dieser Gefahrenstelle geschützt.

Wenn der Fahrer nach Benachrichtigung einer Abschleppfirma noch vor dem Beginn der Verladung erscheint und sein Fahrzeug entfernt, werden aber immer noch Kosten für eine Leerfahrt des Abschleppfahrzeuges fällig.

Der ADAC kritisierte 2008 Abschleppunternehmen, die überhöhte Rechnungen von bis zu 300 Euro ausstellen. Das Landgericht Hamburg entschied, dass eine Rechnung über 250 Euro überhöht war, und sah 120 Euro Abschleppkosten zuzüglich zehn Euro Verwahrungskosten pro Tag als angemessen an (Az. 320 S 100/07).

2009 bestätigte der BGH, dass das unberechtigte Abstellen von Fahrzeugen auf einem Parkplatz eine verbotene Eigenmacht stellt und dass der Besitzer des Grundstücks die Besitzbeeinträchtigung auch auf dem Wege der Selbsthilfe beenden darf, wobei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss. Der Falschparker hat nicht nur die reinen Abschleppkosten, sondern auch die Kosten, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Abschleppvorgangs entstanden sind, zu erstatten, nicht aber Inkassogebühren nebst Zinsen, da diese nicht der Schadensbeseitigung oder -verhinderung, sondern nur der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Schadensersatzanspruchs des Besitzers dienen.[1][2]

Einzelnachweise

↑ a b Abschleppkosten für unbefugt auf Privatgrundstücken abgestellte Kraftfahrzeuge (Urteil vom 5. Juni 2009 – V ZR 144/08). In: Pressemitteilung Nr. 121/2009. Bundesgerichtshof, abgerufen am 14. Juli 2014. 

↑ a b Urteil vom 5. Juni 2009 – V ZR 144/08. Bundesgerichtshof, abgerufen am 14. Juli 2014. 

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  1. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-erkmar-eckstein-futtermittel-ges-m-b-haftung-aus-erlangen/
  2. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/businessplang-der-erhart-hinterarlberger-garagenbau-gesellschaft-mit-beschrnkter-haftung-aus-saarbrcken/
  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/07/bilanz-der-erkmar-eckstein-futtermittel-ges-m-b-haftung-aus-erlangen/

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Dieser Artikel behandelt das Speichermedium. Zu weiteren Bedeutungen siehe DVD (Begriffsklärung).

Speichermedium DVD

DVD-Logo

Allgemeines

Typ

Optisches Speichermedium

Kapazität

4,7 GB[1] (Single Layer),
8,5 GB (Dual Layer)
und mehr

Lebensdauer

ca. 10 Jahre

Größe

ø 12 cm / 8 cm

Gewicht

16 g (unverpackt)

Ursprung

Entwickler

DVD Forum (1995)

Vorgänger

Videokassette, LD, CD

Nachfolger

Blu-ray Disc, HD DVD, VMD

DVD−R, beschreib- und lesbare Seite. Der bereits beschriebene Bereich (innen) ist aufgrund seiner veränderten Reflexionseigenschaften erkennbar.

Die DVD ist ein digitaler, optischer Datenspeicher, der im Aussehen einer CD ähnelt, aber über eine höhere Speicherkapazität verfügt. Das Akronym „DVD“ geht ursprünglich auf die Abkürzung von Digital Video Disc zurück. Heute wird die Abkürzung als Digital Versatile Disc (engl. für digitale vielseitige Scheibe) interpretiert.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte und Verbreitung
2 DVD-Formate

2.1 DVD-Datenstrukturen

2.1.1 Physische Hybrid-DVD

2.2 Beschreibbare DVD-Formate

2.2.1 Formate mit zwei Datenschichten
2.2.2 Klassifikation von beschreibbaren DVDs

3 Geschwindigkeit
4 Technik der DVD

4.1 Lebensdauer
4.2 Speicherkapazität und Zugriffstechnik
4.3 Fehlerkorrektur

4.3.1 Neue Technologien
4.3.2 Datenkodierung
4.3.3 Brenner

4.4 Duplikationsverfahren
4.5 Serienfertigung
4.6 Brennen
4.7 Labelaufdruck / Beschriftung
4.8 Einweg-DVD und DVD-D
4.9 Ecodisc
4.10 DivX und DIVX

5 Trivia
6 Siehe auch
7 Literatur
8 Weblinks
9 Einzelnachweise

Geschichte und Verbreitung

Mitte der 1990er Jahre konnte sich die Compact-Disc als Massenspeicher-Medium bei Computern durchsetzen. Dadurch wuchsen nicht nur die Anwendungsfelder, sondern auch die Bedürfnisse der Verbraucher und der Unterhaltungsindustrie. Gewünscht wurde ein Medium, mit dem Videos ähnlich komfortabel gehandhabt werden konnten wie Musik- und Sprachaufnahmen mit der CD. Zwar gab es dies bereits als Video-CD (VCD) und Laserdisc (LD), jedoch konnten auf der VCD maximal 74 Minuten (in knapper VHS-Qualität) und auf der LD maximal 128 Minuten Videomaterial (in voller Sendequalität) untergebracht werden. Dies führte bei Spielfilmen dazu, dass die VCD/LD mitten im Film gewechselt/umgedreht werden musste, ähnlich wie früher bei der Kompaktkassette oder der Schallplatte.

Die Unterhaltungsindustrie arbeitete daran, die Speicherkapazität der CD weiter zu erhöhen. Hierbei gab es zwei unterschiedliche Konzepte: Sony und Philips betrieben die Entwicklung der Multimedia-CD (MMCD), Toshiba und Time Warner favorisierten die Super Density CD (SD).

Auf Druck der Filmindustrie, die nicht mehr, wie bei der Markteinführung der Videorekorder, mehrere Standards unterstützen wollte, einigten sich die Konkurrenten in Tokio am 15. September 1995[2] auf einen gemeinsamen Standard. Da die DVD zunächst als reines Speichermedium für Videodaten gedacht war, stand DVD anfangs für „Digital Video Disc“. Dies wurde jedoch geändert, als andere Verwendungsmöglichkeiten abzusehen waren. Als Alternative wurde „Digital Versatile Disc“ (versatile = vielseitig) ins Spiel gebracht, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der aktuelle offizielle Standpunkt des DVD-Forums ist, dass DVD einfach drei Buchstaben ohne exakt festgelegte Bedeutung sind.

Ein Jahr später, 1996, kamen die ersten Abspielgeräte und DVD-Medien in den Handel. Zuvor mussten Unstimmigkeiten bezüglich des Verschlüsselungsverfahrens (CSS) ausgeräumt werden. Zudem gelang es der Filmindustrie, mit einem Regionalcode Marktkontrolle zu gewinnen. Mit dem Code soll verhindert werden, dass zum Beispiel eine DVD aus den USA auf einem europäischen Gerät abspielbar ist. Die Filmindustrie fürchtete hier Umsatzeinbußen, da Filme in den USA oft schon auf dem Videomarkt erhältlich sind, während sie in Europa noch gar nicht im Kino gezeigt wurden. Als Vertriebsstrategie der Anbieter ist auch bekannt, dass durch die regionale Beschränkung der Anwendbarkeit in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Preise („Marktpreise“) erzielt werden können.

Sowohl der verwendete Wiedergabeschutz Content Scramble System als auch der Regionalcode sind mittlerweile leicht zu umgehen. Die Industrie reagierte darauf einerseits mit rechtlichen Maßnahmen und andererseits mit dem Druck auf die Hersteller von DVD-Laufwerken, die Abfrage des Regionalcodes gerätetechnisch zu implementieren.

Ende 1996 waren die ersten DVD-Brenner im Handel verfügbar, die Preise lagen jedoch bei ca. 10.000 DM und der Preis eines 3,6-GB-Rohlings lag oberhalb von 100 DM.

Mittlerweile wird die Blu-ray Disc als Nachfolger der DVD beworben, die sich gegen das Konkurrenzformat HD DVD ab März 2008 durchsetzen konnte. Dabei werden durch Abtastung der noch enger gesetzten Pits und Lands mit einem blau-violetten Laserstrahl noch höhere Datenmengen untergebracht. Sie sollen vor allem hoch aufgelöste Videoinhalte speichern, die eine wesentliche höhere Speicherkapazität benötigen, als sie eine DVD bieten kann.

Dennoch konnte sich die Blu-ray Disc nie gegen die DVD durchsetzen, wie die Statistiken (Stand 2017, siehe Tabelle) belegen. Selbst im Jahr 2013 (im besten Jahr der Blu-ray Disc) waren der Umsatz und die Verkaufszahlen der DVD immer noch mehr als doppelt so hoch wie bei der Blu-ray Disc. Seither sind die Umsätze und Verkaufszahlen bei beiden Medien rückläufig. Jedoch werden bis heute (Stand 2017) in Deutschland mehr DVDs verkauft als Blu-ray Discs sowie ein weitaus höherer Umsatz mit DVDs erzielt.

Verkaufte Bildträger in Deutschland

Jahr

in Mio. Stück

in Mio. Euro (Videokaufmarkt)

DVDs

Blu-ray
Discs

HD-
DVDs

VHS-
Kassetten

DVDs

Blu-ray
Discs

VHS-
Kassetten

1999

002,1

39,8

?

?

2000

008,2

35,8

0170

423

2001

018,9

31,7

0407

383

2002

035,5

28,6

0713

327

2003

064,1

20,8

1053

199

2004

090,2

13,0

1323

117

2005

098,7

05,6

1322

044

2006

100,8

02,0

1295

012

2007

103,3

000,37

00,13

00,8

1313

014

004

2008

101,3

01,7

0,5

00,2

1242

048

001

2009

106,6[3]

06,2

0,1

1258

119

001

2010

103,5[4]

12,0

k. A.

1189

193

001

2011

101,1[5]

17,0

1129

267

k. A.

2012[6]

89,4

23,1

1022

343

2013[7]

87,8

29,3

0984

410

2014

76,9

27,9

0889

405

2015

71,5

28,8

0829

418

2016

60,4

26,3

0715

391

2017[8]

53,0

26,2

0610

364

Verkaufszahlen von DVDs in Europa 2013 (Auswahl)

Land

in Mio.

Land

in Mio.

Großbritannien

143,4

Norwegen

7,9

Deutschland

87,8

Dänemark

7,8

Frankreich

60,7

Irland

6,9

Niederlande

13,6

Schweiz

7,1

Italien

16,2

Polen

6,3

Schweden

13,1

Portugal

2,9

Belgien

10,0

Ungarn

4,7

Spanien

8,7

Kroatien

0,6

Quelle: Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V.
Quelle: International Video Federation[9]

DVD-Formate

Gepresste DVD (links, hell) und beschreibbare DVD-R (rechts, dunkler)

Die DVD gibt es in drei Varianten betreffs ihrer Beschreibbarkeit:

vom Hersteller gepresste und nicht modifizierbare Datenträger: DVD,
für den Konsumenten einmal beschreibbare DVD-Formate: DVD−R (DL), DVD+R (DL) und
für den Konsumenten mehrmals beschreibbare DVD-Formate: DVD-RAM, DVD−RW, DVD+RW.

Diese gibt es mit verschiedenen Inhalten (DVD-Formate) wie DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM und Hybrid-Varianten.

Besonders die beschreibbaren Formate und die DVD-RAM lassen sich mit dem bloßen Auge von den gepressten anhand ihrer Datenseite unterscheiden, da diese aufgrund ihrer Legierungen Farben wie etwa Blau, Violett oder Braun aufweisen. Die DVD-RAM hat außerdem charakteristische sichtbare Sektormarken.

DVD-Datenstrukturen

Die DVD wird für folgende drei Verwendungszwecke eingesetzt, für die jeweils eigene DVD-Formate für spezielle Datenstrukturen geschaffen wurden:

DVD-Audio ermöglicht die Wiedergabe von Standbildern und Ton in sehr hoher Qualität mit DVD-Audio-fähigen Abspielgeräten.
DVD-ROM ermöglicht das Lesen von allgemeinen Daten (Computerdaten).
DVD-Video ermöglicht die Wiedergabe von bewegten Bildern und Ton mit DVD-Video-fähigen Abspielgeräten.

Der AUDIO_TS-Ordner spielt bei Audio-DVDs eine zentrale Rolle. Bei der DVD-Video sind jedoch auch die Audiodaten im VIDEO_TS-Ordner zu finden, genauso wie die diversen Sprachversionen, Untertitel, Kapitelinformationen und Sonderfeatures (alle innerhalb sogenannter „VOB-Containerdateien“). Das bei DVDs üblicherweise eingesetzte Kompressionsformat ist MPEG-2, nach dem DVD-Standard ist jedoch auch noch das qualitativ weit unterlegene MPEG-1-Format vorgesehen, das ansonsten vor allem bei Video-CDs Anwendung findet. Der MPEG-2-Videostream (das Videobild) wird bei der Erstellung einer Video-DVD gemeinsam mit dem Audiostream und gegebenenfalls mit anderen Datenblöcken verwoben („gemuxt“, s. Multiplexing) und in einer .VOB-Datei („Video Object“) angelegt, die laut DVD-Standard nie größer als 1 Gigabyte sein darf. Wird diese Datenmenge überschritten, wird in den Programmen zur DVD-Erstellung (DVD Authoring Software) automatisch eine neue .VOB-Datei angelegt. Die .VOB-Datei dient also als „Containerdatei“ aller Programmströme.

Beim Wechsel der Dateien ist der Übergang wegen des in den DVD-Playern integrierten Puffers nicht wahrnehmbar. Beim Abspielen werden abwechselnd Video-, Audio- und gegebenenfalls Steuerungsinformationen ausgelesen, zwischengespeichert und wiedergegeben. Der VIDEO_TS-Ordner enthält außerdem die .IFO-Datei mit der Menüführung und meist mehrere .BUP-Dateien, die jedoch nur als Backup der .IFO-Datei dienen.

Als Tonspuren sind mehrere Formate zugelassen; neben dem datenintensiven – weil unkomprimierten – linearen PCM-Datenstrom gibt es mehrere Komprimierungsverfahren: mp2 (meist 192–256 Kbit/s) in beliebigen Bitraten für Stereoton, Dolby-Digital- oder DTS-Mehrkanalton bis 5.1-Surround (meist 448 Kbit/s). Auch SDDS ist für die DVD spezifiziert, es gibt jedoch für den Heimbereich weder entsprechende Decoder noch DVDs mit SDDS-Tonspur. Ebenso wenig hat sich das Tonformat MPEG-2 Multichannel durchsetzen können.

Insgesamt stehen für den gesamten Datenstrom 10,08 Mbit/s zur Verfügung, für den Audiostrom maximal 6,144 Mbit/s. Die Bildqualität der Video-DVD hängt nicht so sehr von der Bandbreite des Video-Streams als vielmehr von der Effizienz der Komprimierung ab. Oft wird mittels MPEG-Encoders in mehreren Durchläufen kodiert, um ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen. Bei MPEG-2 können die Datenströme im VBR-Verfahren komprimiert werden, d. h., dass die Bandbreite an verschiedenen Stellen des Films stark abweichen kann (variable Bitrate).

Die Bitrate hängt dabei von der gerade anfallenden Datenmenge ab, sodass zum Beispiel bei bewegungsarmen Szenen Bandbreite und damit Speicherplatz auf der DVD gespart werden kann. Bei MPEG-2 werden bei aufeinanderfolgenden Bildern in der Regel nur die Unterschiede zum vorausgehenden Bild gespeichert (P- oder B-Frames), um auf der Disc Platz zu sparen. Mehr Informationen dazu im Artikel DVD-Video.

Daten-DVDs (DVD-ROM) sind anders als Video-DVDs keinen Restriktionen unterworfen und können beliebige Ordner und Dateien enthalten. Als Dateisysteme werden entweder die im Computerbereich vorherrschenden Formate ISO 9660 und ISO/Joliet oder UDF verwendet; beide Systeme können innerhalb des UDF Bridge-Formates (ISO 9660 Level 3 Layer) kombiniert werden. Ebenso wie CDs können auch DVDs in mehreren Sessionen (Sitzungen) beschrieben werden (Multiborder, analog zu Multisession bei CDs). Einige ältere Betriebssysteme oder DVD-Player können jedoch nur auf die erste Session zugreifen, weshalb es sich in diesem Fall empfiehlt, die DVD in einem Zug zu beschreiben. Zum Auslesen der restlichen Sessions dienen Zusatzprogramme wie IsoBuster, die auch unter älteren Betriebssystemen laufen.

Physische Hybrid-DVD

Daneben gibt es auch die Hybrid-DVD, die die Eigenschaften einer DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM in einer DVD kombiniert. Eine solche Hybrid-DVD enthält Videos, Musik und Computerdaten und präsentiert im DVD-Spieler, DVD-Rekorder oder DVD-Laufwerk des Computers die jeweils abspielbaren Inhalte.

Technisch lässt sich eine Hybrid-DVD sehr einfach realisieren, weil die DVD-Video und DVD-Audio auf der DVD-ROM basieren. Die DVD-ROM speichert alle Inhalte als Dateien nach dem UDF-Dateisystem ab. Für die DVD-Video und DVD-Audio müssen nur zwei weitere Festlegungen vorgenommen werden: Die erlaubten Dateiformate und der Ablageort auf der DVD. Für die Hybrid-DVD ist besonders der Ablageort interessant. Wird eine DVD-Video oder Hybrid-DVD zum Beispiel in einen DVD-Rekorder eingelegt, so sucht dieser die Filmdateien im Unterverzeichnis VIDEO_TS. Nach dem gleichen Schema sucht ein DVD-Player die Audiodaten im Unterverzeichnis AUDIO_TS. Im DVD-Laufwerk eines Computers sind hingegen alle Dateien einer DVD ersichtlich, weil dieser jede DVD als eine DVD-ROM behandelt.

Sony DCR-DVD201E HDV-Camcorder mit direkter Aufzeichnung auf eine 8-cm-DVD

Beschreibbare DVD-Formate

Logo

DVD

Die Bezeichnung DVD tragen alle Scheiben der DVD-Familie.

Am „−“ sind alle DVD-Formate erkennbar, die vom DVD Forum stammen.
Nur bei diesem Format kann Time Search verwendet werden.

+

Am „+“ sind alle DVD-Formate erkennbar, die von der DVD+RW Alliance
stammen und einige Sonderfunktionen im Videobereich unterstützen.

±

Mit einem „±“ wird ausgedrückt, dass hier sowohl die DVD-Formate des
DVD-Forums wie der DVD+RW Alliance gemeint sind.

R

„Recordable“, das heißt einmal beschreibbar.

RW

„Rewritable“, das heißt wiederbeschreibbar (gewöhnlich bis ≈1000-mal
veränderbar/korrigierbar).

RAM

„Random Access Memory“, das heißt freier, direkter Schreib-/Lese-
Zugriff auf alle Daten (gewöhnlich bis ≈10.000-mal veränderbar/korrigierbar)

DL

Dual (−) bzw. Double (+) Layer, das heißt zwei Datenschichten
auf einer Seite.

Der Endbenutzer kann nicht nur käufliche DVDs abspielen (die im Presswerk hergestellt wurden), sondern er kann mit einem DVD-Brenner auch eigene DVD-Videos, DVD-Audio oder DVD-ROMs erstellen. DVD-Brenner sind beispielsweise in Computern und Hi-Fi-DVD-Rekordern eingebaut und benötigen beschreibbare DVD-Formate. Historisch haben sich aus Kostengründen die fünf verschiedenen DVD-Formate DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW und DVD-RAM mit einfacher und doppelter Speicherkapazität (DL – Double Layer) entwickelt. Sie werden nach folgender Systematik bezeichnet:

Die drei DVD-Formate, die vom DVD-Forum stammen, werden auch als Minus-Standard bezeichnet. Nur diese Formate dürfen auch das offizielle DVD-Logo tragen. Entsprechend werden die zwei DVD-Formate von der DVD+RW-Allianz mit einem „+“ auch als Plus-Standard bezeichnet. Die DVD-Formate nach dem Plus-Standard sind technisch einfacher aufgebaut, wodurch zum Beispiel die DVD+RW andere Schreibmethoden als die DVD-RW unterstützt. Auch sind die Lizenzgebühren für die Patentnutzung bedeutend niedriger. Diese anfänglichen Preisvorteile des Plus-Standards gibt es inzwischen durch den harten Wettbewerb mit dem Minus-Standard nicht mehr.

Die Formatvielfalt führte anfangs zu einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten, da unklar war, welches beschreibbare DVD-Format die größere Investitionssicherheit aufweist. Die Industrie reagierte seit 2003 darauf mit (preisgünstigen) Multi-Brennern, die sowohl das Minus- als auch das Plus-Format unterstützten.

Formate mit zwei Datenschichten

Ein bereits beschriebener Dual-Layer-Rohling mit gespaltenen Datenschichten.

Seit 2004 werden auf dem Massenmarkt auch beschreibbare DVDs mit zwei anstatt nur einer Datenschicht angeboten. Sie werden mit „DL“ bezeichnet, was im Minus-Format für „Dual Layer“ (DVD−R DL), im Plus-Format dagegen für „Double Layer“ (DVD+R DL) steht. Beiden Formaten gemein sind die zwei übereinander geklebten Schichten auf derselben Seite der Platte, die gewisse Veränderungen im Aufbau der DVD notwendig machten. Nur so kann auch die zusätzliche Schicht beschrieben und gelesen werden. Die DVD±R DL bietet 8,5 GB Fassungsvermögen pro Medium, also etwa das 1,8fache einer Single-Layer-DVD. Ihre zusätzliche Kapazität reicht oftmals aus, um große Einzeldateien (etwa hochauflösende Videos) auf einen einzigen Datenträger zu brennen, anstatt sie auf zwei herkömmliche DVDs aufzuteilen und ohne die Daten dafür erneut komprimieren zu müssen. Für RW-Medien dagegen sind diese Änderungen hin zum DL-Datenträger nicht möglich. Zu geringe Reflexionseigenschaften verhindern die zuverlässige Nutzung der zweiten Datenschicht.

Daneben existieren auch noch doppelseitige Medien in den Formaten DVD−R, DVD+R und DVD-RAM. Diese fassen tatsächlich 2 × 4,7 GB, also 9,4 GB pro Medium, da sie im Prinzip aus zwei einzelnen DVDs bestehen. Nachteilig wirkt sich dies besonders bei großen Dateien aus, da diese nicht wie bei ±DL-DVDs zusammenhängend gespeichert werden können. Jede Seite repräsentiert einen eigenständigen Datenträger, und um auf den jeweils anderen Datenbestand zugreifen zu können, muss die DVD bisher noch entnommen und gewendet werden, da es Laufwerke, die beide Seiten gleichzeitig nutzen können, bisher nicht gibt. Da die Double-Layer-/Dual-Layer-DVDs trotz geringerer Gesamtkapazität diverse Vorteile bieten (höhere maximale Dateigröße, Platz für ausführliche Beschriftung etc.), waren doppelseitige DVD±R-Rohlinge wegen der steigenden Nachfrage vorübergehend kaum noch erhältlich, seit Juli 2008 hat sich die Marktlage entspannt. Doppelseitige DVD-RAM sind ebenfalls erhältlich. Theoretisch waren so 17 GByte Speicherplatz möglich.[10] Diese Möglichkeit wurde inzwischen technisch realisiert und wird als DVD-17 bezeichnet.[11]

Klassifikation von beschreibbaren DVDs

Eine DVD-RAM ist mit dem bloßen Auge unmittelbar von anderen DVD-Formaten anhand der vielen kleinen verstreuten Rechtecke, die von ihrer typischen Sektorierung herrühren (erkennbar in der Vergrößerung), unterscheidbar. Die Sektorierung dient einer höheren Datensicherheit.

Die beschreibbaren DVD-Formate lassen sich nach ihrer Veränderbarkeit und Datensicherheit unterscheiden.

Einerseits lassen sie sich nach ihrer Veränderbarkeit in zwei Gruppen unterteilen:
DVD-Rohlinge, die nur einmal beschreibbar sind: DVD−R und DVD+R. Bei diesen Medien wird die Information in einen Dye geschrieben. Dies ist ein organischer Farbstoff, meist violetter Farbe.
DVD-Medien, die nachträglich veränderbar sind: DVD−RW, DVD+RW, DVD-RAM. Die RW-Medien verwenden als funktionelle Schicht anstatt des bei den DVD-Rohlingen verwendeten Dyes eine metallische Schicht. Bei den DVD-Medien ist die DVD-RAM 100-mal so oft wiederbeschreibbar (circa 100.000-mal) wie die DVD-RW bzw. DVD+RW, die etwa 500 bis 1.000 Schreibvorgänge überstehen.
Weiterhin ist die Datensicherheit ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal der einzelnen beschreibbaren DVD-Formate:
Die DVD±R reagiert aufgrund ihrer organischen Farbstoffe viel empfindlicher auf Sonnenlicht und Hitze als die DVD±RW. Wird sie der unmittelbaren Sonneneinstrahlung oder starkem UV-Licht ausgesetzt, kann dies zu einem schnellen Verlust der Daten führen.
Die DVD±RW hingegen reagiert sensibler auf extreme Temperaturschwankungen; durch leichte Materialdeformationen können die Daten Schaden nehmen.
Die DVD-RAM weist von allen beschreibbaren DVD-Formaten die höchste Datensicherheit auf, weil sie zusätzlich folgende zwei Eigenschaften aufweist:
Sektorierung: DVD-RAM-Medien besitzen eine eingeprägte Sektorierung, die sich visuell als ein Muster von kleinen verstreuten Rechtecken auf der Unterseite einer DVD-RAM zeigen (siehe Abbildung). Sie dienen einer höheren Lese- und Schreibgenauigkeit.
Defektmanagement: Die DVD-RAM besitzt dasselbe bewährte Defektmanagement wie Festplattenlaufwerke. Jede geschriebene Information wird von der Hardware kontrollweise gelesen (verifiziert) und ggf. verbessert. Es gibt daher keine versteckten Schreibfehler wie bei der DVD±R oder DVD±RW.

Geschwindigkeit

Die Standard-Datenrate 1× entspricht bei DVDs einer Geschwindigkeit von 11,08 Mbit/s[12] (1,385 MB/s oder etwa 1,32 MiB/s) und damit in etwa einem CD-Laufwerk mit dem Geschwindigkeitsfaktor 9×. Die Schreibgeschwindigkeit 1× entspricht somit definitionsgemäß der maximalen Datenrate, die beim Abspielen einer standardkonformen Video-DVD auftreten kann.

Aktuelle DVD-Laufwerke schaffen Brenn- und Lesegeschwindigkeiten bis zu 24×. Die volle Geschwindigkeit wird dabei allerdings nur am äußeren Rand der DVD erreicht, während im Inneren deutlich langsamer gelesen und geschrieben werden kann.

Technik der DVD

DVDs benötigen zum Abspielen einen eigenen DVD-Spieler. Zur Unterscheidung zu normalen CD-ROM-Laufwerken ist dieser auf der Vorderseite mit dem DVD-Emblem gekennzeichnet. Im Vergleich zu den CDs wird bei DVDs mit Lasern kürzerer Wellenlänge gearbeitet, und wegen der gleichzeitig kürzeren Strahlengänge der Fokussierungsoptiken resultieren daraus kleinere Laserspots, mit denen in den Datenträgerschichten entsprechend kleinere Strukturen gelesen und geschrieben werden können.

Lebensdauer

Zur Langzeitarchivierung sind beschreibbare DVD-Formate nach einhelliger Expertenmeinung nicht geeignet, einzige Ausnahme könnte eventuell die DVD-RAM darstellen, wobei auch hier die Langzeithaltbarkeit nicht sicher erwiesen ist. Verbatim bietet in Österreich und der Schweiz eine lebenslange Garantie, allerdings nicht in Deutschland. Diese gilt für alle von Verbatim hergestellten optischen Datenträger, deckt allerdings nur Herstellungsfehler ab, nicht jedoch normale Abnutzung und unsachgemäße Behandlung. Im ungünstigsten Fall können DVD±R und DVD±RW auch schon nach wenigen Monaten Datendefekte aufweisen.

Eine Haltbarkeit der Daten von bis zu 1000 Jahren verspricht seit 2012 der Hersteller Millenniata für seine M-Disc. Millenniata beruft sich dabei auf Tests des US-Militärs. Zum Beschreiben sind M-Disc-fähige Brenner erforderlich. Ansonsten wird eine M-Disc wie eine gewöhnliche DVD gehandhabt.

Speicherkapazität und Zugriffstechnik

Die Spezifikationen sehen die folgenden DVD-Typen in der Version 2 vor. Auf die Darstellung der seltenen Version 1 wird verzichtet.

Speicherkapazitäten

Format

Kapazität
in MiB/GiB[13]

Kapazität
in MB/GB[1]

Schichten
Vorderseite/
Rückseite

Bemerkung

DVD-5

4,38 GiB

4,7 GB

1/0

Leserichtung von innen nach außen auf der 0,6 mm starken Datenschicht (Single-Layer-DVD, SL).
Durch eine Dummy-Schicht darüber wird die Normdicke von 1,2 mm erreicht.

DVD-9

7,93 GiB

8,5 GB

2/0

Umfokussieren des Lasers auf eine zweite Datenschicht (Dual-Layer-DVD, DL). Bei Daten-DVDs
werden beide Schichten von innen nach außen gelesen. Bei DVD-Video wird die untere Schicht
von innen nach außen gelesen, die obere zurück von außen nach innen.

DVD-10

8,76 GiB
(2 × 4,38 GiB)

9,4 GB
(2 × 4,7 GB)

1/1

Wenden der DVD im Spieler auf eine zweite Datenschicht (Flipper).

DVD-14

12,3 GiB
(7,92 + 4,38 GiB)

13,2 GB
(8,5 + 4,7 GB)

2/1

Flipper mit einer Seite Dual Layer und einer Seite Single Layer; äußerst selten

DVD-18

15,84 GiB
(2 × 7,92 GiB)

17 GB
(2 × 8,5 GB)

2/2

Flipper mit Dual Layer auf beiden Seiten; selten

DVD-plus
(DualDisc)

4,38 GiB
+ 650 MiB

4,7 GB
+ 682 MB

1/1

DVD-5 wird mit einer normalen CD kombiniert. So kann der CD-Teil auf CD-Spielern abgespielt
werden. Die CD-Seite und die DVD-Seite sind unterschiedlich, die Medien sind nicht normgerecht,
sondern zu dick; daher wird meist vom Abspielen solcher Medien in Laufwerken mit Einzugsschlitz,
sogenannte Slot-In-Laufwerke, abgeraten. Wird von Sony unter dem Begriff DualDisc vermarktet.

Vergleich von CD und DVD

Typ

Parameter

Darstellung

CD
Wellenlänge: 780 nm
Numerische Apertur: 0,45
Spotdurchmesser: 2,1 µm
Spurabstand: 1,6 µm

DVD
Wellenlänge: 650/635[14] nm
Numerische Apertur: 0,6
Spotdurchmesser: 1,3 µm
Spurabstand: 0,74 µm

Angabe der Brutto-Speicherkapazität in GB statt in Byte. Die tatsächlich verwendbare Speicherkapazität hängt vom verwendeten Dateisystem der DVD ab.

Eine für DVD-RW 16fache Schreibgeschwindigkeit verwendete Laserdiode hat z. B. folgende Daten[15]:

Wellenlänge: 658 nm
Schwellstrom: 50 mA
Dauerleistung (CW, bei 130 mA): 80 mW
Pulsleistung (40 ns Pulsdauer): 250 mW
Abstrahlwinkel: 9° / 19°
Laser-Schutzklasse (Gehäuse des DVD-RW-Laufwerkes geöffnet, Laserdiode mit oder ohne Optik): 3B

Die geringere Wellenlänge gegenüber CD-Lasern sowie die größere Apertur der Fokussieroptik ermöglichen einen kleineren Fokus und somit kleinere schreib- und lesbare Pits.

Die im Vergleich zur CD bei gleicher Geometrie der Disk etwa sechsmal so hohe Datenkapazität der DVD wird durch weniger als halb so lange Pits bei einem weniger als halb so großen Spur-Abstand sowie mehr Fläche für die Daten durch einen schmaleren Lead-In Bereich erreicht. Double Layer DVDs benötigen etwa 10 % längere Pits, weswegen zwei Schichten in dieser Konfiguration nicht die doppelte Kapazität einer Single Layer DVD bieten. Die feineren Strukturen der DVD sind anfälliger gegenüber Kratzern und Verschmutzungen, was durch die verwendete zweidimensionale Fehlerkorrekturmethode mehr kompensiert wird.
Im Gegenzug sind CDs extrem sensibel bezüglich Kratzer auf der Oberseite, da diese im Allgemeinen direkt die Datenschicht darstellt. Daher sollten CDs nicht mit eindrückenden oder kratzenden Stiften wie Kugelschreiber oder (harten) Bleistiften beschriftet werden.

Fehlerkorrektur

Auf der DVD werden zwei Reed-Solomon-Codes C1(182, 172, 11) und C2(208, 192, 17) eingesetzt, die durch Verkürzung aus einem Reed-Solomon-Code (255, 245, 11) bzw. (255, 239, 17) entstehen. C1 dient der Zeilencodierung und C2 der Spaltencodierung. Die so entstehende Matrix dient der Fehlerkorrektur, wobei in den Zeilen jeweils 5 Fehler und in den Spalten jeweils 8 Fehler korrigiert werden können.
Die Bits

B

i
,
j

{displaystyle B_{i,j}}

mit

i
>
191

{displaystyle i>191}

und

j
>
171

{displaystyle j>171}

sind Paritätsbits, die beim Codieren entstehen.[16]

Reed Solomon Produkt Code

Beim Interleaving der DVD wird ein 182 × 208-Byte Frame in 16 Frames bestehend aus 182 × 13 Bytes aufgeteilt. Dabei wird je eine Paritätszeile (

j
>
181

{displaystyle j>181}

) ans Ende eines 182 × 12-Byte Frames verschoben. Das heißt die

B

i
,
j

{displaystyle B_{i,j}}

werden folgendermaßen in einer neuen Matrix

B

m
,
n

{displaystyle B_{m,n}}

angeordnet:

m
=

{

i
+

i
12

für 

i
<
192

13
(
i

191
)

1

für 

i

192

{displaystyle m={begin{cases}i+leftlfloor {frac {i}{12}}rightrfloor &{text{für }}i<192\13(i-191)-1&{text{für }}igeq 192end{cases}}}

n
=
j

{displaystyle n=j}

Die so erzeugte Matrix wird ähnlich wie bei der CD decodiert. Dabei können maximal 4832-Bits[17] oder ein Flächenfehler mit 2932 Bits korrigiert werden.

Neue Technologien

Zur Anwendung beider erweiterter Techniken braucht es höherfrequente (das heißt, die Farbe des Lasers ist in Richtung Blau verschoben) und genauere Laser als zum Auslesen einer CD. Um die zweite Datenschicht lesen zu können, muss der Laser dazu noch leicht anwinkelbar sein. Zusammen mit der veränderten Laserfokussierung ist es so möglich, die untere („verdeckte“) Schicht lesen zu können.

Datenkodierung

Die Binärdaten auf einer DVD werden nach der „Eight-to-Fourteen-Modulation-plus“ (EFMplus) geschrieben. Diese stellt sicher, dass sich nach minimal 3 und maximal 11 Takten die Polarität des ausgelesenen Signals ändert. Das geschieht, wenn der Laser in der Spur einen Übergang von einer Vertiefung („pit“) zu einem Abschnitt ohne Vertiefung („land“) passiert oder umgekehrt.

Der Hintergrund ist hierbei folgender: Die Abschnitte mit Vertiefungen bzw. ohne Vertiefungen müssen lang genug sein, damit der Laser die Veränderung erkennen kann. Würde man ein Bitmuster direkt auf den Datenträger schreiben, würden bei einem alternierenden Signal (1010101010101010…) falsche Werte ausgelesen, da der Laser den Übergang von 1 nach 0 beziehungsweise von 0 nach 1 nicht verlässlich auslesen könnte. Die EFMplus-Modulation erweitert das Signal von 8 auf 14+2 Bit auf und wählt die 2 Füllbits so, dass die oben erwähnte Forderung, dass sich nach minimal 3 und maximal 11 Takten die Polarität ändert und ein Übergang von 1 nach 0 oder umgekehrt geschieht, erfüllt wird. Die CD verwendet eine simplere 8-zu-14-Bit-Methode mit insgesamt 3 Füllbits namens EFM, woher der jetzt eigentlich falsche Name bei der DVD rührt(?); korrekter wäre „Eight-to-Sixteen“.

Brenner

Nachdem die ersten DVD-Brenner (DVD-Schreiber) nur eine Datenmenge von 3,56 GB auf einen einmal beschreibbaren DVD-Rohling speichern konnten, wurde die Kapazität später auf die volle Größe einer DVD-5 (4,7 GB) angehoben und zusätzlich wiederbeschreibbare Medien mit diesem Fassungsvermögen vorgestellt. Seit Mitte 2004 beherrschen DVD-Brenner auch die Doppelschicht-Technik (dual layer), welche die Speicherung von Daten auf einem zweischichtigen Rohling ermöglicht. Die zweite Datenschicht besitzt weiter gesetzte Pits und Lands, um ein Lesen durch die untere Schicht hindurch zu ermöglichen, und ist somit kleiner. So fasst ein solcher Rohling statt 9,4 GB (die Kapazität zweier DVD-5) lediglich zirka 8,5 GB.

Duplikationsverfahren

DVD-Pressung: Die Herstellung einer DVD oder einer CD (ROM und Video) besteht aus vier Schritten nach Anlieferung der Master-DVD-R beziehungsweise eines Streamer-Tapes („DLT“-Format) an das Presswerk.
Premastering: Zuerst wird geprüft, ob der Standard (das Book) erfüllt ist, das heißt, ob der Datenträger den Spezifikationen entspricht. Danach wird mit der Berechnung des EDC (Error Detection Code) und ECC (Error Correction Code) begonnen. Dies dauerte ursprünglich zwischen fünf und 16 Stunden. Anschließend werden Time-Code, Inhaltsinformation der Tracks und TOC (Table of contents) usw. generiert und ein Image der DVD/CD erstellt. Die Daten können nun dem Mastering zugeführt werden.
Mastering: Die aufbereiteten Daten aus dem Premastering werden auf einen Glasmaster (eine Glasscheibe) übertragen, indem ein modulierter Laserstrahl die darauf aufgetragene Substratschicht (ein Farbstoff) von innen nach außen belichtet. Im Entwicklungsbad werden dann die belichteten Stellen ausgewaschen, die Pits entstehen. Anschließend wird der Glasmaster mit einer 100 nm dicken Silberschicht bedampft. Im Anschluss daran folgt ein erstes Auslesen als Qualitätsprüfung. Die Kosten für die Glasmasterproduktion (zwischen 300 und etwa 3.000 €) werden bei geringen Auflagen von den meisten Presswerken in Rechnung gestellt.
Galvanik: Es werden nun Negative des Glasmasters erstellt, die für die Pressung als Stempel verwendet werden können.

Serienfertigung

Generell werden die Discs aller DVD-Formate aus zwei einzelnen aus Polycarbonat gespritzten Kunststoffscheiben von etwa 0,6 mm Dicke hergestellt (Ausnahme: Ecodisc). Dabei hat die untere „Halbscheibe“ (Layer 0) einen Stapelring als Abstandshalter. Die obere „Halbscheibe“ (Layer 1) trägt bei dem Format DVD-5 keine nutzbaren Informationen und wird daher als „Dummy“ bezeichnet. Die eigentliche DVD entsteht, wenn beide Hälften mit unter UV-Licht aushärtendem Lack verklebt werden („bonden“; Schichtdicke etwa 50 µm). Um eine gleichbleibende Qualität der hergestellten Scheiben zu gewährleisten, sind in den Produktionsanlagen üblicherweise hochauflösende Kamerasysteme, so genannte Inline Scanner, integriert. Stichprobenartig kommen auch Offline-Messlaufwerke zum Einsatz, um die elektrischen Signale der DVD zu analysieren. Sollte sich beim Verkleben der zwei Layers Luft einschleichen (ein so genannter Bondingfehler), kann die DVD schnell Schaden nehmen. So kann beispielsweise beim Einlegen der DVD ein Teil eines Layers absplittern. Hierdurch kann eine Unwucht entstehen, die zu weiteren Schäden an der DVD oder sogar am Abspielgerät führen kann. Allerdings sind diese Fehler in der Regel nur ein optisches Problem und haben keinen Einfluss auf die Abspielbarkeit der DVD.

Beim Herstellvorgang gibt es große Unterschiede zwischen bespielten Medien (Kauf-Videos) und unbespielten/wiederbeschreibbaren Scheiben (Rohlinge). Die Formate DVD-5, -9 und -10 können meist auf derselben Maschine hergestellt werden. Dabei werden die Informationen mit Matrizen (Stamper) in das heiße Polycarbonat gepresst (Spritzprägen). Um die Daten für die Laufwerke lesbar zu machen, werden die Halbscheiben mit Metall beschichtet (sputtern). Bei DVD-5, DVD-10 und dem Layer 1 bei DVD-9 wird Aluminium vollreflektierend gesputtert (etwa 50 nm). Da bei DVD-9 beide Informationsschichten von einer Seite gelesen werden, wird die untere (Layer 0) halbtransparent mit Gold, Silizium oder Silberlegierungen beschichtet (etwa 10–15 nm). DVD-14 und DVD-18 erhält man, indem zwischen die Halbscheiben eine bereits mit weiteren DVD-Strukturen versehene Folie eingebracht wird.

Brennen

Beim Brennen ist kein Glasmaster erforderlich, sondern nur ein Computer, ein DVD-Brenner und ein Brennprogramm.

Für das Brennen benötigt man DVD-Rohlinge, die in unterschiedlichen Qualitäten als DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW und DVD-RAM erhältlich sind. Durch die verschiedenen DVD-Formate und die Tatsache, dass diese teilweise erst nach der Definition des ursprünglichen DVD-Regelwerks spezifiziert wurden und Varianten desselben sind, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gebrannte DVD auf einigen DVD-Playern nicht abspielbar sein wird. Deswegen sollte man sich nach der Kompatibilität des Brenners und der gewünschten Abspielgeräte vor dem Kauf der Rohlinge genau erkundigen. Einige DVD-Brenner bieten die Möglichkeit, DVD+R- und DVD+RW-Rohlinge mit dem Book Type DVD-ROM zu kennzeichnen und dadurch deren Akzeptanz durch ältere DVD-Abspielgeräte deutlich zu erhöhen.

Häufig müssen die DVDs nach dem Brennen finalisiert werden. Bei DVD+RW und DVD-Ram ist ein Finalisieren nicht notwendig, es wird aber empfohlen, ein DVD-Menü zu erstellen.

Labelaufdruck / Beschriftung

Für den Labelaufdruck bei der DVD stehen ebenso wie bei der CD verschiedene Drucktechniken zur Verfügung:

Siebdruck

Im Siebdruck sind bis zu sechs Labelfarben möglich, es können Schmuckfarben (HKS oder Pantone) gewählt werden. Siebdruck ist derzeit die gängigste Variante, um CDs oder DVDs zu bedrucken, wird aber zunehmend vom Offsetdruck verdrängt. Der Siebdruck ist geeignet für gepresste CDs und DVDs; auch die Rohlingsbedruckung im Siebdruck ist möglich. Im Siebdruck sind die Farben sehr brillant.

Trockenoffsetdruck

Im Trockenoffset sind vier Labelfarben möglich (CMYK-Farbmodell), kombiniert mit dem Siebdruck bis zu sechs Labelfarben (CMYK im Offset und zusätzlich weiß Vollfläche und eine Schmuckfarbe oder Glanzlack im Siebdruck). Auf Grund der höheren Auflösung als im Siebdruck ist der Offsetdruck ideal für fotorealistische Darstellungen. Seit Anfang 2004 ist der Offsetdruck nicht nur für gepresste CDs und DVDs, sondern auch für CD-Rohlinge und DVD-Rohlinge möglich.

Thermotransferdruck

Bei diesem Druckverfahren wird mit einem speziellen Drucker Farbe von einem Farbband durch Erhitzung des Druckkopfes auf die CD oder DVD übertragen. Technisch bedingt ist das Druckverfahren eher für Schriften und Logos geeignet. In der Praxis wird dieses Verfahren bei kleinen Auflagen (gebrannte CDs und DVDs) angewendet.

Thermoretransferdruck

Der Thermoretransferdruck ist die Weiterentwicklung des Thermotransferdrucks. Das Labelmotiv wird im Thermotransferdruckverfahren auf ein Übertragungsband gedruckt und davon dann eine Folie auf die CD oder DVD aufgebracht. Durch diese Technik ist eine bessere Auflösung möglich. So kann bereits bei Kleinauflagen ein fotorealistischer Druck erreicht werden.

Tintenstrahldruck

Es gibt spezielle DVD- bzw. CD-Rohlinge, die gegenüber der Datenseite eine weiße Druckseite besitzen. Diese besteht aus einem speziellen, saugfähigen Material, das ein Verlaufen der Tinte verhindern soll. Zum Bedrucken sind spezielle Drucker nötig, deren Technologie sich kaum von der unterscheidet, die zum Bedrucken von Papier genutzt wird. Entsprechend gibt es auch Drucker, die sowohl CDs, DVDs als auch Papier bedrucken können. Praktisch findet dieses Verfahren nur bei Heimanwendern und sehr kleinen Auflagen von gebrannten Medien eine Anwendung.

Aufklebe-Label

Diese Methode ist für den Heimanwender nicht zu empfehlen. Wie bei einem Bimetall wölbt sich die DVD bei Temperaturunterschieden, da sich der Aufkleber und die Polycarbonat-Scheibe unterschiedlich stark ausdehnen. Im Gegensatz zu normalen CDs reichen bei einer DVD schon geringe Verzerrungen aus, dass der Player die Daten nicht mehr lesen kann. Dieser Effekt wird durch die Wärme im Inneren des DVD-Players noch verstärkt, so dass beklebte DVDs häufig erst nach einer gewissen Spieldauer ausfallen. Um dies zu verhindern, sind spezielle DVD-Aufkleber aus Kunststofffolie erhältlich, die sich gleichmäßig mit der Scheibe ausdehnen sollen. Nachteilig ist zudem, dass in der Regel durch den Aufkleber eine Unwucht entsteht. In DVD-Laufwerken kann diese Unwucht bei hohen Drehzahlen zu einer Ablösung des Aufklebers oder sogar einem Zerreißen der DVD führen.

Manuelle Beschriftung

Mit Folienstiften, CD-Markern und anderen Schreibern für glatte Flächen können DVDs natürlich auch von Hand beschriftet und bemalt werden. Dies ist die günstigste und schnellste Methode. DVDs sind – anders als CDs – recht unempfindlich gegen Stifte, die die Oberfläche verkratzen oder chemisch angreifen, da ihre Datenschicht mittig liegt und somit von einer relativ dicken Kunststoffschicht geschützt ist.

Laser-Label

Beschriftung des Datenträgers durch den Laser direkt im Laufwerk. Dies setzt einen speziellen Brenner und geeignete Rohlinge voraus, die ein solches Verfahren beherrschen. Die Vorteile des Laser-Labels liegen im Bedrucken auch in mobilen Betrieb, die Vermeidung von Neuinvestitionen in neue Drucker und der Möglichkeit, in mehreren Sessions zu drucken (Lightscribe). Nachteilig sind der ausschließlich monochrome Druck, die geringe Qualität, das geringe Drucktempo (optimaler Kontrast bei über 30 min. Druckzeit) sowie die teuren und immer schwerer erhältlichen Rohlinge.

LightScribe
Das erste Laser-Beschriftungssystem hat Hewlett-Packard unter dem Namen Lightscribe entwickelt, bei dem die Labelseite durch die Beschriftung geschwärzt wird. Verbreitet sind im unbeschrifteten Zustand bronzefarbene Datenträger. Es gibt eine Reihe andersfarbiger Medien, die jedoch wesentlich seltener im Handel anzutreffen sind. Je nach Qualitätsstufe dauert eine Beschriftung zwischen 15 und 20 Minuten.
Labelflash
An dieses Verfahren anknüpfend, hat Yamaha eine ähnliche Technologie namens Labelflash entwickelt. Auch mit ihr wird der Rohling im Brenner per Laser beschriftet, erzeugt jedoch einen blauen Aufdruck auf der Label-Seite. Die Beschriftungsdauer liegt bei fünf Minuten in der besten Qualität, die 1000 dpi mit 256 Helligkeitsstufen bietet.

Einweg-DVD und DVD-D

Vor Jahren hörte man immer wieder von einer neuerfundenen Einweg-DVD, die besonders den Spielfilmverleih von Videotheken revolutionieren sollte. Sobald die DVD aus der luftdichten Hülle entfernt wird und mit Sauerstoff in Berührung kommt, erfolgt eine chemische Reaktion, welche die DVD innerhalb von 8 bis 48 Stunden unbrauchbar macht. Nach Ablauf dieser Zeit kann die DVD vom Kunden einfach weggeworfen werden, weswegen diese DVDs auch Wegwerf-DVDs genannt werden. Dem Vorteil, dass man diese DVDs der Videothek nicht mehr zurückbringen muss und somit auch Verzugsgebühren kein Thema mehr sind, stehen ökologische Nachteile gegenüber, auch wenn das Produktmaterial vollständig recycelbar ist.

Die Firma Flexplay hatte eine solche Einweg-DVD unter dem Namen EZ-D herausgebracht. Diese wurde ab September 2003 von Buena Vista Home Entertainment am US-Markt getestet. Es erschienen Datenträger mit einem Film für etwa 5 bis 7 US-Dollar kurz vor der eigentlichen Premiere desselben. Das Produkt fand jedoch nicht genug Käufer, so dass dieses Anfang 2004 bereits wieder aus den Verkaufsregalen verschwand. Ein ähnliches Verfahren hatte auch schon die Firma SpectraDisc zuvor vorgestellt, nach deren Prinzip die Einweg-DVDs jedoch aufgrund von Lichtempfindlichkeit unbrauchbar wurden.

Eine andere Variante vertrieb die Firma DVD-D Germany Ltd bis 2012. Die Daten auf der DVD-D (D für engl. ‚disposable‘, dt. ‚Wegwerfartikel‘) sind nach dem ersten Abspielen 48 Stunden lesbar, danach erscheint im Player „No disc“. Die Datenzerstörung wird durch die Rotation im Abspielgerät gestartet, gelöscht wird dabei nach Angaben der Firma das Steuerungsmenü der DVD. Allerdings gibt es zum Mechanismus keine genaueren Angaben. Teilweise wird dies begründet mit Flüssigkeits-Tanks in der DVD, die durch die Rotation aufbrechen (Zentrifugalkraft). Auf der Website des Unternehmens DVD-D Germany[18] wurden bereits mehrere Kinofilme in diesem Format zum Preis von rund 4 € angeboten.

Ecodisc

Bestrebungen zu einer besseren ökologischen Verträglichkeit der DVD führten zur Entwicklung der Ecodisc. Diese DVD besteht aus nur einer Polycarbonat-Scheibe und hat nur 8 Gramm Gewicht. Die Speicherkapazität ist mit 4,7 GB gleich groß wie bei der DVD-5.

DivX und DIVX

Während heutzutage das DivX-Format als Videokompressionsalgorithmus bekannt ist, bezeichnet DIVX eine spezielle Pay-per-View-Variante in den USA, die heute nicht mehr existiert. Im Jahr 1998 kam die Idee auf, zu den damals noch erheblich teureren DVDs eine Billigvariante anzubieten, die 48 Stunden lang abgespielt werden konnte, jede darüber hinausgehende Nutzung war kostenpflichtig. Zur Dekodierung und Abrechnung der Filme wurden spezielle, mit einem Modem ausgestattete Player benötigt, die sich regelmäßig mit einem speziellen Server verbanden, um Abrechnungsdaten zu übertragen.

DIVX benutzte ein MPEG-4-Derivat, das mit speziellen DIVX-Flags zur Identifizierung und Dekodierung des Films versehen war. Letzten Endes konnte sich das System der DVD gegenüber nicht durchsetzen und endete nach nur einem Jahr als Flop.

Trivia

Im Jahr 2010 wurde die DVD Opfer des Aprilscherzes der renommierten Computerzeitschrift c’t. Dem Artikel nach sollten gepresste DVDs anfällig für Bakterienbefall sein. Als Merkmal wurden Flecken auf den DVDs genannt. Das Bakterium könne ganze Stapel – allerdings lediglich neuerer – DVDs zerstören und würde sich auch über infizierte Laufwerke verbreiten. Die Leser wurden aufgerufen, ihre DVD-Sammlung umzusortieren, so dass zwischen neuen immer zwei alte DVDs stehen, ihre DVD-Laufwerke zu behandeln und tagelang nicht zu benutzen.[19] Ein fingiertes Schreiben vom Verband der Videothekenbesitzer, datiert auf den 1. April, und die Verwendung der Nummer eines in der Fernsehserie Lost vorkommenden Impfstoffs als Bestellnummer enttarnten den Artikel als Aprilscherz.

Der Bildschirmschoner von vielen DVD-Spielern zeigt das DVD Logo, das sich diagonal bewegt; dass Betrachter beobachten, ob das wandernde Logo exakt eine Ecke trifft, wurde in The Office thematisiert.[20]

Siehe auch

CD- und DVD-Verpackungen
Vergleich optischer Datenträger – Vergleich von CD, DVD, HD DVD und Blu-ray Disc

Literatur

Lars-Olav Beier, Thomas Schul, Martin Wolf: Goldrausch mit Silberlingen. In: Der Spiegel, 58 (2005) Heft 24, S. 128–132. ISSN 0038-7452.
Hartmut Gieselmann: Gegen das Vergessen: US-Forscher prüfen Lebensdauer von CDs und DVDs. In: c’t, 22 (2005) Heft 1, S. 44 ISSN 0724-8679.
Jim Taylor: DVD Demystified. 2. Auflage. New York: McGraw-Hill, 2001. ISBN 0-07-135026-8.

Weblinks

 Commons: DVD – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: DVD – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
DVD-Forum – Offizielle Website der standardgebenden DVD-Organisation (englisch)
dvddemystifiziert.de – Die deutsche Fassung der bekannten englischen www.dvddemystified.com, die aus der FAQ der Newsgroup news://rec.video.dvd/ entstanden ist
Media-Infodienst.de – Aktuelles DVD-Wissen
Aktuelle News sowie Sammlungsverwaltungs Feature
Chemie im Alltag: Anorganische Speichermaterialien in DVDs
Understanding Recordable & Rewritable DVD by Hugh Bennett (englisch)
Disc-Videoformate

Einzelnachweise

↑ a b Die Präfixe werden hier bei Speicherkapazitäten im dezimalen Sinn verwendet: 1 KB = 1000 B (Byte), 1 MB (MByte) = 1000 KB (KByte), analog zu den Herstellerangaben.

Augsburger Allgemeine vom 15. September 2010, Rubrik Das Datum

Blu-ray – Verkaufszahlen Vervierfacht. John Mc Donald, 8. Februar 2010, abgerufen am 5. Juni 2016. 

Verdoppelter Blu-ray-Absatz beschert Videobranche erneutes Plus. (PDF; 36 kB) Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V., 10. Februar 2011, abgerufen am 5. Juni 2016. 

Deutliche Zuwächse bei den Formaten Blu-ray und Video on Demand (VoD) sorgen für Rekordniveau im Kaufmarkt. (PDF; 35 kB) Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V., 9. Februar 2012, abgerufen am 5. Juni 2016. 

↑ Zweitbestes Umsatzergebnis der Home-Entertainment-Branche (PDF; 33 kB) Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V.. 14. Februar 2013. Abgerufen am 26. Oktober 2014.

↑ Bestes Umsatzergebnis der Deutschen Home-Entertainment-Branche (PDF; 46 kB) Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V.. 12. Februar 2014. Abgerufen am 26. Oktober 2014.

↑ bvv-medien.org: Der Home Video Markt im Jahr 2017

European video: the industry overview. (PDF; 363 kB) International Video Federation, 2014, abgerufen am 5. Juni 2016 (englisch). 

↑ https://www.golem.de/0709/54894.html

↑ http://de.ccm.net/contents/268-dvd-audio-dvd-video-dvd-und-dvd-rom

↑ DVD-FAQ

↑ hier in der Bedeutung als Binärpräfix

↑ elektronik-kompendium.de

↑ Datenblatt der SLD1236VL vom Hersteller Sony

↑ 120 mm DVD Rewritable Disk (DVD-RAM). ECMA 272, 1999.

↑ Joohyun Lee, Jaejin Lee, Taegeun Park: Error control scheme for high-speed dvd systems. In: Consumer Electronics, IEEE Transactions. Band 51, Nr. 4, 2005, S. 1197–1203. 

↑ DVD-D Germany (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)

↑ Barczok, Achim: Petrischeiben – Bakterien zerstören DVDs. In: c’t, Nr. 8 vom 29. März 2010, S. 90 f.

↑ The Office US: The DVD Logo – The Office US. 11. September 2017, abgerufen am 8. März 2019. 

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4501545-4 (OGND, AKS)

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Treuhandvertrag der Spielautomaten Gesellschaft mbH aus Reutlingen

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GmbH Treuhandvertrag

zwischen

Spielautomaten Gesellschaft mbH, (Reutlingen)

(nachstehend „Treugeber“ genannt)

und

Rhetorikseminare Ges. mit beschränkter Haftung, (Hamburg)

(nachstehend „Treuhänder“ genannt)

1. Vertragsgegenstand

1.1. Der Treugeber beauftragt hiermit den Treuhänder, in eigenem Namen, aber auf Rechnung und Gefahr des Treugebers die bei der Bank (Kiel), auf dem Konto Nr. 3594757 verbuchten Vermögenswerte (im folgenden kurz: „Treugut“) zu halten und zu verwalten. Der Treuhänder handelt dabei als Beauftragter im Sinne des deutschen Rechts. Er hat das Recht, Stellvertreter zu ernennen und mit schriftlichem Widerruf abzuberufen.

1.2. Der Treuhänder verwaltet das Treugut nach den Weisungen des Treugebers oder von ihm schriftlich bezeichneter Stellvertreter.

Der Treuhänder ist berechtigt, die Befolgung von Weisungen abzulehnen, die nach seiner Auffassung mit dem Gesetz in Widerspruch stehen. Liegen keine Weisungen vor, so ist der Treuhänder verpflichtet, solche vom Treugeber oder seinen Stellvertretern einzuholen. Bei Gefahr im Verzug sowie wenn Weisungen nicht zeitgerecht eingeholt werden können oder eintreffen, handelt der Treuhänder selbständig, nach bestem Wissen und Gewissen.

1.3. Der Treuhänder anerkennt, dass sämtliche auf dem unter Ziff. 1.1. hiervor erwähnten Konto verbuchten Vermögenswerte sowie deren Ertrag vollumfänglich Eigentum des Treugebers sind und wird sie diesem jederzeit auf erste Aufforderung hin zu unbeschwerter Verfügung herausgeben. Vorbehalten bleiben die Rechte des Treuhänders gemäss Art. 401 OR.

1.4. Den Parteien sind die Bestimmungen des Geldwäschereigesetzes bekannt. Der Treuhänder bestätigt hiermit, dass er diesen Auftrag im Einklang mit den ent-sprechenden Bestimmungen des Geldwäschereigesetzes sowie überhaupt mit den übrigen gesetzlichen Bestimmungen ausüben kann.

2. Haftung

Das Risiko für die Verwaltung und Erhaltung des Treugutes liegt vollumfänglich beim Treugeber. Der Treugeber verpflichtet sich und seine Rechtsnachfolger, den Treuhänder weder selber zu belangen durch Dritte, über die der Treuhänder die Kontrolle ausübt oder die ihrerseits in einem Dienst- oder anderen rechtlichen Verhältnis zu ihm stehen, haftbar machen zu lassen für die Tätigkeiten in Ausübung dieses Treuhandmandates, sowie allgemein ihn von allen Ansprüchen, die gegen ihn aus der Mandatsausübung geltend gemacht werden können, freizustellen und schad- und klaglos zu halten. Vorbehalten bleibt die Haftung des Treuhänders aufgrund der Sorgfaltpflicht, die ihn gemäss Art. 398 OR als Beauftragten trifft, wobei diese Haftung auf rechtswidrige Absicht oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt wird (Art. 100 Abs. 1 OR).

3. Honorar

Der Treugeber verpflichtet sich, den Treuhänder für die gestützt auf diesen Treuhandvertrag erbrachten Dienstleistungen nach Zeitaufwand zu entschädigen. Als Grundlage dient ein Stundenhonorar von mindestens EUR. 182.–. Ferner wird der Treugeber dem Treuhänder alle Auslagen und Verwendungen ersetzen, die diesem im Zusammenhang mit der Ausübung des Treuhandmandates anfallen. Es gilt als vereinbart, dass das jährliche Honorar mindestens 1,5 % des Bruttobetrags des am Anfang des Kalenderjahres angelegten Vermögens betragen soll.

4. Geheimhaltung

Der Treuhänder ist verpflichtet, das Treuhandverhältnis und insbesondere die Identität des Treugebers gegenüber Behörden und Privatpersonen geheimzuhalten. Ausnahmen von der Geheimhaltungspflicht bestehen in denjenigen Fällen, in denen der Treuhänder ohne die Offenlegung des Treuhandverhältnisses sowie der Identität des Treugebers persönliche Nachteile erlitte (z.B. infolge Zurechnung des Treugutes zum steuerbaren Vermögen des Treuhänders) oder in denen er von Gesetzes wegen zur Offenlegung verpflichtet werden kann (wie z.B. in Erfüllung der Bestimmungen des Gesetzes über die Geldwäsche sowie im Zuge eines Strafverfahrens). In solchen Ausnahmefällen ist der Treuhänder ausdrücklich von der Geheimhaltungspflicht befreit soweit die Verhältnisse es erfordern.

5. Weitere Bestimmungen

5.1 Abänderungen und/oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform.

5.2. Auf diesen Vertrag ist deutsches Recht anwendbar.

5.3. Als Gerichtsstand für allfällige Streitigkeiten aus diesem Vertrag anerkennen die Parteien die ordentlichen Gerichte am Sitz des Treugebers.

(Reutlingen, Datum):

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Mustersatzung GmbH – Muster Gesellschaftsvertrag für Gebäudetechnik einer GmbH aus Fürth

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Hinweis zu unseren Mustersatzungen:
Eine gebrauchsfertige GmbH-Mustersatzung kann es nicht geben. Zu vielfältig sind die Erscheinungsformen der GmbH im Wirtschaftsleben. Eine 100 %-ige Konzerntochter verlangt andere Regelungen als eine Join-Venture GmbH zwischen zwei Industrieunternehmen. Weitere Regelungstypen sind beispielsweise die Vater-Sohn-Handwerks-GmbH, die Dienstleistungs-GmbH zwischen Freiberuflern, die GmbH mit Technologie-Know-how Trägern als Mehrheitsgesellschaftern und einem Kapitalgeber (Capital Venture Fonds).

Jeder Regelungstyp hat eine eigene Interessenstruktur, die sich bei der Finanzverfassung, den Entscheidungsmechanismen und bei Gesellschafterveräderungen auswirkt. Besondere Aufmerksamkeit ist dem natürlichen Spannungsfeld zwischen tätigen und nicht tätigen Gesellschaftern (z.B. nicht tätigen Erben eines verstorbenen tätigen Gesellschafters) zu widmen. Die Probleme entzünden sich hier an der Gewinnverwendung, Geschäftsführergehältern, langfristigen Investitionen. Bei reinen Handels- und Dienstleistungs-GmbHs ist in der Regel ein persönliches Tätigwerden der Gesellschafter unverzichtbar.

Aus diesen Gründen ist auch die folgende Beispielssatzung lediglich als eine erste Anregung gedacht, Gestaltungsalternativen müssen mit den Beratern abgestimmt werden aufgrund einer individuellen Zweckmässigkeits- und Vollständigkeitsprüfung.

Eine GmbH-Satzung muss von einem Notar protokolliert werden.

Paragraph 1 Firma, Sitz

Die Firma der Gesellschaft lautet: Gebäudetechnik Ges. m. b. Haftung .Sitz der Gesellschaft ist Fürth

Paragraph 2 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist Handwerk Geschichte Merkmale des Handwerks als spezieller Wirtschaftsbereich Zitate Navigationsmenü

Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen – insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin -, sowie andere Unternehmen zu gründen.

Paragraph 3 Dauer der Gesellschaft
Die Gesellschaft beginnt mit der Eintragung in das Handelsregister. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Dauer errichtet.

Paragraph 4 Stammkapital, Stammeinlagen
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 463430,00 EUR

Auf das Stammkapital übernehmen als ihre Stammeinlagen:

a. eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 105882,
b. eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 165884,
c. eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 191664.

Paragraph 5 Geschäftsführer
Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer.
Die Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern sowie deren Befreiung vom Geschäftsführerwettbewerbsverbot erfolgt durch Gesellschafterbeschluss

Paragraph 6 Vertretung der Gesellschaft
Ein alleiniger Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft vertreten durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch
einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Durch Gesellschafterbeschluss kann die Vertretungsbefugnis der Geschäftsführer abweichend geregelt werden,
insbesondere können auch alle oder einzelne Geschäftsführer von den Beschränkungen des Paragraph 181 BGB befreit werden.

Paragraph 7 Geschäftsführung
Die Führung der Geschäfte der Gesellschaft steht mehreren Geschäftsführern gemeinschaftlich zu, sofern nicht durch Gesellschafterbeschluss, insbesondere im Rahmen einer Geschäftsordnung, etwas anderes bestimmt wird.
Im Verhältnis zur Gesellschaft ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, die Geschäftsführungsbeschränkungen einzuhalten, welche durch Gesetz, Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführeranstellungsvertrag und Gesellschafterbeschlüsse festgesetzt sind oder werden.
Die Geschäftsführer bedürfen der vorherigen Zustimmung durch Gesellschafterbeschluss für alle Geschäfte, die über den gewöhnlichen Betrieb der Gesellschaft hinausgehen.

Paragraph 8 Gesellschafterbeschlüsse
Soweit nicht das Gesetz zwingend oder dieser Gesellschaftsvertrag etwas anderes vorsehen, entscheiden die Gesellschafter in allen Angelegenheiten der Gesellschaft durch Beschlussfassung mit der Mehrheit der Stimmen aller Gesellschafter.

Nur mit 75 % der Stimmen aller Gesellschafter können beschlossen werden:

a. Eine Änderung des Gesellschaftsvertrages
b. die Auflösung der Gesellschaft.
c. die Beschlüsse gemäss Paragraphen 6, 7 und 8 des Gesellschaftsvertrages.
Jede 50,00 EUR Nennbetrag eines Geschäftsanteils gewähren eine Stimme.
Sämtliche Gesellschafterbeschlüsse sind zu protokollieren. Das Protokoll ist von den Geschäftsführern zu unterzeichnen. Die Gesellschafter erhalten Abschriften.
Die Einlegung von Rechtsmitteln jeder Art gegen Gesellschafterbeschlüsse ist nur innerhalb einer Frist von einem Monat nach Beschlussfassung zulässig.

Paragraph 9 Gesellschafterversammlung
Beschlüsse der Gesellschafter werden in Versammlungen gefasst.
Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Gesellschafterversammlung vorsieht, bedarf es der Abhaltung einer Versammlung nicht, wenn sämtliche Gesellschafter schriftlich, mündlich oder in jeder anderen Form mit der zu treffenden Bestimmung oder mit der Form der Stimmabgabe sich einverstanden erklären.

Einberufung

a. Die Gesellschafterversammlung wird durch einen Geschäftsführer einberufen. Versammlungsort ist der Sitz der Gesellschaft, sofern nicht durch Gesellschafterbeschluss ein anderer 0rt bestimmt wird.
b. Die ordentliche jährliche Gesellschafterversammlung ist in den ersten acht Monaten eines Geschäftsjahres einzuberufen zur Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Ergebnisverwendung und die Entlastung der Geschäftsführung. Im übrigen ist die Gesellschafterversammlung einzuberufen, wenn es einem
Geschäftsführer im Interesse der Gesellschaft erforderlich erscheint oder in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.
c. Die Einberufung erfolgt durch Einladung der Gesellschafter mittels eingeschriebener Briefe gegen Rückschein an die letzte von dem Gesellschafter der Gesellschaft mitgeteilte Adresse oder durch Übergabe gegen
Empfangsbestätigung. Die Ladungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen. Der Tag der Absendung und der Versammlungstag werden nicht mitgerechnet. Mit der Einladung sind die Beschlussgegenstände mitzuteilen.
d. Ist die Versammlung nicht ordnungsmässig berufen, können Beschlüsse nur mit Zustimmung aller Gesellschafter gefasst werden.

Paragraph 10 Geschäftsjahr und Jahresabschluss
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss ist von den Geschäftsführern in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen, sofern nicht nach dem Gesetz der Jahresabschluss innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres aufgestellt werden darf.

Paragraph 11 Gewinnverteilung
Die Gesellschafter haben Anspruch auf den Jahresüberschuss zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrags, soweit der sich ergebende Betrag nicht durch Beschluss nach Abs. 2 von der Verteilung unter die Gesellschafter ausgeschlossen ist.
Im Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses können die Gesellschafter Beträge in Gewinnrücklage einstellen oder als Gewinn vortragen oder bestimmen, dass sie der Gesellschaft als Darlehen zu dem gemäss Gesellschafterbeschluss festgesetzten Bedingungen verbleiben.
Die Verteilung erfolgt nach Verhältnis der Geschäftsanteile.

Paragraph 12 Gesellschafterveränderungen
Übertragung von Geschäftsanteilen
Geschäftsanteile können ganz oder teilweise von einem Gesellschafter nur veräussert werden, wenn die Gesellschafter durch Beschluss mit einer Mehrheit von 75 % der Stimmen aller Gesellschafter im Voraus zustimmen. Der betroffene Gesellschafter ist stimmberechtigt.
Austrittsrecht
Jeder Gesellschafter kann den Austritt aus der Gesellschaft erklären
a. wenn ein wichtiger Grund im Sinne des allgemeinen Gesellschaftsrechts vorliegt jederzeit oder
b. im übrigen nur sechs Monate vor einem Geschäftsjahresende, erstmals zum (Datum). Die Austrittserklärung hat durch eingeschriebenen Brief an die Gesellschaft zu erfolgen.
Ausschluss
Ein Gesellschafter ist verpflichtet, ohne seine Zustimmung aus der Gesellschaft auszuscheiden,

a. wenn und sobald über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird, sofort,
b. durch Gesellschafterbeschluss – bei dem er nicht stimmberechtigt ist – zu dem in dem Beschluss bestimmten Zeitpunkt, jedoch nicht vor Mitteilung des Beschlusses an den betroffenen Gesellschafter,

wenn in seinen Geschäftsanteil die Zwangsvollstreckung betrieben und nicht innerhalb von zwei Monaten wieder aufgehoben wird, oder
wenn in seiner Person ein wichtiger Grund eingetreten ist, der für die übrigen Gesellschafter die Fortsetzung des Gesellschaftsverhältnisses mit ihm unzumutbar macht, oder
wenn das Anstellungsverhältnis eines Gesellschafters, der nach Paragraph 5 verpflichtet ist, für die Gesellschaft tätig zu sein, endet, aus welchem Grund auch immer; im Falle des Todes gilt Abs. (4).
Tod eines Gesellschafters
Erben oder Vermächtnisnehmer eines Gesellschafters sind verpflichtet, aus der Gesellschaft auszuscheiden.
Durchführung des Ausscheidens

a. Der ausscheidende Gesellschafter ist /seine Erben/Vermächtnisnehmer sind verpflichtet, seinen/ihren Geschäftsanteil nach Massgabe eines Gesellschafterbeschlusses mit der Mehrheit der Stimmen der übrigen
Gesellschafter, bei dem er nicht stimmberechtigt ist, ganz oder geteilt an die Gesellschaft selbst, an einen oder mehrere Gesellschafter oder an von der Gesellschaft zu benennende Dritte zu übertragen oder die
Einziehung des Geschäftsanteils zu dulden.
b. Ein ausscheidender Gesellschafter erhält seine Erben erhalten eine Abfindung nach Massgabe dieses Vertrages, von dem seinen Geschäftsanteil erwerbenden Gesellschafter (von mehreren als Teilschuldner),
im Falle der Einziehung von der Gesellschaft.
Das Ausscheiden eines Gesellschafters führt nicht zur Auflösung der Gesellschaft. Die verbleibenden Gesellschafter haben unverzüglich einen Beschluss zu den Modalitäten der Fortführung zu fassen.

Paragraph13 Abfindung
Die Abfindung eines ausscheidenden Gesellschafters bemisst sich nach dem für den Geschäftsanteil zu ermittelnden Wert,{der sich unter Anwendung der steuerrechtlichen Vorschriften zur Ermittlung des gemeinen Wertes von Geschäftsanteilen mangels Ableitbarkeit aus Verkäufen ergibt . Bewertungsstichtag ist das Ende des Geschäftsjahres, in dem die Austrittserklärung des Gesellschafters bei der Gesellschaft eingeht oder der Ausschlussbeschluss gefasst wird.} Sollte zum Bewertungsstichtag eine Feststellung des Finanzamtes noch nicht erfolgt sein, ist die Wertermittlung nach den vorstehenden Massstäben unabhängig von der Feststellung des Finanzamtes vorzunehmen. Eine Berichtigung aufgrund der späteren Feststellung des Finanzamtes oder einer Betriebsprüfung findet nicht statt.
Der Gewinn für das gesamte Geschäftsjahr, in dessen Verlauf und zu dessen Ende ein Gesellschafter zum Ausscheiden verpflichtet ist, steht dem ausscheidenden Gesellschafter zeitanteilig bis zu dem Monat zu, in dessen Verlauf oder zu dessen Ende die Austrittserklärung der Gesellschaft zuging oder der Ausschlussbeschluss gefasst wurde.
Die Vergütung ist in 5 gleichen Jahresraten auszuzahlen, wobei die Fälligkeit der ersten Rate sechs Monate seit Vollzug des Ausscheidens, die folgenden Raten je ein Jahr später zu zahlen sind. Die Vergütung ist mit jährlich 2 % über dem jeweiligen Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank von der jeweilig noch geschuldeten Höhe zu verzinsen von dem Monatsersten an, von dem ausscheidenden Gesellschafter gemäss Abs. 2 ein Gewinn nicht mehr zusteht.

Paragraph 14 Wettbewerbsverbot
Ein Gesellschafter darf ohne vorherigen zustimmenden Gesellschafterbeschluss, bei dem er nicht stimmberechtigt ist, in dem Geschäftsbereich des Gegenstandes der Gesellschaft keine Geschäfte machen für eigene oder fremde Rechnung, gelegentlich oder gewerbsmässig, unmittelbar oder mittelbar, selbständig oder unselbständig oder in jeder anderen Weise. Das Verbot umfasst insbesondere auch direkte oder indirekte Beteiligung oder Beratung an Konkurrenzunternehmen sowie die Beteiligung als stiller Gesellschafter oder Unterbeteiligter an Konkurrenzunternehmen.

Paragraph 15 Schlussbestimmungen
Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur im deutschen Bundesanzeiger oder einem etwa an seine Stelle tretenden Veröffentlichungsorgan.
Die Gründungskosten in Höhe von EUR {Summe} (Handelsregister, Bekanntmachungen, Beratungen, Notar) trägt die Gesellschaft.[1]
Durch die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.
Als Gerichtsstand wird Fürth vereinbart

Anmerkung:
An dieser Stelle kann auf Wunsch eine Schlichtungsvereinbarung und/oder Schiedsgerichtsvereinbarung getroffen werden. Zur Vereinbarung einer Schlichtungsklausel und/oder Schiedsklausel siehe Erläuterung unten)

Notarieller Beurkundungshinweis

……………………………………….. ………………………………………..

Fürth, 18.07.2019 Unterschrift

Anmerkung zu Paragraph 15 (4):

a. Die Parteien können sich auch auf die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens (Schlichtungsklausel) einigen. Es kann zusätzlich vereinbart werden, dass ein Schlichtungsversuch gescheitert sein muss, bevor der Rechtsweg beschritten werden kann.

>Informationen zur aussergerichtlichen Streitbeilegung
Muster für eine Schlichtungsklausel:

Die Vertragsparteien verpflichten sich, bei Meinungsverschiedenheiten ein Schlichtungsverfahren mit dem Ziel durchzuführen, eine interessengerechte und faire Vereinbarung im Wege einer Mediation mit Unterstützung eines neutralen Schlichters unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, rechtlichen, persönlichen und sozialen Gegebenheiten zu erarbeiten. Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, werden vor Einschaltung der Gerichte nach der Schlichtungsordnung der Industrie- und Handelskammer …………… (z.B. XXXXX = Name der nächstgelegenen IHK mit Schlichtungsstelle) (oder der XXXX Institution) geschlichtet.

b. Möglich wäre auch die Vereinbarung einer Schiedsgerichtsklausel.
Muster für eine Schiedsgerichtsklausel:

Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, werden nach der Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handelskammer …………. unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden. Das gerichtliche Mahnverfahren bleibt aber zulässig.

c. Möglich ist aber natürlich auch die Kombination von Schlichtung und bei Scheitern anschliessendem Schiedsgerichtsverfahren.

[1] Es ist aufgrund der Entscheidung des OLG Celle vom 11.2.2016 (Az. 9 W 10/16) in der Satzung auf Verlangen des Registergerichts nunmehr der konkrete Gesamtbetrag der Gründungskosten anzugeben


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